Alle zusammen gegen den Faschismus - #riseup4rojava – Telegram
Alle zusammen gegen den Faschismus - #riseup4rojava
3.11K subscribers
640 photos
279 videos
17 files
507 links
Über dann Kanal können auch spontan Ankündigungen zu Aktionen verbreitet werden.
Download Telegram
Judith Auer
19. September 1905 - 27. Oktober 1944

Judith Vallentin kommt als Tochter des kommunistischen Schriftstellers Erich Vallentin 1905 in Zürich zur Welt. Bereits als Studentin schließt sie sich dem Kommunistischen Jugendverband (KJVD) an und übernimmt 1925 die Organisationsleitung einer Weddinger KJVD-Gruppe. 1927 tritt sie der KPD bei. Seit den dreißiger Jahren arbeitet Judith Auer als Einkäuferin im Berliner Kabelwerk Oberspree. Sie sammelt Nachrichten und hilft verfolgten Kommunisten. 1942/43 stößt sie zur Widerstandsorganisation um Anton Saefkow und bietet Franz Jacob nach seiner Flucht aus Hamburg ein Versteck. Sie reist mehrmals als Kurierin nach Mitteldeutschland und knüpft Verbindungen zur Widerstandsgruppe um Theodor Neubauer. Am 7. Juli 1944 wird Judith Auer festgenommen, am 6. September 1944 zum Tode verurteilt und am 27. Oktober 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Judith Auer
19. September 1905 - 27. Oktober 1944
Johanna Kirchner
24. April 1889 - 09. Juni 1944
Aus einer alten sozialdemokratischen Familie in Frankfurt am Main stammend, gehört Johanna Kirchner seit dem 14. Lebensjahr der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ), dann der SPD an, arbeitet für die Arbeiterwohlfahrt und als Zeitungskorrespondentin auf Partei- und Gewerkschaftskongressen. Als 1933 gegen sie ein Haftbefehl erlassen wird, befindet sie sich auf einer Reise in die Schweiz, um für andere Verfolgte des NS-Regimes Fluchthilfe zu organisieren. Sie emigriert zunächst ins Saargebiet, beteiligt sich an den Vorbereitungen zur Saarabstimmung und muss im Januar 1935 weiter flüchten. Im französischen Forbach, nahe der deutschen Grenze, bleibt sie mit dem Kampf der deutschen Hitlergegner eng verbunden und steht mit kommunistischen Gruppen in Kontakt. Als Mitarbeiterin der Beratungsstelle für Saarflüchtlinge gibt sie ab 1936 mit Emil Kirschmann ein Informationsblatt heraus und wird 1937 Mitglied des in Straßburg gegründeten Hilfskomitees für die Saar-Pfalz. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wird Johanna Kirchner auf Erlass der französischen Regierung interniert. Obwohl es zunächst gelingt, sie mit Hilfe französischer Freunde aus dem Lager Gurs zu befreien, wird sie später von der Vichy-Regierung an Deutschland ausgeliefert. Seit dem 9. Juni 1942 in Deutschland Gestapo-Vernehmungen ausgesetzt, verurteilt sie der Volksgerichtshof im Mai 1943 zu 10 Jahren Zuchthaus. In einem Wiederaufnahmeverfahren wird sie vom Volksgerichtshof am 21. April 1944 zum Tode verurteilt und am 9. Juni 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Ingeborg Kummerow
23. August 1912 - 5. August 1943

geboren am 23. August 1912
festgenommen Anfang Dezember 1942
ermordet in Plötzensee
am 5. August 1943
Hilde Ephraim
01. April 1905 - 20. 09.1940
Hilde Ephraim
01. April 1905 - 20. 09.1940

Die Fürsorgerin Hilde Ephraim ist nach Stefan Szendes Verhaftung 1935 in der Berliner Organisation der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) zunächst an der Seite von Franz Huber, später von Herbert Heerklotz tätig. Die verbliebenen ca. 200 SAP-Mitglieder, die in Fünfer- bzw. Dreiergruppen organisiert sind, kennen sich kaum mehr untereinander. Nur je ein Mitglied darf die Verbindung zur nächsten Ebene halten. Treffen dienen dem Austausch von Informationen und Erfahrungen, der Vorbereitung von Hilfen für Verfolgte und ihre Familien oder der Betreuung von Haftentlassenen. Aufgrund ihrer Kontakte zu jüdischen Hilfsorganisationen unterstützt auch Hilde Ephraim, die selbst jüdischer Herkunft ist, andere Gefährdete. Im Frühjahr 1936 wird sie verhaftet und bei den Verhören von Gestapobeamten schwer misshandelt. Der Volksgerichtshof verurteilt sie am 25. Juni 1937 zu vier Jahren Zuchthaus, die sie in Lübeck und Amberg (Bayern) verbüßt. Hilde Ephraim wird am 20. September 1940 in der Tötungsanstalt Hartheim bei Linz ermordet.
Franz Jacob
09. August 1906 - 18. September 1944
Franz Jacob
09. August 1906 - 18. September 1944


