Neues Jahr und nun? Wie soll man wissen, was kommt, wenn die Staatsmacht ohne Plan und Logik handelt? Andrej Perzew rät zu drei Dingen – und trotz allem zum Lesen politischer Analysen.
https://www.dekoder.org/de/article/perzew-analyse-putin-aktuelle-lage
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In Minsk beginnt heute der Prozess gegen Marina Solotowa, Chefredakteurin von Tut.by. Das einflussreiche Online-Medium war im Zuge der Repressionen 2021 von den belarussischen Behörden liquidiert worden. Angeklagt sind auch vier weitere ehemalige Mitarbeiter. Der offizielle Vorwurf in dem international kritisierten Prozess lautet unter anderem: „Verbreitung von Material, das zu Handlungen aufruft, die der nationalen Sicherheit von Belarus schaden“. https://www.dekoder.org/de/source/tutby
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Tut.by – Zerkalo.io
Alte Opposition, neue Opposition: Repressionen haben die neuen politischen Anführerinnen und Anführer ins Exil getrieben und politische Aktivitäten in Belarus unmöglich gemacht. Was aber ist aus der alten Riege von Oppositionspolitikern geworden? Und hat der politische Widerstand überhaupt noch eine Chance? Alexander Klaskowski analysiert.
https://www.dekoder.org/de/article/klaskowski-analyse-belarus-opposition-situation-diaspora
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Kampf der Oppositionen
Mit den Protesten im Jahr 2020 ist in Belarus eine neue Opposition entstanden, die nun aus dem Exil heraus agieren muss. Was ist derweil mit den alten Oppositionskräften passiert? Haben sie Chance
Heute jährt sich zum 32. Mal der Vilniusser Blutsonntag: Sowjetische Truppen rückten in Litauen ein, das zuvor seine Unabhängigkeit erklärt hatte. Für Oleg Kaschin ein Tag der nicht gelernten Lektionen: „Für Russland ein nahezu vergessener Perestroika-Vorfall an der Peripherie, eine von vielen Geschichten der Art, an die man sich besser nicht erinnert – stolz kann man nicht darauf sein, und Nutzen haben sie auch keinen. Erinnert man sich aber doch, so sollte uns Russen nicht allein der litauische Fall interessieren, der zeigte, dass unbewaffnete, von der Freiheit träumende Menschen stärker sein können als Panzer.“ (Archivtext) https://www.dekoder.org/de/article/lektionen-aus-dem-zerfall-eines-landes
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Lektionen aus dem Zerfall eines Landes
32 Jahre sind vergangen seit dem Tag, als die Sowjetunion mit Panzern in Litauen einrückte. Oleg Kaschin widmete diesem traurigen Tag im Jahr 2016 einen nachdenklichen Text über die Lektionen der
Seit den Protesten im Jahr 2020 und der darauf folgenden Repressionswelle hat Alexander Lukaschenko sein System radikalisiert. Der politische Analyst Artyom Shraibman erörtert in seinem Beitrag, inwieweit es sich bereits auf dem Weg zum Totalitarismus befindet. https://www.dekoder.org/de/article/shraibman-analyse-belarus-totalitarismus-lukaschenko
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Lukaschenko auf den Spuren des Totalitarismus
Seit den Protesten 2020 und der darauffolgenden Repressionswelle hat Lukaschenko sein System radikalisiert, das immer mehr totalitäre Züge offenbart. So argumentiert der belarussische Politikanalyst
Ein umgeleitetes Flugzeug, Festnahme am Flughafen, Polizeistation: Heute vor zwei Jahren flog Alexej Nawalny zurück nach Russland – dann überschlugen sich die Ereignisse (Archivtext). https://www.dekoder.org/de/article/nawalnys-rueckkehr-chronik-hintergrund
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Nawalnys Rückkehr: Politthriller mit offenem Ende
Nawalny kehrt überraschend nach Russland zurück, wird verhaftet und holt mit seinem Enthüllungsvideo zum Gegenschlag gegen Putin aus. Chronologie der Ereignisse und Hintergründe.
Von A wie „Angelsachsen“ bis Z wie „Zwangsumregistrierung“: Mediazona hat Wörter gesammelt und eingeordnet, mit denen Staatspropaganda und Beamte in Russland über den Krieg in der Ukraine sprechen. https://www.dekoder.org/de/article/woerterbuch-propaganda-krieg
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Von A wie „Angelsachsen“ bis Z wie „Zwangsumregistrierung“: Mediazona hat Wörter gesammelt, mit denen Staatspropaganda und Beamte in Russland über den Krieg in der Ukraine sprechen.
