Monatelang wird der ehemalige ukrainische Soldat Witali Manshos in einem russischen Folterkeller festgehalten und gequält. Ein russischer Militär hilft ihm schließlich, der Gefangenschaft zu entkommen. Witali nimmt einen russischen Pass und Arbeit an, wird unfreiwillig zum Kollaborateur. Zusammen mit seiner Familie versucht er mehrfach, seine besetzte Heimat zu verlassen, landet aber erneut im Folterkeller, bevor die weite Flucht endlich klappt.
Heute ist Witali mit Frau und Tochter in einem verlassenen Supermarkt in Deutschland untergebracht: in einem improvisierten Flüchtlingsheim, dessen „Zimmer“ aus Gittern und Folie bestehen.
Die Novaya Gazeta Europe hat die Geschichte des ehemaligen ukrainischen Soldaten aufgeschrieben – ungeschönt, widersprüchlich und unangenehm – so wie Witali sie erlebt hat. Teil 2.
Inhaltswarnung: Dieser Bericht enthält detaillierte Gewaltbeschreibungen, rassistische Äußerungen und derbe Schimpfwörter.
Heute ist Witali mit Frau und Tochter in einem verlassenen Supermarkt in Deutschland untergebracht: in einem improvisierten Flüchtlingsheim, dessen „Zimmer“ aus Gittern und Folie bestehen.
Die Novaya Gazeta Europe hat die Geschichte des ehemaligen ukrainischen Soldaten aufgeschrieben – ungeschönt, widersprüchlich und unangenehm – so wie Witali sie erlebt hat. Teil 2.
Inhaltswarnung: Dieser Bericht enthält detaillierte Gewaltbeschreibungen, rassistische Äußerungen und derbe Schimpfwörter.
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Drei ukrainische Kriegsgefangene.
Alle drei saßen sie in ein und demselben russischen Gefängnis: der Isolationshaftanstalt Nummer 2 in Wjasma - einem „Todeslager“, wie Texty schreibt.
Leseempfehlung unserer dekoder-Redakteurin Peggy Lohse.
Alle drei saßen sie in ein und demselben russischen Gefängnis: der Isolationshaftanstalt Nummer 2 in Wjasma - einem „Todeslager“, wie Texty schreibt.
Leseempfehlung unserer dekoder-Redakteurin Peggy Lohse.
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📆 Mo., 27.1.2025, 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr)
📍 taz Kantine: Friedrichstr. 21, 10969 Berlin
Zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau und den Auswirkungen in der Gegenwart. Ein @taz Talk mit Tanja Penter, Jörg Morré, Leonid A. Klimov, Peggy Lohse und Jens Schley
Link zur Anmeldung & Livestream: https://taz.de/taz-Talk-zur-Erinnerungskultur/!vn6061484/
„Der Krieg und seine Opfer” ist ein Projekt von dekoder, in Kooperation mit der Universität Heidelberg, finanziert im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft und dem Bundesfinanzministerium
📍 taz Kantine: Friedrichstr. 21, 10969 Berlin
Zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau und den Auswirkungen in der Gegenwart. Ein @taz Talk mit Tanja Penter, Jörg Morré, Leonid A. Klimov, Peggy Lohse und Jens Schley
Link zur Anmeldung & Livestream: https://taz.de/taz-Talk-zur-Erinnerungskultur/!vn6061484/
„Der Krieg und seine Opfer” ist ein Projekt von dekoder, in Kooperation mit der Universität Heidelberg, finanziert im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft und dem Bundesfinanzministerium
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"📻 Europa muss den Kontakt mit den Menschen in Belarus aufrecht erhalten, durch die Förderung freier Medien und die Vergabe von Visa - und zwar am Regime vorbei, sagt Ingo Petz von dekoder im Ö1-#Europajournal. Wir reden darüber, welche Rolle die Opposition noch spielen kann und wie unabhängig das Regime von Alexander Lukaschenko vom Kreml ist."
Zum Nachhören:
https://sound.orf.at/podcast/oe1/oe1-europa-journal/belarus-eu-parlament-georgien-griechenland
Zum Nachhören:
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Auschwitz steht für den nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden. Doch das Vernichtungslager ist nur ein Ort von unzähligen – und noch lange nicht vollständig dokumentierten – NS-Tötungsstätten in den damals deutsch besetzten Gebieten.