Franz Jacob, 1906 in Hamburg geboren, wächst in einer Arbeiterfamilie auf und wird Maschinenschlosser. 1920 schließt er sich der Sozialistischen Arbeiterjugend und der SPD an, tritt aber 1925 dem Kommunistischen Jugendverband und der KPD bei. 1932 ist er für die KPD jüngstes Mitglied in der Hamburger Bürgerschaft. Mitte August 1933 wird Jacob in Berlin festgenommen und nach der Verbüßung einer Zuchthausstrafe von 1936 bis 1940 im KZ Sachsenhausen festgehalten. Unmittelbar nach seiner Entlassung nimmt er Verbindung zu seinen politischen Freunden auf. Er findet Arbeit auf einer Werft und gehört bald zum Führungskern der Organisation um Bernhard Bästlein. Als im Oktober 1942 eine Verhaftungswelle in Hamburg beginnt, taucht Franz Jacob in Berlin unter und baut seit 1943 mit Anton Saefkow eine neue Widerstandsorganisation auf. Die Widerstandsorganisation um Anton Saefkow und Franz Jacob orientiert sich wiederholt an den Rundfunksendungen des Nationalkomitees „Freies Deutschland“. Verbindungsleute gibt es in Betrieben, in denen illegale Arbeitergruppen bestehen. Ebenso wichtig sind aber Einzelne, die Verbindungen zu anderen Widerstandsgruppen im Reich halten, Verfolgten mit Lebensmittelkarten oder Ausweisen helfen und Kontakt zu Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern herstellen. Saefkow will mit seinen Freunden eine möglichst breite Basis für den Widerstand gegen Hitler schaffen. Die Organisation um Saefkow, Jacob und Bästlein ist sich bewusst, dass nicht alle „Soldaten des Klassenkampfes“ gewonnen werden können. Sie erkennen die Grenzen des Widerstands: Viele Arbeiter sind nicht willens, sich gegen das NS-Regime zu erheben. Daher sollen nur kleine und besonders zuverlässige „Kadergruppen“ eine angemessene Vorbereitung auf den Tag des Umsturzversuches gewährleisten. Die Bildung von Betriebsgruppen soll vor allem der „Mobilisierung von Kräften“ dienen. Gemeinsam mit Anton Saefkow wird Franz Jacob Anfang Juli 1944 festgenommen, am 5. September 1944 durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 18. September 1944 in Brandenburg-Görden ermordet.
Eva-Maria Buch
31. Januar 1921 - 5. August 1943

Studentin
geboren am 31. Januar 1921
festgenommen am 11. Oktober 1942
ermordet in Plötzensee
am 5. August 1943
Cora Berliner
23. Januar 1890 - 1942
Cora Berliner
23. Januar 1890 - 1942

Cora Berliner studiert Mathematik und Staats- und Rechtswissenschaft in Berlin und Heidelberg und promoviert 1916. Bis 1919 ist sie Angestellte der Stadtverwaltung Schöneberg, daneben Dezernentin, später Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzende beim „Verband jüdischer Jugendvereine” in Heidelberg. Als Angestellte des Reichswirtschaftsministeriums tritt sie in den Staatsdienst ein, wird 1923 Regierungsrätin und Leiterin im Reichswirtschaftsamt, 1927 geht sie als Beraterin in der Wirtschaftsabteilung der deutschen Botschaft nach London und wird 1930 Professorin für Wirtschaftswissenschaften am Berufspädagogischen Institut in Berlin. 1933 wird Cora Berliner aus dem Staatsdienst entlassen und arbeitet anschließend für die Reichsvertretung der deutschen Juden/Reichsvereinigung der Juden in Deutschland unter anderem als Leiterin der Auswanderungsabteilung und kümmert sich – als stellvertretendes Vorsitzende des Jüdischen Frauenbundes – besonders um die Auswanderung von Mädchen und Frauen. Sie setzt sich für die Errichtung des Jüdischen Seminars für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen ein, für das jüdische Fürsorgewesen und die berufspolitischen Interessen der Fürsorgerinnen. Am 24./26. Juni 1942 wird Cora Berliner mit dem „Straftransport” vermutlich ins weißrussische Minsk deportiert und in dem zwölf Kilometer entfernten Vorort Maly Trostinez ermordet.
Bernhard Bästlein
03. Dezember 1894 - 18. September 1944
Bernhard Bästlein
03. Dezember 1894 - 18. September 1944

