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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall

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Am 25. Juli 1980 ist Wladimir Wyssozki im Alter von nur 42 Jahren verstorben. Wyssozki stieg schon zu Lebzeiten zur Kultfigur auf – obwohl die Sowjetmacht es ihm nicht einfach machte. Tonbandkopien seiner Aufnahmen verbreiteten sich bis nach Sibirien, seine Texte wurden von Hand zu Hand gereicht und seine Lieder in Hinterhöfen und Wohnungen gesungen.

Über das Gesamtkunstwerk des Dichters, Sängers und Schauspielers schreibt Heinrich Pfandl in einer Gnose.

https://www.dekoder.org/de/gnose/wladimir-wyssozki
Geld- oder Freiheitsstrafen für den Besitz von Büchern: Das wird für diejenigen in Belarus Realität, die als „extremistisch“ gebrandmarkte Werke besitzen.

Die Machthaber um Lukaschenko führen eine entsprechende Liste „extremistischer Materialien“. Das Online-Medium Mediazona Belarus stellt betroffene Schriftsteller
und ihre Bücher vor.

https://www.dekoder.org/de/article/verboten-belarus-literatur-autoren
Ungeahnte Einkommensperspektiven für Angehörige gefallener Soldaten:
Putin hat ein System geschaffen, das den Tod nicht nur glorifiziert und heroisiert – sondern ihn auch rein wirtschaftlich als gute Wahl erscheinen lässt, schreibt der Ökonom Wladislaw Inosemzew.

https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-soldaten-besoldung-entschaedigung
Brendan Hoffman hat seine Werke international ausgestellt und veröffentlicht als Dokumentarfotograf regelmäßig Beiträge in Medien wie der New York Times oder National Geographic. Er lebt und arbeitet in Kyjiw. Jetzt, fast anderthalb Jahre nach Beginn der russischen Invasion, stellt er sich immer wieder schwierige Fragen.

Er sagt: „Wir müssen versuchen, ehrlich zu zeigen, wie der Krieg ist” – und zwar nicht nur für die Soldaten an der Front oder die Opfer eines Raketenangriffs, sondern für all die Millionen von Menschen, die ihn durchleben. Die Fotos sollten die hässliche Realität zeigen, sagt er: auch, um sie als historische Dokumente zu erhalten. „Aber man sollte sehr genau darüber nachdenken, wie sie gesehen werden.”

https://www.dekoder.org/de/article/fotografie-ukraine-krieg-brendan-hoffman

Bildredaktion: Andy Heller
Foto: Brendan Hoffman
Am 30. Juli 1937 trat Stalins Terrorherrschaft in seine grausamste Phase. Der Befehl „Über die Operation zur Repression ehemaliger Kulaken, Krimineller und anderer antisowjetischer Elemente“ wurde offiziell. Und er besiegelte das Schicksal Hunderttausender von Menschen, die Verhaftungs- oder Exekutionsbefehle ereilten: Insgesamt wurden zwischen 1936 und 1938 rund 1,6 Millionen Menschen verhaftet, knapp die Hälfte davon ermordet.

In unserem Bystro #6 beantwortet der Memorial-Mitarbeiter Sergej Bondarenko die wichtigsten Fragen: Wie reagierte die Gesellschaft auf den Terror? Wieso gerade 1937? Gab es wirklich millionenfache Denunziationen?

https://www.dekoder.org/de/article/bystro-grosser-terror-1937-stalin

(Archiv)
Ales Pushkin, einer der mutigsten und prägendsten Künstler der letzten Jahrzehnte in Belarus, ist am 11. Juli als politischer Häftling verstorben. Mit den Geschichten, die sich in seinem Leben ereigneten, könnte man wohl ein Buch füllen. Das schreiben Smizer Pankawez und Wassil Harbazjuk in ihrem Nachruf.

Woher brachte Pushkin den Mut auf, sich immer wieder mit den belarussischen Machthabern anzulegen? Und wie wurde er zu einem der bedeutendsten Aktivisten seiner Generation?

https://www.dekoder.org/de/article/ales-puschkin-kuenstler-belarus-haft-tod
Wladimir Kara-Mursa bleibt zu 25 Jahren Haft verurteilt, seine Berufung wurde gestern von einem Gericht abgelehnt. Verurteilt wurde er für angebliche „Falschinformationen“ über die russische Armee, für die Mitwirkung bei einer „unerwünschten Organisation“ und für angeblichen „Hochverrat“.

