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dekoder.org bringt russischen und belarusischen Journalismus und wissenschaftliche Kompetenz aus europäischen Universitäten auf eine gemeinsame Plattform. Hier finden Sie die neusten Beiträge!
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In der Sowjetunion war die Garage mehr als ein Ort, an dem man Autos unterstellte. Sie war Werkstatt, Hobbyraum, Rückzugsort, und Keimzelle der Privatwirtschaft. In Russland bedrohen jetzt Programme zur Stadtverdichtung dieses Refugium privater Freiheit.
Einen Eindruck davon, was eine Garage in Russland alles sein kann, vermittelt das Fotoprojekt Zweckentfremdet der Fotografin Oksana Ozgur.

https://www.dekoder.org/de/article/garage-russland-stadtentwicklung-raeumungen
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Die dekoder-Redaktion freut sich mit Thomas Weiler! Seine Übersetzung von „Feuerdörfer” aus dem Belarussischen ist für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Warum dies eine gute Entscheidung ist, erfahrt ihr in unserem Special zu diesem immens wichtigen Buch, das vor 50 Jahren im sowjetischen Belarus veröffentlicht wurde. 
 
https://specials.dekoder.org/de/feuerdoerfer/ 
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Nürnberger Prozesse bis sowjetische Kollaborateur-Verfolgung: Wie wurden NS-Kriegsverbrechen juristisch aufgearbeitet? Wurden die Täter bestraft? Und wie passierte das in verschiedenen Ländern?
Antworten darauf liefert der neue Kontext von Jasmin Söhner (Uni Heidelberg) in unserem Projekt „Der Krieg und seine Opfer“.
Heute Teil eins: die Siegermächte
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„Steckt Ihr Kopf hingegen in einem Kartoffelsack, kann weder durch die Augen noch durch die Ohren oder irgendwelche anderen Öffnungen im Kopf irgendetwas zu Ihrem Herzen dringen und Sie werden endlich Glückseligkeit, Harmonie und Ruhe finden.” 
Es gibt eine neue Erzählung in unserem Belarus-Literatur-Special! Darin erkundet die belarussische Autorin Mariya Lappo mit erzählerischer Ironie und Verve die trügerischen Vorzüge von Abschottung und die Folgen eines Lebens unter einem Kartoffelsack. Irina Bondas hat den Text, der 2014 entstanden ist, aus dem Russischen übersetzt.   

https://specials.dekoder.org/de/belarus-literatur/pommes-de-terre/ 
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Viele Länder Osteuropas sind in Sachen Digitalisierung deutlich weiter und kreativer als Deutschland.
Was bedeutet diese Vorreiterrolle – gerade in Zeiten von Krieg und Diktatur?
Wie funktionieren Medien und Journalismus unter den politischen Gegebenheiten der einzelnen Länder?
Damit beschäftigt sich am Wochenende die DGO auf ihrer Jahrestagung Laboratorium Osteuropa. Öffentlichkeit und Medien in Diktatur und Krieg in Berlin.

🗓 13. und 14. März 2025
📍 Auditorium Friedrichsstraße | Berlin
👤 Mit dabei: dekoder-Redakteur und Belarus-Experte Ingo Petz

Im Fokus stehen die Entwicklung der jeweiligen Medienlandschaften, die Berichterstattung aus Krisen- und Kriegsregionen, Desinformation, Propaganda und die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit – auch mit Blick auf aktuelle Entwicklungen, wie die Verhandlungen Russlands und der USA über den Krieg in der Ukraine.

Mit dabei ist am Freitag dekoder-Redakteur und Belarus-Experte Ingo Petz.

Zur Anmeldung geht's hier lang.
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Wjatscheslaw Sawalny arbeitet als Mechaniker in Mariupol, als er kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine entgegen dem Kriegsrecht als Zivilist gefangengenommen wird.
Fast ein Jahr später kommt Sawalny im Zuge eines Gefangenenaustausches frei – und berichtet von der erlebten Folter in russischer Gefangenschaft.


Das zentrale Motiv des Aushungerns, das er dabei beschreibt, sei ein Kriegsverbrechen und unmenschlich – aber nicht neu. Expert·innen sprechen auf texty.org.ua über eine seit gut 100 Jahren etablierte russische Foltermethode gegen Ukrainer·innen.

Noch immer sitzen Tausende ukrainische Zivilist·innen in russischen Gefängnissen.
Genaue Zahlen gibt es nicht, ebenso wenig wie regelmäßige Mechanismen, sie zu befreien.
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Was stellen der moderne belarussische Staat und Lukaschenkos Regime heute dar? Sind sie nationalistisch ausgerichtet – oder nicht? Belarussisch oder anti-belarussisch?

In einem Gespräch mit dem Online-Portal Gaseta.BY beleuchtet der Historiker Alexey Bratochkin die unterschiedlichen und teils gegensätzlichen Vorstellungen über belarussische Identität und Nationalität in Geschichte und Gegenwart des Landes.

