Es sollte ein Festtag werden, der 1. September 2004, der in Russland traditionell das neue
Schuljahr einläutet. Für die Bewohner der nordossetischen Stadt Beslan wurde er zum Albtraum.
Mehr als 32 Terroristen stürmten die Mittelschule Nr. 1 und nahmen mehr als Tausend Geiseln. Bis zum 3. September hielt das Terrorkommando, das den Abzug russischer Truppen aus Tschetschenien forderte, ganz Russland in Atem. Am Ende gab es mehr als 300 Tote, die meisten von ihnen Kinder.
„Am Nachmittag ging ich durch die Stadt, die mir wie ein Friedhof vorkam. So gut wie aus jedem Haus hörte man Schluchzen“, schreibt der Journalist Andrej Kolesnikow, der seine Eindrücke in einer Reportage festgehalten hat.
https://www.dekoder.org/de/article/geiselnahme-beslan-terror
(Archiv)
Schuljahr einläutet. Für die Bewohner der nordossetischen Stadt Beslan wurde er zum Albtraum.
Mehr als 32 Terroristen stürmten die Mittelschule Nr. 1 und nahmen mehr als Tausend Geiseln. Bis zum 3. September hielt das Terrorkommando, das den Abzug russischer Truppen aus Tschetschenien forderte, ganz Russland in Atem. Am Ende gab es mehr als 300 Tote, die meisten von ihnen Kinder.
„Am Nachmittag ging ich durch die Stadt, die mir wie ein Friedhof vorkam. So gut wie aus jedem Haus hörte man Schluchzen“, schreibt der Journalist Andrej Kolesnikow, der seine Eindrücke in einer Reportage festgehalten hat.
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(Archiv)
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Igor Girkin, der im Juli aufgrund „öffentlicher Aufrufe zum Extremismus“ festgenommen wurde, hat seine Kandidatur für die russische Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr angekündigt.
Ehemaliger Geheimdienstler und Separatistenführer, studierter Historiker, Desinformationsspezialist und der Kopf hinter der rechten Gruppierung „Klub der zornigen Patrioten” – Girkin hat sich in Russland eine ganz besondere Marke aufgebaut.
https://www.dekoder.org/de/gnose/klub-der-zornigen-patrioten-girkin-strelkow
Ehemaliger Geheimdienstler und Separatistenführer, studierter Historiker, Desinformationsspezialist und der Kopf hinter der rechten Gruppierung „Klub der zornigen Patrioten” – Girkin hat sich in Russland eine ganz besondere Marke aufgebaut.
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Klub der zornigen Patrioten
Die Vereinigung KRP (Klub rassershennych patriotow, Klub der zornigen Patrioten) ist im März 2023 auf Initiative von Igor Strelkow als eine Reaktion auf die militärischen Misserfolge der russischen
Was bringt einen russischen Pop-Rocker dazu, plötzlich in Panzerweste ein Konzert für Soldaten an der Front in Donezk zu geben – wenn er sich doch mehr als anderthalb Jahre lang klar gegen den russischen Überfall auf die Ukraine positioniert hat? Das dürfte zahlreiche Fans von Roman Bilyk, dem Frontmann der Gruppe Zveri, derzeit beschäftigen.
Über die rätselhafte Metamorphose eines einstigen Jugendidols schreibt Wjatscheslaw Polowinko in der Novaya Gazeta Europe.
https://www.dekoder.org/de/article/roman-zver-zveri-krieg-ukraine-auftritt-donezk
Über die rätselhafte Metamorphose eines einstigen Jugendidols schreibt Wjatscheslaw Polowinko in der Novaya Gazeta Europe.
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Putin und Lukaschenko tauschen untereinander Erfahrungen aus, stützen sich gegenseitig und wetteifern sogar um Repressionsmechanismen. Wo führt der Weg dieser Diktaturen hin? Und wie könnte ihr mögliches Ende aussehen? Das diskutiert Sergej Gurijew in der belarussischen Morgen-Talkshow Obytschnoje Utro.
https://www.dekoder.org/de/article/gurijew-putin-lukaschenko-spin-dictatorship
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Ein am Dienstag veröffentlichter Erlass der belarussischen Machthaber gleicht einer Hiobsbotschaft für Hunderttausende Belarussen, die ihr Heimatland aus Sicherheitsgründen verlassen haben.
