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Ein Jahr, zwei Femizide.
Grausame Verbrechen in einem sibirischen Dorf, das laut seinen Einwohnern das Wort „Mord“ bis dato nicht kannte.

Im Ort selbst: patriotische Losungen und Plakate mit Appellen zur Mobilisierung, der Buchstabe „Z“ an Zäune und Haustüren gemalt.

Ist doch allen klar, warum so was passiert, aber zu sagen traut sich’s keiner. Was soll der Krieg sonst mit den Menschen anrichten? Diese Anspannung immer, und die Männer dürfen sich ja nicht fürchten, also bahnt sich diese ganze Angst und Anspannung ihren Weg in die Aggression. Das ist erst der Anfang.


Das Sibirien-Portal Ljudi Baikala war in dem rund 1.000 Einwohner zählenden Dorf Kaljonowo in Burjatien – und hat die Menschen gefragt, wie sie mit den Morden umgehen, darüber reden und sie sich erklären.

Eine Reportage:
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Der 17. September ist einer der umstrittensten Tage der belarussischen Geschichte.
Ein Tag, der in Westeuropa – besonders in Deutschland – kaum Beachtung findet, der aber maßgeblich aus der Politik Nazi-Deutschlands folgte:

Am 17. September vor 86 Jahren besetzte die Rote Armee die westlichen Gebiete des heutigen Belarus, die damals zu Polen gehörten und verleibte sie der Sowjetunion ein.

Lukaschenko nennt den Tag heute „Tag der nationalen Einheit“.
Dabei zielt der Diktator damit gar nicht auf ein Einheitsgefühl in der Gesellschaft ab – sondern auf eine weitere Spaltung.

Viktor Schadurski ordnet den Tag in seiner Gnose für dekoder ein.

Die Veröffentlichung dieser Gnose in deutscher Übersetzung entstand in Kooperation mit dem Forum für historische Belarus-Forschung bei der DGO, das am heutigen Mittwoch ab 16 Uhr eine Online-Diskussion zur Thematik veranstaltet.
Mit dabei ist auch der Autor der Gnose Viktor Schadurski!
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Nach dem Tod von Alexej Nawalny im Februar 2024 hat sich seine Ehefrau Julia Nawalnaja nun mit weiteren Hinweisen auf Ermordung gemeldet:

Labore in zwei Ländern sind zu dem Schluss gekommen, dass Alexej getötet wurde. Genauer gesagt: vergiftet.


Laut Nawalnaja basieren die Analysen auf biologischen Proben, die Vertraute des Verstorbenen vor der Beerdigung heimlich entnommen und außer Landes gebracht haben.

Schon vor seinem Tod entging der Oppositionspolitiker 2020 in seiner Heimat einem Vergiftungsanschlag. Und dennoch kehrte er nach seiner Genesung im Ausland zurück nach Russland – in den Tod.

Die Chronologie eines angekündigten Todes:
👉 https://specials.dekoder.org/de/nawalny-chronik-tod/
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dekoder gibt es bald auch speziell für all diejenigen, die Wissen und Kontext über Russland und Belarus im beruflichen und professionellen Kontext brauchen:

Mit dekoder Wissen+ rufen wir ein exklusives Angebot ins Leben – gerichtet an Vertreter·innen aus Politik, Medien, Wirtschaft, Militär, Verwaltung, dem Bildungssystem oder anderen Bereichen.

In Zusammenarbeit mit Wissenschaftler·innen und etablierten Expert·innen werden wir aktuelle Entwicklungen und Hintergründe derart beleuchten, dass sie die speziellen Anforderungen im Berufsalltag und für Entscheidungsträger·innen erfüllen.

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dekoder übersetzt und erklärt, was sonst unverständlich bliebe – und das seit mittlerweile zehn Jahren!

Doch aktuell ist die Kernarbeit bei dekoder nur zu einem Bruchteil finanziert.
Zum Jubiläum wünschen wir uns daher eure Unterstützung, um euch auch in Zukunft mit einer stattlichen Anzahl an Reportagen, Analysen, Meinungsstücken oder Hintergrundartikeln versorgen zu können!

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Während Armeniens Samtener Revolution 2018 tauchte Nikol Paschinjan als Protestführer auf und wurde plötzlich zum Premierminister des Landes. In Moskau damals – anders als sein Vorgänger – ein völlig Unbekannter.

Einige Jahre lang aber gelang es Russland trotzdem, den Politiker mit eigentlich prowestlichem Hintergrund auf eigene Linie zu bringen: Das Land galt bis vor kurzem als Russlands einziger wirklicher Verbündeter in der Region.