Letztendlich geht es dabei auch darum, in welcher Form die belarussische Nation eine Überlebenschance hat – und inwieweit es ihr gelingen kann, zu einem demokratischen Staatswesen zu gelangen.

Zum Interview:
👉 Im Karussell der Identitäten

Entstanden in Kooperation mit dem Forum für historische Belarus-Forschung bei der DGO.
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Du willst wissen, wie wir arbeiten? Warum wir tun, was wir tun – und wie sich dekoder mit Russlands Krieg in der Ukraine verändert hat? Warum viele unserer Autor·innen anonymisiert sind?
Ein Blick hinter die dekoder-Kulissen im Podcast mit der taz Panter Stiftung.

Noch was zum Hören:
Warum die Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs hierzulande oft in Auschwitz endete – und wie dekoder die Opfer der Sowjetunion sichtbarer macht.

aufgenommen am 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
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Heute vor 11 Jahren: Pseudo-Referendum auf der russisch besetzten Krym

Ende Februar 2014 besetzten angebliche Selbstverteidigungskräfte und russische Spezialeinheiten ohne Abzeichen ukrainische Verwaltungs- und Militärstandorte sowie Verkehrswege der Krym.

Am 16. März folgte das sogenannte Referendum, bei dem sich 97 Prozent der Abstimmenden bei angeblicher Wahlbeteiligung von rund 83 Prozent für den als „Wiedervereinigung“ bezeichneten Beitritt der Krym zur Russischen Föderation ausgesprochen haben sollen.

Wenige Tage später bestätigte Russland die Annexion. All das passierte wider jedes Staats- und Völkerrecht.

Detailliert und mit vielen weiterführenden Lesetipps – unsere dekoder-Gnose zur Krym-Annexion von Steffen Halling.
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In Deutschland beginnt unmittelbar nach Kriegsende 1945 die Strafverfolgung deutscher NS-Täter. Viele Prozesse dauern jedoch lange, teils bis heute, und ernten heftige Kritik. Wie kommt das?

Um das zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf die jeweilige juristische Aufarbeitung in den entstehenden Staaten BRD und DDR:
Wie unterschiedlich Ost und West nach Kriegsende mit NS-Verbrechen umgingen (und warum), erfahrt ihr in unserem Kontext-Beitrag von Jasmin Söhner an der Universität Heidelberg im Erinnerungsprojekt „Der Krieg und seine Opfer“.

👉 https://war.dekoder.org/de/kontext/juristische-aufarbeitung-deutschland

#10für27Millionen #ns_verbrechen #besetzte_leben #östlich_der_erinnerung
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Als Flüchtling in einem fremden Land kam ich mir vor wie eine abgeschnittene Blume. Als hätte mich jemand in eine schöne Vase gestellt, aber innerlich fühlte ich mich leer und einsam. Erst hier in meiner Heimat fühle ich wieder meine Wurzeln.


Zu Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine waren Aliona und ihre Tochter nach Polen geflohen. Jetzt leben sie wieder in ihrem ukrainischen Heimatort in Hörweite der Front.

Die Fotografin Iva Sidash zeigt in ihren Bildern ziviles Leben im Krieg.

Foto: Iva Sidash, aus der Serie: Seeing the Unseen, 2024
Bildredaktion und Konzept: Andy Heller
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Janka Bryl ist eine der bekanntesten Stimmen der sowjetisch-belarussischen Literatur – und Co-Autor des Buches Feuerdörfer über die NS-Verbrechen in Belarus.
Obwohl er sich zu seiner Zeit nicht offen politisch engagierte, sprechen sich seine Werke aus den 90er Jahren klar für die Unabhängigkeit von Belarus aus.

Doch heute instrumentalisiert sie das Lukaschenko-Regime im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Mehr über den Schriftsteller, seine wichtigsten Werke – und seinen Einfluss auf Literatur, Gesellschaft und Politik in Belarus findet ihr in unserer Gnose, geschrieben von Philine Bickhardt vom Slavischen Seminar der Universität Zürich.
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In Russland gibt es mehr als einen Femizid pro Tag plus Dunkelziffer. Aber kein umfassendes Gesetz gegen häusliche Gewalt, nicht einmal eine klare juristische Definition.

Indes scheint Russlands Krieg gegen die Ukraine die Gewalt gegen Frauen und Familienmitglieder sogar weiter zu normalisieren.

In einer Gnose für dekoder schreibt die Theologin und Russland-Expertin Regina Elsner über die in Russland weit verbreitete Vorstellung, dass körperliche Gewalt zur Normalität gehöre, die Rolle von Staat und Kirche und die Stigmatisierung von Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, die sich für Betroffene einsetzen.
Und gibt eine Einschätzung zur Zukunft.
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Media is too big
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Unser Belarus-Experte Ingo Petz hat eine Flugschrift verfasst: Das Buch Rasender Stillstand. Belarus – Eine Revolution und die Folgen ist seit heute auf dem Markt.

