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Elem Chintsky
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Kommentare, Analysen zur
Geopolitik + Geschichte + Osteuropa + Weltfinanz
+ was sonst so das arkane Herz begehrt.
Freischaffender Autor und zu gut Althochdeutsch – "independent researcher"; basiert in Sankt Petersburg seit 2020.
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Elem Chintsky
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#Buch #Empfehlung #002

Heute lege ich jedem die Lektüre von Hauke Ritz ans Herz:

"Der Kampf um die Deutung der Neuzeit",
erschienen 2013 beim Wilhelm Fink Verlag.

Mir ist erst mit diesem Buch bewusst geworden, dass der historisch-soziologisch-kulturelle Sammelbegriff der "Neuzeit" heute ziemlich roh, stumm und unauffällig an den Vororten akademischer Debatten entlang schwebte, eigentlich verwundet kroch.
Auf diesen intellektuellen Trend einigte man sich wohl besonders nach dem Mauerfall 1989, als mit dem Ende des bipolaren Kalten Krieges, auf den Trümmern der ehemaligen Sowjetunion, der Westen törichterweise und im überlegenden Siegesrausch das "Ende der Geschichte" ausgerufen hatte. Auch anders gesagt, "A new American century" (ein neues amerikanisches Jahrhundert) sollte daraufhin folgen, worin US-Präsident George H.W. Bushs 1991 angekündigte "Neue Weltordnung", sich gleitend einfügen sollte.

Wir wissen, dass alles ein bisschen anders gelaufen ist, trotz großer medialer Bemühungen der USA sich als "unverzichtbarer" Friedensgarant & -Stifter sowie "zögerlicher" Weltpolizist zu vermarkten. Mit Filmen, wie "Black Hawk Down" (2002) oder "American Sniper" (2014) wurden Amerikas Gräueltaten in Somalia/ 1993 und im Irak (2003-2013) so verheerend de-kontextualisiert und in "sentimentale Schwarzweiß-Märchen" über humanitäre, altruistische UN-Friedensmissionen verwandelt, dass einem Angst und Bange werden müsste. Ein 🇵🇱 Landsmann von mir und weltbekannter Kameramann, Sławomir Idziak, fotografierte damals "Black Hawk Down" für Ridley Scott. Das ganze kulturelle 🇵🇱 Polen jubelte stolz über seinen visuell-ästhetischen Beitrag zu Hollywoods Traumfabrik. Am Ende war es bloß meisterhaft inszenierte Kriegspropaganda.

Dem elliptischen Epochenbegriff "Ende der Geschichte" fiel Anfang der 1990er durch das tollkühne, erhabene, selbstbeweihräuchernde Traktat Francis Fukuyamas, "The End of History and the Last Man" von 1992 noch mehr Gewicht zu. Darin versucht er zu überzeugen, dass das US-angetriebene Paradigma "liberaler Demokratien" und "kapitalistischer, freier Marktwirtschaft" das Nonplusultra und dezidierte Kultur- & Zivilisationssignal für die letzte "Phase historischer Entwicklung" eingeleitet wäre. Besonders heute wissen wir, dass das Schwachsinn war.

Leute wie Thomas More, GWF Hegel, oder des letzteren Schüler und Apostel Karl Marx haben bereits in ihren Thesen diesen Endpunkt der Menschheitsgeschichte versucht zu erfassen, zu lokalisieren, ihn einzugrenzen und abzuschätzen, wie weit man wohl davon entfernt sei.
Marx' geistliche Erben, von denen sich viele vor fast einem Jahrhundert in der Frankfurter Schule bündelten, darunter Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, etc. sahen die proletarischen Marx-Prophezeiungen über das Ende des bourgeoisen, nationalistischen Kapitalismus nach dem Ersten Weltkrieg als unerfüllt an.
Der Kampf ging dann also weiter – umgepflanzt aber von den Wirtschaftswissenschaften zu den Geisteswissenschaften – und tobte, ähnlich wie die Jahrhunderte davor der religiöse Wettstreit, um die beste Deutung des ultimativen Schicksals der Menschheit.

