Tapetenkleister, Schmierfett und ausgekochte Lederwaren nutzten die Leningrader in den härtesten Monaten der Blockade als Lebensmittel.
Am 8. September 1941 fing die Belagerung der Stadt durch die Nazis an. Bis zum 27. Januar 1944 kamen mehr als eine Million Leningrader ums Leben. Sie erfroren, verhungerten oder starben durch deutsche Luftangriffe. Die Belagerung wird als „größte demographische Katastrophe“ definiert, „die eine Stadt in der Geschichte der Menschheit jemals erfahren musste“, schreibt die Slawistin und Literaturwissenschaftlerin Nina Weller.
https://www.dekoder.org/de/gnose/blokadniki
Am 8. September 1941 fing die Belagerung der Stadt durch die Nazis an. Bis zum 27. Januar 1944 kamen mehr als eine Million Leningrader ums Leben. Sie erfroren, verhungerten oder starben durch deutsche Luftangriffe. Die Belagerung wird als „größte demographische Katastrophe“ definiert, „die eine Stadt in der Geschichte der Menschheit jemals erfahren musste“, schreibt die Slawistin und Literaturwissenschaftlerin Nina Weller.
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Heute jährt sich die Schlacht bei Orscha im Jahr 1514 – und die gilt vielen Belarussen als Schlüsselereignis für die Herausbildung einer belarussischen Identität. Damals schlugen Truppen des Großfürstentums Litauen, damals einer der größten Staaten der Erde, die Armee des Moskauer Großfürsten Wassilli III. in die Flucht.
Heute stellt die Schlacht für jene Belarussen, die dem Regime illoyal gegenüberstehen, ein Beispiel für den gemeinsamen Widerstand gegen das aggressive Moskau dar, schreibt der belarussische Historiker Hienadź Sahanovič. Kein Wunder also, dass nicht nur die offizielle russische Geschichtsschreibung die Schlacht meist unter den Tisch kehrt, sondern auch der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko.
https://specials.dekoder.org/belarus-grossfuerstentum-litauen/schlacht-orscha/
Heute stellt die Schlacht für jene Belarussen, die dem Regime illoyal gegenüberstehen, ein Beispiel für den gemeinsamen Widerstand gegen das aggressive Moskau dar, schreibt der belarussische Historiker Hienadź Sahanovič. Kein Wunder also, dass nicht nur die offizielle russische Geschichtsschreibung die Schlacht meist unter den Tisch kehrt, sondern auch der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko.
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Lew Tolstoi ist heute vor 195 Jahren zur Welt gekommen. Berühmt geworden ist er durch Klassiker wie Krieg und Frieden und Anna Karenina. Schon früh galt er nicht nur als literarisches Ausnahmetalent, sondern auch als Trendsetter. Aber was dachte er eigentlich selbst über seine Werke – und was macht das tolstoische Menschenbild aus? Darüber schreibt Olga Sliwizkaja in einer Gnose:
https://www.dekoder.org/de/gnose/lew-tolstoi
https://www.dekoder.org/de/gnose/lew-tolstoi
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Lew Tolstoi
Lew Tolstoi (1828–1910) war einer der bedeutendsten Schriftsteller der russischen Literatur. Sein literarisches Schaffen umfasst drei große Romane (Krieg und Frieden, Anna Karenina und Auferstehung),
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Waleri Garbusow, der Direktor des Instituts für Kanada- und USA-Studien an der russischen Akademie der Wissenschaften, hat einen Text veröffentlicht, der es in sich hat.
Darin spricht er von einem „imperialen Komplex“, der Russland ins Verderben führen werde, von „totaler Staatspropaganda“ und vom „pseudopatriotischen Wahnsinn“. Zwei Tage nach Veröffentlichung des Textes musste er seinen Posten als Institutsdirektor räumen.
Bei Forbes.ru kommentiert der politische Analyst Andrej Kolesnikow, schon in der Sowjetunion hätten sich Intellektuelle vor allem systemkonform verhalten – das wiederum habe in die Rückständigkeit geführt. Was wäre also, wenn die ganze wissenschaftliche Elite Russlands sich so verhalten würde wie Waleri Garbusow? Wahrscheinlich wäre das Land ein anderes.
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
Darin spricht er von einem „imperialen Komplex“, der Russland ins Verderben führen werde, von „totaler Staatspropaganda“ und vom „pseudopatriotischen Wahnsinn“. Zwei Tage nach Veröffentlichung des Textes musste er seinen Posten als Institutsdirektor räumen.
