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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall

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Heute vor 103 Jahren wurde Andrej Sacharow geboren.
Unter Stalin war er maßgeblich an der Entwicklung der Wasserstoffbombe beteiligt, später setzte er sich aber unermüdlich für Abrüstung und Menschenrechte ein.

Mehr über den Physiker und andere Dissident*innen in der Sowjetunion:

https://dissident.dekoder.org/andrej-sacharow/
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Alternative Wahlen für Belarus: Die belarussische Opposition im Exil will die Arbeit der demokratischen Bewegung weiter institutionalisieren. Ein wichtiger Schritt ist der geplante Umbau des Koordinationsrats in eine Art Proto-Parlament. Dazu finden vom 25. bis 27. Mai Wahlen statt, bei denen Belarussen aus dem Aus- und Inland per App abstimmen können. Alexander Klaskowski hat sich die Wahlprogramme angeschaut und analysiert die Herausforderungen, vor denen das Gremium steht.
https://www.dekoder.org/de/article/koordinationsrat-belarussische-opposition-wahlen-analyse
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Ab dem morgigen Freitag sind wir bei der zweitägigen Konferenz „Truths in Conflict“ in Berlin, die sich dem belarussischen Exil-Journalismus widmet und die darüber hinaus auch Musik, Kunst und Kultur aus Belarus bietet. Unser Belarus-Redakteur Ingo Petz wird dort an einer Diskussion zur Lage der belarussischen Medien teilnehmen. Der Eintritt ist frei. Kommt vorbei! 
➡️ https://artspaceinexile.org/truths-in-conflict
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Nach den Protesten im Jahr 2020 und mit der einsetzenden Repression werden Städte in Belarus, ihre Straßen und Häuser zum unsicheren Terrain. Viele Belarussen ziehen für Schutz und zum Durchatmen aufs Land: in die Nähe von Wäldern.

Welche Bedeutung hat der Wald in Belarus? Und warum ist es wichtig, darüber zu reden?

Eine Fotostrecke plus Interview mit der belarussischen Initiative VEHA über den Wald als identitätsstiftenden Rückzugsraum:

https://www.dekoder.org/de/article/belarus-menschen-des-waldes-veha
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Aus dem In- und Ausland per App für ein oppositionelles Proto-Parlament abstimmen:

Von dieser Möglichkeit haben am vergangenen Wochenende nur wenige Belarussen Gebrauch gemacht.
Die meisten der 6723 Stimmen erhielt die Liste von Pawel Latuschko und der Bewegung „Sa swabodu”, die nun mit 28 Abgeordneten im neuen Koordinationsrat der Opposition vertreten sein wird.

Was aber bringt eine solche Alternativwahl in einem Land, in dem die Bevölkerung mit massiven Repressionen zu kämpfen hat?
Was bringt ein Proto-Parlament, das nur von einem Bruchteil der Menschen gewählt ist?
Und ist es abgesehen davon nicht einfach bemerkenswert, dass Belarus überhaupt eine alternative Volksvertretung auf die Beine stellt?

Das sagen wichtige Stimmen aus Belarus dazu:

https://www.dekoder.org/de/article/was-haben-die-wahlen-zum-koordinationsrat-der-belarussischen-opposition-gebracht
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Wohin steuert Belarus?
Im Besonderen: Was machen Krieg und Repressionen mit der nationalen Identität?

Um diese Fragen geht es morgen Abend in Berlin bei unserer Veranstaltung „Quo vadis, Belarus?“ in Kooperation mit dem ZOiS Berlin.

Mit dabei sind die Historikerin Nelly Bekus, die Soziologin/ Kulturwissenschaftlerin Tania Arcimovich und der Historiker Aliaksei Bratachkin.

Los geht‘s um 18.30 Uhr, wir freuen uns auf Euch!

https://www.zois-berlin.de/veranstaltungen/nationale-identitaet-in-zeiten-von-krieg-und-repression
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„Ich sah zu, wie Medien geschlossen wurden, und es fühlte sich an, als würden Mauern fallen und Bollwerke einstürzen.”

