Alle zusammen gegen den Faschismus - #riseup4rojava – Telegram
Alle zusammen gegen den Faschismus - #riseup4rojava
3.11K subscribers
640 photos
279 videos
17 files
507 links
Über dann Kanal können auch spontan Ankündigungen zu Aktionen verbreitet werden.
Download Telegram
Das kurdische Flüchtlingscamp Mexmûr im Nordirak - Zwischen Krieg, Embargo und Selbstverwaltung

Online-Veranstaltung von Civaka Azad am Donnerstag, den 7. Mai ab 19 Uhr.

Mit Heike Geisweid und Besra Güler (Menschenrechtsverein MAF-DAD e.V.), Zaklin Nastic (Bundestagsabgeordnete von der Fraktion Die Linke), Emine Gözen (Initiative für Frieden und Hoffnung in Kurdistan e.V.) und einer Liveschalte nach Mexmûr.

Die Veranstaltung kann am 7. Mai ab 19 Uhr unter folgendem Link aufgerufen werden: https://civaka-azad.org/mexmur/
Die Corona-Zeit wird von vielen ja auch zum Lesen genutzt. Bei Civaka-Azad findet ihre eine Übersicht von vielen interessanten Broschüren: https://civaka-azad.org/service/broschueren/
Forwarded from YXK & JXK Channel
Völkermordprozess gegen IS-Mitglied

In Frankfurt findet mit dem Prozess gegen Taha A.-J. das weltweit erste Strafverfahren gegen einen Täter des IS im Zusammenhang mit dem Genozid an den Eziden statt. Erstmals wird explizit der Straftatbestand des Genozids mit verhandelt.

https://yeniozgurpolitika.net/volkermordprozess-gegen-is-mitglied/
#HealthcareNotWarfare *Bundesweiter Aktionstag am 19. Mai - Gegen Rüstungsproduktion und Krieg. Für Gesundheitsversorgung für alle!*

*Die Welt steht auf dem Kopf*
Aber nicht für alle. Während das soziale und kulturelle Leben zeitweise fast vollständig zum Erliegen kommt und Verbote und Einschränkungen der Versammlungsfreiheit ohne verfassungsrechtliche Grundlage erlassen werden, geht die Rüstungsproduktion bei den deutschen Konzernen Rheinmetall und Krauss Maffei Wegmann weiter als wäre nichts.

Zeit zum Umdenken: Pflegepersonal statt Soldat*innen! Medizinische
Ausstattung statt Kriegsgerät!

https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/post/2020/05/04/healthcarenotwarfare-bundesweiter-aktionstag-am-19-mai/
Liane Berkowitz
07. August 1923 - 05. August 1943
Liane Berkowitz
07. August 1923 - 05. August 1943

Liane Berkowitz wird am 7. August 1923 in Berlin als Tochter des aus der Sowjetunion geflohenen russischen Kapellmeisters Viktor Wasiljew geboren. Nach dem Tode ihres Vaters wird sie 1930 von Henry Berkowitz adoptiert, der nach seiner Ehescheidung 1939 ins Ausland emigriert. Liane Berkowitz spricht fließend Russisch und besucht die Heilsche Abendschule. Sie lernt Fritz Thiel und ihren späteren Verlobten Friedrich Rehmer kennen, mit denen sie an den Schulungszirkeln von John Graudenz teilnimmt. Liane Berkowitz beteiligt sich mit Otto Gollnow an der Zettelklebeaktion vom 17./18. August 1942 gegen die antisowjetische Propagandaausstellung "Das Sowjetparadies". Am 26. September 1942 wird sie verhaftet und am 18. Januar 1943 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt. Im Berliner Frauenstrafgefängnis Barnimstraße bringt sie am 12. April 1943 ihre Tochter Irene zur Welt. Sie wird ab Juli 1943 von der Großmutter betreut und fällt im Oktober 1943 vermutlich einer NS-Krankenmordaktion im Krankenhaus Eberswalde zum Opfer. Liane Berkowitz wird am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet. Zuvor hat Adolf Hitler am 21. Juli 1943 persönlich die Gnadensuche von 17 Mitgliedern der Berliner Roten Kapelle abgelehnt. Selbst das Reichskriegsgericht hat ihm empfohlen, die 22-jährige Keramikerin Cato Bontjes van Beek und die 19-jährige Schülerin Liane Berkowitz zu begnadigen. Hitler lehnt dies ausdrücklich ab und lässt seine Entscheidung vom Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Wilhelm Keitel, gegenzeichnen.
Theodor Neubauer
12. Dezember 1890 - 05. Februar 1945
Theodor Neubauer
12. Dezember 1890 - 05. Februar 1945

