Seit der belarussische Machthaber vor rund einem Jahr die Siegesparade in Moskau vorzeitig verlassen musste, wird immer wieder über seinen Gesundheitszustand spekuliert.
Ausgerechnet zu seinem 30-jährigen Amtsjubiläum ließ Lukaschenko nun selbst durchblicken, dass er erschöpft sei.
Im politischen System von Belarus könnte eine Schwäche des Autokraten potenziell zur politischen Erosion des Systems führen – und der Opposition neue Hoffnung bescheren.
Der Journalist Alexander Klaskowski beleuchtet den Gesundheitszustand Lukaschenkos und die Frage, wie eine Nachfolge im aktuellen Machtgefüge aussehen könnte:
https://www.dekoder.org/de/article/lukaschenko-gesundheit-nachfolge-analyse
Ausgerechnet zu seinem 30-jährigen Amtsjubiläum ließ Lukaschenko nun selbst durchblicken, dass er erschöpft sei.
Im politischen System von Belarus könnte eine Schwäche des Autokraten potenziell zur politischen Erosion des Systems führen – und der Opposition neue Hoffnung bescheren.
Der Journalist Alexander Klaskowski beleuchtet den Gesundheitszustand Lukaschenkos und die Frage, wie eine Nachfolge im aktuellen Machtgefüge aussehen könnte:
https://www.dekoder.org/de/article/lukaschenko-gesundheit-nachfolge-analyse
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Wie nimmt der Taxifahrer in der russischen Kleinstadt den Krieg in der Ukraine wahr? Was denkt die Angestellte im Nagelstudio über den Angriffskrieg ihres Landes? Wie die Anwohner von nebenan?
Sozialforscher aus Russland haben sich dieser Frage statt mit Umfragen einmal anders genähert: Sie besuchten öffentliche Veranstaltungen zum Krieg, sprachen unverfänglich mit Verkäuferinnen und Barmännern über die „Spezialoperation“ und führten über ihre Beobachtungen systematisch Tagebuch.
Die Auswertung ihrer ethnologischen Studie ergibt:
Es gibt weder patriotische Begeisterung noch Ablehnung des Krieges. Wenn er überhaupt Thema wird, dann etwa in Zusammenhang mit den Auswirkungen auf die eigene Familie:
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-stimmung-bevoelkerung-russland-feldforschung
Sozialforscher aus Russland haben sich dieser Frage statt mit Umfragen einmal anders genähert: Sie besuchten öffentliche Veranstaltungen zum Krieg, sprachen unverfänglich mit Verkäuferinnen und Barmännern über die „Spezialoperation“ und führten über ihre Beobachtungen systematisch Tagebuch.
Die Auswertung ihrer ethnologischen Studie ergibt:
Es gibt weder patriotische Begeisterung noch Ablehnung des Krieges. Wenn er überhaupt Thema wird, dann etwa in Zusammenhang mit den Auswirkungen auf die eigene Familie:
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-stimmung-bevoelkerung-russland-feldforschung
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Vor 30 Jahren trat Alexander Lukaschenko sein Amt als erster gewählter Präsident der Republik Belarus nach deren Unabhängigkeit an.
Seitdem hat er ein autokratisches System errichtet, schaffte sukzessive demokratische Freiheiten ab, entmachtete das Parlament und verfolgt bis heute jegliche Opposition.
Ein Blick auf die Entwicklung des Systems Lukaschenko und die Gründe für dessen Langlebigkeit in einer Gnose des belarussischen Politologen Waleri Karbalewitsch, der auch Autor einer politischen Lukaschenko-Biographie ist:
https://www.dekoder.org/de/gnose/alexander-lukaschenko
Seitdem hat er ein autokratisches System errichtet, schaffte sukzessive demokratische Freiheiten ab, entmachtete das Parlament und verfolgt bis heute jegliche Opposition.