Unsere Chefredakteurin Tamina Kutscher verlässt dekoder zum 1. Februar 2023. Hier verabschiedet sie sich von euch Leserinnen und Lesern – und wir danken ihr für sieben gemeinsame Power-Jahre:
https://www.dekoder.org/de/article/in-eigener-sache
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Unabhängiger Journalismus für illegal erklärt: Das Exilmedium Meduza wurde in Russland zur „unerwünschten Organisation“ erklärt. Damit steht seine journalistische Tätigkeit im Land und sogar das Verbreiten von Meduza-Texten dort unter Strafe. Die Generalstaatsanwaltschaft spricht von einer „Bedrohung für die Grundlagen der Verfassungsordnung und Sicherheit“ durch Meduza in Russland. Die Redaktion will weiter für die Meinungs- und Pressefreiheit kämpfen, wie sie in ihrem Statement erklärt: https://meduza.io/en/feature/2023/01/26/if-it-s-a-fight-they-want-it-s-a-fight-they-ll-get
Meduza
If it’s a fight they want, it’s a fight they’ll get
Meduza has been declared an “undesirable” organization in Russia. In other words, our newsroom’s work is now completely banned in the country our founders call home.
Meduza ist eines der wichtigsten russischen unabhängigen Medien. Es wurde 2014 von ehemaligen Lenta.ru-Journalisten im Exil in Riga gegründet und steht insbesondere seit der Erklärung zum „ausländischen Agenten“ 2021 unter Druck in Russland. Unser Medienporträt: https://www.dekoder.org/de/source/meduza
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Meduza
Little Big zählt zu den populärsten Bands Russlands. Am Freitag wurde Sänger Ilja Prussikin dort zum „ausländischen Agenten“ erklärt. Little Big hat sich öffentlich klar gegen den russischen Angriffskrieg positioniert – wie hier im Interview mit @holodmedia (Archivtext): https://www.dekoder.org/de/article/little-big-exil-cancellation
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„Ich liebe mein Land, auch wenn ich den Staat hasse“
Aus dem Exil in den USA heraus hat die populäre russische Band Little Big den Antikriegssong Generation Cancellation veröffenlicht. Ilja Prussikin, Sänger der Band, spricht im Interview mit Holod
Stimmung gegen Selensky und die NATO mit gefälschten Titelseiten von Charlie Hebdo, Mad und Titanic: Faktchecker Ilja Ber über einen neuen Trend der Desinformation in Russland. https://www.dekoder.org/de/article/faelschungen-satire-karikaturen-propaganda
Am 24. Februar 2022 sagte der Rapper Oxxxymiron seine Konzerte in Russland ab, verließ das Land und organisierte Benefizkonzerte in Europa zur Unterstützung ukrainischer Geflüchteter. Später kehrte er kurz nach Russland zurück, um ein Video für seinen Protestsong „Oida“ zu drehen. Im Oktober wurde er zum „ausländischen Agenten“ erklärt und eines seiner Lieder als „extremistisch“ eingestuft. Heute wird er 38 Jahre alt.
https://www.dekoder.org/de/gnose/oxxxymiron-battlerap-kollegah
https://www.dekoder.org/de/gnose/oxxxymiron-battlerap-kollegah
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Oxxxymiron
Oxxxymiron (geb. 1985) ist ein russischer Rapper. Geboren als Miron Fjodorow in Sankt Petersburg, wuchs er in Deutschland und England auf und studierte Mittelalterliche Englische Literatur in Oxford.