Theodor Neubauer, 1890 in Ermschwerdt geboren, wächst als Sohn eines Gutsinspektors in einem konservativen Elternhaus auf. Er studiert Geschichte und neuere Fremdsprachen in Brüssel, Jena und Berlin. Nach der Promotion in Jena 1913 wird er Lehrer, meldet sich am Beginn des Ersten Weltkrieges freiwillig als Soldat und kehrt desillusioniert 1917 zurück. Nach der Novemberrevolution schließt er sich zunächst der Deutschen Demokratischen Partei an, wechselt zur USPD und schließt sich mit deren linken Flügel 1920 der KPD an. Von 1921 bis 1924 ist er thüringischer Landtagsabgeordneter, 1923 auch Staatsrat in der Thüringer Arbeiterregierung. Von 1924 bis 1933 vertritt er die KPD im Reichstag. Seit 1930 lebt Neubauer als Reichstagsabgeordneter in Berlin. Er wird im August 1933 erstmals festgenommen und im Herbst 1934 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Anschließend halten ihn die Nationalsozialisten in verschiedenen Konzentrationslagern gefangen. Erst im Sommer 1939 wird Neubauer entlassen und lebt seitdem bei seiner Familie in Tabarz (Thüringen). Zusammen mit Magnus Poser baut er seit Anfang 1942 eine Widerstandsgruppe auf. Seit Herbst 1943 stellt die Widerstandsorganisation um Theodor Neubauer mindestens fünf verschiedene Flugblätter mit einer Auflage von bis zu 1.500 Exemplaren her. Neubauer und seine Freunde erinnern darin an die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen in den besetzten Gebieten Europas und an den Völkermord, der von den Deutschen an den europäischen Juden begangen wird. Sie fordern die Deutschen auf, sich von der dafür verantwortlichen nationalsozialistischen Regierung zu lösen und mit allen Kräften auf die rasche Beendigung des Krieges hinzuwirken. Im Juli 1944 wird Theodor Neubauer festgenommen, im Januar 1945 zum Tode verurteilt und am 5. Februar 1945 in Brandenburg-Görden ermordet.
Judith Auer
19. September 1905 - 27. Oktober 1944

Judith Vallentin kommt als Tochter des kommunistischen Schriftstellers Erich Vallentin 1905 in Zürich zur Welt. Bereits als Studentin schließt sie sich dem Kommunistischen Jugendverband (KJVD) an und übernimmt 1925 die Organisationsleitung einer Weddinger KJVD-Gruppe. 1927 tritt sie der KPD bei. Seit den dreißiger Jahren arbeitet Judith Auer als Einkäuferin im Berliner Kabelwerk Oberspree. Sie sammelt Nachrichten und hilft verfolgten Kommunisten. 1942/43 stößt sie zur Widerstandsorganisation um Anton Saefkow und bietet Franz Jacob nach seiner Flucht aus Hamburg ein Versteck. Sie reist mehrmals als Kurierin nach Mitteldeutschland und knüpft Verbindungen zur Widerstandsgruppe um Theodor Neubauer. Am 7. Juli 1944 wird Judith Auer festgenommen, am 6. September 1944 zum Tode verurteilt und am 27. Oktober 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Judith Auer
19. September 1905 - 27. Oktober 1944
Johanna Kirchner
24. April 1889 - 09. Juni 1944
Aus einer alten sozialdemokratischen Familie in Frankfurt am Main stammend, gehört Johanna Kirchner seit dem 14. Lebensjahr der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ), dann der SPD an, arbeitet für die Arbeiterwohlfahrt und als Zeitungskorrespondentin auf Partei- und Gewerkschaftskongressen. Als 1933 gegen sie ein Haftbefehl erlassen wird, befindet sie sich auf einer Reise in die Schweiz, um für andere Verfolgte des NS-Regimes Fluchthilfe zu organisieren. Sie emigriert zunächst ins Saargebiet, beteiligt sich an den Vorbereitungen zur Saarabstimmung und muss im Januar 1935 weiter flüchten. Im französischen Forbach, nahe der deutschen Grenze, bleibt sie mit dem Kampf der deutschen Hitlergegner eng verbunden und steht mit kommunistischen Gruppen in Kontakt. Als Mitarbeiterin der Beratungsstelle für Saarflüchtlinge gibt sie ab 1936 mit Emil Kirschmann ein Informationsblatt heraus und wird 1937 Mitglied des in Straßburg gegründeten Hilfskomitees für die Saar-Pfalz. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wird Johanna Kirchner auf Erlass der französischen Regierung interniert. Obwohl es zunächst gelingt, sie mit Hilfe französischer Freunde aus dem Lager Gurs zu befreien, wird sie später von der Vichy-Regierung an Deutschland ausgeliefert. Seit dem 9. Juni 1942 in Deutschland Gestapo-Vernehmungen ausgesetzt, verurteilt sie der Volksgerichtshof im Mai 1943 zu 10 Jahren Zuchthaus. In einem Wiederaufnahmeverfahren wird sie vom Volksgerichtshof am 21. April 1944 zum Tode verurteilt und am 9. Juni 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Ingeborg Kummerow
23. August 1912 - 5. August 1943