Ja, das "Ende der Geschichte" ist ein Begriff, der bereits länger wirkt und fasziniert. Denn eigentlich ist es eine metaphysische Problematik, die mit der Eschatologie verwoben ist – die Wissenschaft der "letzten Dinge", der sogenannten Endzeit.

Hauke Ritz stellt sich also dem Rätsel, warum die Deutung der Neuzeit (wichtig für die Eschatologie/ Endzeit), wie sie nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918, kämpferisch betrieben wurde, plötzlich, ohne wirkliche Katharsis oder Klarheit, nach 80 Jahren eingestellt wurde.
Dabei rekonstruiert Ritz für den Leser eine extrem spannende Chronik verschiedener Denker, die teils unabhängig voneinander teils einander gewahr, der geschichtsphilosophischen Beschreibung der Neuzeit auf die Schliche kamen, jeder auf seine Weise:

•Romano Guardini
•Klaus Heinrich
•Georg Picht
•Carl Schmitt <->Jakob Taubes
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Elem Chintsky
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•Max Weber, Walter Benjamin, Hannah Arendt werden als die ohnehin bekannteren Philosophen als Referenzen mitgeführt

Von allen in Ritz' Buch analysierten Denkern, die ich bisher nicht kannte, hat er mir Jakob Taubes am schmackhaftesten gemacht – Taubes soll wohl biblische Offenbarung und die Theoreme der Aufklärung gleichberechtigt konterkariert und erforscht haben. Sobald ich also etwas von Taubes lese, teile ich es euch hier sofort mit 🤝

Zurück zum Anliegen:
Die Frage um die Neuzeit als mehrschichtiger, multidimensionaler Deutungskampf, der sich u. a. der Metaphysik, dem Naturalismus (vor allem Säkularisierung innerhalb des Humanismus), Nihilismus sowie dem biblisch-christlichen Weltbild bedient, ließ für mich eine wichtige Schlussfolgerung nicht missen:
Man kann sich in diesem Fall auf keinen Fall der normativen Mehrheitsmeinung anschließen (eigentlich nie 😅), sonst ist man bereits verloren.

Stattdessen sollte man sich mit der vollen, bleischweren Verantwortung einkleiden und diese erzwichtige Frage selbstständig beantworten.

Dafür ist Hauke Ritzs Abhandlung ein ausgezeichnetes, kontemplatives Sprungbrett.

Denn aus der Frage, was die Neuzeit eigentlich sei, geht notgedrungen die heute oft unangenehme Frage hervor, ob ein partikularistischer Schöpfergott existiert. Auch nicht etwa der deistische Gott Spinozas, der sich von seinem kosmischen Uhrwerk anteilnahmslos zurückzog, sondern einer, der proaktiv involviert ist in die Geschicke der Menschheit.
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Sorry für die Pause.

Dafür gibt es hier meinen neuen Artikel zu lesen:

Eine noch stille Tragödie – die Kirchenverfolgung in der Ukraine

Wie tief der Krieg und die Spaltung in der Ukraine greifen, lässt sich anhand der dortigen Kirchenteilung, die 2019 losging und in diesem Jahr gewaltsam beschleunigt wurde, erkennen. Welche Vorwände werden benutzt und wer profitiert wirklich davon?
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— Сергей Марков, политолог, генеральный директор Института политических исследований @logikamarkova;
— Любовь Стрельникова, главред научно-популярного журнала «Химия и жизнь»;
— Элем Чинский, журналист RT DE @elemread.

В студии — Георгий Бабаян @georgebabayan и Дженнифер Ковтун @ohhhJennifer.

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Wieder einmal hatte ich die Freude bei den Kollegen von "Летучка" (dt. "Flyer/ Flugblatt"), bei RT Stream zur Frühstückszeit live aufzutreten.

