дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland und Belarus in deutscher Übersetzung |
„Das unbestrafte Böse wächst“
Für seinen Einsatz für Menschenrechte und die strafrechtliche Verfolgung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit hat das ukrainische Zentrum für bürgerliche Freiheiten im Jahr 2022 den
Am Mittwoch hat das russische Justizministerium drei weitere Organisationen als "unerwünscht" eingestuft und so verboten.
Darunter auch das ukrainische Zentrum für bürgerliche Freiheiten.
Die Leiterin der Menschenrechtsorganisation im Interview:
dekoder.org/de/article/matwiitschuk-friedensnobelpreis-verbrechen-krieg-ukraine (Archiv)
Darunter auch das ukrainische Zentrum für bürgerliche Freiheiten.
Die Leiterin der Menschenrechtsorganisation im Interview:
dekoder.org/de/article/matwiitschuk-friedensnobelpreis-verbrechen-krieg-ukraine (Archiv)
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Eine Satire in vier Episoden: Der belarussische Film „Processes” verarbeitet die neueste Geschichte von Belarus seit den Protesten 2020 – führt sie ad absurdum und zieht sie ins Lächerliche
👉https://www.filmfestival-goeast.de/filme/processes-2/
Zu sehen ist der Streifen auf dem goEast-Filmfestival in Wiesbaden, das von 24.04.–30.04 stattfindet.
Ihr wollt diesen oder einen anderen Film dort sehen, habt aber noch kein Ticket?
dekoder hat die Lösung: Als Medienpartner von goEast verlosen wir unter unseren Klub-Mitgliedern drei Tickets für eine frei wählbare Filmvorstellung auf dem Festival!
Eine kurze Mail an klub@dekoder.org bis Sonntag, 21.04., genügt und ihr seid im Lostopf!
Noch nicht im Klub? Dann werdet Unterstützer*innen und nehmt auch an der Verlosung teil:
👉https://www.dekoder.org/de/klub
👉https://www.filmfestival-goeast.de/filme/processes-2/
Zu sehen ist der Streifen auf dem goEast-Filmfestival in Wiesbaden, das von 24.04.–30.04 stattfindet.
Ihr wollt diesen oder einen anderen Film dort sehen, habt aber noch kein Ticket?
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„Ein neues Leben. Auf den Ruinen des alten. An allen Enden der Welt sitzen sie jetzt genauso im Sand, auf dem Asphalt, auf dem Sofa – Menschen, die vor Krieg und Gefängnis geflüchtet sind, die nicht wissen, wie es weitergeht.“
In einem kleinen Dorf an der Küste Montenegros haben drei dieser Menschen – ein fast vergessener Rockstar aus Sankt Petersburg und ein Schauspielerehepaar aus Kyjiw –gemeinsam ein Theater aufgebaut:
https://www.dekoder.org/de/article/borsykin-montenegro-theater-ukraine
In einem kleinen Dorf an der Küste Montenegros haben drei dieser Menschen – ein fast vergessener Rockstar aus Sankt Petersburg und ein Schauspielerehepaar aus Kyjiw –gemeinsam ein Theater aufgebaut:
https://www.dekoder.org/de/article/borsykin-montenegro-theater-ukraine
❤4
„Da ist eine brutale Repressionsmaschinerie in Gange. Doch das Land ist noch immer nicht auf der inneren Landkarte der Deutschen verortet.”
… deshalb ist dekoder-Redakteur Ingo Petz heute in Baden unterwegs und moderiert „120 Minuten für Belarus” am Theater Freiburg:
Eine Abendveranstaltung mit Musik, Gesprächen und Literatur für mehr Sichtbarkeit eines hierzulande oft übersehenen Landes:
https://theater.freiburg.de/de_DE/spielplan/120-minuten-fuer-belarus.17732064
… deshalb ist dekoder-Redakteur Ingo Petz heute in Baden unterwegs und moderiert „120 Minuten für Belarus” am Theater Freiburg:
Eine Abendveranstaltung mit Musik, Gesprächen und Literatur für mehr Sichtbarkeit eines hierzulande oft übersehenen Landes:
https://theater.freiburg.de/de_DE/spielplan/120-minuten-fuer-belarus.17732064
theater.freiburg.de
Samstag, 20.04.2024 20:00 - 120 Minuten für Belarus
Wer spricht noch von Belarus? Wir vom Theater Freiburg. Zwei Jahre nach unserer Veranstaltung mit Film, Musik und Diskussion vor vollbesetztem Haus machen wir das mittlerweile wieder vergessene und vernachlässigte Land zum Thema einer neuen Veranstaltung.…
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Damit wir auch weiterhin unabhängig und für alle sichtbar veröffentlichen können, brauchen wir Deine Hilfe:
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Der belarussische Schriftsteller Sasha Filipenko ist in seiner Heimat wie international zu einer der wichtigsten Stimmen zu Belarus geworden.
