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Franz Jacob
09. August 1906 - 18. September 1944
Franz Jacob
09. August 1906 - 18. September 1944


Franz Jacob, 1906 in Hamburg geboren, wächst in einer Arbeiterfamilie auf und wird Maschinenschlosser. 1920 schließt er sich der Sozialistischen Arbeiterjugend und der SPD an, tritt aber 1925 dem Kommunistischen Jugendverband und der KPD bei. 1932 ist er für die KPD jüngstes Mitglied in der Hamburger Bürgerschaft. Mitte August 1933 wird Jacob in Berlin festgenommen und nach der Verbüßung einer Zuchthausstrafe von 1936 bis 1940 im KZ Sachsenhausen festgehalten. Unmittelbar nach seiner Entlassung nimmt er Verbindung zu seinen politischen Freunden auf. Er findet Arbeit auf einer Werft und gehört bald zum Führungskern der Organisation um Bernhard Bästlein. Als im Oktober 1942 eine Verhaftungswelle in Hamburg beginnt, taucht Franz Jacob in Berlin unter und baut seit 1943 mit Anton Saefkow eine neue Widerstandsorganisation auf. Die Widerstandsorganisation um Anton Saefkow und Franz Jacob orientiert sich wiederholt an den Rundfunksendungen des Nationalkomitees „Freies Deutschland“. Verbindungsleute gibt es in Betrieben, in denen illegale Arbeitergruppen bestehen. Ebenso wichtig sind aber Einzelne, die Verbindungen zu anderen Widerstandsgruppen im Reich halten, Verfolgten mit Lebensmittelkarten oder Ausweisen helfen und Kontakt zu Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern herstellen. Saefkow will mit seinen Freunden eine möglichst breite Basis für den Widerstand gegen Hitler schaffen. Die Organisation um Saefkow, Jacob und Bästlein ist sich bewusst, dass nicht alle „Soldaten des Klassenkampfes“ gewonnen werden können. Sie erkennen die Grenzen des Widerstands: Viele Arbeiter sind nicht willens, sich gegen das NS-Regime zu erheben. Daher sollen nur kleine und besonders zuverlässige „Kadergruppen“ eine angemessene Vorbereitung auf den Tag des Umsturzversuches gewährleisten. Die Bildung von Betriebsgruppen soll vor allem der „Mobilisierung von Kräften“ dienen. Gemeinsam mit Anton Saefkow wird Franz Jacob Anfang Juli 1944 festgenommen, am 5. September 1944 durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 18. September 1944 in Brandenburg-Görden ermordet.
Eva-Maria Buch
31. Januar 1921 - 5. August 1943

Studentin
geboren am 31. Januar 1921
festgenommen am 11. Oktober 1942
ermordet in Plötzensee
am 5. August 1943
Cora Berliner
23. Januar 1890 - 1942
Cora Berliner
23. Januar 1890 - 1942

Cora Berliner studiert Mathematik und Staats- und Rechtswissenschaft in Berlin und Heidelberg und promoviert 1916. Bis 1919 ist sie Angestellte der Stadtverwaltung Schöneberg, daneben Dezernentin, später Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzende beim „Verband jüdischer Jugendvereine” in Heidelberg. Als Angestellte des Reichswirtschaftsministeriums tritt sie in den Staatsdienst ein, wird 1923 Regierungsrätin und Leiterin im Reichswirtschaftsamt, 1927 geht sie als Beraterin in der Wirtschaftsabteilung der deutschen Botschaft nach London und wird 1930 Professorin für Wirtschaftswissenschaften am Berufspädagogischen Institut in Berlin. 1933 wird Cora Berliner aus dem Staatsdienst entlassen und arbeitet anschließend für die Reichsvertretung der deutschen Juden/Reichsvereinigung der Juden in Deutschland unter anderem als Leiterin der Auswanderungsabteilung und kümmert sich – als stellvertretendes Vorsitzende des Jüdischen Frauenbundes – besonders um die Auswanderung von Mädchen und Frauen. Sie setzt sich für die Errichtung des Jüdischen Seminars für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen ein, für das jüdische Fürsorgewesen und die berufspolitischen Interessen der Fürsorgerinnen. Am 24./26. Juni 1942 wird Cora Berliner mit dem „Straftransport” vermutlich ins weißrussische Minsk deportiert und in dem zwölf Kilometer entfernten Vorort Maly Trostinez ermordet.
Bernhard Bästlein
03. Dezember 1894 - 18. September 1944
Bernhard Bästlein
03. Dezember 1894 - 18. September 1944

Bernhard Bästlein, 1894 geboren, wächst in einer sozialdemokratischen Hamburger Arbeiterfamilie auf und wird Feinmechaniker. 1912 tritt er dem Metallarbeiterverband und der SPD bei. Nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg wird Bästlein in einen Soldatenrat gewählt und engagiert sich für die USPD. Gemeinsam mit seiner Frau Johanna schließt er sich 1920 der KPD an, emigriert nach seiner Teilnahme an der kommunistischen „März-Aktion“ in Hamburg 1921 in die Sowjetunion, kehrt 1923 zurück und arbeitet bis 1931 als Redakteur bei verschiedenen kommunistischen Zeitungen. 1931 Politischer Leiter des KPD-Bezirks Mittelrhein, wird er 1932 in den Preußischen Landtag und bei den Märzwahlen des Jahres 1933 in den Reichstag gewählt. Bereits im Mai 1933 festgenommen, erfolgt nach der Verbüßung einer Zuchthausstrafe 1936 seine Einlieferung in das Konzentrationslager Esterwegen. Nach der Entlassung aus dem KZ Sachsenhausen 1940 findet er Arbeit als Feinmechaniker und nimmt erneut Kontakt zu Gesinnungsfreunden auf, mit denen er eine Widerstandsgruppe aufbaut. Im Winter 1941 bildet sich ein Führungskern um Oskar Reincke, Franz Jacob und Bernhard Bästlein.