Bei Forbes.ru kommentiert der politische Analyst Andrej Kolesnikow, schon in der Sowjetunion hätten sich Intellektuelle vor allem systemkonform verhalten – das wiederum habe in die Rückständigkeit geführt. Was wäre also, wenn die ganze wissenschaftliche Elite Russlands sich so verhalten würde wie Waleri Garbusow? Wahrscheinlich wäre das Land ein anderes.
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Todeszone statt Frontlinie
In Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt es keine strenge Frontlinie mehr. Stattdessen schafft der zunehmende Einsatz ganz unterschiedlicher Drohnen eine chaotische, todgefährliche Grauzone. Das
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Russische Rentner gelten als Kernwählerschaft Putins. Aber: Auch unter ihnen gibt es Gegenbeispiele. Etwa Dolite aus Nachodka, eine 65-jährige Rentnerin, die zu eineinhalb Jahren Straflager verurteilt wurde. Zuvor hatte sie im Internet Russland als „faschistischen Staat“ bezeichnet und den „faschiZzZtischen Okkupanten“ den Tod gewünscht.
Zu unserer aktuellen Leseempfehlung 👇
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Todeszone statt Frontlinie
In Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt es keine strenge Frontlinie mehr. Stattdessen schafft der zunehmende Einsatz ganz unterschiedlicher Drohnen eine chaotische, todgefährliche Grauzone. Das
Leseempfehlung: Novaya Gazeta Europe – Ferienlager mit Militärpropaganda
Das Artek auf der Krim galt als „Mutter aller Pionierlager“ und ist für viele der Inbegriff einer glücklichen sowjetischen Kindheit. Heute schreiben Kinder dort Briefe an Soldaten der russischen Besatzungstruppen in der Ukraine und lernen in Ferienfreizeiten des Verteidigungsministeriums mehr über den Militärdienst in Russland. „Leider ist aus dem Erholungslager für Kinder heute ein Zentrum zur Militarisierung von diesen geworden“, hieß es dazu schon 2020 von der Vertretung des ukrainischen Präsidenten auf der Krim. Die Novaya Gazeta Europe erzählt die Geschichte des berühmten Ferienlagers, in dem seit der russischen Annexion der Krim 2014 ein anderer Wind weht.
👉 Original (vom 05.09.2023)
👉 Übersetzung aus Google Translate
Das Artek auf der Krim galt als „Mutter aller Pionierlager“ und ist für viele der Inbegriff einer glücklichen sowjetischen Kindheit. Heute schreiben Kinder dort Briefe an Soldaten der russischen Besatzungstruppen in der Ukraine und lernen in Ferienfreizeiten des Verteidigungsministeriums mehr über den Militärdienst in Russland. „Leider ist aus dem Erholungslager für Kinder heute ein Zentrum zur Militarisierung von diesen geworden“, hieß es dazu schon 2020 von der Vertretung des ukrainischen Präsidenten auf der Krim. Die Novaya Gazeta Europe erzählt die Geschichte des berühmten Ferienlagers, in dem seit der russischen Annexion der Krim 2014 ein anderer Wind weht.
👉 Original (vom 05.09.2023)
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Soll man sich an Wahlen beteiligen, von denen man weiß, dass sie manipuliert sind? Ja, sagen einige in der russischen Opposition: Jede Wahl biete die Gelegenheit, die Menschen aus ihrer Passivität herauszulocken. Andere dagegen sehen in einer Wahl ohne Wahl keinen Sinn und plädieren für Boykott. https://www.dekoder.org/de/article/wahl-russland-regionen-2023
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Debattenschau № 90: Welchen Sinn haben Wahlen in einer Diktatur?
Nach demokratischem Verständnis waren die Wahlen am Wochenende keine richtigen Wahlen, sondern eher ein Test dafür, wie gut das Regime das Land unter Kontrolle hat. Viele in der Opposition rieten
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Felix Dsershinski hat wieder ein Denkmal in Moskau – das letzte wurde 1991 abmontiert. Mehr über den gefürchteten Begründer der sowjetischen Geheimpolizei Tscheka und ihren „Roten Terror“ in der Gnose von Robert Kindler.
„Dshershinski wurde zum Maßstab für kristalline Ehrlichkeit, Selbstlosigkeit und Pflichttreue“, sagte Sergej Narsyschkin, Chef des Auslandsgeheimdienstes SWR, vor dessen Zentrale die neue Statue gestern eingeweiht wurde.