Praktisch in jedem Städtchen errichteten die Nationalsozialisten Ghettos, Transit-, Konzentrations- und/oder Vernichtungslager, Zwangsarbeits- oder Kriegsgefangenenlager. Gequält, erniedrigt und ermordet wurden hier Jüdinnen und Juden, Roma und Romnja, Menschen mit Behinderungen und psychischen Krankheiten, vermeintliche politische Gegner, Frauen, Kinder, Bewohnerinnen und Bewohner zerstörter Ortschaften, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter …
Innerhalb unserer dekoder-Doku-Serie „Der Krieg und seine Opfer“ sammeln wir Tatorte des NS-Vernichtungsapparats auf dieser animierten Karte. Unter „Info“ könnt ihr diese Karte mit uns vervollständigen!
https://war.dekoder.org/de/map
#ns_verbrechen #10für27Millionen #östlich_der_erinnerung
Praktisch in jedem Städtchen errichteten die Nationalsozialisten Ghettos, Transit-, Konzentrations- und/oder Vernichtungslager, Zwangsarbeits- oder Kriegsgefangenenlager. Gequält, erniedrigt und ermordet wurden hier Jüdinnen und Juden, Roma und Romnja, Menschen mit Behinderungen und psychischen Krankheiten, vermeintliche politische Gegner, Frauen, Kinder, Bewohnerinnen und Bewohner zerstörter Ortschaften, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter …
Innerhalb unserer dekoder-Doku-Serie „Der Krieg und seine Opfer“ sammeln wir Tatorte des NS-Vernichtungsapparats auf dieser animierten Karte. Unter „Info“ könnt ihr diese Karte mit uns vervollständigen!
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Morgen jährt sich zum 80. Mal die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee. Die Nationalsozialisten haben hier allein ab Frühjahr 1942 mehr als eine Million Menschen getötet, die allermeisten von ihnen waren Jüdinnen und Juden aus ganz Europa.
Doch die Vorbereitung zu diesem beispiellos durch und durch bürokratisierten Massenmorden fand seit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten im Osten statt: Ganze jüdische Gemeinden wurden vom sogenannten NS-Sicherheitsdienst, dessen Sonderkommandos und einheimischen Hilfspolizisten in der Ukraine, in Belarus, im Baltikum und in Westrussland verschleppt, erschlagen, erschossen.
Der Historiker und Holocaust-Experte Dieter Pohl erläutert die Entwicklung in dieser dekoder-Gnose:
https://www.dekoder.org/de/gnose/holocaust-sowjetunion-zweiter-weltkrieg
Doch die Vorbereitung zu diesem beispiellos durch und durch bürokratisierten Massenmorden fand seit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten im Osten statt: Ganze jüdische Gemeinden wurden vom sogenannten NS-Sicherheitsdienst, dessen Sonderkommandos und einheimischen Hilfspolizisten in der Ukraine, in Belarus, im Baltikum und in Westrussland verschleppt, erschlagen, erschossen.
Der Historiker und Holocaust-Experte Dieter Pohl erläutert die Entwicklung in dieser dekoder-Gnose:
https://www.dekoder.org/de/gnose/holocaust-sowjetunion-zweiter-weltkrieg
Als ich 2015 Maly Trostenez zum ersten Mal mit einer Exkursion besuchte, war ich erschüttert von dem Kontrast, den ich dort sah und hörte. In den 70 Jahren, in denen sich Stadt und Natur weiterentwickelt hatten, waren sämtliche Spuren dessen, was hier geschehen war, verschwunden.
Auschwitz, Bergen-Belsen oder Treblinka sind fester Bestandteil der Erinnerungskultur rund um die mörderische Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten. Das kleine Dorf Maly Trostenez nahe der belarussischen Hauptstadt Minsk ist als NS-Vernichtungsstätte weniger bekannt. Zehntausende Menschen wurden in Maly Trostenez erschossen oder in Gaswagen erstickt. Systematisch ermordet wurden Jüdinnen und Juden aus dem Minsker Ghetto sowie aus mitteleuropäischen Städten wie Wien.