Carnegie Politika: Was Russland demografisch erwartet
Krieg, Mobilmachung, Auswanderung und allgemeine Verunsicherung – Andrej Kolesnikow rechnet auf Carnegie Politika mit einer drastischen Verschärfung der demografischen Probleme Russlands für die kommenden Jahre und resümiert: „Eines der Hauptprobleme der russischen Gesellschaft besteht heute darin, dass die ältere Generation der 70-jährigen Staatenlenker für die Jugend entscheidet, wie und unter welchen Umständen sie zu leben hat. Und was noch schlimmer ist: wie und für wen sie sterben soll.“
russisches Original (vom 09.01.2023) / Übersetzung aus Google Translate
Krieg, Mobilmachung, Auswanderung und allgemeine Verunsicherung – Andrej Kolesnikow rechnet auf Carnegie Politika mit einer drastischen Verschärfung der demografischen Probleme Russlands für die kommenden Jahre und resümiert: „Eines der Hauptprobleme der russischen Gesellschaft besteht heute darin, dass die ältere Generation der 70-jährigen Staatenlenker für die Jugend entscheidet, wie und unter welchen Umständen sie zu leben hat. Und was noch schlimmer ist: wie und für wen sie sterben soll.“
russisches Original (vom 09.01.2023) / Übersetzung aus Google Translate
Carnegie Endowment for International Peace
Народ, который не сберегли. Что ждет российскую демографию
Одна из ключевых социально-политических проблем российского общества — генерация 70-летних руководителей страны решает за молодых людей, как и в каких условиях им жить и за что им умирать
Sowjetische Heldenstadt, Machtzentrum von Alexander Lukaschenko, Schauplatz der Freiheitsproteste von 2020: Die belarussische Hauptstadt Minsk steht heute vor allem für die Kontraste im autoritären Belarus. Dabei blickt die Stadt auf eine tausendjährige, wechselvolle Geschichte zurück. Thomas M. Bohn zieht den großen historischen Bogen: https://www.dekoder.org/de/gnose/heldenstadt-minsk-hauptstadt-belarus
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Heldenstadt Minsk
Minsk ist die Hauptstadt von Belarus und eine Metropole, in der ein Fünftel der belarussischen Bevölkerung zuhause ist. Im ganzen Land leben rund neun Millionen Menschen. Erstmals im Jahr 1067
New Eastern Europe: In and out of Belarus – the dissidents will not give up
Bis zum heutigen Tag gehen die Repressionen und Festnahmen in Belarus weiter. Die belarussischen Machthaber um Alexander Lukaschenko versuchen so zu verhindern, dass sich ein ähnlich breiter Protest wie im Jahr 2020 entwickeln kann. Wie Zehntausende Belarussen ist auch Andrei Wasjanau, Dozent an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius (EHU), vor den Repressionen ins Ausland geflohen. Die Zeitschrift New Eastern Europe hat mit Wasjanau ein längeres Interview geführt. Darin geht es um die Proteste, warum sie sich selbst für die Belarussen so großflächig entwickelten, um die neue Opposition um Swetlana Tichanowskaja, die aus dem Exil heraus agieren muss, aber auch um die belarussische Kulturszene, die ebenfalls stark von den Repressionen betroffen ist. Dennoch seien immer noch einige Bands und Musiker in Belarus aktiv, „was mir sehr mutig erscheint – und sehr wichtig für diejenigen, die im Land bleiben. Da die öffentliche Unzufriedenheit mit der Diktatur nicht verschwunden ist, hat sich der Widerstand nur in Bereiche verlagert, die schwerer zu kontrollieren sind: zeitgenössische Kunst und Indie-Musik gehören dazu.“
Original (vom 31. Januar 2023) / Übersetzung aus Google Translate
Bis zum heutigen Tag gehen die Repressionen und Festnahmen in Belarus weiter. Die belarussischen Machthaber um Alexander Lukaschenko versuchen so zu verhindern, dass sich ein ähnlich breiter Protest wie im Jahr 2020 entwickeln kann. Wie Zehntausende Belarussen ist auch Andrei Wasjanau, Dozent an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius (EHU), vor den Repressionen ins Ausland geflohen. Die Zeitschrift New Eastern Europe hat mit Wasjanau ein längeres Interview geführt. Darin geht es um die Proteste, warum sie sich selbst für die Belarussen so großflächig entwickelten, um die neue Opposition um Swetlana Tichanowskaja, die aus dem Exil heraus agieren muss, aber auch um die belarussische Kulturszene, die ebenfalls stark von den Repressionen betroffen ist. Dennoch seien immer noch einige Bands und Musiker in Belarus aktiv, „was mir sehr mutig erscheint – und sehr wichtig für diejenigen, die im Land bleiben. Da die öffentliche Unzufriedenheit mit der Diktatur nicht verschwunden ist, hat sich der Widerstand nur in Bereiche verlagert, die schwerer zu kontrollieren sind: zeitgenössische Kunst und Indie-Musik gehören dazu.“
Original (vom 31. Januar 2023) / Übersetzung aus Google Translate
New Eastern Europe
In and out of Belarus: the dissidents will not give up
Interview with Andrei Vazyanau, a teacher and Belarusian citizen forced to flee across two nations: Belarus and Ukraine. Interviewer: Claudia Bettiol.
Woher kommt die Gleichgültigkeit oder gar Zustimmung, mit der viele Menschen in Russland auf die Zerstörung ziviler Infrastruktur in der Ukraine blicken? Das fragt Alexander Baunow auf Carnegie politika und sieht imperiale Denkmuster am Werk.
https://www.dekoder.org/de/article/ukraine-dnipro-raketenangriff-analyse
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Recht auf Zerstörung
Woher kommt die Gleichgültigkeit oder gar Zustimmung, mit der viele Menschen in Russland auf die Zerstörung ziviler Infrastruktur in der Ukraine blicken? Das fragt Alexander Baunow auf Carnegie