Unsere Chefredakteurin Tamina Kutscher verlässt dekoder zum 1. Februar 2023. Hier verabschiedet sie sich von euch Leserinnen und Lesern – und wir danken ihr für sieben gemeinsame Power-Jahre:
https://www.dekoder.org/de/article/in-eigener-sache
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Unabhängiger Journalismus für illegal erklärt: Das Exilmedium Meduza wurde in Russland zur „unerwünschten Organisation“ erklärt. Damit steht seine journalistische Tätigkeit im Land und sogar das Verbreiten von Meduza-Texten dort unter Strafe. Die Generalstaatsanwaltschaft spricht von einer „Bedrohung für die Grundlagen der Verfassungsordnung und Sicherheit“ durch Meduza in Russland. Die Redaktion will weiter für die Meinungs- und Pressefreiheit kämpfen, wie sie in ihrem Statement erklärt: https://meduza.io/en/feature/2023/01/26/if-it-s-a-fight-they-want-it-s-a-fight-they-ll-get
Meduza
If it’s a fight they want, it’s a fight they’ll get
Meduza has been declared an “undesirable” organization in Russia. In other words, our newsroom’s work is now completely banned in the country our founders call home.
Meduza ist eines der wichtigsten russischen unabhängigen Medien. Es wurde 2014 von ehemaligen Lenta.ru-Journalisten im Exil in Riga gegründet und steht insbesondere seit der Erklärung zum „ausländischen Agenten“ 2021 unter Druck in Russland. Unser Medienporträt: https://www.dekoder.org/de/source/meduza
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Meduza
Little Big zählt zu den populärsten Bands Russlands. Am Freitag wurde Sänger Ilja Prussikin dort zum „ausländischen Agenten“ erklärt. Little Big hat sich öffentlich klar gegen den russischen Angriffskrieg positioniert – wie hier im Interview mit @holodmedia (Archivtext): https://www.dekoder.org/de/article/little-big-exil-cancellation
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„Ich liebe mein Land, auch wenn ich den Staat hasse“
Aus dem Exil in den USA heraus hat die populäre russische Band Little Big den Antikriegssong Generation Cancellation veröffenlicht. Ilja Prussikin, Sänger der Band, spricht im Interview mit Holod
Stimmung gegen Selensky und die NATO mit gefälschten Titelseiten von Charlie Hebdo, Mad und Titanic: Faktchecker Ilja Ber über einen neuen Trend der Desinformation in Russland. https://www.dekoder.org/de/article/faelschungen-satire-karikaturen-propaganda
Am 24. Februar 2022 sagte der Rapper Oxxxymiron seine Konzerte in Russland ab, verließ das Land und organisierte Benefizkonzerte in Europa zur Unterstützung ukrainischer Geflüchteter. Später kehrte er kurz nach Russland zurück, um ein Video für seinen Protestsong „Oida“ zu drehen. Im Oktober wurde er zum „ausländischen Agenten“ erklärt und eines seiner Lieder als „extremistisch“ eingestuft. Heute wird er 38 Jahre alt.
https://www.dekoder.org/de/gnose/oxxxymiron-battlerap-kollegah
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Oxxxymiron
Oxxxymiron (geb. 1985) ist ein russischer Rapper. Geboren als Miron Fjodorow in Sankt Petersburg, wuchs er in Deutschland und England auf und studierte Mittelalterliche Englische Literatur in Oxford.