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Der belarussische Fotograf Maxim Sarychau hat sich auf den Weg gemacht, um Maly Trostenez im kollektiven Bewusstsein zu verankern. In seinen Bildern visualisiert er die Auswirkungen und Spuren des Massenmordes, indem er Vergangenes und Gegenwärtiges verbindet. Wir haben mit ihm gesprochen und zeigen eine Auswahl an Bildern.
#WeRemember
👉https://www.dekoder.org/de/article/belarus-fotografie-maly-trostenez-maxim-sarychau
Fotos: Maxim Sarychau
https://sarychau.com/
Bildredaktion: Andy Heller www.andy-heller.de
#WeRemember
👉https://www.dekoder.org/de/article/belarus-fotografie-maly-trostenez-maxim-sarychau
Fotos: Maxim Sarychau
https://sarychau.com/
Bildredaktion: Andy Heller www.andy-heller.de
дekoder | DEKODER
„I can almost hear the birds” - дekoder | DEKODER
Maly Trostenez bei Minsk war die größte NS-Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Der Fotograf Maxim Sarychau widmet diesem Ort des Schreckens ein Fotoprojekt. Wir zeigen eine Auswahl an Bildern.
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дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung |
Werden die Repressionen in Belarus nun nachlassen?
Der Sieger der Scheinwahl stand bereits im Vorfeld fest: Alexander Lukaschenko. Wie lief diese Imitation einer Wahl ab? Gab es tatsächlich keinerlei Überraschungen? Ein Interview mit der Politologin
Am vergangenen Sonntag hat sich der belarussische Langzeit-Diktator Alexander Lukaschenko wie erwartet erneut zum Sieger seiner Pseudo-Präsidentschaftswahl küren lassen.
Im Gespräch mit dekoder zieht die belarussische Politologin Victoria Leukavets ein Resümee über Ablauf und Ausgestaltung der Scheinwahlen – und gibt einen Ausblick auf die kritische Phase danach.
Im Gespräch mit dekoder zieht die belarussische Politologin Victoria Leukavets ein Resümee über Ablauf und Ausgestaltung der Scheinwahlen – und gibt einen Ausblick auf die kritische Phase danach.
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Gefängnis, Strafkolonie und Knast-Kultur sind in der russischen Gesellschaft und im russischen Staatswesen fest verankert – und das schon seit Sowjetzeiten.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine verändert nun die Struktur des etablierten Gefängnissystems: Kleinste Meinungsäußerungen bringen Menschen hinter Gitter, Verurteilte werden für den Dienst im Krieg begnadigt, in den besetzten ukrainischen Gebieten werden neue Straflager eingerichtet.
Auch in Belarus bildet die Haft den Kern des Repressionsapparates im System Lukaschenko. Zuletzt instrumentalisierte der belarussische Machthaber Gefangene auch zur Imagepflege rund um seine Schein-Präsidentschaftswahlen.
Über Entstehung, Logik und Wandel postsowjetischer Haftsysteme:
Im neuen dekoder-Dossier „Archipel Gulag-FSIN“ sammeln und erstellen wir Hintergrundwissen, persönliche Berichte und vertiefende Analysen rund um den Strafvollzug in Russland und Belarus.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine verändert nun die Struktur des etablierten Gefängnissystems: Kleinste Meinungsäußerungen bringen Menschen hinter Gitter, Verurteilte werden für den Dienst im Krieg begnadigt, in den besetzten ukrainischen Gebieten werden neue Straflager eingerichtet.
Auch in Belarus bildet die Haft den Kern des Repressionsapparates im System Lukaschenko. Zuletzt instrumentalisierte der belarussische Machthaber Gefangene auch zur Imagepflege rund um seine Schein-Präsidentschaftswahlen.
Über Entstehung, Logik und Wandel postsowjetischer Haftsysteme:
Im neuen dekoder-Dossier „Archipel Gulag-FSIN“ sammeln und erstellen wir Hintergrundwissen, persönliche Berichte und vertiefende Analysen rund um den Strafvollzug in Russland und Belarus.
