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dekoder.org bringt russischen und belarusischen Journalismus und wissenschaftliche Kompetenz aus europäischen Universitäten auf eine gemeinsame Plattform. Hier finden Sie die neusten Beiträge!
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Die russische Grenzregion Belgorod hat sich schon im Vorfeld des Überfalls auf die Ukraine zu einem zentralen logistischen Knotenpunkt und Nachschubbasis für die Invasion entwickelt. Außerdem beschießen die Truppen in der Region systematisch ukrainische Städte in der Oblast Charkiw.  
 
Vor allem aus diesen Gründen ist die Oblast Belgorod zu einer wichtigen Zielscheibe ukrainischer Gegenangriffe geworden. Satelliten und Drohnen liefern dabei die Koordinaten, aber auch (pro-)ukrainische Partisanen vor Ort betreiben Zielaufklärung. Einen solchen Zielaufklärer hat Viktoria Litwin zufällig kennengelernt. Für die Novaya Gazeta Europe hat sie mit ihm darüber gesprochen, wie er den Krieg dorthin zurückbringt, wo er herkommt – und wie er mit zivilen Opfern auf dem Gewissen umgeht.

https://www.dekoder.org/de/article/belgorod-zielaufklaerer-partisan-interview
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Szenarien einer Ausweitung der Krise in Osteuropa sind häufig spekulative Gedankenspiele.
Aber: Sie können Wege einer Risikovorbeugung aufzeigen – und dabei die bedeutsame Rolle von Belarus verdeutlichen.


Schon jetzt ergreifen europäische Staaten Maßnahmen, um eine Eskalation abzuschrecken:
Sie investieren in ihre Wehrfähigkeit, führen Elemente einer Wehrpflicht ein, befestigen Grenzen, ...

Hauptsächlich zielen die Maßnahmen auf eine Einhegung Russlands ab.
Eine Einflussnahme auf Minsk spielt dabei kaum eine Rolle.

Und das, obwohl das Lukaschenko-Regime in einem kritischen Moment die Krise entweder verschärfen – oder ein Hindernis für Moskaus mögliche Eskalationspläne darstellen könnte.

Eskalationsszenarien im Osten Europas und wie man ihnen vorbeugen könnte:
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-russland-eskalation-analyse-shraibman
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Die 73 Jahre alte belarussische Aktivistin Nina Bahinskaja wurde 2020 zu einer der zentralen Figuren der Massenproteste in Belarus.
Nun wurde ein Strafverfahren gegen die Rentnerin eingeleitet:
Weil sie im Jahr 2024 Spaziergänge mit der weiß-rot-weißen Flagge abhielt.

Bahinskaja hatte auch zuvor jahrzehntelang öffentlich gegen Lukaschenko protestiert.
Im dekoder-Special Das andere Minsk, einem virtuellen Rundgang durch das Minsk kurz nach den Protesten, spricht sie über die Motivation für ihren langjährigen Protest.
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Heute vor 80 Jahren, am 8. Mai 1945, kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos – der Krieg war vorbei, das NS-Regime beendet.
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🇷🇺In Russland wird am 9. Mai der „Tag des Sieges“ gefeiert – mit Militärparaden und großem Nationalstolz. Der Datumsunterschied ist durch die Zeitzonen bedingt.

Die Erinnerung an das Kriegsende ist seit Sowjetzeiten stark vom Staat geprägt. Heute wird Russlands Krieg gegen die Ukraine oft als Fortsetzung des „Großen Vaterländischen Krieges“ gerechtfertigt.

In diesem Jahr wird es weniger Paraden geben als sonst: aus Sicherheitsgründen – Kritiker vermuten auch andere Gründe wie schwindende militärische Ausrüstung. Die Hauptparade in Moskau soll stattfinden.

🇺🇦In der Ukraine hatte das Gedenken in den vergangenen drei Jahrzehnten teils gegensätzliche Ausrichtungen: In diesem Jahr finden aufgrund des Krieges keine offiziellen Gedenkveranstaltungen statt.
Präsident Selensky hat den 9. Mai offiziell zum „Europatag“ erklärt, als Zeichen der politischen und historischen Neuausrichtung.
An die Opfer und das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert die Ukraine seit 2024 auch am 8. Mai.
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🧠 Der 8./9. Mai zeigt deutlich, wie unterschiedlich Geschichte erinnert und gedeutet wird.
Umso wichtiger bleibt es, kritisch zu erinnern – und nicht zu vergessen:

➡️ In unserem Erinnerungsprojekt Der Krieg und seine Opfer porträtiert dekoder Opfer des Krieges aus der ehemaligen Sowjetunion – ein Blick auf hierzulande oft übersehene Menschengruppen.