Carnegie Politika: Was Russland demografisch erwartet
Krieg, Mobilmachung, Auswanderung und allgemeine Verunsicherung – Andrej Kolesnikow rechnet auf Carnegie Politika mit einer drastischen Verschärfung der demografischen Probleme Russlands für die kommenden Jahre und resümiert: „Eines der Hauptprobleme der russischen Gesellschaft besteht heute darin, dass die ältere Generation der 70-jährigen Staatenlenker für die Jugend entscheidet, wie und unter welchen Umständen sie zu leben hat. Und was noch schlimmer ist: wie und für wen sie sterben soll.“
russisches Original (vom 09.01.2023) / Übersetzung aus Google Translate
Krieg, Mobilmachung, Auswanderung und allgemeine Verunsicherung – Andrej Kolesnikow rechnet auf Carnegie Politika mit einer drastischen Verschärfung der demografischen Probleme Russlands für die kommenden Jahre und resümiert: „Eines der Hauptprobleme der russischen Gesellschaft besteht heute darin, dass die ältere Generation der 70-jährigen Staatenlenker für die Jugend entscheidet, wie und unter welchen Umständen sie zu leben hat. Und was noch schlimmer ist: wie und für wen sie sterben soll.“
russisches Original (vom 09.01.2023) / Übersetzung aus Google Translate
Carnegie Endowment for International Peace
Народ, который не сберегли. Что ждет российскую демографию
Одна из ключевых социально-политических проблем российского общества — генерация 70-летних руководителей страны решает за молодых людей, как и в каких условиях им жить и за что им умирать
Sowjetische Heldenstadt, Machtzentrum von Alexander Lukaschenko, Schauplatz der Freiheitsproteste von 2020: Die belarussische Hauptstadt Minsk steht heute vor allem für die Kontraste im autoritären Belarus. Dabei blickt die Stadt auf eine tausendjährige, wechselvolle Geschichte zurück. Thomas M. Bohn zieht den großen historischen Bogen: https://www.dekoder.org/de/gnose/heldenstadt-minsk-hauptstadt-belarus
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Heldenstadt Minsk
Minsk ist die Hauptstadt von Belarus und eine Metropole, in der ein Fünftel der belarussischen Bevölkerung zuhause ist. Im ganzen Land leben rund neun Millionen Menschen. Erstmals im Jahr 1067
New Eastern Europe: In and out of Belarus – the dissidents will not give up
Bis zum heutigen Tag gehen die Repressionen und Festnahmen in Belarus weiter. Die belarussischen Machthaber um Alexander Lukaschenko versuchen so zu verhindern, dass sich ein ähnlich breiter Protest wie im Jahr 2020 entwickeln kann. Wie Zehntausende Belarussen ist auch Andrei Wasjanau, Dozent an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius (EHU), vor den Repressionen ins Ausland geflohen. Die Zeitschrift New Eastern Europe hat mit Wasjanau ein längeres Interview geführt. Darin geht es um die Proteste, warum sie sich selbst für die Belarussen so großflächig entwickelten, um die neue Opposition um Swetlana Tichanowskaja, die aus dem Exil heraus agieren muss, aber auch um die belarussische Kulturszene, die ebenfalls stark von den Repressionen betroffen ist. Dennoch seien immer noch einige Bands und Musiker in Belarus aktiv, „was mir sehr mutig erscheint – und sehr wichtig für diejenigen, die im Land bleiben. Da die öffentliche Unzufriedenheit mit der Diktatur nicht verschwunden ist, hat sich der Widerstand nur in Bereiche verlagert, die schwerer zu kontrollieren sind: zeitgenössische Kunst und Indie-Musik gehören dazu.“
Original (vom 31. Januar 2023) / Übersetzung aus Google Translate
Bis zum heutigen Tag gehen die Repressionen und Festnahmen in Belarus weiter. Die belarussischen Machthaber um Alexander Lukaschenko versuchen so zu verhindern, dass sich ein ähnlich breiter Protest wie im Jahr 2020 entwickeln kann. Wie Zehntausende Belarussen ist auch Andrei Wasjanau, Dozent an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius (EHU), vor den Repressionen ins Ausland geflohen. Die Zeitschrift New Eastern Europe hat mit Wasjanau ein längeres Interview geführt. Darin geht es um die Proteste, warum sie sich selbst für die Belarussen so großflächig entwickelten, um die neue Opposition um Swetlana Tichanowskaja, die aus dem Exil heraus agieren muss, aber auch um die belarussische Kulturszene, die ebenfalls stark von den Repressionen betroffen ist. Dennoch seien immer noch einige Bands und Musiker in Belarus aktiv, „was mir sehr mutig erscheint – und sehr wichtig für diejenigen, die im Land bleiben. Da die öffentliche Unzufriedenheit mit der Diktatur nicht verschwunden ist, hat sich der Widerstand nur in Bereiche verlagert, die schwerer zu kontrollieren sind: zeitgenössische Kunst und Indie-Musik gehören dazu.“
Original (vom 31. Januar 2023) / Übersetzung aus Google Translate
New Eastern Europe
In and out of Belarus: the dissidents will not give up
Interview with Andrei Vazyanau, a teacher and Belarusian citizen forced to flee across two nations: Belarus and Ukraine. Interviewer: Claudia Bettiol.
Woher kommt die Gleichgültigkeit oder gar Zustimmung, mit der viele Menschen in Russland auf die Zerstörung ziviler Infrastruktur in der Ukraine blicken? Das fragt Alexander Baunow auf Carnegie politika und sieht imperiale Denkmuster am Werk.
https://www.dekoder.org/de/article/ukraine-dnipro-raketenangriff-analyse
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Recht auf Zerstörung
Woher kommt die Gleichgültigkeit oder gar Zustimmung, mit der viele Menschen in Russland auf die Zerstörung ziviler Infrastruktur in der Ukraine blicken? Das fragt Alexander Baunow auf Carnegie
International ist sie anerkannt, in Kyjiw findet sie aber nur taube Ohren. Igor Lenkewitsch fragt, warum die Ukraine der Leitfigur der belarussischen demokratischen Bewegung kalte Schulter zeigt.
