Elem Chintsky – Telegram
Elem Chintsky
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Kommentare, Analysen zur
Geopolitik + Geschichte + Osteuropa + Weltfinanz
+ was sonst so das arkane Herz begehrt.
Freischaffender Autor und zu gut Althochdeutsch – "independent researcher"; basiert in Sankt Petersburg seit 2020.
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Elem Chintsky
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Die Rabbis der Schtetls verstanden also, dass eine volle Emanzipation ihrer eigenen Subjekte innerhalb Russlands, riesige ungewollte Veränderungen mit sich bringen würde – demografischer und machtpolitischer Natur. "Gleichberechtigte Bürger" klingt immer schön, aber die Rabbis verstanden, dass damit nicht nur "Rechte", sondern auch "Pflichten" einhergehen würden – also welche, die im direkten Konflikt mit dem jüdischen Gesetz stehen würden. Alte Regeln, die als regional-religiöses Gewohnheitsrecht der talmudischen Führer funktionierten, die die russischen Zaren seit dem 18. Jahrhundert weitestgehend toleriert haben. Katkov streift diesen erzwichtigen Aspekt nur ganz flüchtig in einem einzigen Satz, um dann zu der Hauptthese, dass die meisten Juden doch die Emanzipation in einem "neuen Russland" wollten, aber gleichzeitig auch "keine Rolle" in der Februarrevolution spielten.

Ja, es gab auch unter hohen Rabbis im zaristischen Russland die Überlegungen, dass mit den Ereignissen des Jahres 1917 womöglich ein modern-zionistischer Katalysator geschaffen wurde. Ein Katalysator, der die ultraorthodoxe (sich nicht assimilieren wollende), jüdische Gemeinde mobilisiert, um ein säkulares, "revolutioniertes" Russland endlich gänzlich zu verlassen – um nach vielen Jahrhunderten der Diaspora, ins gelobte Land, nach Palästina zu gehen.
All diese Aspekte fliegen an Katkov natürlich etwas vorbei. Aber man muss auch Verständnis haben, dass er zwei Bände hätte schreiben müssen, um diese Nuancen mit zu berücksichtigen.

Die Naivität Katkovs zeigt sich nochmal ein Kapitel später, wo der deutsche Einfluss auf die Februarrevolution näher betrachtet wird: einer von vielen der oben genannten “Mittelmänner” der deutschen “Revolutionierungspolitik” Vorort, der in Petrograd aktive, jüdisch-russische Banker Dmitri Rubinstein, wird vom deutschen Reichskanzler, Theobald von Bethmann Hollweg, höchstpersönlich im Schriftverkehr mit dem deutschen Kaiser als nachrichtendienstlich "vielversprechende Persönlichkeit" betitelt. Katkov verpasst, Rubinstein zu den innerrussischen Verrätern zu zählen, die nun mal auch jüdischen Hintergrunds waren.
Dass Bethmann Hollweg sich mit seinem Posten der deutschen "Revolutionierungspolitik" gegen Russland gewahr war, ist mehr als anzunehmen. Der Kaiser selbst sprach in seinen Briefen an Bethmann Hollweg davon, dass man doch noch mehr "Banker und Juden" im verfeindeten Russland verpflichten solle…

Etwas später wird behauptet, ein "deutscher Industrieller" (Seite 69) namens Fritz Warburg, aus der extrem einflussreichen, internationalen Banker-Dynastie der Warburgs, habe hinter den Kulissen versucht, Teile der russischen Regierung bei diplomatischen Reisen abzufangen und zu einem separaten Frieden zu bewegen. Zwar hat man sich darauf letztendlich nicht einigen können, aber was eigentlich wichtig wäre (und von Katkov bewusst ignoriert wurde), ist zu erwähnen, dass jeder Warburg in erster Linie ein Jude ist, nicht ein Deutscher, selbst die in Hamburg ansässigen. (So wie ich auch kein Russe bin, obwohl ich Russisch spreche und in Sankt Petersburg lebe, etc.)
Aber genau dieser Anspruch auf solche Art Differenzierung zieht ja auch sofort den Vorwurf eines "hinterhältigen Antisemitismus" auf sich, was aufrichtige Geschichtsforschung unglaublich behindert...

Aber wo Katkov die "jüdische Frage" vernachlässigt, gleicht er es mit seiner beständigen Aufarbeitung der "deutschen Frage" und der "freimaurerischen Frage", im Kontext der Februarrevolution, umso mehr aus.