Diesmal gab ich Auskunft darüber, wie die deutschen Massenmedien gestern über Selenskijs US-Reise berichteten, die Erwartungshaltung zu dem dazu versprochenen Patriot-System und die kurzfristigen 1,8 und mittelfristigen fast 45 Milliarden US-Dollar, die in Form weiterer Unterstützung an Kiew ausgehändigt werden sollen. Letzteres dank eines US-Gesetzentwurfs der vor Januar durch muss: danach wird es brenzlig mit dem neuen US-Kongress, in dem darin nun mehrheitlich von Republikanern dominierten US-Repräsentantenhauses.

Auch wie in 🇩🇪 Dmitrij Medwjedews gestriges Treffen in China mit Xi Jingping kommentiert wurde habe ich umschrieben. (Da haben die meisten Plattformen sowieso eher den Wortlaut von der dpa übernommen: Medwjedew würde sich als potenzieller Nachfolger Putins profilieren wollen und sein politisches Image weiter aufwerten; während Xi unterstrichen haben soll, dass er in der Ukraine-Krise darauf hofft, alle Beteiligten würden Zurückhaltung üben.)

• Auf Russisch.

• Für Leute in 🇩🇪 natürlich zusätzlich noch gesperrt wegen der BRD-Zensur 👍
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Ein weiterer Artikel von mir ist heute rausgegangen:

Sisyphusarbeit im polnischen Sejm: Russland endlich "Terrorsponsor"

Seit dem 14. Dezember ist Russland auch für Warschau gesetzlich bestätigter "staatlicher Sponsor des Terrorismus". Ein pikanter Zusatz wurde gleich mit durchgewinkt: Moskau soll auch für "Smolensk 2010" die Schuld tragen. Der Punkt, ab dem es kein Zurück mehr gibt, ist längst überschritten.
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Allen ein frohes neues Jahr 2023! 🙏

Haltet die Ohren steif und passt auf euch auf 🤝
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🔥 Ach, und gerade ist mein neuester Artikel erschienen:


🔥 Am schlechtesten gehütetes Geheimnis: Polnische Söldner in der Ukraine gegen Russland

Der Ukrainekrieg ist nicht die erste Gelegenheit, bei der sich polnische Söldner an einem noch unverbindlichen "Vorkrieg" mit Moskau erproben. Der Krieg heute ist bloß eine neue Gelegenheit, bei der sich Warschau abermals einer pseudo-historischen Vergeltung schuldig macht.
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♦️Nach einer kleinen Eingebung googelte ich das Berliner "Anti-Kriegs-Museum", von dem ich im Jahr 2008 nur 100 Meter entfernt wohnte und einige Male besuchte.

Der Betreiber ist Tommy Spree (*1940), der Enkel von Ernst Friedrich – dem Begründer des allerersten "Anti-Kriegs-Museums", noch während der Weimarer Republik (1925), als noch die Schrecken und Nachbeben des 1. Weltkrieges aufgearbeitet wurden. Die Nazis schlossen zweimal das Museum, bevor Friedrich letztendlich aus Nazi-Deutschland floh.

Ich war neugierig, ob Tommy Spree und seine pazifistische Einrichtung 2022 irgendwie von den hiesigen Medien aufgegriffen wurde. Ich wurde fündig beim SPIEGEL, der Spree im Mai letzten Jahres interviewte.

Beim Lesen wurde mir schnell klar, dass bei Spree eine differenziertere Auseinandersetzung mit dem Ukrainekrieg nicht stattfand. Für ihn begann der "Angriffskrieg" bzw. "Überfall Putins auf die Ukraine" plötzlich + unerwartet am 24. Februar 2022 und Putin ist für ihn plusminus Hitler 2.0.

"Bei Putin erreiche Pazifismus seine Grenzen", so Spree, laut SPIEGEL.