➡️ „Zivilreligion“ und Ankerpunkt offizieller Geschichtspolitik in Russland: Politologe Sergej Medwedew analysiert den 9. Mai in Russland (aus unserem Archiv).
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„Nie wieder Krieg“ waren die Worte, die den 9. Mai als „Tag des Sieges“ über Jahrzehnte hinweg in vielen Familien des (post-)sowjetischen Raumes bestimmten.

Doch es war immer schon ein Mythos – mehr Wunschdenken denn Realität:
In Wirklichkeit kämpften sowjetische und später russländische Soldaten ständig – in Afghanistan, Tschetschenien, Afrika, Georgien ...

Doch erst der vollumfängliche Krieg Russlands gegen die Ukraine seit 2022 stellt diese Erinnerungskultur endgültig bloß.
dekoder-Redakteur Dmitry Kartsev spricht darüber mit dem Historiker Alexej Uwarow:

https://www.dekoder.org/de/article/interview-historiker-9-mai-trauertag
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Falschmeldung mit Kalkül: Wenn ein Taschentuch plötzlich Kokain sein soll

„Unglaubliche Aufnahmen“ seien das:
Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Keir Starmer hätten unmittelbar vor dem Foto „eine Line gezogen“ und seien davon so breit gewesen, „dass sie vergaßen, die Utensilien (Tütchen und Röhrchen) vor dem Eintreffen der Journalisten wegzuräumen“, schreibt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf Telegram.
Grundlage der Behauptung? Ein gewöhnliches Taschentuch und ein Zahnstocher im Bildausschnitt.

Das Fake wird schnell entlarvt. Doch das ist zweitrangig.

Denn es geht nicht um Fakten, sondern um Wirkung: Emotionen statt Argumente. Verwirrung statt Wahrheit.
Und darin ist Sacharowa eine Meisterin.

Mehr dazu in unserer Gnose:
👉 https://www.dekoder.org/de/gnose/maria-sacharowa
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Willkürliche Schläge, grausame Folter und sexuelle Gewalt:
Das ist die Realität für tausende Ukrainer in russischer Gefangenschaft. Für diejenigen, die zum Beispiel im Zuge eines Austauschs freikommen, gibt es zu wenig Programme, die sie nach diesen Erlebnissen gezielt unterstützen.

Betroffene haben deshalb die Sache selbst in die Hand genommen und eine eigene NGO aufgebaut: „Wypusknyky“ (Wortspiel aus „Freigelassene“ und „Alumni“) heißt das Netzwerk, nicht ganz unironisch.
Es setzt sich für die Rechte der Befreiten ein und unterstützt andere Opfer russischer Kriegsverbrechen. Vor allem Männer, die selten Zielgruppe bisheriger Hilfsprojekte sind.

Das ukrainische Reportagemedium Frontliner berichtet über die Gründer, ihre Erfahrungen in Gefangenschaft und die heutige Arbeit.

Eine Leseempfehlung von dekoder-Redakteurin Peggy Lohse:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Belarussische Staatsmedien bedienen sich zunehmend russischer Propaganda-Vorlagen, vor allem zum Thema Ukraine.
Dabei kopiert Minsk nicht immer eins zu eins, sondern so, dass es zur eigenen Agenda passt.

Das Online-Medium Pozirk hat die Zusammenführung der Propaganda-Narrative analysiert.
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dekoder ist besorgt über die Zukunft des unabhängigen Journalismus in und über Ukraine, Belarus und Russland.

In einem Appell mit Platform RAAM an die Europäische Union fordern wir die wichtigsten Organe der EU auf, die bedrohten Medien wirksam zu unterstützen.

deutschsprachige Version: https://www.dekoder.org/de/article/appell-pressefreiheit-osteuropa-raam-dekoder

englischsprachige Version: https://platformraam.nl/raam/appeal-to-eu
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„Meine Freunde und Bekannten kennen mich unter einem Namen, meine Kollegen und Informanten unter einem ganz anderen. Keinem von ihnen kann ich die ganze Wahrheit über mich erzählen.“

Eine russische Journalistin erzählt von ihrer Arbeit für Exilmedien, während sie selbst weiterhin in Russland lebt. Und davon, wie ihr Leben seit Beginn der russischen Vollinvasion immer mehr dem einer Geheimagentin ähnelt:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/russland-journalismus-pressefreiheit-repression

Dieser Monolog ist auch Teil der Ausstellung NO, die Meduza bis 6. Juli 2025 im Berliner Kunstraum Kreuzberg zeigt.
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Von der Hausfrau zur Anführerin einer historischen Protestbewegung: Im Interview mit GazetaBy spricht die Belarussin Swetlana Tichanowskaja über ihren Wandel nach der Festnahme ihres Ehemannes und ihren Weg zur Führungsfigur der belarussischen Opposition:
👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-interview-swetlana-tichanowskaja
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