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dekoder.org bringt russischen und belarusischen Journalismus und wissenschaftliche Kompetenz aus europäischen Universitäten auf eine gemeinsame Plattform. Hier finden Sie die neusten Beiträge!
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Heute haben sich in Peking die Staatschefs von Belarus und China, Alexander Lukaschenko und Xi Jinping, getroffen.

Warum China für Minsk immer wichtiger wird und warum diese Partnerschaft der Diktaturen nicht immer frei von Spannungen ist, erklärt Kamil Kłysiński in seiner Gnose zum Thema:

👉 https://www.dekoder.org/de/gnose/belarus-china-beziehungen
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Als ich beschloss, mir den neuen ,Der Meister und Margarita‘-Film anzuschauen, war ich absolut überzeugt, dass in ihm ein lautes SOS ertönen müsse, aus dem jetzt im Wiederaufbau befindlichen, riesigen Konzentrationslager, gerichtet an jeden denkenden Menschen auf der Welt.

– Sabina Brilo, Autorin aus Belarus

Ende Januar 2024 feierte die russische Neuverfilmung des Romans Der Meister und Margarita von Michail Bulgakow Premiere in den russischen Kinos.
Der Film kam beim russischen Publikum gut an, wurde von einigen Kinos quasi in Dauerschleife gezeigt, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden.
Seit Anfang Mai 2025 läuft der Film auch hierzulande.

Die belarussische Autorin Sabina Brilo reflektiert, welche Erwartungen sie an eine Neuverfilmung der Roman-Satire hatte – und was sie tatsächlich für Osteuropa leistet:

🎬https://www.dekoder.org/de/article/belarus-meister-und-margarita-film-sabina-brilo
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🗓24. Juni, 18:30 bis 20:00 Uhr
📍Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) in Berlin

Vor fünf Jahren ging die belarussische Gesellschaft in breiter Front gegen das Lukaschenko-Regime auf die Straße – heute wirken die Repressionen tiefer denn je.

Expert·innen aus Kultur, Medien und Wissenschaft diskutieren über die revolutionären Umbrüche von damals, den Alltag unter der Diktatur, Stimmen aus dem Exil und die Zukunft einer belarussischen Demokratie:

Mit dabei sind ZOiS-Direktorin Gwendolyn Sasse, dekoder-Redakteur Ingo Petz und die belarussische Autorin und Lyrikerin Volha Hapeyeva.
Es moderiert die Literaturwissenschaftlerin Nina Frieß.

👉 https://www.zois-berlin.de/veranstaltungen/quo-vadis-belarus-5-jahre-revolution-und-die-folgen
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2022 überwog die Erwartung, dass sich die russische Armee zurückziehen würde, wenn sie schweren Schaden erlitte. Das ist nicht passiert.

2024 erwartete man, dass den Russen wegen riesiger Verluste die kampffähigen Soldaten ausgehen würden. Auch das hat sich nicht erfüllt.

Nun heißt es: Russland bräuchte nach Beendigung der aktuellen Kampfhandlungen mehrere Jahre, um seine Armee für einen neuen Krieg zu erneuern. Auch das wird nicht der Fall sein.

Nikolai Karpizki, Philosoph und Religionswissenschaftler aus Sibirien, seit 2015 Immigrant in der Ukraine


Russland scheint unendlichen Soldatennachschub für seinen Krieg gegen die Ukraine rekrutieren zu können.
Für den Philosophen und Religionswissenschaftler Nikolai Karpizki liegt das nicht nur an einem repressiven Regime und verlockend großen Geldsummen für die Rekruten und ihre Angehörigen – sondern im vorherrschenden Weltbild und der Haltung zu Leben und Tod:
Der Wunsch, in der EU zu studieren, ist unter belarussischen Jugendlichen groß.
Doch das Regime setzt vieles daran, den Aufbruch gen Westen zu verhindern:


An Schulen laufen Propagandafilme, die das Scheitern im Ausland thematisieren.
Gleichzeitig warnt das Bildungsministerium davor, Abschlüsse aus Europa in Belarus nicht anzuerkennen.

Das belarussische Portal Pozirk hat mit Lehrerinnen, Lehrern und Eltern gesprochen – und zeigt, mit welchen Mitteln der Staat versucht, junge Menschen im eigenen Einflussbereich zu halten:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-kampagne-studium-propaganda
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Alexander und Natalja unterstützen 2020 während des Wahlkampfs in Belarus die Protestbewegung gegen das Lukaschenko-Regime.
Zwei Jahre später geraten sie in das Visier der Behörden.
Um der Haft zu entgehen, entscheiden sich Alexander und Natalja, zusammen mit ihrer Tochter zu fliehen.

Was folgt, ist eine lebensgefährliche und traumatisierende Flucht-Odyssee voller Trennungen, Entbehrungen, Gewalt, und Hunger
– aber auch voller Unterstützung durch zahlreiche Menschen.
Und immer in Begleitung von Tscheburaschka.
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Der Zweite Weltkrieg forderte in der Sowjetunion rund 27 Millionen Menschenleben.

Wie kam es zu dieser Zahl? Ist sie glaubwürdig?
Und warum ist es so schwer, die militärischen und zivilen Verluste korrekt zu erfassen?

Im Kontextteil unseres Erinnerungsprojekts Der Krieg und seine Opfer erfahrt ihr, wie wissenschaftliche Schätzungen und politische Einflüsse die Opferzahlen prägten:

👉 https://war.dekoder.org/de/kontext/27-millionen-kriegsopfer-in-der-sowjetunion
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Russlands Rüstungsindustrie sorgt in vielen Provinzregionen für höhere Löhne und bessere Jobchancen – für manche bedeutet das sogar sozialen Aufstieg.

