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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall

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Der Begriff „Putler“ kam schon in den 2000er-Jahren im russischsprachigen Internet auf. Insbesondere seit dem Beginn des vollumfänglichen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine häufen sich die Hitlervergleiche. Und auch Parallelen zum Stalinismus werden immer wieder gezogen. Was ist dran an den Vergleichen – und was ist am System Putin faschistisch und/oder stalinistisch?

dekoder hat mit dem Historiker Matthäus Wehowski gesprochen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung. 👇

https://www.dekoder.org/de/article/russland-totalitaer-faschistisch-stalinistisch-analyse
Die Geschichte der Belarussischen Volksfront erzählt auch davon, wie der einst demokratisch gewählte Alexander Lukaschenko sein autoritäres Machtsystem etablieren konnte. Die Partei gilt als Wegbereiter der belarussischen Unabhängigkeit. Mittlerweile ist sie verboten. Ihre Geschichte hat detailliert das belarussische Online-Medium Zerkalo nachgezeichnet.👇

https://www.dekoder.org/de/article/belarussischen-volksfront-geschichte-unabhaengigkeit-belarus

Wir haben darüber hinaus einen der Mitbegründer der BNF gebeten, die Zeit des Aufbruchs und den anschließenden Fall der historischen Bewegung Revue passieren zu lassen. Yury Drakakhrust schreibt: „Während das sowjetische Imperium noch existierte, fuhr die BNF im Widerstand gegen das totalitäre System, vor dem die ganze Welt Angst hatte, einen Sieg nach dem anderen ein und gestaltete die Geschichte mit.” 👇
https://www.dekoder.org/de/article/drakakhrust-analyse-bnf-belarussischer-nationalismus
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Wladimir Potanin ist einer der reichsten Männer Russlands und seit drei Jahrzehnten eng mit dem Kreml verbunden: In den 1990er Jahren erfand er die Regeln, nach denen Russlands Oligarchen reich wurden. Für Wladimir Putins Olympische Winterspiele baute er Sportstätten in Sotschi. Unternehmen, deren Besitzer wegen des Angriffskrieges auf die Ukraine das Land verlassen, erwirbt er zum Ausverkaufspreis. Trotzdem steht der Besitzer von Norilsk Nickel nicht auf der Sanktionliste der EU. Ein Porträt.
Vor 86 Jahren, in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 1937, ermordeten sowjetische Geheimpolizisten 132 Menschen – viele von ihnen waren bekannte Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Eine solch gleichzeitige Massenhinrichtung der belarussischen Elite hatte es bis dahin noch nicht gegeben, sagt die Historikerin Iryna Kashtalian. Die Wahrheit über die Verbrechen jener Nacht drangen erst Jahrzehnte später an die Öffentlichkeit.


https://www.dekoder.org/de/article/nacht-der-erschossenen-dichter-belarus-terror-stalin
In diesen Tagen vor 35 Jahren fanden die ersten großen Kundgebungen nach der Entdeckung der Massengräber von Kurapaty in Belarus statt. An Dsjady – dem Gedenktag für die Toten. Niemand sprach über die sowjetischen Verbrechen – jahrzehntelang. Die Wahrheit über Kurapaty kam erst 1988 ans Licht: Dem sowjetischen NKWD diente das Gebiet nahe Minsk während der Stalinschen Säuberungen als Hinrichtungsstätte.

In unserem neuen Special erzählen wir die Geschichte von Kurapaty, das zum Wendepunkt in der jüngeren belarussischen Geschichte wurde.

Wir haben den vollständigen Originalartikel neu übersetzt, der damals die Entdeckung der Massengräber öffentlich machte. Der Historiker Igor Kusnezow erklärt, welche gesicherten Erkenntnisse es gibt und welche Fragen nie geklärt wurden. Und der Autor Adam Swirgul erzählt, wie Kurapaty seine Generation nachhaltig geprägt hat.


https://specials.dekoder.org/kurapaty/
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Die russische Armee hat am 5. Oktober 2023 einen großen Teil des ukrainischen Dorfes Hrosa ausgelöscht – 59 Zivilisten, die sich zur Trauerfeier für einen Soldaten aus ihrem Dorf versammelt hatten, wurden getötet. Journalist Shura Burtin war am Ort der Tragödie.