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дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung |
Oxxxymiron
Oxxxymiron (geb. 1985) ist ein russischer Rapper. Geboren als Miron Fjodorow in Sankt Petersburg, wuchs er in Deutschland und England auf und studierte Mittelalterliche Englische Literatur in Oxford.
Heute hat Oxxxymiron Geburtstag. 🎉
Seit Russlands Überfall auf die Ukraine lebt der weltweit gefeierte Rapper im Exil. Zuhause gilt er als „ausländischer Agent“, seine Songs als „extremistisch“.
Über den russischen Rapper und seinen Einfluss auf die Szene:
👉https://www.dekoder.org/de/gnose/oxxxymiron-battlerap-kollegah
Seit Russlands Überfall auf die Ukraine lebt der weltweit gefeierte Rapper im Exil. Zuhause gilt er als „ausländischer Agent“, seine Songs als „extremistisch“.
Über den russischen Rapper und seinen Einfluss auf die Szene:
👉https://www.dekoder.org/de/gnose/oxxxymiron-battlerap-kollegah
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Der heutige Strafvollzug in Russland ähnelt in vielerlei Hinsicht dem sowjetischen Gulag:
Die Infrastruktur ist marode, das Personal schlecht ausgebildet, die Abläufe intransparent. Statt auf Resozialisierung zielt die Haft auf Bestrafung und Abschreckung.
Neu ist dabei, dass der Strafvollzug auch privaten und kommerziellen Interessen hoher Staatsbeamter dienen soll.
Wieviel Gulag noch in den heutigen Strafkolonien steckt und wie das Lagersystem ursprünglich entstanden ist, erklärt das Onlinemedium Verstka.
Die Infrastruktur ist marode, das Personal schlecht ausgebildet, die Abläufe intransparent. Statt auf Resozialisierung zielt die Haft auf Bestrafung und Abschreckung.
Neu ist dabei, dass der Strafvollzug auch privaten und kommerziellen Interessen hoher Staatsbeamter dienen soll.
Wieviel Gulag noch in den heutigen Strafkolonien steckt und wie das Lagersystem ursprünglich entstanden ist, erklärt das Onlinemedium Verstka.
Alhierd Bacharevič wird heute 50 – der belarussische Schriftsteller seziert in seinen Romanen und Essays mal mit fantastischem, mal mit scharf-rationalem Blick die Lebenswelten seines Landes und die Funktionsweisen autoritärer Regime:
👉https://www.dekoder.org/de/article/bacharevic-essay-faschismus-belarus (Archiv-Text)
👉https://www.dekoder.org/de/article/bacharevic-essay-faschismus-belarus (Archiv-Text)
дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung |
Mit der Angst um den Hals
Der Faschismus ist in Belarus wieder in aller Munde: Der Schriftsteller Alhierd Bacharevič erzählt, was es mit diesem wechselvollen Begriff in seiner Heimat auf sich hat.
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дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung |
Der Patriarch und das kosmische Böse
Zwei kürzlich erschienene Bücher offenbaren, wie weit sich das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche inzwischen von den Lehren des Christentums entfernt hat – zugunsten einer Staatsideologie.
Heute vor 16 Jahren wurde Wladimir Gundjajew vom Heiligen Synod zum Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche bestimmt. Seither ist er als Patriarch Kirill bekannt.
Bereits in seiner Zeit als Bischof und Metropolit in den 90-er Jahren hatte es Vorwürfe gegeben, Gundjajew stehe mit der organisierten Kriminalität in Verbindung.
Unter seiner Führung verschmolzen Kirche und Staat immer enger.
Wie weit sich das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche zugunsten einer Staatsideologie bereits von den Lehren des Christentums entfernt hat, zeigen Werke aus dem vergangenen Jahr, in denen er etwa Putin statt der Bibel zitiert:
https://www.dekoder.org/de/article/buecher-patriarch-kirill-orthodoxie (aus unserem Archiv)
Bereits in seiner Zeit als Bischof und Metropolit in den 90-er Jahren hatte es Vorwürfe gegeben, Gundjajew stehe mit der organisierten Kriminalität in Verbindung.