In seinem Schlusswort vor Gericht im April dieses Jahres sagte er: „Sogar heute, sogar in der uns umgebenden Finsternis, sogar hier im Käfig sitzend – ich liebe mein Land und glaube an unsere Menschen.“

https://www.dekoder.org/de/article/zitat-kara-mursa-schlusswort-urteil-gericht
In seinem neuesten Musikvideo vermittelt der russische Sänger Shaman Mitgefühl für die russischen Täter im Angriffskrieg gegen die Ukraine, und für die im Krieg zerstörten Städte. Erstere sind für letzteres verantwortlich, mit beidem soll man mitfühlen – müsste da nicht eine kognitive Dissonanz entstehen?

Alexander Baunow fasst die dahinterstehende propagandistische Welterklärung so zusammen: „Wir Slawen haben unter einem Krieg zu leiden, der in unsere russischen, slawischen Lande ein weiteres Mal durch fremde, feindliche Mächte getragen wurde.“

https://www.dekoder.org/de/article/shaman-kampf-propaganda-popmusik
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Die Arbeitslosigkeit in Russland befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Auf den ersten Blick könnte man meinen, eine Krise gibt es nicht.

Statistik in Russland ist die eine Sache. Die andere: Tatsächlich fehlt es fast überall an Arbeitskräften. Durch Mobilisierung und Flucht wurden dem russischen Arbeitsmarkt mehr als eine Million Menschen entzogen. Das könnte weitreichende Folgen für die russische Gesellschaft haben.

Zu dieser Einschätzung kommt das Onlinemedium istories.

https://www.dekoder.org/de/article/arbeitslosigkeit-arbeitskraeftemangel-wirtschaft-realeinkommen
Bittsteller und Junior-Partner – so lässt sich die Position Alexander Lukaschenkos in den bilateralen Beziehungen zu Russland zusammenfassen. Insbesondere seit Niederschlagung der historischen Proteste in Belarus 2020 und seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat sich die Abhängigkeit von Belarus deutlich zugunsten Russlands verschoben. Zur aktualisierten Gnose der Politikwissenschaftlerin Nadja Douglas 👇

https://www.dekoder.org/de/gnose/russisch-belarussische-beziehungen-seit-1991
Truppen der berüchtigten Wagner-Gruppe befinden sich in Belarus – und das benachbarte Polen ist alarmiert, seitdem Alexander Lukaschenko verkündete, die Söldner würden einen Ausflug nach „Warschau und Rzeszów planen“. An Drohgebärden gegenüber seinen westlichen Nachbarn spart der belarussische Machthaber nicht. Prigoshins Leute führten gegenüber Polen Böses im Schilde, ließ er verlauten und betonte darüber hinaus, russische Atomwaffen seien bereits nach Belarus verlegt worden. Was steckt hinter Lukaschenkos wiederholten Provokationen? Und welche Rolle spielt bei all dem sein russischer Amtskollege Wladimir Putin?

Eine Analyse von Alexander Klaskowski.

https://www.dekoder.org/de/article/lukaschenko-wagner-söldner-belarus-polen
Der im spanischen Exil lebende russische Autor Dmitry Glukhovsky wurde in seiner Abwesenheit zu acht Jahren Strafkolonie verurteilt. Angeklagt wurde er wegen seiner Kritik am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Im März veröffentlichte er einen Brief an das Gericht.

Russland sei lange nichts Entmenschlichenderes passiert als der Krieg gegen die Ukraine, heißt es darin. „Es hat Flugzeuge geschickt, um ukrainische Städte zu bombardieren. Es hat entgegen jedem internationalen Recht ukrainische Gebiete annektiert und zu seinem Eigentum erklärt.“

https://www.dekoder.org/de/article/glukhovsky-gericht-gesetz-fake-news-armee
Belarus am 9. August 2020: Vor drei Jahren erfasste eine Protestwelle historischen Ausmaßes das gesamte Land. In unserem Special im Jahr 2021 blickten renommierte belarussische Kulturschaffende auf Wandel und Hoffnung – trotz der massiven Repressionen.

https://specials.dekoder.org/belarus-summer/

(aus dem Archiv)
Der Fotograf Maximilian Gödecke nimmt uns mit nach Tbilissi: Dort hat er junge Russen und Russinnen fotografiert, die es in ihrem Heimatland nicht mehr ausgehalten haben. Ihre Gemeinsamkeit: Sie sind Teil einer neuen russischen Zivilgesellschaft im Exil. „Ich verachte die russische Propaganda – aber was kann ich tun? Menschen helfen, die Hilfe brauchen“, erzählt etwa Ksenija, die sich in einer georgischen NGO für ukrainische Geflüchtete engagiert.