👉 https://www.dekoder.org/de/article/hrosa-raketenangriff-zivilisten
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Russland plant, seine Verteidigungsausgaben im kommenden Jahr fast zu verdoppeln. Wie ist das trotz der Sanktionen möglich? Welche Auswirkungen hat das für die russische Bevölkerung? Und was können die Unterstützer der Ukraine dem entgegensetzen? Ein Interview mit dem Ökonomen und Russland-Experten Janis Kluge. https://www.dekoder.org/de/article/kluge-interview-wirtschaft-sanktionen
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Zu siebeneinhalb bis neun Jahren Straflager wurden die Musiker der belarussischen Tor Band in dieser Woche verurteilt. Die Songs der Band hatten sich 2020 zu Hymnen der Protestbewegung entwickelt. Der Beitrag von Mediazona erzählt die Geschichte der Band (Archiv). https://www.dekoder.org/de/article/tor-band-belarus-musiker-proteste-haft
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Jugendbeauftragter, Propagandaminister, Statthalter von Donbas – die merkwürdige Personalunion von Kirijenjko hat wohl nur den einen Grund, dass er im Kreml als ein „effektiver Manager“ gilt. Konstantin Kaminskij über den Ersten stellvertretenden Leiter der Präsidialadministration: https://www.dekoder.org/de/gnose/sergej-kirijenko
Die belarussische Regierung halte „die Häftlinge nicht nur als Tauschware im Gefängnis, sondern auch aus Rache”. Das sagt die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch in einem Exklusivinterview mit dem belarussischen Online-Medium Zerkalo über die 1500 politischen Gefangene in ihrer Heimat. Außerdem spricht die Schriftstellerin, die sich mittlerweile im Exil befindet, über die Proteste von 2020, über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und über die Auswirkungen des sowjetischen und postsowjetischen Lebens auf das heutige Osteuropa. https://www.dekoder.org/de/article/swetlana-alexijewitsch-interview-krieg-ukraine-belarus
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„Damit die Menschen, die jetzt in diesem Moment das alles durchmachen müssen, das nicht umsonst tun.“ Deswegen müsse man darüber sprechen, was in Belarus passiert. Dies sagt Katja Janschina in ihrem Bericht für das russische Online-Medium no Future. Die russische Journalistin wurde bei einer Recherche im Nachbarland verhaftet und musste 15 Tage ins Gefängnis, wo sie auf brutale Aufseher und Haftbedingungen stieß und auf viele andere Frauen, die Opfer der Repressionsmaschinerie wurden. „Ich hörte mir die Geschichten dieser Frauen an und dachte: Was für ein Mist, das sind wunderbare Menschen, sie haben diesen Staat nicht verdient.“ In ihrem Beitrag beschreibt sie, was sie erlebt hat.

https://www.dekoder.org/de/article/repressionen-belarus-zukunft-russland
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Der Künstler Norman Behrendt hat vier Wochen als Gast in einem Kyjiwer Atelier gearbeitet. Hier erzählt er die Geschichte eines Bildes, das er während des Luftalarms in einem Bunker aufgenommen hat.

👉🏻 https://www.dekoder.org/de/article/ukraine-krieg-fotografie-behrendt
„Die Belarusische Griechisch-Katholische Kirche steht Lukaschenkas Diktatur nicht erst seit 2020 kritisch gegenüber.” Das erklärt die Religionswissenschaftlerin Regina Elsner in ihrer Gnose über den belarussischen Zweig der sogenannten unierten Kirche. Sie ist als Resultat aus der Kirchenunion von Brest im Jahr 1596 entstanden. Im heutigen Belarus stellt sie nur noch eine Minderheit dar, in der Ukraine ist sie vor allem im Westen des Landes recht einflussreich und von der Orthodoxie wird sie bis heute als innerer Feind angesehen und bekämpft.

👉🏻 https://www.dekoder.org/de/gnose/griechisch-katholische-kirche-belarus
Wie funktioniert russische Propaganda? Welche Narrative werden verbreitet? Und wie schafft man damit hohe Zustimmungswerte für Putin und den Krieg gegen die Ukraine? Ergebnisse einer Daten-Recherche von dekoder, Novaya Gazeta Europe und Süddeutscher Zeitung.
👉 https://specials.dekoder.org/de/propaganda/
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Schriftsteller, Künstler und Autoren aus Belarus lösen in ihren Essays den belarussischen Knoten aus Repressionen, Krieg, Gewalt und Finsternis und blicken in die Zukunft ihres Landes. In unserem Literatur-Projekt mit der S. Fischer Stiftung sind bisher 13 Essays entstanden. Schaut rein! 👇

https://www.dekoder.org/de/dossier/belarus-spurensuche-der-zukunft
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„Ein auf Sparflamme dahinköchelnder Krieg ist für Lukaschenko politisch gesehen ein Geschenk“, schlussfolgert Artyom Shraibman in seiner Analyse über die möglichen Folgen eines festgefahrenen Stellungskrieges, wie ihn der ukrainische Oberbefehlshaber Salushny prognostiziert hat. In seinem Beitrag für das belarussische Online-Medium Zerkalo seziert der belarussische Politanalyst die Aussichten auf Veränderungen in Belarus und die Rolle des Kreml für ein Überleben der Diktatur im Nachbarland. 👇

https://www.dekoder.org/de/article/belarus-pattsituation-krieg-ukraine-folgen
Als staatliche Nachrichtenagentur gibt RIA Nowosti oft den Ton an für die Berichterstattung in Russland. Wie wird dort über den Krieg gegen die Ukraine gesprochen, welche Begriffe wurden wann und wie oft verwendet? Wir haben zusammen mit der Novaya Gazeta Europe nachgezählt.

Kreml & Staatsmedien sprechen insbesondere seit Februar 2022 von einem „Genozid“, den der ukrainische Staat an den Bürgern im Donbass verüben würde. Weder UN noch OSZE sehen Hinweise dafür. Dem Kreml dient diese Rhetorik zur Legitimierung seines Krieges.

Die Krim, mit deren Annexion die russische Aggression gegen die Ukraine 2014 ihren Lauf nahm, spielt für RIA tatsächlich erst seit jenem Jahr eine größere Rolle.

Neu: Während RIA 2014 noch von der „Kiewer Regierung“ sprach, heißt es seit 2022 vorrangig „Kiewer Regime“. Dahinter steht die im Kreml übliche Rhetorik, wonach die Regierenden in der Ukraine trotz demokratischer Wahlen keine Legitimierung besäßen.

👉 https://specials.dekoder.org/de/propaganda/frequenzen/
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