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-exilregierung-tichanowskaja-ukraine
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-exilregierung-tichanowskaja-ukraine
Capital Bra, Kalazh44, Olexesh … Aleksej Tikhonov analysiert das Ukraine-Bild russischsprachiger Deutschrapper – und zeigt, wie sie Kreml-Narrative bedienen.
https://www.dekoder.org/de/gnose/deutschrap-capital-bra-olexesh-krieg-ukraine
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Deutschrap und der russische Krieg gegen die Ukraine
Capital Bra (geb. 1994) brachte 2018/2019 innerhalb von 12 Monaten 13 Nummer-eins-Chart-Hits heraus. Auch andere Rapper ukrainischer und russischer Herkunft sind in Deutschland heute so populär wie
Die Dekoration der Realität: In der belarussischen Provinz bemalen Menschen Haltestellen und Findlinge. Warum sie das tun, das hat die Fotografin Alexandra Soldatova erforscht. Wir zeigen eine Auswahl ihrer Bilder.
https://www.dekoder.org/de/article/soldatova-belarus-fotografie-it-must-be-beautiful
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Krieg oder Hilfseinsatz? Verbrüderung oder Gewaltexzess? Heute vor 34 Jahren ging der Afghanistan-Krieg zu Ende, der von sowjetischer Seite offiziell nicht als Krieg bezeichnet wurde. Was genau war der Krieg in Afghanistan? Wie erinnern sich die Menschen heute daran? Wie wurde der Krieg in der sowjetischen Presse dargestellt, und wie reagierte die internationale Presse auf den Truppenabzug? Lest in unserem Dossier:
https://www.dekoder.org/de/dossier/afghanistan-krieg-30-jahre-truppenabzug
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Afghanistan-Krieg: 30 Jahre Truppenabzug
Ein zu 23 Jahren Haft verurteilter Mörder wird rekrutiert und zieht als Wagner-Söldner in den russischen Krieg gegen die Ukraine. Nina Abrossimowa auf Holod. https://www.dekoder.org/de/article/wagner-soeldner-krieg-ukraine-mord
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Mörder mit Tapferkeitsorden
Stanislaw Bogdanow aus Weliki Nowgorod wurde wegen brutalen Mordes zu 23 Jahren Haft verurteilt. 2022 zog er als Wagner-Söldner in den russischen Krieg und kehrte ohne Bein aus der Ukraine zurück.
„Auf der Suche nach der Zukunft habe ich mich im Nebel verirrt.” Der belarussische Autor Aliaxey Talstou blickt auf die Proteste des Jahres 2020, die darauf folgenden Repressionen und auf den russischen Krieg gegen die Ukraine. Gibt es da noch Hoffnung für seine Heimat? https://www.dekoder.org/de/article/talstou-essay-zukunft-belarus
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Nebel und Utopie
„Auf der Suche nach der Zukunft habe ich mich im Nebel verirrt.“ In seinem Essay ringt Aliaxey Talstou damit, vor dem Hintergrund von Gewalt, Repression und Krieg eine Zukunft für seine Heimat
Mit Andrej Loschak wurde am Freitag ein weiterer kritischer Journalist zum „ausländischen Agenten“ erklärt. Im September hatte er in einem emotionalen Facebook-Post erklärt, warum er Russland eine Niederlage wünscht im Krieg gegen die Ukraine.
Loschaks Dokumentarfilm Rasryw Swjasi (dt. Beziehungsabbruch) fand international viel Beachtung. Er zeigt die Kluft der Sprachlosigkeit, die Russlands Krieg gegen die Ukraine in viele Familien gebracht hat. Hier geht’s zum Film (mit engl. UT) + Interview.
Seit dem 24. Februar 2022 ist kaum ein Freitag vergangen, an dem das russische Justizministerium nicht neue NGOs, Medien oder Personen zu „ausländischen Agenten“ erklärt hat – zahlreiche davon finden auch auf dekoder Erwähnung oder kommen dort zu Wort.
Loschaks Dokumentarfilm Rasryw Swjasi (dt. Beziehungsabbruch) fand international viel Beachtung. Er zeigt die Kluft der Sprachlosigkeit, die Russlands Krieg gegen die Ukraine in viele Familien gebracht hat. Hier geht’s zum Film (mit engl. UT) + Interview.
Seit dem 24. Februar 2022 ist kaum ein Freitag vergangen, an dem das russische Justizministerium nicht neue NGOs, Medien oder Personen zu „ausländischen Agenten“ erklärt hat – zahlreiche davon finden auch auf dekoder Erwähnung oder kommen dort zu Wort.