Unter seiner Führung verschmolzen Kirche und Staat immer enger.
Wie weit sich das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche zugunsten einer Staatsideologie bereits von den Lehren des Christentums entfernt hat, zeigen Werke aus dem vergangenen Jahr, in denen er etwa Putin statt der Bibel zitiert:
https://www.dekoder.org/de/article/buecher-patriarch-kirill-orthodoxie (aus unserem Archiv)
Zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz war dekoder mit der Erinnerungs-Doku Der Krieg und seine Opfer zu Gast bei der taz.
Neben vier Sonderseiten über unser Projekt zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus waren dekoder-Redakteur:innen auch beim taz Talk dabei.
Der Stream zum taz Talk mit dekoder-Redakteur:innen Leonid Klimov und Peggy Lohse:
👉https://www.youtube.com/watch?v=BtAntJs-o7w
Die Essays der taz-Beilage zum Nachlesen:
👉https://taz.de/80-Jahre-Befreiung-des-KZ-Auschwitz/!6062698/
👉https://taz.de/80-Jahre-Befreiung-des-KZ-Auschwitz/!6062699/
👉https://taz.de/80-Jahre-Befreiung-des-KZ-Auschwitz/!6062695&s=%C3%B6stlich%2Bder%2Berinnerung/
Neben vier Sonderseiten über unser Projekt zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus waren dekoder-Redakteur:innen auch beim taz Talk dabei.
Der Stream zum taz Talk mit dekoder-Redakteur:innen Leonid Klimov und Peggy Lohse:
👉https://www.youtube.com/watch?v=BtAntJs-o7w
Die Essays der taz-Beilage zum Nachlesen:
👉https://taz.de/80-Jahre-Befreiung-des-KZ-Auschwitz/!6062698/
👉https://taz.de/80-Jahre-Befreiung-des-KZ-Auschwitz/!6062699/
👉https://taz.de/80-Jahre-Befreiung-des-KZ-Auschwitz/!6062695&s=%C3%B6stlich%2Bder%2Berinnerung/
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Kürzlich erschien in Russland die Biografie des italienischen Filmemachers und Publizisten Paolo Pasolini – mit geschwärzten Seiten anstelle der Passagen über sein schwules Privatleben.
Das ist eine der vielen Formen zunehmender staatlicher Repression gegen alles, was nicht heteronormativ ist.
Im Interview mit T-invariant erläutert der Kulturhistoriker und Philologe Michail Edelschtejn Sinn und Zweck des staatlichen Kampfes gegen LGBTQ und erklärt, welche Ziele willkürliche Zensur in der Literatur verfolgt.
Das ist eine der vielen Formen zunehmender staatlicher Repression gegen alles, was nicht heteronormativ ist.
Im Interview mit T-invariant erläutert der Kulturhistoriker und Philologe Michail Edelschtejn Sinn und Zweck des staatlichen Kampfes gegen LGBTQ und erklärt, welche Ziele willkürliche Zensur in der Literatur verfolgt.
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Roman Protassewitsch war nach seiner filmreifen Festnahme wohl der bekannteste politische Gefangene in Belarus: Die Bilder der Inhaftierung nach einer erzwungenen Notlandung eines Flugzeugs über Minsk gingen um die ganze Welt, Protassewitsch wurde zu einem Symbol des Widerstands.
Als die ersten Videos erschienen, in denen der Aktivist reumütig Geständnisse ablegt und gelassen Gerüchte über Folter dementiert, war das für die belarussische Gesellschaft nachvollziehbar:
In Haft und unter Folter ist moralisch alles erlaubt, um das eigene Leben und die eigene Freiheit zu retten.
Nur denunzieren, sich durch Petzen freikaufen, das ist ein absolutes Tabu. Eine Grenze, die Protassewitsch inzwischen mehrfach überschritten hat.
Als die ersten Videos erschienen, in denen der Aktivist reumütig Geständnisse ablegt und gelassen Gerüchte über Folter dementiert, war das für die belarussische Gesellschaft nachvollziehbar:
In Haft und unter Folter ist moralisch alles erlaubt, um das eigene Leben und die eigene Freiheit zu retten.