Ein wirklich ausgesprochen lesenswertes Buch, das mich oft auch in seiner Intensität an andere dramatische Episoden russischer Geschichte erinnerte. Den Zerfall der Sowjetunion und die beiden Teilepochen "nach 2014" und "nach 2022".

Schade, dass man es nie ins Deutsche übersetzte, aber wirklich verwundert bin ich darüber keineswegs.

Bei Archive.org kann man das Buch auf Englisch ausleihen.
Hier ist das Buch auf Russisch, für all diejenigen, die alt genug sind und die Sprache nicht verlernt haben ☺️.

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Media is too big
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"ICH BIN EIN FAKE"
– die Menschen der Volksrepublik Donezk

Я FAKE. Жители ДНР

Ein Video, das durch Initiative der kleinen Medienplattform "Inside Donbass"/Инсайд Донбасс schon im Mai 2022 veröffentlicht wurde.

Wie mehr & mehr Leute vermuten, wurde im kollektiven Wertewesten entweder feige geschwiegen oder die dreiste Lüge verbreitet, dass es keine durchs Kiew-Regime Geschädigten & Ermordeten in der Ostukraine seit 2014 gegeben hätte.
So beschwichtigte man zynisch, dass diese de facto ethnischen Russen in der Ostukraine halt durch "russische Söldner" Vorort ermordet wurden.
Kiew behauptete auch, seine Bombardements der eigenen Bevölkerung wären Fälle "spontaner Entzündungen" von Klimaanlagen an Wohnhäusern, gewesen.

Die Menschen im Video kehren die 9 Jahre dauernde, westliche Propaganda des Schweigens & der Lüge, die gegen sie geführt wurde, um.

Nie vergessen: NATO/EU hat den Krieg begonnen — Moskau wird ihn aber beenden.

Ich hoffe, die Übersetzung aus dem 🇷🇺 ist halbwegs gelungen.

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Warum habe ich Deutschland verlassen?

Ich bereite bald einen Text dazu auf, was für mich "institutionellen Kindesmissbrauch" ausmacht. Ein kleiner Vorgeschmack ist jetzt mein Kommentar zu dem viral gegangenen Video von oben.

Es bedarf einer spezifischen Perspektive, um die kulturelle Entwicklung im Westen, also auch in der BRD, mit einer gefährlichen Dringlichkeit zu empfinden.

Als konservativer, gläubiger Mensch habe ich mit meiner Familie keinen Platz in einer liberaldemokratisch kontrollierten Gesellschaft bzw. Krypto-Diktatur, in der der Staat keinen Hehl daraus macht, wohin die weitere kulturelle Reise gehen soll.

Ja, die Videos oben sind aus den USA. Aber das bedeutet nur, dass sie mit einer gewissen Verspätung auch in Europa auftauchen werden. (wenn sie es nicht schon getan haben...)

Die sogenannten "Dragqueen Story Hours" oder konkret die extrem suggestiven LGBT-Stripteases, wie im Video zu sehen, erfüllen mich mit Ekel und Wut. Würde der Kindergarten (oder die Schule) meines Kindes solche abscheulichen Vorstellungen machen, wäre mein Kind von dort sofort wieder weg – und daraufhin eben die ganze Familie weg aus den Fängen eines Staates, der so etwas per "PRIDE"-Diktat auch noch propagiert und unterstützt.

Es ist so bezeichnend, dass die neofaschistische 🏳️‍🌈LGBTQ+-Lobby🏳️‍🌈 so erpicht darauf ist, dein Kind so früh wie möglich ideologisch und sensorisch "abzuholen". Und zwar nicht mal mit klassischen sexuellen Inhalten zwischen einem Mann und einer Frau, was weit weg in der archaischen Vergangenheit noch schlimm genug gewesen wäre:
Nein, nein, des Fortschritts wegen, muss unbedingt an den hoffnungslos perversen Peripherien gefischt werden. Frühe Desensibilisierung und Traumatisierung dieser Art wird die Kinder nicht nur dazu bringen, im Erwachsenenalter sexuelle Degeneration als herkömmlichen, neutralen Status quo zu erachten. Sie werden auch selber Opfer dieser Geschlechterverwirrung, unfähig, starke Familieneinheiten zu gründen – getrieben von nihilistisch-hedonistischem Materialismus, der Narzissmus camouflieren wird als fragile "Hyper-Sensibilität", der man jeden flüchtigen Herzenswunsch per Staatsdekret sofort medizinisch-invasiv erfüllen müsse.