Bernhard Bästlein, 1894 geboren, wächst in einer sozialdemokratischen Hamburger Arbeiterfamilie auf und wird Feinmechaniker. 1912 tritt er dem Metallarbeiterverband und der SPD bei. Nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg wird Bästlein in einen Soldatenrat gewählt und engagiert sich für die USPD. Gemeinsam mit seiner Frau Johanna schließt er sich 1920 der KPD an, emigriert nach seiner Teilnahme an der kommunistischen „März-Aktion“ in Hamburg 1921 in die Sowjetunion, kehrt 1923 zurück und arbeitet bis 1931 als Redakteur bei verschiedenen kommunistischen Zeitungen. 1931 Politischer Leiter des KPD-Bezirks Mittelrhein, wird er 1932 in den Preußischen Landtag und bei den Märzwahlen des Jahres 1933 in den Reichstag gewählt. Bereits im Mai 1933 festgenommen, erfolgt nach der Verbüßung einer Zuchthausstrafe 1936 seine Einlieferung in das Konzentrationslager Esterwegen. Nach der Entlassung aus dem KZ Sachsenhausen 1940 findet er Arbeit als Feinmechaniker und nimmt erneut Kontakt zu Gesinnungsfreunden auf, mit denen er eine Widerstandsgruppe aufbaut. Im Winter 1941 bildet sich ein Führungskern um Oskar Reincke, Franz Jacob und Bernhard Bästlein.

Bästlein wird im Oktober 1942 an seiner Arbeitsstelle festgenommen. Als er zu fliehen versucht, wird er angeschossen, zunächst in die Haftanstalt Fuhlsbüttel eingeliefert und schwer gefoltert. Im Sommer 1943 wird er nach Berlin verlegt. Als am 30. Januar 1944 bei einem Luftangriff das Gefängnis in Plötzensee beschädigt wird, kann Bästlein fliehen. Er sucht Anschluss an die kommunistische Widerstandsorganisation um Franz Jacob und Anton Saefkow und wird im Mai 1944 Mitglied ihrer Berliner Leitung. Am 30. Mai 1944 erneut festgenommen, wird Bernhard Bästlein am 5. September zum Tode verurteilt und am 18. September 1944 in Brandenburg-Görden ermordet.
Forwarded from YXK & JXK Channel
This media is not supported in your browser
VIEW IN TELEGRAM
Todeslisten-Unterhaltung im türkischen Live-TV

Erdogan-Anhängerinnen geben im TV bekannt, dass sie Todeslisten über ihre Nachbar*innen führen und sollte es zu einem Aufstand gegen Erdogan kommen, würden sie alle auf der Liste töten.
Sevda Noyan (links) sagt, ihre Familie wäre sogar dazu in der Lage, 50 Leute zu töten, um Erdogan zu verteidigen. Oppositionelle sollen sich in Acht nehmen und wohl mit dem Schlimmsten rechnen.
So sehen mittlerweile die Fernsehsender in der Türkei aus. Öffentlich kann die Anhängerschaft Erdogans im Fernsehen von ihren Mordplänen berichten.
🚩100 x 50€ für eine mobile Klinik in Rojava 🚩
Die Interventionistische Linke sucht hundert Menschen, WG's und Projekte, die mit 50€ das Gesundheitssystem in Rojava/Nordsyrien stärken. Die Kampagne geht auf die Städtepartnerschaft von Friedrichshain-Kreuzberg mit Derik zurück. Für das benötigte Fahrzeug wurden bereits 25 000 Euro gespendet – nun wird für die medizinisch-technische Ausstattung weiter gesammelt.

Also, falls ihr etwas Geld übrig habt, nutzt das doch, um das Gesundheitssystem in Rojava/Nordsyrien zu stärken!
Hoch die internationale #COVIDー19 Solidarität ✌️

Spenden könnt ihr hier:
Staedtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik e.V. IBAN: DE54 4306 0967 1225 6804 00 BIC: GENODEM1GLS GLS Bank Verwendungszweck: „100 x 50 Mobile Klinik“
https://twitter.com/IL_Berlin/status/1260521315791974400
In Hamburg findet zum Aktionstag "Healthcare not Warfare" eine Kundgebung vor dem Türkischen Konsulat statt.
18:00Uhr Hamburg - Dammtor