Beantragungen für eine Passerneuerung sollen demnach nicht mehr im Ausland möglich sein. Die Legalisierung eines Aufenthalts im Zufluchtsland soll erschwert werden. Und auch das Recht, in der Heimat befindliches Eigentum zu verkaufen oder zu überschreiben, soll der Diaspora entzogen werden.
Kurzum: „Den Belarussen, die das Land aus Sicherheitsgründen verlassen haben, soll das Leben so schwer wie möglich gemacht werden“, schreibt Igor Lenkewitsch.
https://www.dekoder.org/de/article/belarussen-exil-ausweisdokumente
Beantragungen für eine Passerneuerung sollen demnach nicht mehr im Ausland möglich sein. Die Legalisierung eines Aufenthalts im Zufluchtsland soll erschwert werden. Und auch das Recht, in der Heimat befindliches Eigentum zu verkaufen oder zu überschreiben, soll der Diaspora entzogen werden.
Kurzum: „Den Belarussen, die das Land aus Sicherheitsgründen verlassen haben, soll das Leben so schwer wie möglich gemacht werden“, schreibt Igor Lenkewitsch.
https://www.dekoder.org/de/article/belarussen-exil-ausweisdokumente
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Tapetenkleister, Schmierfett und ausgekochte Lederwaren nutzten die Leningrader in den härtesten Monaten der Blockade als Lebensmittel.
Am 8. September 1941 fing die Belagerung der Stadt durch die Nazis an. Bis zum 27. Januar 1944 kamen mehr als eine Million Leningrader ums Leben. Sie erfroren, verhungerten oder starben durch deutsche Luftangriffe. Die Belagerung wird als „größte demographische Katastrophe“ definiert, „die eine Stadt in der Geschichte der Menschheit jemals erfahren musste“, schreibt die Slawistin und Literaturwissenschaftlerin Nina Weller.
https://www.dekoder.org/de/gnose/blokadniki
Am 8. September 1941 fing die Belagerung der Stadt durch die Nazis an. Bis zum 27. Januar 1944 kamen mehr als eine Million Leningrader ums Leben. Sie erfroren, verhungerten oder starben durch deutsche Luftangriffe. Die Belagerung wird als „größte demographische Katastrophe“ definiert, „die eine Stadt in der Geschichte der Menschheit jemals erfahren musste“, schreibt die Slawistin und Literaturwissenschaftlerin Nina Weller.
https://www.dekoder.org/de/gnose/blokadniki
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Heute jährt sich die Schlacht bei Orscha im Jahr 1514 – und die gilt vielen Belarussen als Schlüsselereignis für die Herausbildung einer belarussischen Identität. Damals schlugen Truppen des Großfürstentums Litauen, damals einer der größten Staaten der Erde, die Armee des Moskauer Großfürsten Wassilli III. in die Flucht.
Heute stellt die Schlacht für jene Belarussen, die dem Regime illoyal gegenüberstehen, ein Beispiel für den gemeinsamen Widerstand gegen das aggressive Moskau dar, schreibt der belarussische Historiker Hienadź Sahanovič. Kein Wunder also, dass nicht nur die offizielle russische Geschichtsschreibung die Schlacht meist unter den Tisch kehrt, sondern auch der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko.
https://specials.dekoder.org/belarus-grossfuerstentum-litauen/schlacht-orscha/
Heute stellt die Schlacht für jene Belarussen, die dem Regime illoyal gegenüberstehen, ein Beispiel für den gemeinsamen Widerstand gegen das aggressive Moskau dar, schreibt der belarussische Historiker Hienadź Sahanovič. Kein Wunder also, dass nicht nur die offizielle russische Geschichtsschreibung die Schlacht meist unter den Tisch kehrt, sondern auch der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko.
https://specials.dekoder.org/belarus-grossfuerstentum-litauen/schlacht-orscha/
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Lew Tolstoi ist heute vor 195 Jahren zur Welt gekommen. Berühmt geworden ist er durch Klassiker wie Krieg und Frieden und Anna Karenina. Schon früh galt er nicht nur als literarisches Ausnahmetalent, sondern auch als Trendsetter. Aber was dachte er eigentlich selbst über seine Werke – und was macht das tolstoische Menschenbild aus? Darüber schreibt Olga Sliwizkaja in einer Gnose:
https://www.dekoder.org/de/gnose/lew-tolstoi
https://www.dekoder.org/de/gnose/lew-tolstoi
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Lew Tolstoi
Lew Tolstoi (1828–1910) war einer der bedeutendsten Schriftsteller der russischen Literatur. Sein literarisches Schaffen umfasst drei große Romane (Krieg und Frieden, Anna Karenina und Auferstehung),
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Waleri Garbusow, der Direktor des Instituts für Kanada- und USA-Studien an der russischen Akademie der Wissenschaften, hat einen Text veröffentlicht, der es in sich hat.