Unter unseren Klub-Mitgliedern verlosen wir fünf Exemplare des Buches.
Wer bis zum 25. März eine E-Mail mit dem Betreff „Rasender Stillstand“ und seinen Kontaktdaten an mail@dekoder.org schickt, nimmt an der Verlosung teil!

Für alle, die noch tiefer in die Bedeutung der Massenproteste in Belarus eintauchen wollen:
Unser dekoder-Redakteur tritt im Programm der Leipziger Buchmesse auf, zusammen mit belarussischen Autor·innen wie Tania Arcimovich und Alhierd Bacharevič:

👉 https://www.leipziger-buchmesse.de/pco-sprecher/buchmesse/67c182923cbcf1fc6e0281ed
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Am morgigen Dienstag wird Alexander Lukaschenko nach den Scheinwahlen vom Januar erneut in sein Amt eingeführt.
Ausgerechnet an dem Tag, den die Opposition für sich beansprucht: Dem „Tag der Freiheit“ (Dsen Voli), in Erinnerung an die unabhängige Belarussische Volksrepublik BNR, die nur für einen kurzen Moment in der Geschichte existierte.

Mehr über die Belarussische Volksrepublik, deren inoffiziellen Feiertag Regime wie Opposition morgen auf unterschiedliche Weise begehen:

👉 https://www.dekoder.org/de/gnose/die-belarussische-volksrepublik
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Russland und das Lukaschenko-Regime treiben in Belarus aktiv die Verdrängung unabhängiger Literatur in belarussischer Sprache voran, Schriftsteller·innen im Exil hadern neben den Herausforderungen der Auswanderung damit, weiter schreiben zu können.

Auf der Leipziger Buchmesse sind in diesem Jahr zahlreiche Exil-Autor·innen vertreten, die trotzdem weitermachen: Alhierd Bacharevič, Tania Arcimovich, Julia Cimafiejeva, und viele andere.

dekoder-Autor Dsjanis Marzinowitsch hat mit der belarussischen Autorin, Übersetzerin und Literaturkritikerin Hanna Yankuta gesprochen – über das Schreiben außerhalb des Landes und die Hoffnung darauf, was die Exilliteratur in dieser Lage für Belarus tun kann:

👉https://www.dekoder.org/de/article/belarus-literatur-interview-hanna-yankuta
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Seit Monaten halten Sprengstoffanschläge die ukrainischen Sicherheitsbehörden in Atem.
Fast jeden Tag gibt es Attentate oder Versuche zu verzeichnen. Texty.org.ua hat recherchiert, wie offenbar der russische Geheimdienst meist junge Ukrainer·innen über Telegram anwirbt, Sprengsätze zu bauen und zu legen - und sie dann frühzeitig per Fernzünder explodieren lässt.

👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Drei Jahre nach ihrer Flucht ins Exil und ein Jahr nach dem Tod von Alexej Nawalny gibt die russische Opposition ein bedauernswertes Bild ab:
Ihrer Anführer·innen liefern sich erbitterte Grabenkämpfe, ihre Anhänger·innen wenden sich ab und westliche Regierungen wissen nicht, mit wem sie über ein demokratisches Russland der Zukunft sprechen sollen.

Meduza hat mit aktiven und mit ehemaligen Aktivistinnen und Aktivisten gesprochen.
Eine zentrale Frage ist die Haltung zur Ukraine.
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Unser Belarus-Redakteur Ingo Petz hat mit dem ZOiS gesprochen: über die Revolution in Belarus im Jahr 2020 und ihre Folgen und über sein Buch, das sich eben mit den historischen Massenprotesten beschäftigt.

https://www.zois-berlin.de/publikationen/meet-the-author/demokratische-freiheit-faellt-nicht-vom-himmel
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Queere Menschen in Belarus sind in Gefahr, doch kaum jemand registriert das im allgemeinen Unterdrückungsstrudel des Lukaschenko-Regimes.

dekoder-Autorin Xenija Tarassewitsch und Aktivist Oleg Roshkow schlüsseln auf, wie nach 1991 die beginnende Liberalisierung gegenüber der LGBTQ* Community mit immer stärkeren Repressionen ersetzt wurde.

Obwohl es in Belarus – anders als Russland – offiziell kein „Propaganda“-Verbot nicht-heteronormativer Lebensformen gibt und Queers nicht als „extremistische Organisation“ einstuft werden, schätzen die Autor·innen die Lage der belarussischen LGBTQ*-Szene als schwieriger ein als in Russland – im Inland wie im Ausland.
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Was müssen wir über Belarus wissen, bevor es zu spät ist? – Darüber und über sein neues Buch Rasender Stillstand – eine Revolution und die Folgen spricht unser Belarus-Redakteur Ingo Petz im aktuellen taz-Podcast Freie Rede.
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