Das alte Denkmal vor der Zentrale des KGB wurde 1991 abmontiert – kurz nach dem gescheiterten Augustputsch. „Viele Menschen verstanden die ikonischen Bilder der Demontage als Symbol für das Ende der Sowjetunion“, schreibt Robert Kindler.
„Dshershinski wurde zum Maßstab für kristalline Ehrlichkeit, Selbstlosigkeit und Pflichttreue“, sagte Sergej Narsyschkin, Chef des Auslandsgeheimdienstes SWR, vor dessen Zentrale die neue Statue gestern eingeweiht wurde.
Das alte Denkmal vor der Zentrale des KGB wurde 1991 abmontiert – kurz nach dem gescheiterten Augustputsch. „Viele Menschen verstanden die ikonischen Bilder der Demontage als Symbol für das Ende der Sowjetunion“, schreibt Robert Kindler.
Staatsbedienstete sollten in erster Linie für die Belange der Bevölkerung einstehen – nicht für die der Machthaber.
Daran erinnert die belarussische Aktivistin Olga Pauk regelmäßig Beamte, denen sie per Telefon kritische Nachfragen stellt. Ihr Motiv: „Es ist eine Möglichkeit, an ihr Gewissen zu appellieren, auch wenn ich ein solches bislang noch nicht bei ihnen entdeckt habe.“
Das belarussische Online-Medium KYKY hat sie interviewt. Entstanden ist ein Gespräch, das seltene Einblicke in den ansonsten sehr verschlossenen Verwaltungsapparat Lukaschenkos ermöglicht. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-verwaltung-beamte-rudabelskaja-pakasucha
Daran erinnert die belarussische Aktivistin Olga Pauk regelmäßig Beamte, denen sie per Telefon kritische Nachfragen stellt. Ihr Motiv: „Es ist eine Möglichkeit, an ihr Gewissen zu appellieren, auch wenn ich ein solches bislang noch nicht bei ihnen entdeckt habe.“
Das belarussische Online-Medium KYKY hat sie interviewt. Entstanden ist ein Gespräch, das seltene Einblicke in den ansonsten sehr verschlossenen Verwaltungsapparat Lukaschenkos ermöglicht. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-verwaltung-beamte-rudabelskaja-pakasucha
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Leseempfehlung: Ukrainian Analytical Digest
Ukrainian Analytical Digest heißt der neue englischsprachige Ableger der Ukraine-Analysen. In der ersten Ausgabe geht es um Sprachverwendung und Sprachpolitik in der Ukraine. In einem der Beiträge untersucht etwa der Politikwissenschaftler Wolodymyr Kulyk von der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine, wie sich Russlands Angriffskrieg auf die Sprachpraxis in der Ukraine ausgewirkt hat: „Entgegen den Erwartungen Putins reagierten die meisten Ukrainer auf die russische Invasion mit einer stärkeren Bindung an ihr Land und ihre Nation“. Dazu gehöre auch, dass die ukrainische Sprache Umfragen zufolge deutlich häufiger im Alltag verwendet werde als zuvor – in allen Teilen des Landes.
👉 englisches Original (September 2023): https://www.laender-analysen.de/uad/pdf/UkrainianAnalyticalDigest001.pdf
Ukrainian Analytical Digest heißt der neue englischsprachige Ableger der Ukraine-Analysen. In der ersten Ausgabe geht es um Sprachverwendung und Sprachpolitik in der Ukraine. In einem der Beiträge untersucht etwa der Politikwissenschaftler Wolodymyr Kulyk von der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine, wie sich Russlands Angriffskrieg auf die Sprachpraxis in der Ukraine ausgewirkt hat: „Entgegen den Erwartungen Putins reagierten die meisten Ukrainer auf die russische Invasion mit einer stärkeren Bindung an ihr Land und ihre Nation“. Dazu gehöre auch, dass die ukrainische Sprache Umfragen zufolge deutlich häufiger im Alltag verwendet werde als zuvor – in allen Teilen des Landes.
👉 englisches Original (September 2023): https://www.laender-analysen.de/uad/pdf/UkrainianAnalyticalDigest001.pdf
Center for Security Studies
Ukrainian Analytical Digest (UAD)
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Patriotische Propaganda im Gewand von Popkultur, das liefert russischer Z-Pop. In Russland entsteht eine neue Massenkultur – und sie setzt alles daran, die sogenannte „militärische Spezialoperation“ ins richtige Licht zu rücken.