Das Interview ist aber dennoch lesenswert. Verblüffenderweise ist der SPIEGEL-Redakteur vorbereitet mit meist guten Fragen an Spree. Zum Beispiel spricht er die ununterbrochene SPD-Mitgliedschaft des Museumsbetreibers an, wo doch die Sozialdemokraten 1999 erstmals und prominent Kriegspartei geworden sind (NATO-Krieg gegen Jugoslawien). Spree rechtfertigt & deckt sich (wie ALLE SPDler) mit Willy Brandt – meiner Ansicht nach, nicht überzeugend. Muss Brandt erst wiederauferstehen und den Parteiaustritt beantragen, damit die SPDler wachgerüttelt werden? Lafontaine ist ja auch ausgetreten (lebend), hat aber daraufhin die SPD-Mitgliedschaft der allermeisten dann auch nicht beeinflusst...

Sprees Opa Ernst Friedrich setzte sich damals das Ziel, Kriege zu verhindern, in dem er über ihre Schrecken aufklärt. Deswegen das Museum. Über allem dort schwebt aber gleichzeitig der russische Pazifist/ Autor L. Tolstoi, der mit seinem dort ausgehangenen "Totschlag-Zitat" jegliche Ursachenforschung, weswegen es zu Kriegen kommt, als nichtig ausruft:
"Eine vernünftige Erklärung dafür, warum Länder und Völker gegeneinander Krieg führen sollten, gibt es nicht und kann es nicht geben."
Klar "sollen" Länder/ Völker keine Kriege gegeneinander führen. Was soll aber ein Volk, das plant pazifistisch zu leben, unternehmen, wenn Krieg gegen sie geführt wird durch ein anderes Land? Wie bei dem Krieg gegen die Bevölkerung des Donbass von 2014 bis 2022 durch das pro-westliche Kiewer Regime, wofür Bundeskanzler Scholz nur ein stumpfsinniges Grinsen übrig hatte? (Dasselbe Regime, das gerade am 1. Januar 2022 den 114. Geburtstag des ukrainischen Nazis und hoch motivierten Holocaust-Teilnehmers Stepan Bandera feierte 😅)

Die meisten Pazifisten gestehen das Recht zur gewaltsamen Verteidigung ein. Schaut man sich die an Russland, den Iran, China immer näher rückenden NATO-Stützpunkte etwas non-indoktrinierter an, eröffnet sich ein anderes Bild. Die NATO trägt auch nicht nur Waffen, Kriegsgerät, Radare, Truppen und dergleichen an ihre äußeren Grenzen: sie schleppt auch eine nicht gewünschte, verabscheuungswürdige Ideologie mit sich, die sie selbst törichterweise als selbstverständlich und universal erachtet: ideologischer Imperialismus. Apropos "Völkerverständigung".

Man will also im "Anti-Kriegs-Museum" de facto eher grob abschrecken mit bereits stattgefundenen großen Weltkriegen innerhalb der (eng geschnürten) NATO-Deutungsmatrix, als non-chauvinistische, non-kolonialistische, echte Völkerverständigung in einer gleichberechtigten, multipolaren, dezentralisierten Ordnung zu fördern. (Was ja Minsk I und II ab 2015 repräsentieren sollten. Nun aber wissen wir, dass 🇩🇪Merkel und 🇫🇷Holland lediglich Putin und den Kreml anlogen und Zeit schinden wollten. Davon auch nichts im "Anti-Kriegs-Museum" leider...)

George W. Bush, Barack Obama, Hillary Clinton werden in der von Spree kuratierten Dauerausstellung nicht als Kriegstreiber des 21. Jahrhunderts geführt.
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Und so entpuppt sich "halbe" oder "fragmentierte" Aufklärung über Krieg letztlich als impotente Pädagogik.

So ein Schaufenster-Pazifismus (mit dem Anspruch als Axiom verstanden zu werden), der gleichzeitig aber 1.000 Ausnahmen, Sollbruchstellen, Narrativ-Manipulationen (zu Gunsten der 🇺🇸 "Besatzer" und Hegemonen) gewährt und zulässt, ist viel weniger wert, als er anmutet.
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Elem Chintsky
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#Ukraine #Krieg

♦️Putin hat für das orthodoxe Weihnachten, also den 7. Januar, einen Waffenstillstand von 36 Stunden verordnet und mit demselben ein kollegiales Angebot an Kiew und die betroffene Bevölkerung Vorort gerichtet.