Darin spricht er von einem „imperialen Komplex“, der Russland ins Verderben führen werde, von „totaler Staatspropaganda“ und vom „pseudopatriotischen Wahnsinn“. Zwei Tage nach Veröffentlichung des Textes musste er seinen Posten als Institutsdirektor räumen.
Bei Forbes.ru kommentiert der politische Analyst Andrej Kolesnikow, schon in der Sowjetunion hätten sich Intellektuelle vor allem systemkonform verhalten – das wiederum habe in die Rückständigkeit geführt. Was wäre also, wenn die ganze wissenschaftliche Elite Russlands sich so verhalten würde wie Waleri Garbusow? Wahrscheinlich wäre das Land ein anderes.
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
Darin spricht er von einem „imperialen Komplex“, der Russland ins Verderben führen werde, von „totaler Staatspropaganda“ und vom „pseudopatriotischen Wahnsinn“. Zwei Tage nach Veröffentlichung des Textes musste er seinen Posten als Institutsdirektor räumen.
Bei Forbes.ru kommentiert der politische Analyst Andrej Kolesnikow, schon in der Sowjetunion hätten sich Intellektuelle vor allem systemkonform verhalten – das wiederum habe in die Rückständigkeit geführt. Was wäre also, wenn die ganze wissenschaftliche Elite Russlands sich so verhalten würde wie Waleri Garbusow? Wahrscheinlich wäre das Land ein anderes.
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Todeszone statt Frontlinie
In Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt es keine strenge Frontlinie mehr. Stattdessen schafft der zunehmende Einsatz ganz unterschiedlicher Drohnen eine chaotische, todgefährliche Grauzone. Das
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Russische Rentner gelten als Kernwählerschaft Putins. Aber: Auch unter ihnen gibt es Gegenbeispiele. Etwa Dolite aus Nachodka, eine 65-jährige Rentnerin, die zu eineinhalb Jahren Straflager verurteilt wurde. Zuvor hatte sie im Internet Russland als „faschistischen Staat“ bezeichnet und den „faschiZzZtischen Okkupanten“ den Tod gewünscht.
Zu unserer aktuellen Leseempfehlung 👇
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Todeszone statt Frontlinie
In Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt es keine strenge Frontlinie mehr. Stattdessen schafft der zunehmende Einsatz ganz unterschiedlicher Drohnen eine chaotische, todgefährliche Grauzone. Das
Leseempfehlung: Novaya Gazeta Europe – Ferienlager mit Militärpropaganda
Das Artek auf der Krim galt als „Mutter aller Pionierlager“ und ist für viele der Inbegriff einer glücklichen sowjetischen Kindheit. Heute schreiben Kinder dort Briefe an Soldaten der russischen Besatzungstruppen in der Ukraine und lernen in Ferienfreizeiten des Verteidigungsministeriums mehr über den Militärdienst in Russland. „Leider ist aus dem Erholungslager für Kinder heute ein Zentrum zur Militarisierung von diesen geworden“, hieß es dazu schon 2020 von der Vertretung des ukrainischen Präsidenten auf der Krim. Die Novaya Gazeta Europe erzählt die Geschichte des berühmten Ferienlagers, in dem seit der russischen Annexion der Krim 2014 ein anderer Wind weht.