Die chirurgischen Eingriffe, die das Gegenteil des biologischen Geschlechts erzwingen sollen und mit "geschlechtsspezifischer Identitätsstörung" oder "Genderinkongruenz" gerechtfertigt werden, führen daraufhin extrem oft zu Selbstmord. Der Selbstmord als Statistik wird dann natürlich den Wertekonservativen, die "in der Gesellschaft Hass-redend hetzen", in Rechnung gestellt, womit sich ein Pseudo-Diskurs-Zyklus dann immer wieder schließt. Wobei einige andere von ihnen zu den neuen Tätern und willigen Vollstreckern im progressiven Propaganda-Pantheon und Staatsapparat mutieren.

Das Schlimmste ist, in diesen Aufnahmen sind jubelnde Eltern zu sehen, die das alles auch noch befeuern. Meiner Ansicht nach machen sie sich dadurch strafbar. Denn eine vorsätzliche Traumatisierung und Misshandlung des eigenen Nachwuchses wird forciert. Eine Gesellschaft, die gegen diese Abart nicht aufsteht, verdient es von Innen heraus zu verwesen und zu zerfallen.

Auf jegliche Reformen zu hoffen, über dieselben "liberaldemokratischen" Kanäle, durch die diese Abart erst möglich gemacht wurde, ist extrem naives Wunschdenken.


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Elem Chintsky
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Nachtrag
Meine Frau hat mich gerade jetzt nochmal daran erinnert, dass ich ja als Vater in der BRD nicht einmal die Option hätte, langfristig unsere Kinder dem staatlichen Indoktrinationssystem zu entziehen.
Und zwar aus welchem Grund auch immer. Aufgrund der tief verwurzelten Schulpflicht. Welche es in Russland - ähnlich, wie in den USA - nicht gibt.

Das heißt, wir hätten ein dramatisches Zeitfenster von circa 3 Tagen, um unsere Koffer zu packen (die Mietkaution von unserem freundlichen Vermiet-Monopolisten zurück erhalten; rasch die Krankenversicherung zu kündigen, dem Finanzamt "Tschüß" zu sagen, etc.), bevor die Polizei aufkreuzt, unsere Kinder für die Schule fertig macht – und uns Eltern für die Untersuchungshaft 😁😁😁
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Elem Chintsky
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Pussy Riot 2.0, aber auf Polnisch 🇵🇱

"Wir werden als Terroristen bezeichnet, wobei wir Opfer der Kirche sind"

Nicht der passendste Eintrag zum Internationalen Frauentag (sorry, werte Damen💐), aber es muss aus meinem System raus:

Jetzt hat sich vor wenigen Tagen eine LGBT-Protestaktion🏳️‍🌈 in Warschau ereignet, wo die Messe in der römisch-katholischen Heilig-Kreuz-Basilika von zwei Aktivisten gestört wurde.

Von der Performance her, imitierte man das fromme Kirchenritual des sich flach auf den Boden legens, das auch prominent im polnischen Film "Mutter Johanna von den Engeln" zu sehen war (Regie: Jerzy Kawalerowicz, 1961). Es ist ein Akt der extremen Frömmigkeit und Unterordnung Gott gegenüber – ein vollkommen fremdes Konzept in der westlichen Mainstream-Matrix der konstanten Selbstbefriedigung der Sinne.
Dieses Ritual aber musste natürlich von zwei LGBT-Aktivisten aufgegriffen und entweiht werden. Versehen mit einem moralischen Vorwurf an die Katholiken Polens, dass sie ja nicht tolerant und offen genug seien...

Noch 2010–2012 feierte ich das kulturmarxistische Anliegen der Mädels von Pussy Riot und fand ihre Proklamationen des Feminismus der 3. Welle ausgesprochen nötig, wichtig, richtig & gut. Samt ihres dreisten, gotteslästernden "Auftritts" in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale, der mit einer moralisch nicht gerechtfertigten Erhabenheit als "Putin-Exorzismus" durchgeführt wurde. Progressiver, modernisierter Ikonoklasmus, ähnlich dem, der jetzt in Warschau Premiere hatte.