Journalist und Regimekritiker Maxim Katz warnt:
Genau darin liegt eine der größten Herausforderungen für ein Russland nach dem Krieg und nach Putin:
Denn wer vom Krieg profitiert hat, wird sich auch in Zukunft an diese Zeit erinnern – als „die beste seines Lebens“.
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Das sei das Erbe, das Putin in Russland zurücklassen wird, auch wenn politische Freiheit einkehren sollte: Millionen Neoputinisten und grassierende Kriegsnostalgie.

Den übersetzten Beitrag gibt's auf dekoder.org:
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📅 Dienstag, 24. Juni 2025
🕕 18:30 Uhr
📍 ZOiS – Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, Berlin


Wohin führt der Weg – fünf Jahre nach der belarussischen Revolution?


Ein Gespräch mit dekoder-Redakteur Ingo Petz, ZOiS-Direktorin Gwendolyn Sasse, der belarussischen Lyrikerin Volha Hapeyeva sowie der Literaturwissenschaftlerin Nina Frieß über die Lage in Belarus, die Rolle von Kultur im Exil und die Frage:
Was bleibt vom Aufbruch von 2020?

👉https://www.zois-berlin.de/veranstaltungen/quo-vadis-belarus-5-jahre-revolution-und-die-folgen
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Heute vor 84 Jahren in den frühen Morgenstunden marschierte die Wehrmacht in die Sowjetunion ein.

Was folgte, war ein brutaler Vernichtungskrieg auf sowjetischem Boden: eine Besatzung, die Millionen von Menschen das Leben kostete – Soldatinnen und Soldaten, Jüdinnen und Juden, Roma und Romnja, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, Hungeropfer, Kommunistinnen und Kommunisten, Frauen, Kinder …

Wir erzählen zehn ihrer Geschichten – stellvertretend für die schätzungsweise fast 27 Millionen Opfer dieses Krieges in der Sowjetunion.

Mehr dazu unter: war.dekoder.org
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Sergej Tichanowski ist frei – nach fünf langen Jahren in belarussischen Gefängnissen.

Die Freilassung des bekannten Oppositionellen kam überraschend und plötzlich – nach einem Besuch des US-Gesandten Kellogg in Belarus.

Warum hat Lukaschenko ausgerechnet Tichanowski freigelassen?
Wieso jetzt?
Und was erhofft sich das Regime im Gegenzug von den USA?


Auszüge aus aktuellen Analysen der belarussischen Journalisten und Analytiker Alexander Klaskowski und Artyom Shraibman:
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📣HEUTE!
🕕 18:30 Uhr
📍 ZOiS – Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, Berlin

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Vor 30 Jahren, am 7. Juni 1995, sorgte Belarus für eine Sensation:
Inmitten postsowjetischer Umbruchsjahre und fußballerischer Neuorientierung besiegte das Nationalteam überraschend die Niederlande mit 1:0.

Der Sieg fiel in eine Phase tiefgreifender politischer Veränderungen – kurz zuvor hatte Alexander Lukaschenko die Staatsführung übernommen und brachte nun Staat und Gesellschaft zunehmend unter seine Kontrolle – auch den Sport.

Eine fußballerisch-politische Analyse.
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Das Konzept der „guten Russen“ wird mit jenen Exil-Russ·innen verknüpft, die sich gegen Putins Regime stellen und auf eine demokratische Zukunft Russlands hoffen. Seit ihrer Einführung sorgt die Selbstbezeichnung für Spott und harte Kritik.

Auch der ukrainische Schriftsteller Boris Chersonski hat keine große Hoffnung in eine russländische Opposition – und plädiert dennoch dafür, diese Menschen nicht pauschal zur Zielscheibe zu machen.

Sein Text – jetzt auf dekoder.org
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Statt Ursachenforschung für die akute Kartoffelkrise im Land in der eigenen Politik zu betreiben, beschuldigt Lukaschenko neuerdings die belarussische Bevölkerung:
Warum versorgen sie sich denn nicht selbst, anstatt zu jammern?

Der Journalist Alexander Klaskowski nimmt dies zum Anlass, mit der verfehlten Wirtschaftspolitik abzurechnen – und mit dem Diktator selbst:

Ein Lese-Tipp unseres Belarus-Experten Ingo Petz.
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„Frauen in die Bergwerke“ heißt es in den Kohlegebieten der #Ukraine.

Der Fotograf Philippe de Poulpiquet porträtiert Lilia, die nach Russlands Überfall auf die Ukraine vom Nagelstudio ins Bergwerk wechselte, um mobilisierte Kumpels zu ersetzen. Nun gefährden näher rückende russische Truppen die Kohleförderung in der Region:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/philippe-de-poulpiquet-fotografie-krieg-ukraine
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Nach fast vier Jahren Haft ist der belarussische Journalist Ihar Karnei wieder frei.
Er gehört zu 14 politischen Gefangenen, die kurz nach dem Besuch des US-Sonderbeauftragten in Minsk freigelassen wurden.

Während einzelne politische Gefangene freikommen, bleibt die Lage für unabhängige Medien in Belarus angespannt.

Seit den Protesten von 2020 geht das Lukaschenko-Regime systematisch gegen Journalist·innen, Redaktionen – und selbst gegen Leser·innen – vor.

Wie steht es um die ins Exil geflohenen Medien, nachdem die US-Regierung Förderprogramme eingestellt hat?
Und was bedeutet das für die belarussische Gesellschaft?



dekoder hat mit Natalia Belikova vom Press Club Belarus gesprochen.
Zum Interview:
👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-exilmedien-unabhaengiger-journalismus-interview
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