👉 Original (vom 05.09.2023)
👉 Übersetzung aus Google Translate
Das Artek auf der Krim galt als „Mutter aller Pionierlager“ und ist für viele der Inbegriff einer glücklichen sowjetischen Kindheit. Heute schreiben Kinder dort Briefe an Soldaten der russischen Besatzungstruppen in der Ukraine und lernen in Ferienfreizeiten des Verteidigungsministeriums mehr über den Militärdienst in Russland. „Leider ist aus dem Erholungslager für Kinder heute ein Zentrum zur Militarisierung von diesen geworden“, hieß es dazu schon 2020 von der Vertretung des ukrainischen Präsidenten auf der Krim. Die Novaya Gazeta Europe erzählt die Geschichte des berühmten Ferienlagers, in dem seit der russischen Annexion der Krim 2014 ein anderer Wind weht.
👉 Original (vom 05.09.2023)
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Soll man sich an Wahlen beteiligen, von denen man weiß, dass sie manipuliert sind? Ja, sagen einige in der russischen Opposition: Jede Wahl biete die Gelegenheit, die Menschen aus ihrer Passivität herauszulocken. Andere dagegen sehen in einer Wahl ohne Wahl keinen Sinn und plädieren für Boykott. https://www.dekoder.org/de/article/wahl-russland-regionen-2023
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Debattenschau № 90: Welchen Sinn haben Wahlen in einer Diktatur?
Nach demokratischem Verständnis waren die Wahlen am Wochenende keine richtigen Wahlen, sondern eher ein Test dafür, wie gut das Regime das Land unter Kontrolle hat. Viele in der Opposition rieten
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Felix Dsershinski hat wieder ein Denkmal in Moskau – das letzte wurde 1991 abmontiert. Mehr über den gefürchteten Begründer der sowjetischen Geheimpolizei Tscheka und ihren „Roten Terror“ in der Gnose von Robert Kindler.
„Dshershinski wurde zum Maßstab für kristalline Ehrlichkeit, Selbstlosigkeit und Pflichttreue“, sagte Sergej Narsyschkin, Chef des Auslandsgeheimdienstes SWR, vor dessen Zentrale die neue Statue gestern eingeweiht wurde.
Das alte Denkmal vor der Zentrale des KGB wurde 1991 abmontiert – kurz nach dem gescheiterten Augustputsch. „Viele Menschen verstanden die ikonischen Bilder der Demontage als Symbol für das Ende der Sowjetunion“, schreibt Robert Kindler.
„Dshershinski wurde zum Maßstab für kristalline Ehrlichkeit, Selbstlosigkeit und Pflichttreue“, sagte Sergej Narsyschkin, Chef des Auslandsgeheimdienstes SWR, vor dessen Zentrale die neue Statue gestern eingeweiht wurde.
Das alte Denkmal vor der Zentrale des KGB wurde 1991 abmontiert – kurz nach dem gescheiterten Augustputsch. „Viele Menschen verstanden die ikonischen Bilder der Demontage als Symbol für das Ende der Sowjetunion“, schreibt Robert Kindler.
Staatsbedienstete sollten in erster Linie für die Belange der Bevölkerung einstehen – nicht für die der Machthaber.
Daran erinnert die belarussische Aktivistin Olga Pauk regelmäßig Beamte, denen sie per Telefon kritische Nachfragen stellt. Ihr Motiv: „Es ist eine Möglichkeit, an ihr Gewissen zu appellieren, auch wenn ich ein solches bislang noch nicht bei ihnen entdeckt habe.“
Das belarussische Online-Medium KYKY hat sie interviewt. Entstanden ist ein Gespräch, das seltene Einblicke in den ansonsten sehr verschlossenen Verwaltungsapparat Lukaschenkos ermöglicht. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-verwaltung-beamte-rudabelskaja-pakasucha
Daran erinnert die belarussische Aktivistin Olga Pauk regelmäßig Beamte, denen sie per Telefon kritische Nachfragen stellt. Ihr Motiv: „Es ist eine Möglichkeit, an ihr Gewissen zu appellieren, auch wenn ich ein solches bislang noch nicht bei ihnen entdeckt habe.“
Das belarussische Online-Medium KYKY hat sie interviewt. Entstanden ist ein Gespräch, das seltene Einblicke in den ansonsten sehr verschlossenen Verwaltungsapparat Lukaschenkos ermöglicht. 👇
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Leseempfehlung: Ukrainian Analytical Digest
Ukrainian Analytical Digest heißt der neue englischsprachige Ableger der Ukraine-Analysen. In der ersten Ausgabe geht es um Sprachverwendung und Sprachpolitik in der Ukraine. In einem der Beiträge untersucht etwa der Politikwissenschaftler Wolodymyr Kulyk von der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine, wie sich Russlands Angriffskrieg auf die Sprachpraxis in der Ukraine ausgewirkt hat: „Entgegen den Erwartungen Putins reagierten die meisten Ukrainer auf die russische Invasion mit einer stärkeren Bindung an ihr Land und ihre Nation“. Dazu gehöre auch, dass die ukrainische Sprache Umfragen zufolge deutlich häufiger im Alltag verwendet werde als zuvor – in allen Teilen des Landes.