Die Welle der Repression gegen unabhängige Medien bedeutete für viele Medien in Russland das Aus. Gleichzeitig entstanden vor allem im Exil eine Reihe neuer Online-Medien, die mit anonymen Korrespondenten im Inland arbeiten.

Wie gaben Schock und Empörung Journalisten die Kraft, aus dem Nichts etwas Neues zu schaffen? Darüber berichtet Lola Tagajewa, Chefredakteurin von Verstka @svobodnieslova – einem Medium, das auch für dekoder zu einer wichtigen Quelle geworden ist:

https://www.dekoder.org/de/article/verstka-gruendung-geschichte-tagajewa
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“Eine Woche vor Ende der Ferienzeit wurde uns mitgeteilt, dass es an den beiden letzten Tagen im Pionierlager ein Kriegsspiel geben würde … Die Kinder, die ein Taschenmesser hatten, machten sich daran, Waffen zu basteln. Und dennoch standen am langersehnten Tag die meisten Kinder unbewaffnet da. Am 22. Juni soll es soweit sein. Doch da überfällt die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion.


Unser Beitrag zum heutigen internationalen Kindertag:
„Im Heim des Krieges“ – die dritte Episode unseres Erinnerungs-Projekts „Der Krieg und seine Opfer“.
Wahre Geschichten darüber, wie belarussische Kinder den Zweiten Weltkrieg, Besatzung, Verlust und Ausbeutung durchlebten:
👇
https://war.dekoder.org/de/im-heim-des-krieges
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Am Freitag den 31. Mai 2024 hat uns die russische Generalstaatsanwaltschaft zur „unerwünschten ausländischen Organisation” erklärt.

Damit gehört unser Projekt nun zu mehr als 160 Organisationen, die russische Behörden bereits für „unerwünscht” erklärt haben.

Die Stigmatisierung soll die Meinungs-, Presse-, Wissenschaftsfreiheit und Pluralismus einschränken – auch in Westeuropa.

Was bedeutet die Listung?
1) dekoder darf nicht mehr in Russland arbeiten.
2) Russische Staatsangehörige können mit Geld- und Freiheitsstrafen belegt werden, wenn sie mit uns zusammenarbeiten.
Wir stehen deshalb mit unseren Kontakten und Autor*Innen im Austausch, um für alle die größtmögliche Sicherheit zu garantieren.

Weitere Informationen in unserer offiziellen Pressemitteilung:
https://www.dekoder.org/de/article/presseerklaerung-dekoder-unerwuenscht-russland
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Hintergrund zum Status „unerwünschte Organisation“:

👉Die Einführung des Status „unerwünschte Organisation“ im Jahr 2015 ist im Kontext der Krim-Annexion 2014 und als Reaktion auf die darauffolgenden westlichen Wirtschaftssanktionen zu sehen:
Offiziell war das Gesetz gegen transnationale Wirtschaftsunternehmen gerichtet. In der Praxis wird es aber gegen internationale NGOs und Medien angewandt.

👉Staatsanwaltschaft und Außenministerium entscheiden dazu formal über die Aufnahme in die Liste: Es ist weder eine Begründung noch ein Gerichtsentscheid dafür nötig.

👉Ist eine internationale Organisation als „unerwünscht“ erklärt, darf sie nicht mehr in Russland tätig sein. Russische Staatsbürger*innen dürfen (auch, wenn sie sich im Ausland befinden) nicht mehr mit der „unerwünschten Organisationen“ zusammenarbeiten. Es drohen hohe Geld- und Freiheitsstrafen.

👉Laut Venedig-Kommission des Europarats verstößt diese Gesetzgebung mehrfach gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Auch das Europäische Parlament hatte Russland bereits dazu aufgerufen, die Gesetzgebung wieder rückgängig zu machen.
Heute wäre Alexey Nawalny 48 Jahre alt geworden.