Schon alleine, dass die Reaktionen der Menschen Vorort in Warschau viel gemäßigter waren, als damals in Moskau, ist ein schlechtes Omen für die polnische Gesellschaft. (Andererseits machte Pussy Riot extremen Radau, wohingegen die Warschauer Ideologie-Kollegen ziemlich still waren; somit unauffälliger)

Großen Eindruck erweckten damals auf mich die pathetischen Überlegungen des russisch-armenischen Filmregisseurs Artur Aristakisyan, der Pussy Riots Frontfrau, Nadya Tolokonnikowa, fast auf das Märtyrer-Level von Jesus Christus selbst anhob. Pussy Riot seien die "echten Christen", nicht die, deren "religiöse Gefühle" durch diesen Auftritt verletzt wurden, so Aristakisyan. (Die identische "Debatte" läuft indessen in Polen.) Es stimmt zwar, dass ein wahrer, gläubiger Christ nicht wirklich seelisch verletzt werden kann – zu groß ist die aufrichtige Freude über die Errettung, die Gott diesem Menschen schenkte. Aber die ersten Christen mit Pussy Riot gleichzusetzen, ist dennoch purer postmodernistischer Stumpfsinn. Die ersten Christen (der ersten 4 Jahrhunderte) stolzierten nicht in Synagogen oder heidnische Tempel hinein und machten irgendwelche provokativen, aufdringlichen Performances. Sie versuchten nicht proaktiv die "religiösen Gefühle" der heidnischen Mehrheit zu verletzen. Sie waren zu beschäftigt, gejagt und verfolgt und getötet zu werden. Schon bloß ihre passive Existenz führte zur Feindseligkeit gegenüber ihnen. Aristakisyans scheinheilige Mühe um historische Parallelität scheitert bereits an der Wurzel.
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Elem Chintsky
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Kurzum, klassische, satanische Umkehrung. Satanismus und Luziferianismus können als Glaubenssysteme nicht von sich aus etwas Neues schaffen. Sie müssen, wie echte Parasiten, Wirte finden, an die sie sich anheften, festsaugen und hineinnagen können. All das, um zu beginnen, das ursprüngliche Glaubenssystem umzumodellieren, umzukehren, auf den Kopf zu stellen. Im Satanismus eines Aleister Crowley ist auch das "Heilige" vorhanden, aber es wird gesucht in der Sünde, im Bösen, in der moralischen Gesetzesübertretung. Das "Gesetz Gottes" sieht man als patriarchale Knechtung und Einschränkung des Menschen; und wenn man konkret den Feminismus ontologisch herleiten möchte, argumentiert man, dass der biblische Gott es vor allem auf das Geschlecht der Frau abgesehen hat; sie vermeintlich spirituell diskriminiert, seit Anbeginn der Zeit. (Dazu werde ich irgendwann dieses Jahr das englische Buch vom Religionswissenschaftler Per Faxneld, "Satanic Feminism" hier rezensieren für euch.)
Der eigene, beschränkt freie Wille wird der Apotheose würdig gesprochen. Die Erfüllung, das Tun des eigenen Willens, ist der höchste Akt des luziferischen Praktikers. Und das Böse wird geweiht und als "Gutes" ausgerufen.

An die aufdringlichen Patienten der LGBT-Community: Lasst doch die römisch-katholische Kirche in Ruhe. Sie hat schon mehr als genug interne, eigene Nüsse zu knacken.
Schlimm genug – aber gründet eure eigene Religionsgemeinschaft (schon geschehen, aber das ist denen nicht genug) und lasst die christlichen Gemeinden auf dem "freien" Marktplatz der Ideen ihr eigenes Ding machen.
Linksradikale verurteilen schier immer "Kulturelle Aneignung", außer eben in den kulturellen Bereichen (Religion), wo es machtpolitisch für die LGBT-Lobby von Vorteil ist und wo sie sich im Begriff sieht fleißig auszuweiten. Dann plötzlich müsse man wieder vollkommen "reformbereit" sein, um bloß "LGBT-Gefühle" nicht zu zertrampeln.