👉 englisches Original (September 2023): https://www.laender-analysen.de/uad/pdf/UkrainianAnalyticalDigest001.pdf
Ukrainian Analytical Digest heißt der neue englischsprachige Ableger der Ukraine-Analysen. In der ersten Ausgabe geht es um Sprachverwendung und Sprachpolitik in der Ukraine. In einem der Beiträge untersucht etwa der Politikwissenschaftler Wolodymyr Kulyk von der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine, wie sich Russlands Angriffskrieg auf die Sprachpraxis in der Ukraine ausgewirkt hat: „Entgegen den Erwartungen Putins reagierten die meisten Ukrainer auf die russische Invasion mit einer stärkeren Bindung an ihr Land und ihre Nation“. Dazu gehöre auch, dass die ukrainische Sprache Umfragen zufolge deutlich häufiger im Alltag verwendet werde als zuvor – in allen Teilen des Landes.
👉 englisches Original (September 2023): https://www.laender-analysen.de/uad/pdf/UkrainianAnalyticalDigest001.pdf
Center for Security Studies
Ukrainian Analytical Digest (UAD)
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Patriotische Propaganda im Gewand von Popkultur, das liefert russischer Z-Pop. In Russland entsteht eine neue Massenkultur – und sie setzt alles daran, die sogenannte „militärische Spezialoperation“ ins richtige Licht zu rücken.
Eine Gnose von Daria Khrushcheva
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https://www.dekoder.org/de/gnose/z-pop-krieg-ukraine-propaganda
Eine Gnose von Daria Khrushcheva
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https://www.dekoder.org/de/gnose/z-pop-krieg-ukraine-propaganda
Auf YouTube erreicht die russische Historikerin Tamara Eidelman ein Millionenpublikum. Im Interview mit Zerkalo spricht sie über imperialistische Denkweisen, Russlands Blick auf Belarus und falsche historische Vergleiche. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/putin-lukaschenko-imperialismus-geschichte
https://www.dekoder.org/de/article/putin-lukaschenko-imperialismus-geschichte
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„Hört auf, in Cafés zu sitzen. Hört auf, Urlaube zu planen. Hört auf, der Propaganda zuzuhören. Sterbt nicht als Idioten. Hört auf, Angst vor Gefängnis und Festnahmen zu haben, ich schwöre bei Gott, das sind nicht die schlechtesten Optionen.“
Mit diesen Worten rief die Feminist Anti War Resistance, ein queerfeministisches Kollektiv,
in den ersten Tagen des Angriffskriegs zum Protest auf. Seitdem hat sich viel geändert – offene Straßenproteste sind in Russland kaum noch sichtbar. Nach wie vor versuchen aber viele Russen und Russinnen im Land, ihre Antikriegshaltung zum Ausdruck zu bringen.
Wie genau? Das erklärt der Protestforscher Jan Matti Dollbaum in einer Gnose. 👇
https://www.dekoder.org/de/gnose/protest-widerstand-gegen-krieg-ukraine
Mit diesen Worten rief die Feminist Anti War Resistance, ein queerfeministisches Kollektiv,
in den ersten Tagen des Angriffskriegs zum Protest auf. Seitdem hat sich viel geändert – offene Straßenproteste sind in Russland kaum noch sichtbar. Nach wie vor versuchen aber viele Russen und Russinnen im Land, ihre Antikriegshaltung zum Ausdruck zu bringen.
Wie genau? Das erklärt der Protestforscher Jan Matti Dollbaum in einer Gnose. 👇
https://www.dekoder.org/de/gnose/protest-widerstand-gegen-krieg-ukraine
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Eine Auswahl an dekoder-Texten zum heutigen Weltkindertag 👇
… das Versprechen einer glücklichen Kindheit trug in der Sowjetzeit das Pionierlager Artek auf der Krim. Seine Rolle in der sowjetischen Propaganda beschreibt Monica Rüthers in einer Gnose.