Ein Blick auf die Entwicklung des Systems Lukaschenko und die Gründe für dessen Langlebigkeit in einer Gnose des belarussischen Politologen Waleri Karbalewitsch, der auch Autor einer politischen Lukaschenko-Biographie ist:
https://www.dekoder.org/de/gnose/alexander-lukaschenko
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„Wie können wir ein antimilitaristisches Statement abgeben, mit dem wir nicht nur diejenigen zu erreichen, die den Krieg ohnehin ablehnen, sondern gerade solche, die ihn befürworten?“
Eine Gruppe russischer Kriegsgegner hat zu diesem Zweck eine Kunstfigur geschaffen: Über ein Jahr lang veröffentlichte der Dorflehrer Gennadij Rakitin im Internet patriotische Gedichte auf die Heimat, auf ihren „Leader“ und für einen Sieg an der Front. Dutzende Abgeordnete abonnierten den Account, Kanäle für patriotische „Z-Poesie“ verbreiteten seine Werke. Dann legten die Aktivisten die Karten auf den Tisch: Bei den Gedichten handelte es sich in Wahrheit um Übersetzungen von Dichtern des Nationalsozialismus. Die Hymne auf Putin war ursprünglich eine Hymne auf Adolf Hitler.
Die Aktion sollte den Kriegsbefürwortern die Augen öffnen, erklärt ein Mitglied der Poesie-Partisanen im Interview mit Alexander Estis: „Damit sie, sobald sie wieder ein »patriotisches Gedicht« sehen, darüber ins Grübeln geraten, ob es nicht genau den Nazismus enthält, gegen den sie zu kämpfen vorgeben.“
👉 https://www.dekoder.org/de/article/hymnen-auf-den-falschen-fuehrer
Eine Gruppe russischer Kriegsgegner hat zu diesem Zweck eine Kunstfigur geschaffen: Über ein Jahr lang veröffentlichte der Dorflehrer Gennadij Rakitin im Internet patriotische Gedichte auf die Heimat, auf ihren „Leader“ und für einen Sieg an der Front. Dutzende Abgeordnete abonnierten den Account, Kanäle für patriotische „Z-Poesie“ verbreiteten seine Werke. Dann legten die Aktivisten die Karten auf den Tisch: Bei den Gedichten handelte es sich in Wahrheit um Übersetzungen von Dichtern des Nationalsozialismus. Die Hymne auf Putin war ursprünglich eine Hymne auf Adolf Hitler.
Die Aktion sollte den Kriegsbefürwortern die Augen öffnen, erklärt ein Mitglied der Poesie-Partisanen im Interview mit Alexander Estis: „Damit sie, sobald sie wieder ein »patriotisches Gedicht« sehen, darüber ins Grübeln geraten, ob es nicht genau den Nazismus enthält, gegen den sie zu kämpfen vorgeben.“
👉 https://www.dekoder.org/de/article/hymnen-auf-den-falschen-fuehrer
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Hymnen auf den falschen Führer
Ein patriotischer Dichter preist Russlands Krieg und den Anführer im Kreml. Seine Werke begeistern Abgeordnete wie Jurys gleichermaßen. Doch in Wahrheit handelt es sich um übersetzte
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Mit dem Ende der Sowjetunion und der Unabhängigkeit hatte sich in Belarus scheinbar die Demokratie durchgesetzt. Das glaubten auch viele Kreative und Künstler, wie die belarussische Rockmusiklegende Lavon Volski in seiner Kolumne für das Online-Portal Budzma schreibt. Doch dann kehrte mit der Wahl von Alexander Lukaschenko der Autoritarismus zurück. Wie konnte es dazu kommen? Volski beschreibt eine wilde Zeit des Aufbruchs und den Rückfall in Zeiten, die man glaubte, hinter sich gelassen zu haben.
👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-kultur-1990er-volski
👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-kultur-1990er-volski
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„Ich muss leben! Was schert mich das Verbot?” – aus dem Lied „Die Wolfsjagd” (1968).
Am heutigen Tag vor 44 Jahren starb in Moskau Wladimir Wyssozki. Wegen seines Charismas, seiner Wortgewalt und seines kritischen Blicks auf die sowjetische Realität entwickelte er sich zu einem der populärsten Liedermacher seiner Zeit. Er brauche kein Orchester, keine Scheinwerfer, keine Bühne, hat er mal gesagt. Was er brauche, sei eine Gitarre, die Augen der Zuhörer und seine Stimme, denn so entstehe eine Atmosphäre der Vertrautheit. Mehr über den Sänger und Schauspieler erfahrt ihr in unserer Gnose von Heinrich Pfandl.
