dekoder.org – Telegram
dekoder.org
505 subscribers
564 photos
29 videos
1.52K links
Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall

Dieser Channel wurde bis auf weiteres stillgelegt. -> Folge unseren Inhalten über Insta, FB, bsky - oder über unseren Newsletter!
Download Telegram
dekoder-Übersetzerin Jennie Seitz ist in der Sparte Übersetzung nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2024 – mit ihrer Übertragung ins Deutsche von Katerina Gordeeva: Nimm meinen Schmerz. Geschichten aus dem Krieg.

👉 https://www.dekoder.org/de/person/jennie-seitz
6
Selbst im Tod fürchtet der russische Staat den Oppositionsführer Alexej Nawalny.

Erst weigerten sich die Behörden, seine Leiche den Angehörigen zu übergeben, dann war keine Kirche bereit, den Beerdigungsgottesdienst auszurichten, und kein Bestattungsunternehmen wollte den Sarg mit dem Toten transportieren.

Wie sich die Russisch-Orthodoxe Kirche zu diesem unwürdigen Umgang mit einem Verstorbenen verhält, erklärt die Theologin Regina Elsner.

👉🏻 https://www.dekoder.org/de/article/alexej-nawalny-beerdigung-kirche-repressionen
„Das Russland, von dem ich geträumt habe, wird es nicht mehr geben“: Die russische Journalistin @olga_beshley nimmt Abschied – von Nawalny und einem Teil ihrer Lebensgeschichte.

👉 https://www.dekoder.org/de/article/beschlej-kommentar-beerdigung-nawalny
Proteste gegen Diktaturen führen nur selten zur Ablösung eines ansonsten stabilen Regimes: Nur die wenigsten gewinnen den Freiheitskampf, wie etwa die Protestierenden auf dem Euromaidan in der Ukraine – die meisten scheitern, so wie in Belarus, Kasachstan und Russland. Warum ist das so?

👉🏻 https://specials.dekoder.org/freiheit-protest/diktaturen/
Wie funktionieren Alternativmedien in Deutschland – und inwieweit ist der Kreml involviert?

In einem Interview mit dekoder spricht die Kommunikationswissenschaftlerin Arista Beseler über die sogenannten Alternativmedien:
Warum klingen NachDenkSeiten, Compact und Co. häufig ganz ähnlich wie Propagandamedien aus Russland? Und was kann man dem entgegensetzen?

https://www.dekoder.org/de/article/deutsche-alternativmedien-russische-propaganda
Heute vor 71 Jahren ist Stalin gestorben.
Sein Ableben löste nicht nur unter den engsten Vertrauten Chaos aus:
Tausende strömten zu seinem Abschied, dabei war der Andrang so groß, dass es zu mehr als einhundert Todesfällen kam.
Selbst unter Opfern der stalinistischen Ordnung herrschte eine bedrückende Mischung aus Erleichterung und Trauer.
Ungewissheit über die Zukunft prägte die Atmosphäre im ganzen Land.

Tiefere Einblicke in die Tage rund um den Tod des Sowjetischen Führers findet ihr in unserer Gnose:

https://www.dekoder.org/de/gnose/stalins-tod (aus unserem Archiv)
👍21
Alltag nach zwei Jahren unter russischer Besatzung:

Der Film „20 Tage Mariupol” ist als bester Dokumentarfilm für einen Oskar nominiert. Darin zeigt der Regisseur Mstyslav Chernov die ersten drei Wochen nach dem russischen Überfall auf die ukrainische Hafenstadt.

Wie aber geht das Leben in der Stadt heute weiter, nach zwei Jahren Besatzung?
Das Portal Mediazona hat sich in der Bevölkerung umgehört:

https://www.dekoder.org/de/article/mariupol-immobilien-wiederaufbau-entschaedigung
„Wir müssen bereit sein für das Grauen, wenn wir erfahren, was das Schweigen vor uns verbirgt, wenn es endlich gebrochen wird.”
Hanna Yankuta ist Autorin, Übersetzerin und Literaturkritikerin aus Belarus.
In ihrem Essay für unser Projekt „Spurensuche in der Zukunft” in Kooperation mit der S. Fischer Stiftung spricht sie über ein Belarus, das sich immer mehr trennt und spaltet: Zwischen denen, die im Land geblieben sind, und denjenigen, die das Land verlassen mussten.
Eine gemeinsame Zukunft sei dabei erst wieder möglich, wenn das große Schweigen über die Gräueltaten und die Unfreiheit gebrochen werde.