… Kinder, die Amulettpuppen für russische Soldaten basteln oder sich in Z-Form aufstellen sind in Russland keine Seltenheit mehr. Die militärische Propaganda im Vorschulalter nimmt an Fahrt auf. In einer Reportage bietet Irina Nowik für 7x7 einen Einblick in russische Kindergärten.
… mehr als 20.000 Kinder soll Russland laut ukrainischen Angaben bislang deportiert haben. Gegen die Beauftragte des Präsidenten für Kinderrechte in Russland, Maria Lwowa-Belowa, besteht deshalb ein Haftbefehl. Sie inszeniert sich als Fürsprecherin des Kindeswohls – und hat selbst ein Kind adoptiert: den 15-jährigen Filipp aus Mariupol.
Verstka hat sie porträtiert.
… das Versprechen einer glücklichen Kindheit trug in der Sowjetzeit das Pionierlager Artek auf der Krim. Seine Rolle in der sowjetischen Propaganda beschreibt Monica Rüthers in einer Gnose.
… Kinder, die Amulettpuppen für russische Soldaten basteln oder sich in Z-Form aufstellen sind in Russland keine Seltenheit mehr. Die militärische Propaganda im Vorschulalter nimmt an Fahrt auf. In einer Reportage bietet Irina Nowik für 7x7 einen Einblick in russische Kindergärten.
… mehr als 20.000 Kinder soll Russland laut ukrainischen Angaben bislang deportiert haben. Gegen die Beauftragte des Präsidenten für Kinderrechte in Russland, Maria Lwowa-Belowa, besteht deshalb ein Haftbefehl. Sie inszeniert sich als Fürsprecherin des Kindeswohls – und hat selbst ein Kind adoptiert: den 15-jährigen Filipp aus Mariupol.
Verstka hat sie porträtiert.
Warum ist Russland nach dem demokratischen Aufbruch Anfang der 1990er Jahre wieder zu einem autoritären und aggressiven Staat geworden?
In einem wütenden Aufsatz aus dem Straflager rechnet der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny mit den Reformern ab, die zu leicht bereit waren, demokratische Prinzipien aufzugeben. Und er äußert seine Angst, dass die gleichen Fehler wieder gemacht werden, wenn sich nach einem Ende des Putin-Regimes eine neue Chance auftut. Aus einem Moskauer Gefängnis antwortet ihm der Historiker und Oppositionspolitiker Wladimir Kara-Mursa. Seiner Überzeugung nach müssen die Archive geöffnet, die Verbrechen des Staates benannt und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden, damit das Land nicht wieder in autoritäre Strukturen zurückfällt. Der im Exil lebende Journalist Maxim Trudoljubow mahnt: Bei aller Kritik am Regime dürfe die russische Opposition ihre eigenen Fehler nicht vergessen. 👇
https://specials.dekoder.org/nach-putin/
In einem wütenden Aufsatz aus dem Straflager rechnet der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny mit den Reformern ab, die zu leicht bereit waren, demokratische Prinzipien aufzugeben. Und er äußert seine Angst, dass die gleichen Fehler wieder gemacht werden, wenn sich nach einem Ende des Putin-Regimes eine neue Chance auftut. Aus einem Moskauer Gefängnis antwortet ihm der Historiker und Oppositionspolitiker Wladimir Kara-Mursa. Seiner Überzeugung nach müssen die Archive geöffnet, die Verbrechen des Staates benannt und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden, damit das Land nicht wieder in autoritäre Strukturen zurückfällt. Der im Exil lebende Journalist Maxim Trudoljubow mahnt: Bei aller Kritik am Regime dürfe die russische Opposition ihre eigenen Fehler nicht vergessen. 👇
https://specials.dekoder.org/nach-putin/
Protest, immer wieder Protest: Die Biografie von Mikola Statkewitsch, Kultfigur der belarussischen Opposition, erzählt vom unbeugsamen Widerstand gegen Alexander Lukaschenko – und vom unermüdlichen Kampf für ein demokratisches Belarus.
Eine Gnose von Waleri Karbalewitsch.
Eine Gnose von Waleri Karbalewitsch.