👉 https://www.dekoder.org/de/gnose/wladimir-wyssozki
Am heutigen Tag vor 44 Jahren starb in Moskau Wladimir Wyssozki. Wegen seines Charismas, seiner Wortgewalt und seines kritischen Blicks auf die sowjetische Realität entwickelte er sich zu einem der populärsten Liedermacher seiner Zeit. Er brauche kein Orchester, keine Scheinwerfer, keine Bühne, hat er mal gesagt. Was er brauche, sei eine Gitarre, die Augen der Zuhörer und seine Stimme, denn so entstehe eine Atmosphäre der Vertrautheit. Mehr über den Sänger und Schauspieler erfahrt ihr in unserer Gnose von Heinrich Pfandl.
👉 https://www.dekoder.org/de/gnose/wladimir-wyssozki
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„Ich bedaure und bereue nichts“
Mit diesen Worten beendete Oleg Orlow im Februar sein Schlusswort vor Gericht. Der 71 Jahre alte Mitbegründer von Memorial wurde in Russland wegen „Diskreditierung der Armee“ zu zweieinhalb Jahren im Straflager verurteilt.
Den ganzen Prozess über hatte er aus Protest geschwiegen. Aber in einem Staat, in dem die freie Meinungsäußerung immer weiter eingeschränkt wird, ist das Schlusswort vor Gericht einer der seltenen Momente, in dem Bürger öffentlich die Wahrheit aussprechen können. Also nutze Orlow sie.
Solche Momente sind in den vergangenen Jahren immer zahlreicher geworden: Die Menschenrechtsorganisation OWD-Info hat seit 2012 mehr als 4200 Fälle gezählt, in denen Menschen aus politischen Gründen verurteilt wurden, 990 davon allein seit Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022. Gegenwärtig laufen mehr als 2950 Verfahren, die von Beobachtern wie OWD-Info als politisch motiviert eingestuft werden.
dekoder sammelt ausgewählte Schlussworte in einem Dossier, das ständig erweitert wird. Oft sind es beeindruckende Zeugnisse von Mut und Standhaftigkeit.
👉 https://www.dekoder.org/de/dossier/letzte-worte-vor-gericht
Mit diesen Worten beendete Oleg Orlow im Februar sein Schlusswort vor Gericht. Der 71 Jahre alte Mitbegründer von Memorial wurde in Russland wegen „Diskreditierung der Armee“ zu zweieinhalb Jahren im Straflager verurteilt.
Den ganzen Prozess über hatte er aus Protest geschwiegen. Aber in einem Staat, in dem die freie Meinungsäußerung immer weiter eingeschränkt wird, ist das Schlusswort vor Gericht einer der seltenen Momente, in dem Bürger öffentlich die Wahrheit aussprechen können. Also nutze Orlow sie.
Solche Momente sind in den vergangenen Jahren immer zahlreicher geworden: Die Menschenrechtsorganisation OWD-Info hat seit 2012 mehr als 4200 Fälle gezählt, in denen Menschen aus politischen Gründen verurteilt wurden, 990 davon allein seit Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022. Gegenwärtig laufen mehr als 2950 Verfahren, die von Beobachtern wie OWD-Info als politisch motiviert eingestuft werden.
dekoder sammelt ausgewählte Schlussworte in einem Dossier, das ständig erweitert wird. Oft sind es beeindruckende Zeugnisse von Mut und Standhaftigkeit.
👉 https://www.dekoder.org/de/dossier/letzte-worte-vor-gericht
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Letzte Worte vor Gericht
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Der Fall Rico Krieger, der in Belarus zum Tode verurteilt wurde, wirft viele Fragen und Ungereimtheiten auf. Das belarussische Medium Nasha Niva hat sich den Beitrag des Staatssenders BT angesehen, der gestern ausgestrahlt wurde und in dem Krieger behauptet, er sei vom ukrainischen Geheimdienst angestiftet worden. Mehr in unserer Leseempfehlung:
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Todeszone statt Frontlinie
In Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt es keine strenge Frontlinie mehr. Stattdessen schafft der zunehmende Einsatz ganz unterschiedlicher Drohnen eine chaotische, todgefährliche Grauzone. Das
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Die russische Rüstungsindustrie läuft auf Hochtouren. Dennoch läuft der Angriffskrieg gegen die Ukraine strategisch immer wieder ins Leere. Das Land verliert dabei massenhaft Technik – und verheizt immer mehr Soldaten als Kanonenfutter an der Front: schätzungsweise 200 bis 250 pro Tag.