♦️Von Freitag (also heute) 12.00 Mittag, bis Samstag Mitternacht.

So hätten Menschen im Kriegsgebiet in ihre Kirchen zum Gottesdienst gekonnt – unter zumindest etwas besseren Umständen.

♦️Das Kiewer Regime hat aber diese Geste sofort unmissverständlich abgelehnt. Erst wenn alle russischen Truppen die ganze Ukraine verlassen – also nach ihnen, auch immer die seit 2014 unwiederbringlich russische Krim – seien sie bereit für einen "zeitweiligen Waffenstillstand", so Selenskijs enger Berater Podoljak und Selenskij selbst.

♦️Die NATO-Treuhänder und ihre Jünger*innen haben sich auch sofort gemeldet:
Die mehrfach ausgezeichnete deutsche Außenministerin und weiblicher Mensch der Renaissance, Annalena Baerbock, lehnte Moskaus Geste auch ab:
"Eine sogenannte Feuerpause bringt den Menschen, die unter russischer Besatzung in täglicher Angst leben, weder Freiheit noch Sicherheit"

Gut, dass eine Armada an Religionswissenschaftlern und Russistik-Gelehrten Baerbock rechtzeitig vor dem Twitter-Login verklickert hat, dass "schon wieder" Weihnachten ist – weil halt weiter fernöstlich.

♦️US-Präsident Biden wertete natürlich Putins Schritt hingegen als Versuch einer Atempause, die der Kreml laut NATO bitter nötig haben soll. Wenn man den westlichen Medien Glauben schenkt – und ich tue dies stets gut & gerne –, ist Russland nur Stunden entfernt von einer fantastischen Niederlage.

Mal sehen, welche Prognose für 2023 da näher an der Wahrheit sein wird...
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Elem Chintsky
#Ukraine #Krieg ♦️Putin hat für das orthodoxe Weihnachten, also den 7. Januar, einen Waffenstillstand von 36 Stunden verordnet und mit demselben ein kollegiales Angebot an Kiew und die betroffene Bevölkerung Vorort gerichtet. ♦️Von Freitag (also heute)…
Wen dazu der genaue Wortlaut des russischen Ex-Präsidenten (2008–12) und stellv. Leiters des Sicherheitsrates Russlands, Dimitri Medwedjew, interessiert, ist hier die Übersetzung seiner Gedanken aus dem Russischen:

"Den Ukrainern wurde zum großen Fest die Hand der christlichen Nächstenliebe gereicht. Ihre Führer lehnten dies ab. Ich glaube, die meisten unserer Soldaten, die an der militärischen Sonderoperation teilgenommen haben, atmeten leise aus, als sie die Weigerung der ukrainischen Clowns hörten, das Feuer am ersten Weihnachtstag einzustellen. Weniger Ärger und weniger Schlitzohrigkeit.

Die Menschen, die keine Möglichkeit haben, zur Kirche zu gehen, sind bedauernswert. Schweine hingegen haben keinen Glauben und keinen angeborenen Sinn für Dankbarkeit. Sie verstehen nur rohe Gewalt und fordern schrill von ihren Herren Futter. Dies ist die Grundlage der Ausbildung. Und sie wird von den westlichen Schweinehirten fortgesetzt.

Sogar die ungebildete deutsche Tante Baerbock und eine Reihe anderer Wächter des europäischen Schweinestalls haben es geschafft, über die Unannehmbarkeit eines Waffenstillstands zu jammern. Nun, die Nachfolger der Nazis haben weder Menschen noch Tiere verschont. Sie sind daran gewöhnt..."
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Für die meisten von euch sicherlich schon Old News, aber einer der wohl härtesten Vermarkter der "Vereinigten Staaten von Europa" und blutiger Falke der EU-Bürokratie, Guy Verhofstadt, hat mal die Arbeit der "russischen Propaganda" übernommen und perfekt illustriert, wie "krass effektiv" die präzedenzlosen Sanktionen des erhabenen Wertewestens gegen Russland bisher waren.
Die Prozentsätze repräsentieren den Jahresvergleich – 2021 zu 2022. (Ein Genuss.)