geboren am 23. August 1912
festgenommen Anfang Dezember 1942
ermordet in Plötzensee
am 5. August 1943
Hilde Ephraim
01. April 1905 - 20. 09.1940
Hilde Ephraim
01. April 1905 - 20. 09.1940

Die Fürsorgerin Hilde Ephraim ist nach Stefan Szendes Verhaftung 1935 in der Berliner Organisation der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) zunächst an der Seite von Franz Huber, später von Herbert Heerklotz tätig. Die verbliebenen ca. 200 SAP-Mitglieder, die in Fünfer- bzw. Dreiergruppen organisiert sind, kennen sich kaum mehr untereinander. Nur je ein Mitglied darf die Verbindung zur nächsten Ebene halten. Treffen dienen dem Austausch von Informationen und Erfahrungen, der Vorbereitung von Hilfen für Verfolgte und ihre Familien oder der Betreuung von Haftentlassenen. Aufgrund ihrer Kontakte zu jüdischen Hilfsorganisationen unterstützt auch Hilde Ephraim, die selbst jüdischer Herkunft ist, andere Gefährdete. Im Frühjahr 1936 wird sie verhaftet und bei den Verhören von Gestapobeamten schwer misshandelt. Der Volksgerichtshof verurteilt sie am 25. Juni 1937 zu vier Jahren Zuchthaus, die sie in Lübeck und Amberg (Bayern) verbüßt. Hilde Ephraim wird am 20. September 1940 in der Tötungsanstalt Hartheim bei Linz ermordet.
Franz Jacob
09. August 1906 - 18. September 1944
Franz Jacob
09. August 1906 - 18. September 1944


Franz Jacob, 1906 in Hamburg geboren, wächst in einer Arbeiterfamilie auf und wird Maschinenschlosser. 1920 schließt er sich der Sozialistischen Arbeiterjugend und der SPD an, tritt aber 1925 dem Kommunistischen Jugendverband und der KPD bei. 1932 ist er für die KPD jüngstes Mitglied in der Hamburger Bürgerschaft. Mitte August 1933 wird Jacob in Berlin festgenommen und nach der Verbüßung einer Zuchthausstrafe von 1936 bis 1940 im KZ Sachsenhausen festgehalten. Unmittelbar nach seiner Entlassung nimmt er Verbindung zu seinen politischen Freunden auf. Er findet Arbeit auf einer Werft und gehört bald zum Führungskern der Organisation um Bernhard Bästlein. Als im Oktober 1942 eine Verhaftungswelle in Hamburg beginnt, taucht Franz Jacob in Berlin unter und baut seit 1943 mit Anton Saefkow eine neue Widerstandsorganisation auf. Die Widerstandsorganisation um Anton Saefkow und Franz Jacob orientiert sich wiederholt an den Rundfunksendungen des Nationalkomitees „Freies Deutschland“. Verbindungsleute gibt es in Betrieben, in denen illegale Arbeitergruppen bestehen. Ebenso wichtig sind aber Einzelne, die Verbindungen zu anderen Widerstandsgruppen im Reich halten, Verfolgten mit Lebensmittelkarten oder Ausweisen helfen und Kontakt zu Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern herstellen. Saefkow will mit seinen Freunden eine möglichst breite Basis für den Widerstand gegen Hitler schaffen. Die Organisation um Saefkow, Jacob und Bästlein ist sich bewusst, dass nicht alle „Soldaten des Klassenkampfes“ gewonnen werden können. Sie erkennen die Grenzen des Widerstands: Viele Arbeiter sind nicht willens, sich gegen das NS-Regime zu erheben. Daher sollen nur kleine und besonders zuverlässige „Kadergruppen“ eine angemessene Vorbereitung auf den Tag des Umsturzversuches gewährleisten. Die Bildung von Betriebsgruppen soll vor allem der „Mobilisierung von Kräften“ dienen. Gemeinsam mit Anton Saefkow wird Franz Jacob Anfang Juli 1944 festgenommen, am 5. September 1944 durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 18. September 1944 in Brandenburg-Görden ermordet.