Wie ihre Leichen zurück nach Hause kommen, erzählt ein anonymer russischer Offizier auf Mediazona: Drei Monate lang hat er mehr als ein Dutzend Tote zurück zu ihren Familien gebracht.
https://www.dekoder.org/de/article/zinksaerge-ueberfuehrung-gefallene-russland
Wie ihre Leichen zurück nach Hause kommen, erzählt ein anonymer russischer Offizier auf Mediazona: Drei Monate lang hat er mehr als ein Dutzend Tote zurück zu ihren Familien gebracht.
https://www.dekoder.org/de/article/zinksaerge-ueberfuehrung-gefallene-russland
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dekoder.org
Die russische Rüstungsindustrie läuft auf Hochtouren. Dennoch läuft der Angriffskrieg gegen die Ukraine strategisch immer wieder ins Leere. Das Land verliert dabei massenhaft Technik – und verheizt immer mehr Soldaten als Kanonenfutter an der Front: schätzungsweise…
Warum ist unser Beitrag heute auch auf republik.ch?
👉 Einmal im Jahr lädt das Schweizer Medium fünf Medienprojekte ein, eine Woche lang gegenseitig exklusiv zu publizieren – und damit vielleicht auch ein neues Publikum zu erreichen.
Den Anfang machte heute dekoder. Im Laufe der Woche findet ihr unter folgendem Link die Beiträge unserer Medienvielfaltspartner, darunter etwa auch von Krautreporter und Correctiv:
https://www.republik.ch/2024/07/29/republik-feat-medienvielfalt-ausgabe-2024
👉 Einmal im Jahr lädt das Schweizer Medium fünf Medienprojekte ein, eine Woche lang gegenseitig exklusiv zu publizieren – und damit vielleicht auch ein neues Publikum zu erreichen.
Den Anfang machte heute dekoder. Im Laufe der Woche findet ihr unter folgendem Link die Beiträge unserer Medienvielfaltspartner, darunter etwa auch von Krautreporter und Correctiv:
https://www.republik.ch/2024/07/29/republik-feat-medienvielfalt-ausgabe-2024
www.republik.ch
Republik feat. Medienvielfalt, Ausgabe 2024
Wir laden Journalismusprojekte in die Republik ein: «Dekoder», «Krautreporter», «Berlin Review», «Hauptstadt» und «Correctiv».
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Warum gibt es Belarus? Eine berechtigte Frage – meinen doch viele Experten auf diesem Gebiet: Kaum eine andere Nation musste bei ihrer Entstehung so viele Hürden überwinden.
Viele andere Völker sind im Laufe der Geschichte einfach verschwunden, ohne Nationen zu werden.
Der belarussische Journalist Alexander Klaskowski argumentiert im Interview, dass die Nationenbildung bestimmten Charakterzügen der Belarussen, aber auch einfach viel Glück zu verdanken sei:
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-klaskowski-geschichte-nation
Viele andere Völker sind im Laufe der Geschichte einfach verschwunden, ohne Nationen zu werden.
Der belarussische Journalist Alexander Klaskowski argumentiert im Interview, dass die Nationenbildung bestimmten Charakterzügen der Belarussen, aber auch einfach viel Glück zu verdanken sei:
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-klaskowski-geschichte-nation
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Russland ist „ein Dornröschen, das Arschlöchern vertraut“.
Das singt der russische Rockklassiker Juri Schewtschuk in einem seiner berühmtesten Lieder. Der Rockstar liebt seine Heimat über alles – auch wenn sie ihm immer wieder Anlass zur Enttäuschung gibt.
In Russland darf Schewtschuk mit seinen Liedern über Frieden und die Liebe zur Heimat heute nicht mehr auftreten. Für den berühmten Musiker und Kriegsgegner aber noch lange kein Grund aufzugeben.