Fotos: Maximilian Gödecke
Text: Fabian Schäfer
Bildredaktion: Andy Heller

https://www.dekoder.org/de/article/zufluchtsort-tbilissi-junge-russen-exil
Andauernde Repressionen, Exil und Ernüchterung: Drei Jahre nach der historischen Protestwelle in Belarus ziehen belarussische Journalisten, Intellektuelle und Politiker Bilanz. Was haben die Proteste gebracht? Welche Folgen hat die massenhafte Emigration für die Demokratiebewegung?

Wir bringen eine Auswahl aktueller Stimmen in unserer Debattenschau.

https://www.dekoder.org/de/article/debattenschau-proteste-belarus-jahrestag
Aus seiner Feder entsprang der international agierende Propagandasender Russia Today, heute gilt er als Putins oberster Image-Maker: Die Rede ist von Alexej Gromow, einer der zwei Ersten stellvertretenden Leiter der Präsidialadministration. Als solcher soll er für die analoge russische Propaganda zuständig sein.

Wer ist der Mann, der laut zahlreichen Hinweisen die Propaganda-Fäden in der Hand hält?

Darüber schreibt Konstantin Kaminskij in einer Gnose.

https://www.dekoder.org/de/gnose/alexej-gromow
Vor drei Jahren protestierten Belarussen und Belarussinnen gegen die Machthaber um Alexander Lukaschenko. Ein Gefühl, als lockerte sich die Schlinge um den Hals ein wenig, schreibt Sviatlana Kurs – und die Erinnerung an diesen Wendepunkt im Jahr 2020 trägt die Gesellschaft immer noch in sich: „Die Menschen sind jederzeit bereit, wieder auszubrechen, um sich ihr Land und ihr Leben zurückzuholen”, schreibt sie in ihrem Essay für unser Projekt „Spurensuche in der Zukunft”.

https://www.dekoder.org/de/article/belarus-zukunft-vieznaviec-kurs-essay
Die Macht des Geldes und das Gesetz des Stärkeren – so fasst ein Moskauer Soziologe die Mentalität der russischen Reichen zusammen. In einem kontrovers diskutierten Artikel auf Meduza argumentiert er, dass es vor allem die Geldeliten sind, die den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützen.

https://www.dekoder.org/de/article/postsowjetische-eliten-rolle-ukraine-krieg
„Die Einflussmöglichkeiten des Übergangskabinetts um Swetlana Tichanowskaja sind minimal. Was sie mit Bravour machen ist, das Thema der politischen Gefangenen international hochzuhalten.” Mehr als 1.500 Menschen gelten in Belarus derzeit als politische Häftlinge, sagt dekoder-Redakteur Ingo Petz im Interview mit Ö1. Und das ist nur die offizielle Angabe. Von einer weitaus höheren Zahl ist auszugehen.

Im Gespräch analysiert er, was von der Euphorie der historischen Proteste 2020 noch geblieben ist.

https://sound.orf.at/podcast/oe1/oe1-europa-journal/ingo-petz-der-glaube-an-die-solidaritaet-in-belarus-ist-nicht-erloschen
Die bilateralen Beziehungen zwischen Polen und Belarus sind quasi inexistent: Jüngst sorgten insbesondere Drohgebärden seitens Alexander Lukaschenko gegenüber seines westlichen Nachbarns für zunehmende Spannungen. Der bezog sich auf die in Belarus stationierten Wagner-Söldner und ließ verlauten, diese planten „einen Ausflug nach Warschau“.

Das ist nicht die erste Krise zwischen den beiden Ländern. Kamil Kłysiński bietet einen Überblick über die belarussisch-polnischen Beziehungen seit 1991.

https://www.dekoder.org/de/gnose/beziehungen-belarus-polen-seit-1991
Ein per internationalem Haftbefehl gesuchter mutmaßlicher Kriegsverbrecher im Propaganda-Gewand eines gütigen Opas: Die Imagemakery des Präsidenten haben Wladimir Putin ein neues Label verpasst. Eine Analyse von Xenja Turkowa auf Holod.

https://www.dekoder.org/de/article/putin-grossvater-nation-imagewechsel