Zum Essay:
https://www.dekoder.org/de/article/yankuta-essay-zukunft-belarus

Illustration © Tosla
1
Kennt ihr Alexandra Kollontai?

Vor mehr als 100 Jahren waren es Frauen, die mit ihren Demonstrationen am 8. März Ereignisse in Gang setzten, welche zum Sturz des letzten Zaren und zu einem radikalen Politikwechsel führen sollten.

Eine der bedeutendsten Vertreterinnen dieser Frauenbewegung war Alexandra Kollontai.
Von ihr stammt die Losung: „Nur durch die Befreiung der Arbeiterklasse wird sich auch die Lage der Arbeiterinnen verbessern.”
Dazu bedürfe es aber auch einer eigenen Agitation der Frauen.
Die überzeugte Feministin und Sozialistin forderte Gleichberechtigung – damals vor allem in Form des Wahlrechts sowie des Zugangs zu höherer Bildung und neuen Berufen.

Auch wenn die Themen heute andere sind – und sich doch manchmal gleichen: Wir wünschen allen Frauen, Queers und Demonstrierenden einen kraftvollen Internationalen Frauentag, an dem Kollontai ihre Freude gehabt hätte!

❗️ Warum viele ihrer Schriften übrigens bis heute nicht leicht zu finden sind, das könnt ihr in unserer Gnose zur Berufsrevolutionärin nachlesen:

https://www.dekoder.org/de/gnose/alexandra-kollontai-feminismus-sozialismus-revolution (aus unserem Archiv)
🔥41
An diesem Samstag sind es 20 Jahre, dass Wladimir Putin ein- und denselben Mann als Außenminister beschäftigt.

Insgesamt steht Sergej Lawrow aber schon seit 50 Jahren im diplomatischen Dienst von Sowjetunion und Russland.

Über den Politiker, seine teils undurchsichtigen Haltungen und Handlungen über eine Zeitspanne, die etwa sieben amerikanische Außenminister kommen und gehen sah, schreiben die dekoder-Redakteure Julian Hans und Anton Himmelspach in ihrer Gnose:

https://www.dekoder.org/de/gnose/sergej-lawrow-aussenminister-russland
Im Rahmen der zehnteiligen Dokumentationsreihe „Der Krieg und seine Opfer“ beschäftigt sich dekoder in der ersten Episode mit dem jüdischen Kaufmann Perets Goldstejn und dem Holocaust in der Sowjetunion.

Informationen rund ums Thema und Goldstejns persönliche Geschichte gibt es auch auf Instagram @derkriegundseineopfer.

Folgt uns, teilt uns, lasst ein Like da – und wenn Ihr mögt, teilt Eure eigenen Familiengeschichten mit uns!

👉 https://www.instagram.com/derkriegundseineopfer/
„Alles, was wir haben, ist das Jetzt – und uns in diesem Jetzt. Wir müssen einsehen, dass unsere Lage beschissen ist und wir nicht wissen, was wir tun sollen.“

Nach Nawalnys Tod und Beerdigung bleiben viele Russinnen und Russen mit einem Gefühl der absoluten Ohnmacht zurück. Der Journalist und Autor Schura Burtin hält Hoffnung derzeit ohnehin für schädlich.

Ein Manifest der Verzweiflung:

https://www.dekoder.org/de/article/nawalny-tod-kommentar-burtin
Kira Bojarenko ist eine belarussische Aktivistin.
Sie musste aus Belarus in die Ukraine flüchten und erlebt dort den Angriff Russlands auf Kyjiw mit. Deshalb flieht sie weiter nach Polen.

Bald schon aber kehrt sie ins Kriegsgebiet zurück: Um bettlägerigen Menschen bei deren Flucht zu helfen.
Bis sie dabei schwer verwundet wird.

Sobald die Aktivistin ihre Reha in Polen abgeschlossen hat, will sie wieder im Kriegsgebiet leben.
Warum, das erklärt Bojarenko der Redaktion des Online-Mediums Mediazona Belarus.
Sie hat die Geschichte der belarussischen Aktivistin aufgeschrieben:

https://www.dekoder.org/de/article/belarussen-exil-ukraine-krieg
1👍1
„Wenn sie sich bei jemandem nicht sicher waren, welches Geschlecht er oder sie hat, musste sich diese Person von einer Ermittlungsbeamtin untersuchen lassen.“
So erzählt ein Betroffener aus Russland von der Razzia einer privaten LGBT-Party im Februar.

Seit das Oberste Gericht im vergangenen November die „internationale LGBT-Bewegung“ als „extremistisch“ einstufte, tauchen Polizisten sogar auf nicht-öffentlichen Feiern auf.