Ein Porträt zu Ehren einer russischen Rocklegende.
https://www.dekoder.org/de/article/schewtschuk-ddt-rockmusik-antikriegslieder
Das singt der russische Rockklassiker Juri Schewtschuk in einem seiner berühmtesten Lieder. Der Rockstar liebt seine Heimat über alles – auch wenn sie ihm immer wieder Anlass zur Enttäuschung gibt.
In Russland darf Schewtschuk mit seinen Liedern über Frieden und die Liebe zur Heimat heute nicht mehr auftreten. Für den berühmten Musiker und Kriegsgegner aber noch lange kein Grund aufzugeben.
Ein Porträt zu Ehren einer russischen Rocklegende.
https://www.dekoder.org/de/article/schewtschuk-ddt-rockmusik-antikriegslieder
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In Belarus gibt es fast 1400 politische Häftlinge, darunter auch die Anführerinnen des Aufstands 2020 gegen das Lukaschenko-Regime. Keine*r von ihnen wurde bei dem großen Gefangenenaustausch am Donnerstag berücksichtigt. Es spreche Bände, so Stimmen aus belarussischen Exilmedien, dass Belaruss*innen nicht einmal symbolisch beteiligt waren.
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Gefangenenaustausch: „Belarus wird dem Kreml zum Fraß überlassen“
Bei dem großen Gefangenenaustausch am Donnerstag kamen auch bekannte Gesichter der russischen Opposition frei. Derweil fehlt von den Anführerinnen des Aufstands gegen das Lukaschenko-Regime weiter
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Im ganzen Land wehten weiß-rot-weiße Fahnen, die Begeisterung für eine gemeinsame nationale Identität war groß:
Vor vier Jahren demonstrierten die Menschen in Belarus im größten Aufstand ihrer Geschichte gemeinsam für Neuwahlen und Grundrechte.
Heute zeigt sich das Land wieder stärker gespalten.
Vor dem Hintergrund der wechselvollen belarussischen Geschichte reflektiert der Journalist Alexander Klaskowski über die große Frage der nationalen Identität seiner Landsleute.
Vor vier Jahren demonstrierten die Menschen in Belarus im größten Aufstand ihrer Geschichte gemeinsam für Neuwahlen und Grundrechte.
Heute zeigt sich das Land wieder stärker gespalten.
Vor dem Hintergrund der wechselvollen belarussischen Geschichte reflektiert der Journalist Alexander Klaskowski über die große Frage der nationalen Identität seiner Landsleute.
дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung |
„Das Regime driftet in Richtung Totalitarismus und Mittelalter“
Vor vier Jahren, im August 2020, begann der größte Aufstand in der Geschichte von Belarus. Der Journalist Alexander Klaskowski diskutiert die Bedeutung der Proteste anhand von maßgeblichen
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Jekaterina ist 50 Jahre alt, Mutter von sechs Kindern und orthodoxe Christin.
Lange spielte Politik in ihrem Leben keine Rolle.
Doch seit dem 24. Februar 2022 protestiert sie gegen den Angriffskrieg ihres Landes. Mehrfach hat die Polizei sie schon festgenommen.
Im Interview spricht sie über ihren Aktivismus, über die Suche nach Gleichgesinnten in der Kirchengemeinde, verzweifelte Stunden in der Arrestzelle und die Angst um ihre Kinder.
Lange spielte Politik in ihrem Leben keine Rolle.
Doch seit dem 24. Februar 2022 protestiert sie gegen den Angriffskrieg ihres Landes. Mehrfach hat die Polizei sie schon festgenommen.
Im Interview spricht sie über ihren Aktivismus, über die Suche nach Gleichgesinnten in der Kirchengemeinde, verzweifelte Stunden in der Arrestzelle und die Angst um ihre Kinder.
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Nadija Sljessarjewa ist sieben Jahre alt, als der sowjetische Geheimdienst im „Großen Terror“ ihren Vater entführt und sie zur Tochter eines „Volksfeindes“ macht. Wenig später überfällt Deutschland ihre Heimat.
Was das Mädchen aus dem ukrainischen Dnipropetrowsk daraufhin erlebt, schreibt sie auf:
Sie erzählt, wie die Nazis sie entlang einer Straße jagen, an deren Rand Gehenkte baumeln. Wie sie in Viehwaggons von Lager zu Lager transportiert wird und als eine sogenannte „Ostarbeiterin“ in einem kilometerlangen Bunkertunnel Zwangsarbeit verrichtet.