Heute ist Armenien zum offenen Kreml-Kritiker geworden. Jerewan sieht in Russland inzwischen sogar eine Bedrohung, die einstige Partnerschaft ist zerbrochen.

Und jetzt? Eine dekoder-Gnose über die Ursachen des Bruchs – und was das Land im Südkaukasus künftig vom Kreml zu erwarten hat.
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Iwan Shdanow war einer der engsten Mitstreiter von Nawalny und langjähriger Geschäftsführer der größten oppositionellen russischen Organisation.

Bis vor kurzem.

Meduza spricht mit ihm über die internen Konflikte – die viel über den generellen Zustand der Opposition erzählen:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Er versammelt keine Schüler um sich, predigt nicht, meidet Auftritte. Er gehört zu den Stillsten der Stillen. Aber glücklich, wen seine Worte erreichen.

(Ilma Rakusa)

Ales Rasanau ist ein belarussischer Dichter, der mit Punktierungen, Quantemen, Versetten und Gnomischen Zeichen eigene literarische Formen schuf – und dabei immer wieder bei den Regimen aneckte, zuerst dem sowjetischen, später bei Lukaschenko.

Er ist einer der Großen der belarussischen Poesie, vor dem sich die damalige wie heutige literarische Szene verneigt.

In seiner dekoder-Gnose stellt der Übersetzer und Literaturvermittler Thomas Weiler diese faszinierende belarussische Persönlichkeit vor:
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Heute vor 84 Jahren, am 29. September 1941, drängen die deutschen Besatzer in Kyjiw zehntausende jüdische Menschen in eine Schlucht nahe der Stadt. In 48 Stunden töten sie mehr als 33.000 von ihnen. Und suchen dann nach neuen Wegen, ihren Massenmord zu vertuschen.

Das Massaker von Babyn Jar gilt als eine der größten Mordaktionen der Nationalsozialisten gegen die jüdische Bevölkerung auf dem Gebiet der Sowjetunion. Und das Schweigen über die wahren Opfer bis zum Zerfall der UdSSR als Element des sowjetischen Antisemitismus.

Im Erinnerungsprojekt Der Krieg und seine Opfer rekonstruiert Bert Hoppe die Vorgeschichte und deutsche Besetzung der ukrainischen Metropole sowie den Ablauf und die Folgen des Massakers von Babyn Jar anhand der Biografien von Dina Pronitschewa und Wladimir Dawydow. Beide mussten aus unterschiedlichen Gründen vor Ort sein:

👉 https://war.dekoder.org/de/die-schlucht
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Der heutige #Hieronymustag ist der internationale Feiertag der Übersetzer und Übersetzerinnen – und auch er hat bei dekoder in diesem Jahr 10-Jähriges: Seit zehn Jahren arbeiten unsere Übersetzer:innen – manche vom ersten Tag an – daran, den Kontakt zwischen den Ländern aufrechtzuerhalten.
🎊 Wir danken euch! Lasst uns feiern und feiert euch 🎉
Ihr betreibt in eurer Arbeit tagtäglich Kommunikation auf Augenhöhe: Und das ist in diesen Zeiten keine Option, sondern notwendig. Denn hinter ach so selbstverständlich daherkommenden Texten stehen oft viele Überlegungen und Entscheidungen, die jeden Tag getroffen werden wollen.
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„Die Ukraine ist ein demokratischer Rechtsstaat. Aber wenn wir nicht die gleichen Rechte für alle garantieren, wofür kämpfen dann unsere Jungs?“

Der Jurist Andrii Domansky hat 2022 russische Besatzung im Umland von Kyjiw überlebt. Heute vertritt er als Anwalt mutmaßliche russische Kriegsverbrecher in ukrainischen Strafprozessen.
Das ukrainische Reportagemedium Frontliner hat Domansky und seine Arbeit porträtiert.
Eine neue Leseempfehlung von dekoder-Redakteurin Peggy Lohse:
👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
Das gemeinsame Erbe des Großfürstentums Litauen sorgt für Spannungen zwischen Belarussen im Exil und Litauen. Dies betrifft auch die Beziehungen zwischen der litauischen Gesellschaft und der belarussischen Opposition.

Doch was genau ist dieser „Litwinismus“, der im Konflikt eine zentrale Rolle spielt? Und warum kann er beiden Ländern schaden, während Russland davon profitiert?

Der belarussische Politologe Pjotr Rudkowski erklärt, was es mit dem komplexen Streitthema auf sich hat – und warum es dringend eine gemeinsame Lösung braucht:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-litwinismus-geschichte-narrative-litauen
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