Bästlein wird im Oktober 1942 an seiner Arbeitsstelle festgenommen. Als er zu fliehen versucht, wird er angeschossen, zunächst in die Haftanstalt Fuhlsbüttel eingeliefert und schwer gefoltert. Im Sommer 1943 wird er nach Berlin verlegt. Als am 30. Januar 1944 bei einem Luftangriff das Gefängnis in Plötzensee beschädigt wird, kann Bästlein fliehen. Er sucht Anschluss an die kommunistische Widerstandsorganisation um Franz Jacob und Anton Saefkow und wird im Mai 1944 Mitglied ihrer Berliner Leitung. Am 30. Mai 1944 erneut festgenommen, wird Bernhard Bästlein am 5. September zum Tode verurteilt und am 18. September 1944 in Brandenburg-Görden ermordet.
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Todeslisten-Unterhaltung im türkischen Live-TV

Erdogan-Anhängerinnen geben im TV bekannt, dass sie Todeslisten über ihre Nachbar*innen führen und sollte es zu einem Aufstand gegen Erdogan kommen, würden sie alle auf der Liste töten.
Sevda Noyan (links) sagt, ihre Familie wäre sogar dazu in der Lage, 50 Leute zu töten, um Erdogan zu verteidigen. Oppositionelle sollen sich in Acht nehmen und wohl mit dem Schlimmsten rechnen.
So sehen mittlerweile die Fernsehsender in der Türkei aus. Öffentlich kann die Anhängerschaft Erdogans im Fernsehen von ihren Mordplänen berichten.
🚩100 x 50€ für eine mobile Klinik in Rojava 🚩
Die Interventionistische Linke sucht hundert Menschen, WG's und Projekte, die mit 50€ das Gesundheitssystem in Rojava/Nordsyrien stärken. Die Kampagne geht auf die Städtepartnerschaft von Friedrichshain-Kreuzberg mit Derik zurück. Für das benötigte Fahrzeug wurden bereits 25 000 Euro gespendet – nun wird für die medizinisch-technische Ausstattung weiter gesammelt.

Also, falls ihr etwas Geld übrig habt, nutzt das doch, um das Gesundheitssystem in Rojava/Nordsyrien zu stärken!
Hoch die internationale #COVIDー19 Solidarität ✌️

Spenden könnt ihr hier:
Staedtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik e.V. IBAN: DE54 4306 0967 1225 6804 00 BIC: GENODEM1GLS GLS Bank Verwendungszweck: „100 x 50 Mobile Klinik“
https://twitter.com/IL_Berlin/status/1260521315791974400
In Hamburg findet zum Aktionstag "Healthcare not Warfare" eine Kundgebung vor dem Türkischen Konsulat statt.
18:00Uhr Hamburg - Dammtor
Hallo alle,
heute geht eine Spendenkampagne mit dem Namen "Water for Rojava" online. Zur Verbreitung dieser benötigen wir eure Hilfe. Leitete gerne den Link weiter und sprecht Menschen in eurem Bekanntenkreis an. Wenn ihr selber spenden wollt, wäre das super direkt in den ersten 24h zu tun - so kriegt die Kampagne einen Boost direkt am Anfang!
https://www.crowdfunder.co.uk/water-for-rojava
Onlineveranstaltung von Civaka Azad: Ein Staat, drei Fronten: Kriege der Türkei in Kurdistan

Live am kommenden Donnerstag (28.05.) um 19 Uhr

Wir wollen über die Kriege der Türkei in Kurdistan mit zwei Kennerinnen der Region sprechen:
- Die kurdische Politikerin und Nahostexpertin Nilüfer Koç. Sie war von 2013 bis 2019 Ko-Vorsitzende des KNK (Nationalkongress von Kurdistan).
- Feleknas Uca ist seit dem Jahr 2015 Abgeordnete der Demokratischen Partei der Völker (HDP) im türkischen Parlament.

Die Veranstaltung kann am 28. Mai ab 19 Uhr unter folgenden Links aufgerufen werden:
https://civaka-azad.org/live
https://youtu.be/UCzU4nCTfy8
Hallo alle,
Noch 13 Tage ist eine Spendenkampagne mit dem Namen "Water for Rojava- Wasser für Rojava“ online. Zur Verbreitung dieser benötigen wir eure Hilfe. Leite gerne den Link weiter und sprecht Menschen in eurem Bekanntenkreis an, und gerne, spenden WATER FOR ROJAVA!
Zur deutschsprachigen Seite:
https://www.crowdfunder.co.uk/water-for-rojava-1.