Als im Frühjahr das Wiener Aktionismus Museum (WAM) eröffnete, um dieser radikalen österreichischen Kunstrichtung und ihren wichtigsten Vertretern einen institutionellen Rahmen zu geben, drehte sich einigen Menschen der Magen um. Nicht, weil die Aktionen dieser Künstler, die unter anderem mit nackten Leibern, Körperflüssigkeiten und Teilen toter Tiere die Anstandsgrenzen des bürgerlichen Kunstbegriffs zu sprengen versuchten, auch gut fünfzig Jahre später noch Schockpotenzial haben – sondern, weil ein Teil der ausgestellten Kunst von Otto Muehl stammt, der 1991 wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung von Minderjährigen in seiner Kommune Friedrichshof zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde.https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunstmarkt/kuenstler-otto-muehl-missbrauchsopfer-fordern-abfindung-19836044.html
FAZ.NET
Künstler Otto Muehl: Missbrauchsopfer fordern Abfindung
In großem Stil sind Werke von Otto Muehl, der Minderjährige missbrauchte, an das neue Museum des Wiener Aktionismus gegangen. Frühere Opfer des Künstlers fordern eine Abfindung – und einen kritischen Umgang mit seiner Kunst.
🔥17🙏2