Einer der beiden Warschauer LGBT-Leute (Franek Broda) ist sogar der Neffe des "rechtskonservativen", aber eigentlich nationalsozialistischen, hyper-russophoben, polnischen Regierungschefs, Mateusz Morawiecki. Genauer, Broda ist der Sohn von Morawieckis Schwester. Und die polnischen Staatsmedien und die "privaten" PiS-Blätter machen FANTASTISCHE Slaloms, mit Spagaten in der Luft, kognitivem Konfetti, um diesen Fakt zu umfahren 😂 (2023 ist eben auch Wahljahr 👍)
Morawiecki wiederum ist der Cousin zigsten Grades der YouTube-Chefin, Susan Wojcicki.
Man kann sich das alles nicht ausdenken.
Armes Polen.


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Elem Chintsky
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🇬🇪 In Georgien 🇬🇪

Ebenda wurden endlich die Schienen stadtfein geschliffen & justiert für einen vollen, liberaldemokratischen Maidan nach ukrainischem🇺🇦 Beispiel von 2013/14. (nach einigen Anläufen der letzten 20 Jahre...)

Der Ablauf ist nun ein und derselbe. Emotional affektierende Bild-Narrativen für uns "aufgeklärte, unkorrumpierbare Westler": das "junge Hipster-Pärchen", das nur "frei" und zusammen sein möchte (und nächstes Jahr wieder getrennt ist😁), vor einem Wall an griesgrämigen, "autoritären" Polizeibeamten. Die "alte Omi", die den ausnahmslos friedfertigen Protestanten frisch gebackene Teigtaschen austeilt (& 20 Std. am Tag vorm TV gehirngewaschen wird). Zwei Monate später, durch dieselbe Pressefoto-Agentur aufgenommen, eine ähnlich greise Frau, diesmal mit blutüberströmten Gesicht – bestraft auf offener Straße durch die "Mächte Mordors" dafür, dass sie vom Westen gerettet werden wollte. Allgegenwärtig dabei: Die 🇺🇦- & 🇪🇺-Flaggen, überall wedelnd.

Ich frage mich, ob die ganzen Molotow-Cocktail-Werfer & Randalierer (aber auch die tatsächlich friedlich Protestierenden), die nun sogar Abchasien und Südossetien ZURÜCKFORDERN (& die sich die EU-Flagge🇪🇺 auf die Stirn tätowiert haben), dann auch bei der baldigen georgischen Mobilisierung in den vordersten Reihen sein werden? Wenn es dann nämlich heißt, die "zweite Front" gegen Russland🇷🇺 aufzumachen.

Ah ja, die sogenannte "zweite Front" – Eine Bitte Selenskijs, der Georgien sich das ganze erste Jahr der militärischen Spezialoperation (vernünftigerweise) verweigert hatte.
Nun wird sie möglich. Ein weiteres europäisches, non-EU-Volk, das Washington D.C. in den Fleischwolf vorschicken kann. Unter tosendem Applaus aus Berlin, Warschau, Paris & den anderen lobotomisierten Mitläufer-Staaten aus der Ganztags-NATO-Kita.

Eines muss man den Amerikanern lassen: die Kunst, europäische & asiatische Völker, wie eine Violine zu spielen, haben sie gemeistert. (Eines der Lehrbücher für diesen Prozess: From Dictatorship to Democracy A Conceptual Framework for Liberation, von Gene Sharp. Bitte, bitte, bitte mit Kirsche obendrauf: diese Blaupausen nicht in den USA oder der EU selbst anwenden, danke🙏)

Denn nur an solchen Orten, wie Georgien, Russland oder China ist die staatsfeindliche Gewalt immer die "richtige". Stellt euch aber mal so ein Chaos in Deutschland oder in den Benelux-Ländern vor – dann handelt es sich rasch um einen "Angriff auf uns & unsere objektiven Werte", um eine undemokratische Staatsgefährdung, die es gilt, mit aller liberaldemokratischen Härte/ Gewalt im Keime zu ersticken. Dann wird die archetypische "Oma" mit dem Staats-Wasserwerfer kopfnickend pazifiziert und der "Demokratie zurück zugeführt", wie in Berlin 2021.

Georgien & Moldawien.
2023 wird ein wichtiges Jahr für diese Länder.

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Chodorkowski warnt Westen: "Verlorener Ukraine-Krieg ist Sprungbrett für Krieg gegen China"

Chodorkowski versucht mit Präsenz in westlichen Medien die Wahrnehmung Russlands und einer russischen Opposition aktiv mitzugestalten – mit wechselndem Erfolg und irrlichternder Glaubwürdigkeit. Auf neun Wörter des Wahns folgt nur ein Wort der Vernunft. Ist diese Strategie beabsichtigt?

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