Nur denunzieren, sich durch Petzen freikaufen, das ist ein absolutes Tabu. Eine Grenze, die Protassewitsch inzwischen mehrfach überschritten hat.
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Als ihr Mann vor zwölf Jahren starb, traute Antonina sich zunächst nicht, zum Fischen allein mit dem Boot auf den See hinaus zu fahren. Also fragte sie ihre Nachbarin Galja, ob sie mitkommt. Nach dem ersten Mal hatten sie’s raus und die beiden wurden dicke Freundinnen.
„Ringsum waren Männer in ihren Booten unterwegs, und mittendrin wir zwei Frauen. Die Männer haben ihre Mützen geschwenkt und uns zugewunken.” Spott habe sie nie gehört. In ihrem Dorf haben alle Respekt vor den Fischerinnen.
Nahe der Grenze zu Finnland, in den Dörfern Kareliens, leben viele russische Rentnerinnen – die meisten Witwen – die das ganze Jahr über ihre Angeln und Netze auswerfen. Eine Fotoreportage über russische Frauen, für die das Fischen ein Rettungsanker ist – für jede auf ihre eigene Art.
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31. Juli 2018 in Cherson:
Ein Unbekannter übergießt die Stadträtin und Antikorruptionsaktivistin Kateryna Handsjuk mit einem Liter konzentrierter Schwefelsäure. Rund vier Monate später stirbt die 33-Jährige an den Verätzungen.
Der Mordanschlag erschütterte die ukrainische Öffentlichkeit: Fußballfans und Menschenrechtler, rechte und linke Aktivisten, Ehrenamtliche, Korruptionsbekämpfer und Journalisten protestierten für sie.
Oft schien es, als würden die Ermittlungen nur durch die Bemühungen von Handsjuks Unterstützern vorangetrieben. Die Polizei stufte das Verbrechen erst nach und nach von „Rowdytum“ zu „Mord mit besonderer Grausamkeit“ hoch.
Das Attentat und seine Aufklärung stehen in der Ukraine symbolisch für die Zeit zwischen Euromaidan und russischer Vollinvasion.
Um die verworrene Geschichte aufzudröseln, hat Gerichtsreporter Maksym Kamenjew im Onlinemedium Graty Prozessakten und Urteile zu Tätern, Komplizen, Organisator und Auftraggeber ausgewertet – und so den Vorfall rekonstruiert.
Auf dekoder erscheint der Text auf Deutsch in drei Teilen.
Teil 1: Das Attentat:
Ein Unbekannter übergießt die Stadträtin und Antikorruptionsaktivistin Kateryna Handsjuk mit einem Liter konzentrierter Schwefelsäure. Rund vier Monate später stirbt die 33-Jährige an den Verätzungen.
Der Mordanschlag erschütterte die ukrainische Öffentlichkeit: Fußballfans und Menschenrechtler, rechte und linke Aktivisten, Ehrenamtliche, Korruptionsbekämpfer und Journalisten protestierten für sie.
Oft schien es, als würden die Ermittlungen nur durch die Bemühungen von Handsjuks Unterstützern vorangetrieben. Die Polizei stufte das Verbrechen erst nach und nach von „Rowdytum“ zu „Mord mit besonderer Grausamkeit“ hoch.
Das Attentat und seine Aufklärung stehen in der Ukraine symbolisch für die Zeit zwischen Euromaidan und russischer Vollinvasion.
Um die verworrene Geschichte aufzudröseln, hat Gerichtsreporter Maksym Kamenjew im Onlinemedium Graty Prozessakten und Urteile zu Tätern, Komplizen, Organisator und Auftraggeber ausgewertet – und so den Vorfall rekonstruiert.
Auf dekoder erscheint der Text auf Deutsch in drei Teilen.
Teil 1: Das Attentat:
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„Wer hat den Mord an Katja Handsjuk bestellt?“ – Protokoll eines
Ukraine zwischen Euromaidan und russischer Vollinvasion: Der tödliche Angriff auf Kateryna Handsjuk in Cherson 2018 steht symbolisch für seine Zeit. Ein korrupter Lokalbeamter lässt eine Aktivistin
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