Der Tweet selbst:

1 Bild sagt alles.
9 Sanktionspakete und der Effekt is weniger als Null !

Wir belohnen Russland für den Krieg, den es gegen uns führt!

🤣🤣🤣
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#Klimareligion #Klimasekte

Ich bezweifle nicht die Aufrichtigkeit der noch in Lützerath verschanzten und der bereits von dort abgeführten Klimaaktivisten. Es ist sogar meine Überzeugung, dass es eindeutig ihre Überzeugung ist. Es wäre halt bloß ideal, wenn man sich eingestehen würde, fanatischer Anhänger einer Religion zu sein.

Die Klimareligion hat sogar ihre eigene Eschatologie – „Lehre über die letzten Dinge“, „die Endzeit“, vermeintlich tiefes „Verständnis über einen konkret kalkulierten Zeitpunkt des Weltunterganges“. Diese wird gerechtfertigt mit dem sogenannten „wissenschaftlichen Konsens“ der vor einem immanenten „Klimakollaps“ warnt.

Im Falle der „Letzten Generation“ (aber auch der „Extinction Rebellion“ etc.) genießen sie sogar eine unbescheidene Finanzierung, die mit den oligarchischen Getty- und Kennedy-Dynastien verlinkt ist.
Lange Geschichte, kurzer Sinn.

Erforscht man deren Programm, wie sie Menschen rekrutieren, indoktrinieren und programmieren, ist es natürlich eine auf Furcht organisierte Sektenstruktur.
Die fanatischen Parameter, ihre Vorgehensweisen singen Bände darüber, wie ihre Mitglieder Opfer kognitiver Schläge geworden sind. Sie sind nicht die einzigen, denn der kognitive Krieg wird seit Dekaden auf vielen Fronten geführt und die Klimareligion ist nur eine Domäne für psychologische Operationen.

Gerade noch zementieren sie sich in fremdes Eigentum ein, kleben sich an wirtschaftsrelevante Infrastruktur, beschädigen Kunstwerke. Alles wird von den Medien dankbar aufgegriffen, ausgestrahlt und führt zur Inflation der von Narzissmus getriebenen, "moralisch überlegenen” Weltenretter.

Der nächste Entwicklungsschritt für die Klimasektanten könnte wohl sein (besonders wenn die Aufmerksamkeitsdusche nachlässt), Terroranschläge zu verüben, bei denen Menschen direkt ums Leben kommen, geopfert für das „höhere Ziel“, "niedrigere CO2-Ziel", auf dem Altar der pantheistischen Klimagottheit – hin zu einem gleichgeschalteten, kommunistischen Weltstaat neoliberaler Färbung, voller fröhlicher besteuerter, CO2-neutraler Gutsklaven.

Wie sonst kann man das Sonnensystem und die gesamte Milchstraße vor der anthropozentrischen Selbstvernichtung retten?
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Forwarded from 🅰️GGREGAT
🇵🇱🇺🇦 Viele polnische Medien unterscheiden sich in ihrer Haltung zur Ukraine deutlich von den polnischen Behörden. So schreibt Myśl Polska direkt, dass die vom Westen auferlegte Vorstellung, die Ukraine kämpfe "für Demokratie und eine freie Welt", eine offensichtliche Lüge sei.

In der Ukraine gäbe es weder Freiheit noch Demokratie, heißt es im Artikel. Anstelle von Denkmälern für Militärs, Schriftsteller, Dichter und Gelehrte, die Kiew reihenweise abreißt, entstehen Denkmäler für Bandera und Schuchewitsch. In der Ukraine werden Tausende von Büchern vernichtet, nur weil ihre Autoren im Russischen Reich oder in der Sowjetunion geboren wurden. So hat beispielsweise eine Kiewer Buchhandlung kürzlich berichtet, dass sie mehr als 57 Tonnen russischsprachiger Bücher "zur Wiederverwertung", d.h. zur Verbrennung, gesammelt hat. Unter diesen Büchern kaum viele Werke von Lenin, sondern Gedichte und Romane von Puschkin, Lermontov, Tolstoi, Bulgakov.