Wir haben die letzten 1125 Tage des russischen Oppositionspolitikers in einer Chronologie aufbereitet – von der Verhaftung im Jahr 2021 bis zum Tod in Lager- und Isolationshaft am 16. Februar 2024:

https://specials.dekoder.org/de/nawalny-chronik-tod/

Mehr Infos über Nawalny und seine Bedeutung für Russland findet ihr in unserer Gnose:

https://www.dekoder.org/de/gnose/alexej-nawalny
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'Für die belarussische Literatur gibt es im Westen immer nur ein winziges Regal – wie auch für andere kleine Literaturen.
Sie interessiert den Westen nur dann, wenn sie sich mit der ihr zugewiesenen Rolle abfindet.
Sie ist nur dann interessant, wenn sie aus der Position eines Opfers spricht.
Mehr darf sie gar nicht sein, um im Westen anzukommen.'

Der belarussische Autor und Schriftsteller Alhierd Bacharevič macht seinem Ärger über die bescheidenen Aussichten der belarussischen Literatur im Westen Luft:

https://www.dekoder.org/de/article/belarussischsprachige-literatur-bacharevic-essay
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Damit wir unsere Arbeit trotz der Einstufung als „unerwünschte Organisation“ und der damit verbundenen neuen Hürden fortsetzen können, sind wir mehr denn je auf die finanzielle Unterstützung unserer Leserinnen und Leser angewiesen.

Denn: Journalistinnen und Journalisten in Russland wie im Exil riskieren viel, um weiterhin mit uns zusammenzuarbeiten, um gelesen und gehört zu werden.
Vielen ist die Gefahr verständlicherweise aber auch zu hoch: Wir verlieren Kooperationspartner*innen, Veröffentlichungen müssen nachträglich gelöscht werden, unsere Arbeit wird komplizierter und aufwändiger.

Deshalb: Jetzt erst recht! Werde Klubmitglied und Baustein „unerwünschter“ Arbeit, die nun umso wichtiger ist!

https://www.dekoder.org/de/klub
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„Menschen, die im Gefängnis sitzen, können sich viel freier und offener äußern als diejenigen, die einstweilen in Freiheit sind. Diese innere Freiheit ist ungeheuer wichtig, und niemand kann sie uns nehmen. Aber die körperliche Unfreiheit in Raum und Zeit, die Tatsache, dass du nicht die Freiheit hast, bei deiner Familie zu sein, spürst du hier jeden Tag und jede Minute. Und das ist sehr belastend.“

Der politische Gefangene Wladimir Kara-Mursa spricht im Interview über das Leben im Straflager, seinen Glauben und seine Sicht auf die Rolle der Russisch-Orthodoxen Kirche im Angesicht des Krieges:

https://www.dekoder.org/de/article/kara-mursa-haft-glaube-kirche
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Nach der der Einstufung als "unerwünschte Organisation" durch die russische Generalstaatsanwaltschaft haben wir eine Menge positives Feedback und Solidarität erfahren.
Das freut uns sehr und motiviert uns.

Wer uns unterstützen möchte, hat viele Möglichkeiten: weitersagen, Texte teilen, spenden, Klubmitglied werden:

https://www.dekoder.org/de/klub
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Der Fotograf Rafał Milach stellt in seinen Bildern die Verbindung her zwischen der Zerstörung in der Ukraine und den Protesten gegen die russische Aggression in seiner Heimat Polen.
Bereits vor Beginn des vollumfänglichen Angriffskrieges lebten dort viele Ukrainerinnen und Ukrainer.

Mit ihren Demonstrationen wollten sie die Aufmerksamkeit für den Krieg in der Nachbarschaft wachhalten.

https://www.dekoder.org/de/article/bilder-krieg-ukraine-michal

Foto: Rafał Milach @http://rafalmilach.com/
Bildredaktion und Konzept: Andy Heller
@https://andy-heller.de/
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Sechs Monate an der Front im Austausch für eine Begnadigung, Geld für die Familie im Falle des Todes oder schwerer Verletzungen: Das war nach Schätzungen von Mediazona und des russischsprachigen Dienstes der BBC der Deal für mindestens 48.000 ehemalige Häftlinge Russlands an der Front.

„Unser Geschäft ist der Tod und die Geschäfte laufen gut“ – so ein zynischer Slogan der Söldnerarmee Wagner.

Mediazona hat Daten zum Geschäft mit dem Tod der Gefangen in einer interaktiven Karte aufbereitet.
Eine Leseempfehlung aus der Redaktion:

https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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