Eine Gnose von Daria Khrushcheva
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https://www.dekoder.org/de/gnose/z-pop-krieg-ukraine-propaganda
Eine Gnose von Daria Khrushcheva
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Auf YouTube erreicht die russische Historikerin Tamara Eidelman ein Millionenpublikum. Im Interview mit Zerkalo spricht sie über imperialistische Denkweisen, Russlands Blick auf Belarus und falsche historische Vergleiche. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/putin-lukaschenko-imperialismus-geschichte
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„Hört auf, in Cafés zu sitzen. Hört auf, Urlaube zu planen. Hört auf, der Propaganda zuzuhören. Sterbt nicht als Idioten. Hört auf, Angst vor Gefängnis und Festnahmen zu haben, ich schwöre bei Gott, das sind nicht die schlechtesten Optionen.“
Mit diesen Worten rief die Feminist Anti War Resistance, ein queerfeministisches Kollektiv,
in den ersten Tagen des Angriffskriegs zum Protest auf. Seitdem hat sich viel geändert – offene Straßenproteste sind in Russland kaum noch sichtbar. Nach wie vor versuchen aber viele Russen und Russinnen im Land, ihre Antikriegshaltung zum Ausdruck zu bringen.
Wie genau? Das erklärt der Protestforscher Jan Matti Dollbaum in einer Gnose. 👇
https://www.dekoder.org/de/gnose/protest-widerstand-gegen-krieg-ukraine
Mit diesen Worten rief die Feminist Anti War Resistance, ein queerfeministisches Kollektiv,
in den ersten Tagen des Angriffskriegs zum Protest auf. Seitdem hat sich viel geändert – offene Straßenproteste sind in Russland kaum noch sichtbar. Nach wie vor versuchen aber viele Russen und Russinnen im Land, ihre Antikriegshaltung zum Ausdruck zu bringen.
Wie genau? Das erklärt der Protestforscher Jan Matti Dollbaum in einer Gnose. 👇
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Eine Auswahl an dekoder-Texten zum heutigen Weltkindertag 👇
… das Versprechen einer glücklichen Kindheit trug in der Sowjetzeit das Pionierlager Artek auf der Krim. Seine Rolle in der sowjetischen Propaganda beschreibt Monica Rüthers in einer Gnose.
… Kinder, die Amulettpuppen für russische Soldaten basteln oder sich in Z-Form aufstellen sind in Russland keine Seltenheit mehr. Die militärische Propaganda im Vorschulalter nimmt an Fahrt auf. In einer Reportage bietet Irina Nowik für 7x7 einen Einblick in russische Kindergärten.
… mehr als 20.000 Kinder soll Russland laut ukrainischen Angaben bislang deportiert haben. Gegen die Beauftragte des Präsidenten für Kinderrechte in Russland, Maria Lwowa-Belowa, besteht deshalb ein Haftbefehl. Sie inszeniert sich als Fürsprecherin des Kindeswohls – und hat selbst ein Kind adoptiert: den 15-jährigen Filipp aus Mariupol.
Verstka hat sie porträtiert.
… das Versprechen einer glücklichen Kindheit trug in der Sowjetzeit das Pionierlager Artek auf der Krim. Seine Rolle in der sowjetischen Propaganda beschreibt Monica Rüthers in einer Gnose.
… Kinder, die Amulettpuppen für russische Soldaten basteln oder sich in Z-Form aufstellen sind in Russland keine Seltenheit mehr. Die militärische Propaganda im Vorschulalter nimmt an Fahrt auf. In einer Reportage bietet Irina Nowik für 7x7 einen Einblick in russische Kindergärten.
… mehr als 20.000 Kinder soll Russland laut ukrainischen Angaben bislang deportiert haben. Gegen die Beauftragte des Präsidenten für Kinderrechte in Russland, Maria Lwowa-Belowa, besteht deshalb ein Haftbefehl. Sie inszeniert sich als Fürsprecherin des Kindeswohls – und hat selbst ein Kind adoptiert: den 15-jährigen Filipp aus Mariupol.
Verstka hat sie porträtiert.
Warum ist Russland nach dem demokratischen Aufbruch Anfang der 1990er Jahre wieder zu einem autoritären und aggressiven Staat geworden?