Kiew führt nicht nur einen Kulturkrieg, sondern auch einen Religionskrieg. Anhänger der orthodoxen Kirche der Ukraine und Kämpfer der nationalistischen Bataillone haben gewaltsam russisch-orthodoxe Kirchen in Beschlag genommen. Der Druck auf die Kirche, der jetzt in der Ukraine ausgeübt wird, würde in jedem europäischen Land als illegal angesehen werden, aber Europa verschließe die Augen vor den Aktionen der Kiewer Tyrannei. Von welcher Freiheit und Demokratie wagen die westlichen Medien dann zu sprechen?

🅰️GGREGAT 🅰️BONNIEREN
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Die Ereignisse in der #Ukraine sind wichtig. Wenn aber alle Kameras und Redaktionen auf das Eine gerichtet sind, heißt es, auch mal anderswo hinzuschauen:
in die Arktis.
Die Chancen für die globale Einflussnahme dort stehen auf fast absurde Weise zugunsten Moskaus.

Wie also Russland dank der Entwicklungen in der Arktis erstmals von einer Landmacht zu einer Seemacht konvertiert,
könnt ihr in meinem neuesten Artikel lesen:

Russlands kolossaler Vorsprung im Kampf um die Arktis

❄️❄️❄️
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Ein Bild, mehr als 1000 Worte

Hier ein Videomitschnitt des russischen Korrespondenten/ Journalisten Pavel Zarubin von 2019. Eine Pressekonferenz, bestehend aus dem Komiker Selenskij, Merkel, Macron & Putin – Letzterer spricht hier, der Rest schweigt.

Aber zu den Stichworten "Einhaltung der Minsker Abkommen",
"die langfristige Norm des Sonderstatus des Donbass" etc
grinst Selensky abfällig, erhaben und höhnend.
Kombiniert mit Merkels hier typisch eingefallener, seriöser Miene (als ob sie die Worte Putins damals ernst nahm) und ihrem dann Ende 2022 gemachtem Eingeständnis, dass die Minsker Abkommen eigentlich lediglich dazu da waren, der Ukraine mehr Zeit zum Aufrüsten und zur kriegerischen Vorbereitung zu geben:

•Die perfekte Illustration der eigentlichen Motive und Absichten des Westens in der letzten Dekade, im Hinblick auf die Ukraine und Russland•

Am Ukrainekrieg sind Washington D.C., Berlin, Paris, Brüssel [EU/ NATO] und deren Handlanger aus dem Kiewer Regime ab 2014 schuld.
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Verkehrte Welt

Der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki hat heute Folgende Aussage von sich, die er in 🇩🇪 machte, über Twitter weitergereicht:

"PM @MorawieckiM in #Berlin:
Die Niederlage der
#Ukraine könnte ein Vorspiel zum Dritten Weltkrieg werden, daher gibt es heute keinen Grund, die Unterstützung für Kiew zu blockieren und die Angelegenheit auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Ich fordere die Bundesregierung auf, entschlossen zu handeln und alle Arten von Waffen an die Ukraine zu liefern."

Wenn die Deutschen als aktive Teilnehmer in den ukrainisch-russischen Krieg einsteigen, wird die Wahrscheinlichkeit für einen Dritten Weltkrieg extrem erhöht, nicht anders herum.

Und ich schätze es, dass die Polen den bestimmten Artikel hier im Tweet nutzten: "The defeat" anstelle von "A defeat".
Zweiteres hätte noch einen hypothetischen Hauch gehabt. Ersteres hingegen ist eher ein unbeabsichtigt ehrliches Postulat darüber, dass Warschau um die unausweichliche 🇺🇦 Niederlage im Klaren ist.
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