Ihre tragische Kindheit voller Sowjet-Repression und NS-Zwangsarbeit endet zehn Jahre später, als sie 17 Jahre alt ist – mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Auf war.dekoder.org erzählen wir ihre Geschichte
Was das Mädchen aus dem ukrainischen Dnipropetrowsk daraufhin erlebt, schreibt sie auf:
Sie erzählt, wie die Nazis sie entlang einer Straße jagen, an deren Rand Gehenkte baumeln. Wie sie in Viehwaggons von Lager zu Lager transportiert wird und als eine sogenannte „Ostarbeiterin“ in einem kilometerlangen Bunkertunnel Zwangsarbeit verrichtet.
Ihre tragische Kindheit voller Sowjet-Repression und NS-Zwangsarbeit endet zehn Jahre später, als sie 17 Jahre alt ist – mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Auf war.dekoder.org erzählen wir ihre Geschichte
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Heute vor vier Jahren:
Die Zentrale Wahlkommission in Belarus verkündet, dass Lukaschenko die Wahl mit rund 80 Prozent klar gewonnen habe.
Was folgt, ist der größte Aufstand in der Geschichte des Landes.
Noch am selben Abend strömen Zehntausende auf die Straßen, das Regime geht brutal gegen die Demonstrierenden vor, nimmt Tausende fest.
Am 10. August gibt es den ersten Toten.
Ein dekoder-Special über die Taktiken, die Kreativität und Friedfertigkeit einer Protestwelle, die niemand erwartet hatte.
(aus unserem Archiv)
Die Zentrale Wahlkommission in Belarus verkündet, dass Lukaschenko die Wahl mit rund 80 Prozent klar gewonnen habe.
Was folgt, ist der größte Aufstand in der Geschichte des Landes.
Noch am selben Abend strömen Zehntausende auf die Straßen, das Regime geht brutal gegen die Demonstrierenden vor, nimmt Tausende fest.
Am 10. August gibt es den ersten Toten.
Ein dekoder-Special über die Taktiken, die Kreativität und Friedfertigkeit einer Protestwelle, die niemand erwartet hatte.
(aus unserem Archiv)
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VIEW IN TELEGRAM
„Im Sommer 1944 brachte man uns nach Stettin. Wir waren in Baracken untergebracht und arbeiteten am Bau des Bombenschutztunnels. Diese Monate der Gefangenschaft waren besonders schwer.
Die Bauarbeiten am Tunnel liefen rund um die Uhr. Die ganze Zeit lebten wir in kalten Baracken, hungrig, barfuß und in alter, zerschlissener Kleidung.“
Die ganze Geschichte von Nanotschka, einem ukrainischen Mädchen in NS-Zwangsarbeit, lest ihr unter war.dekoder.org
Die Bauarbeiten am Tunnel liefen rund um die Uhr. Die ganze Zeit lebten wir in kalten Baracken, hungrig, barfuß und in alter, zerschlissener Kleidung.“
Die ganze Geschichte von Nanotschka, einem ukrainischen Mädchen in NS-Zwangsarbeit, lest ihr unter war.dekoder.org
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Die russische Sopranistin Anna Netrebko zählt zu den bekanntesten Opernsängerinnen der Gegenwart.
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine distanzierte sie sich zwar vom Krieg, nicht aber von Putin.
Ein Blick auf einen internationalen Star der Klassikszene – von den einen gefeiert, von den anderen kritisiert als Marionette des Kremls:
https://www.dekoder.org/de/gnose/anna-netrebko-sopranistin
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine distanzierte sie sich zwar vom Krieg, nicht aber von Putin.
Ein Blick auf einen internationalen Star der Klassikszene – von den einen gefeiert, von den anderen kritisiert als Marionette des Kremls:
https://www.dekoder.org/de/gnose/anna-netrebko-sopranistin
дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung |
Anna Netrebko
Die Sopranistin Anna Jurjewna Netrebko (geb. 1971) erhielt ihre Ausbildung am Leningrader Konservatorium. Sie zählt zu den bekanntesten Opernsängerinnen der Gegenwart, ihre Auftritte sind regelmäßig
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