In einem wütenden Aufsatz aus dem Straflager rechnet der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny mit den Reformern ab, die zu leicht bereit waren, demokratische Prinzipien aufzugeben. Und er äußert seine Angst, dass die gleichen Fehler wieder gemacht werden, wenn sich nach einem Ende des Putin-Regimes eine neue Chance auftut. Aus einem Moskauer Gefängnis antwortet ihm der Historiker und Oppositionspolitiker Wladimir Kara-Mursa. Seiner Überzeugung nach müssen die Archive geöffnet, die Verbrechen des Staates benannt und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden, damit das Land nicht wieder in autoritäre Strukturen zurückfällt. Der im Exil lebende Journalist Maxim Trudoljubow mahnt: Bei aller Kritik am Regime dürfe die russische Opposition ihre eigenen Fehler nicht vergessen. 👇
https://specials.dekoder.org/nach-putin/
In einem wütenden Aufsatz aus dem Straflager rechnet der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny mit den Reformern ab, die zu leicht bereit waren, demokratische Prinzipien aufzugeben. Und er äußert seine Angst, dass die gleichen Fehler wieder gemacht werden, wenn sich nach einem Ende des Putin-Regimes eine neue Chance auftut. Aus einem Moskauer Gefängnis antwortet ihm der Historiker und Oppositionspolitiker Wladimir Kara-Mursa. Seiner Überzeugung nach müssen die Archive geöffnet, die Verbrechen des Staates benannt und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden, damit das Land nicht wieder in autoritäre Strukturen zurückfällt. Der im Exil lebende Journalist Maxim Trudoljubow mahnt: Bei aller Kritik am Regime dürfe die russische Opposition ihre eigenen Fehler nicht vergessen. 👇
https://specials.dekoder.org/nach-putin/
Protest, immer wieder Protest: Die Biografie von Mikola Statkewitsch, Kultfigur der belarussischen Opposition, erzählt vom unbeugsamen Widerstand gegen Alexander Lukaschenko – und vom unermüdlichen Kampf für ein demokratisches Belarus.
Eine Gnose von Waleri Karbalewitsch.
Eine Gnose von Waleri Karbalewitsch.
Finist, heller Falke heißt das preisgekrönte Theaterstück, in dem russische Behörden eine „Rechtfertigung von Terrorismus” sehen. Es ist das erste Mal, dass in Russland ein Theaterstück als Text vor Gericht gebracht wird, schon seit dem 5. Mai sitzen die beiden Theaterfrauen Swetlana Petriitschuk und Shenja Berkowitsch in Untersuchungshaft.
Finist, heller Falke erzählt die Geschichte von russischen Frauen, die online vom IS angeworben werden und schließlich in Syrien heiraten. Was treibt diese Frauen an, was ist ihr Verständnis von Liebe?
Wir haben einen Teil des Werks übersetzt und veröffentlicht.
https://www.dekoder.org/de/article/theaterstueck-petriitschuk-berkowitsch-gerichtsverfahren
Finist, heller Falke erzählt die Geschichte von russischen Frauen, die online vom IS angeworben werden und schließlich in Syrien heiraten. Was treibt diese Frauen an, was ist ihr Verständnis von Liebe?
Wir haben einen Teil des Werks übersetzt und veröffentlicht.
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📕 Wörterbuch des Krieges 👇
📌 Faschismus (faschism): Ein Wort, das in der russischen Propaganda alles Mögliche bezeichet, außer den tatsächlichen Faschismus – ein antiliberales Regime, das auf Revanchismus, Führerkult und der uneingeschränkten Macht des Staates aufgebaut ist.
📌 Gespräche über das Wichtige (rasgowory o washnom): Unterrichtsfach an russischen Schulen, in dem Kinder über den Krieg in der Ukraine erzählt bekommen. Bei Nichterscheinen droht Schulverweis.
📌 Helden-Schultisch (parta geroja): Schultische mit Porträts von russischen Helden, die die Partei Einiges Russland in den Schulen gefallener Soldaten installiert.
Das Online-Medium Mediazona hat die wichtigsten Wörter und Begriffe gesammelt und eingeordnet, mit denen russische Beamte und Staatsmedien den russischen Angriffskrieg erklären.
Hier geht es zum Artikel 👇
https://www.dekoder.org/de/article/woerterbuch-propaganda-krieg
(Archiv)
📌 Faschismus (faschism): Ein Wort, das in der russischen Propaganda alles Mögliche bezeichet, außer den tatsächlichen Faschismus – ein antiliberales Regime, das auf Revanchismus, Führerkult und der uneingeschränkten Macht des Staates aufgebaut ist.