Derartige Maßnahmen der Silowiki seien erst die erste Stufe der Einschüchterung, meint der Psychologe Iwan Iwanow, der mit LGBT-Personen arbeitet. Das Medium Takie dela über die Lage und Zukunft der queeren Community in Russland:

https://www.dekoder.org/de/article/razzien-private-lgbt-treffen
Am gesamten Wochenende, von Freitag bis Sonntag, gehen Russinnen und Russen in die Wahllokale, wo sie ihre Stimme für vier zugelassenen Präsidentschaftskandidaten abgeben können.
Das Ergebnis steht jedoch bereits vor Auszählung der Stimmen fest: Putin wird seine fünfte Amtszeit als Staatsoberhaupt antreten.

Dass es anders kommt, damit rechnet allein mangels ernstzunehmender Konkurrenz niemand ernsthaft. Außerdem hat die russische Regierung seit Jahren immer wieder Wahlen und Abstimmungen manipuliert.

Wie genau und welche Anomalien in den Daten der vergangenen Wahlergebnisse zu sehen sind, lest ihr in unserem Archiv-Beitrag vom Wahlanalysten Sergej Schpilkin:

https://www.dekoder.org/de/article/schpilkin-verfassungsaenderung-abstimmung-anomalien
„Ich beschäftige mich seit fast drei Jahrzehnten mit Belarus, daraus sind viele Verbindungen und Freundschaften entstanden. Es ist schmerzhaft anzusehen, wie sehr das Schicksal der Belarusen vernachlässigt wird.“

Deshalb hat dekoder-Redakteur und Belarus-Experte Ingo Petz für die Zeitschrift RGOW einen Essay veröffentlicht: Über einen Kulturraum, der im Kriegs- und Konfrontationsdenken des 20. Jahrhunderts verschütt gegangen ist und aus unserer Erinnerung getilgt wurde. Der sich aber seit einiger Zeit immer wieder selbst in unser Gedächtnis zurückkämpft:

https://rgow.eu/zeitschrift/2024/2/der-geist-der-zukunft-belarus-in-den-blick-nehmen
2😢2
Russland nach den Präsidentschaftswahlen:
Ein Sieg, den schon vorher niemand bezweifelt hat.
Eine Abstimmung, die ein nie dagewesenes Maß an Manipulation gesehen hat.

Was bezweckt Putin mit so einer „Wahl“?
Maxim Trudoljubow vom Kennan-Institut im Interview:

https://www.dekoder.org/de/article/trudoljubow-praseidentschaftswahl-putin-2024
Heute vor 10 Jahren hat Russland die Krim in der Ukraine annektiert.
Putins programmatische Rede vom 18. März 2014 enthält viele Muster und Motive, die er auch heute noch zur Rechtfertigung des Angriffskrieges heranzieht.

Darüber, und was noch am 18. März 2014 geschah, lest ihr in unserem Special zur Annexion:

https://crimea.dekoder.org/rede/ (Archiv)
Im Gegensatz zu den russischen Vereinen und der Nationalmannschaft darf der belarussische Fußball weiterhin an europäischen Wettbewerben teilnehmen.
Für seine Qualität ist er allerdings nicht bekannt.

Das ärgerte in der Vergangenheit auch Alexander Lukaschenko persönlich.
Dabei ist es gerade das staatliche System selbst, das den belarussischen Fußball immer tiefer in den Abgrund zieht, schreibt Igor Lenkewitsch in seiner Analyse:

https://www.dekoder.org/de/article/belarus-fussball-staat-lukaschenko
3👍1
Für Buchfreundinnen und -freunde steht diese Frühlingswoche ganz im Zeichen der Leipziger Buchmesse.
Und auch dekoder ist mit zwei Büchern dabei:

dekoder-Übersetzerin Jennie Seitz steht mit ihrer neuesten Übersetzung auf der Shortlist des Übersetzungspreises der Leipziger Buchmesse, dekoder-Redakteur Julian Hans stellt sein neues Buch bei „Leipzig liest” vor.

Und ihr? Ihr könnt beide Bücher gewinnen: Als Klub-Mitglieder mit einer kurzen Rückmeldung bis Sonntag (24.03.) an klub@dekoder.org!

Ihr seid noch nicht im Klub?
Dann werdet schnell Mitglied und nehmt an der Verlosung teil.

Dabeisein ist alles – und Gutes Unterstützen erst Recht!

👉https://www.dekoder.org/de/klub
👍21