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Nach dem Tod von Alexej Nawalny im Februar 2024 hat sich seine Ehefrau Julia Nawalnaja nun mit weiteren Hinweisen auf Ermordung gemeldet:

Labore in zwei Ländern sind zu dem Schluss gekommen, dass Alexej getötet wurde. Genauer gesagt: vergiftet.


Laut Nawalnaja basieren die Analysen auf biologischen Proben, die Vertraute des Verstorbenen vor der Beerdigung heimlich entnommen und außer Landes gebracht haben.

Schon vor seinem Tod entging der Oppositionspolitiker 2020 in seiner Heimat einem Vergiftungsanschlag. Und dennoch kehrte er nach seiner Genesung im Ausland zurück nach Russland – in den Tod.

Die Chronologie eines angekündigten Todes:
👉 https://specials.dekoder.org/de/nawalny-chronik-tod/
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dekoder gibt es bald auch speziell für all diejenigen, die Wissen und Kontext über Russland und Belarus im beruflichen und professionellen Kontext brauchen:

Mit dekoder Wissen+ rufen wir ein exklusives Angebot ins Leben – gerichtet an Vertreter·innen aus Politik, Medien, Wirtschaft, Militär, Verwaltung, dem Bildungssystem oder anderen Bereichen.

In Zusammenarbeit mit Wissenschaftler·innen und etablierten Expert·innen werden wir aktuelle Entwicklungen und Hintergründe derart beleuchten, dass sie die speziellen Anforderungen im Berufsalltag und für Entscheidungsträger·innen erfüllen.

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dekoder übersetzt und erklärt, was sonst unverständlich bliebe – und das seit mittlerweile zehn Jahren!

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Während Armeniens Samtener Revolution 2018 tauchte Nikol Paschinjan als Protestführer auf und wurde plötzlich zum Premierminister des Landes. In Moskau damals – anders als sein Vorgänger – ein völlig Unbekannter.

Einige Jahre lang aber gelang es Russland trotzdem, den Politiker mit eigentlich prowestlichem Hintergrund auf eigene Linie zu bringen: Das Land galt bis vor kurzem als Russlands einziger wirklicher Verbündeter in der Region.

Heute ist Armenien zum offenen Kreml-Kritiker geworden. Jerewan sieht in Russland inzwischen sogar eine Bedrohung, die einstige Partnerschaft ist zerbrochen.

Und jetzt? Eine dekoder-Gnose über die Ursachen des Bruchs – und was das Land im Südkaukasus künftig vom Kreml zu erwarten hat.
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Iwan Shdanow war einer der engsten Mitstreiter von Nawalny und langjähriger Geschäftsführer der größten oppositionellen russischen Organisation.

Bis vor kurzem.

Meduza spricht mit ihm über die internen Konflikte – die viel über den generellen Zustand der Opposition erzählen:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Er versammelt keine Schüler um sich, predigt nicht, meidet Auftritte. Er gehört zu den Stillsten der Stillen. Aber glücklich, wen seine Worte erreichen.

(Ilma Rakusa)

Ales Rasanau ist ein belarussischer Dichter, der mit Punktierungen, Quantemen, Versetten und Gnomischen Zeichen eigene literarische Formen schuf – und dabei immer wieder bei den Regimen aneckte, zuerst dem sowjetischen, später bei Lukaschenko.

Er ist einer der Großen der belarussischen Poesie, vor dem sich die damalige wie heutige literarische Szene verneigt.

In seiner dekoder-Gnose stellt der Übersetzer und Literaturvermittler Thomas Weiler diese faszinierende belarussische Persönlichkeit vor:
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Heute vor 84 Jahren, am 29. September 1941, drängen die deutschen Besatzer in Kyjiw zehntausende jüdische Menschen in eine Schlucht nahe der Stadt. In 48 Stunden töten sie mehr als 33.000 von ihnen. Und suchen dann nach neuen Wegen, ihren Massenmord zu vertuschen.

Das Massaker von Babyn Jar gilt als eine der größten Mordaktionen der Nationalsozialisten gegen die jüdische Bevölkerung auf dem Gebiet der Sowjetunion. Und das Schweigen über die wahren Opfer bis zum Zerfall der UdSSR als Element des sowjetischen Antisemitismus.

Im Erinnerungsprojekt Der Krieg und seine Opfer rekonstruiert Bert Hoppe die Vorgeschichte und deutsche Besetzung der ukrainischen Metropole sowie den Ablauf und die Folgen des Massakers von Babyn Jar anhand der Biografien von Dina Pronitschewa und Wladimir Dawydow. Beide mussten aus unterschiedlichen Gründen vor Ort sein:

👉 https://war.dekoder.org/de/die-schlucht
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Der heutige #Hieronymustag ist der internationale Feiertag der Übersetzer und Übersetzerinnen – und auch er hat bei dekoder in diesem Jahr 10-Jähriges: Seit zehn Jahren arbeiten unsere Übersetzer:innen – manche vom ersten Tag an – daran, den Kontakt zwischen den Ländern aufrechtzuerhalten.
🎊 Wir danken euch! Lasst uns feiern und feiert euch 🎉
Ihr betreibt in eurer Arbeit tagtäglich Kommunikation auf Augenhöhe: Und das ist in diesen Zeiten keine Option, sondern notwendig. Denn hinter ach so selbstverständlich daherkommenden Texten stehen oft viele Überlegungen und Entscheidungen, die jeden Tag getroffen werden wollen.
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„Die Ukraine ist ein demokratischer Rechtsstaat. Aber wenn wir nicht die gleichen Rechte für alle garantieren, wofür kämpfen dann unsere Jungs?“

Der Jurist Andrii Domansky hat 2022 russische Besatzung im Umland von Kyjiw überlebt. Heute vertritt er als Anwalt mutmaßliche russische Kriegsverbrecher in ukrainischen Strafprozessen.
Das ukrainische Reportagemedium Frontliner hat Domansky und seine Arbeit porträtiert.
Eine neue Leseempfehlung von dekoder-Redakteurin Peggy Lohse:
👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
Das gemeinsame Erbe des Großfürstentums Litauen sorgt für Spannungen zwischen Belarussen im Exil und Litauen. Dies betrifft auch die Beziehungen zwischen der litauischen Gesellschaft und der belarussischen Opposition.

Doch was genau ist dieser „Litwinismus“, der im Konflikt eine zentrale Rolle spielt? Und warum kann er beiden Ländern schaden, während Russland davon profitiert?

Der belarussische Politologe Pjotr Rudkowski erklärt, was es mit dem komplexen Streitthema auf sich hat – und warum es dringend eine gemeinsame Lösung braucht:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-litwinismus-geschichte-narrative-litauen
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Vergangene Woche hat das Lukaschenko-Regime in Belarus unter 30 – teils internationalen – Romanen auch zwei Bücher von Sascha Filipenko als „für den Staat und die nationalen Interessen womöglich schädlich“ verboten.

Betroffen ist einerseits der Roman „Rote Kreuze“ über heimkehrende Kriegsgefangene nach dem Zweiten Weltkrieg, die per Erlass von Stalin damals sofort in Lagerhaft gesteckt wurden. Die Protagonistin, eine alte Dame, erzählt ihr Leben und schließt sich letztlich einem Protest gegen Autobahnbau an der Gedenkstätte Kurapaty an.

🐘 Außerdem verboten ist Filipenkos neuester Roman „Slon“ („Der Elefant“, erscheint im Frühjahr auf Deutsch, Übersetzung: Ruth Altenhofer).
Genau dazu empfehlen wir Euch noch einmal dieses aktuelle Meduza-Interview mit dem Autor:
👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-sascha-filipenko-interview-elefant
Russland unterdrückt in den besetzten ukrainischen Gebieten jede auch nur potenziell kritische Haltung gegenüber seinem Besatzungsregime. Dabei werden auch zivile Angehörige von ukrainischen Soldaten verhaftet, verschleppt, gefoltert und in Schauprozessen wegen angeblicher Spionage zu langen Haftstrafen in russische Gefängnisse gesteckt.

The Insider hat die Fälle dreier Frauen rekonstruiert und dokumentiert, die Russland in „Sippenhaft“ genommen hat:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/ukraine-besatzung-gefangene-frauen-folter

⚠️ Dieser Artikel enthält drastische Gewaltdarstellungen.
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„Charkiw fungiert nicht nur als Abwehrschild. Es ist ein ‚Dialekt‘ der Kultur, eine bemerkenswerte Form der ukrainischen Identität, die nicht nur Bücher druckt, sondern gleich eine ganze Zukunft.“


Charkiw spielt seit jeher eine bedeutende Rolle für die ukrainische Literatur: für Buchdruck und Bücher, Theater und Presse – besonders jetzt im Krieg.

Die besonderen Wechselwirkungen zwischen Literatur und Metropole beschreibt der Politikwissenschaftler Ruslan Zaporozhchenko von der Karasin-Universität in Charkiw in seiner persönlichen, essayistischen dekoder-Gnose:

Charkiw – Frontstadt des Wortes und des Widerstands | дekoder
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Was für ein Abend!

Wir haben uns inzwischen (emotional und körperlich) von dieser wunderbaren Feier zu 10 Jahren dekoder.org erholt, sind noch ganz selig – und hoffen, ihr hattet vergangene Woche genauso viel Spaß wie wir!

An dieser Stelle noch einmal ein riesengroßes DANKE an euch alle:
für 10 Jahre Lesen, Unterstützen, Teilen, Mitarbeit und Begleitung – und für diesen großartigen Abend im Club der polnischen Versager in Berlin!

DANKE an all euch dekoderщiki da draußen! ❤️
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In Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt es keine Frontlinie im herkömmlichen Sinne mehr. Stattdessen gibt es eine Todeszone, beherrscht von unterschiedlichen Drohnen.

texty.org.ua bringt ein aufwendiges Special über die kilometerbreite „Kill Zone“, in der Unterstände, Netze und schlechtes Wetter vor dem Tod schützen sollen.

Eine Leseempfehlung von dekoder-Redakteurin Peggy Lohse.
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