📌 Gespräche über das Wichtige (rasgowory o washnom): Unterrichtsfach an russischen Schulen, in dem Kinder über den Krieg in der Ukraine erzählt bekommen. Bei Nichterscheinen droht Schulverweis.
📌 Helden-Schultisch (parta geroja): Schultische mit Porträts von russischen Helden, die die Partei Einiges Russland in den Schulen gefallener Soldaten installiert.
Das Online-Medium Mediazona hat die wichtigsten Wörter und Begriffe gesammelt und eingeordnet, mit denen russische Beamte und Staatsmedien den russischen Angriffskrieg erklären.
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(Archiv)
дekoder | DEKODER
Wörterbuch des Krieges - дekoder | DEKODER
Von A wie „Angelsachsen“ bis Z wie „Zwangsumregistrierung“: Mediazona hat Wörter gesammelt, mit denen Staatspropaganda und Beamte in Russland über den Krieg in der Ukraine sprechen.
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„Krim oder Zion?“
Diese Frage stellten sich jiddisch-sprachige Linke in der Sowjetunion nach der Oktoberrevolution.
Die Krim wurde zum jüdischen Sehnsuchtsort – in vielen Dörfern auf der Halbinsel wurden in den 1920er und 1930er Jahren jüdische Feste gefeiert, es wurde Jiddisch gesprochen und gelesen, es gab jüdische Kultur- und Bildungseinrichtungen. Einige Juden und Jüdinnen hegten sogar den Traum einer jüdischen Sozialistischen Sowjetrepublik auf der Halbinsel.
👉 Eine Gnose von Jakob Stürmann.
Diese Frage stellten sich jiddisch-sprachige Linke in der Sowjetunion nach der Oktoberrevolution.
Die Krim wurde zum jüdischen Sehnsuchtsort – in vielen Dörfern auf der Halbinsel wurden in den 1920er und 1930er Jahren jüdische Feste gefeiert, es wurde Jiddisch gesprochen und gelesen, es gab jüdische Kultur- und Bildungseinrichtungen. Einige Juden und Jüdinnen hegten sogar den Traum einer jüdischen Sozialistischen Sowjetrepublik auf der Halbinsel.
👉 Eine Gnose von Jakob Stürmann.
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Der belarussische Bürgerrechtler Ales Bjaljazki verbringt seinen heutigen 61. Geburtstag im Gefängnis. Ales Bjaljazki war einer derjenigen, die die ersten offiziellen Demonstrationen in der Belarussischen Sowjetrepublik organisierten. Im Jahr 1996 gründete er die Menschenrechtsorganisation Wjasna und unterstützte diejenigen, die unter den Repressionen des Systems Lukaschenko zu leiden hatten.
Über seinen unermüdlichen politischen Einsatz schreibt Nasha Niva in einem Artikel. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/ales-bjaljazki-portraet-friedensnobelpreis
(Archiv)
Über seinen unermüdlichen politischen Einsatz schreibt Nasha Niva in einem Artikel. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/ales-bjaljazki-portraet-friedensnobelpreis
(Archiv)
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Wer ist Ales Bjaljazki?
Nasha Niva stellt den belarussischen Friedensnobelpreisträger vor. Der Gründer der Menschenrechtsorganisation Wjasna hat sich schon früh für Freiheit und Menschenrechte eingesetzt. Im März 2023 wurde
Als Sondereinheiten der russischen Polizei im Februar 2000 mindestens 60 Zivilisten in einem Vorort des tschetschenischen Grosny umbrachten, war Bertan noch ein Teenager. Heute kämpft er auf Seiten der Ukraine gegen die russischen Angreifer. So wie auch Mansur, der sagt: „Wenn man Tschetschenien seinerzeit so geholfen hätte wie jetzt der Ukraine, dann hätten wir dieses russische Imperium längst schon bis auf die Grundmauern zerstört.”
The Insider hat mit drei tschetschenischen Freiwilligen in der Ukraine gesprochen. Sie erzählen von ihren Motiven, von ihrer Sicht auf Kadyrow – und vom tschetschenischen Freiheitskampf. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/ukraine-krieg-tschetschenien-freiwilligenbataillone
The Insider hat mit drei tschetschenischen Freiwilligen in der Ukraine gesprochen. Sie erzählen von ihren Motiven, von ihrer Sicht auf Kadyrow – und vom tschetschenischen Freiheitskampf. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/ukraine-krieg-tschetschenien-freiwilligenbataillone
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