In seinem Roman „Rückkehr nach Ostrog“ hat er 2015/16 den Krieg Russlands gegen die Ukraine quasi vorausgesagt.
Im Interview spricht der Journalist und Autor über politische Gefangene in Belarus, über das Schreiben in einer düsteren Zeit – und warum er sich heute vor Zukunftsprognosen scheut.
https://www.dekoder.org/de/article/filipenko-exil-belarussische-sprache-literatur
In seinem Roman „Rückkehr nach Ostrog“ hat er 2015/16 den Krieg Russlands gegen die Ukraine quasi vorausgesagt.
Im Interview spricht der Journalist und Autor über politische Gefangene in Belarus, über das Schreiben in einer düsteren Zeit – und warum er sich heute vor Zukunftsprognosen scheut.
https://www.dekoder.org/de/article/filipenko-exil-belarussische-sprache-literatur
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„Wir wollten Fotografie als eine Methode der archäologischen Forschung nutzen.
Mit dem Unterschied, dass wir statt physischer Denkmäler Bildwelten ausgraben.“
Zwei postsowjetische Kulturen, ein wiederkehrendes Motiv des „postsowjetischen Zustands“
− wo russische Fotograf*innen die Größe und Vielschichtigkeit des sowjetischen Projekts an sich suchen, blicken armenische Fotograf*innen auf das Persönliche und Lokale.
Bilder einer Ausstellung in Jerewan, die einen Blick auf die Transformationsprozesse im postsowjetischen Raum wirft − eine Erkundung, deren Notwendigkeit durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine noch einmal deutlich geworden sei:
https://www.dekoder.org/de/article/unerforschte-ufer-postsowjetische-fotografie
Mit dem Unterschied, dass wir statt physischer Denkmäler Bildwelten ausgraben.“
Zwei postsowjetische Kulturen, ein wiederkehrendes Motiv des „postsowjetischen Zustands“
− wo russische Fotograf*innen die Größe und Vielschichtigkeit des sowjetischen Projekts an sich suchen, blicken armenische Fotograf*innen auf das Persönliche und Lokale.
Bilder einer Ausstellung in Jerewan, die einen Blick auf die Transformationsprozesse im postsowjetischen Raum wirft − eine Erkundung, deren Notwendigkeit durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine noch einmal deutlich geworden sei:
https://www.dekoder.org/de/article/unerforschte-ufer-postsowjetische-fotografie
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„An den Hauswänden russischer Städte ist ein kreativer Kampf entbrannt.”
Protest in Russland ist leise geworden – und klein.
Wer nicht genau hinschaut und die Codes nicht versteht, könnte sogar meinen, er sei verschwunden.
Dabei kämpfen Künstlerinnen und Künstler, Dissidentinnen und Dissidenten auf der Straße und an Hauswänden täglich gegen die Propaganda des Regimes.
Gleichzeitig greifen auch Staat und Unterstützer immer stärker in den öffentlichen Raum ein, um ihre Propaganda zu verbreiten.
Wie es aussieht, wenn Z-Patriotismus auf Antikriegsguerilla trifft, Putztrupps auf Widerstand, Dogmatismus auf Subversion:
Ein dekoder-Special über russische Antikriegs-Straßenkunst.
https://specials.dekoder.org/de/streetart/
Protest in Russland ist leise geworden – und klein.
Wer nicht genau hinschaut und die Codes nicht versteht, könnte sogar meinen, er sei verschwunden.
Dabei kämpfen Künstlerinnen und Künstler, Dissidentinnen und Dissidenten auf der Straße und an Hauswänden täglich gegen die Propaganda des Regimes.
Gleichzeitig greifen auch Staat und Unterstützer immer stärker in den öffentlichen Raum ein, um ihre Propaganda zu verbreiten.
Wie es aussieht, wenn Z-Patriotismus auf Antikriegsguerilla trifft, Putztrupps auf Widerstand, Dogmatismus auf Subversion:
Ein dekoder-Special über russische Antikriegs-Straßenkunst.
https://specials.dekoder.org/de/streetart/
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Drei tanzende Ballerinen, darunter noch einmal fünf.
Auf den ersten Blick ein harmloses Plakat, irgendwo in Russland.
Doch wer die Zeichen deuten kann, weiß:
Der Verweis auf Schwanensee steht für Hoffnung auf das Ende des gegenwärtigen Regimes, die Anordnung der Tänzerinnen ist ein verschlüsseltes Statement gegen den russischen Krieg.
Die Kulturwissenschaftlerin Muriel Fischer hat für dekoder künstlerische Kritik am Krieg, stillen Streik und (fast) versteckte Proteste im öffentlichen Raum Russlands entschlüsselt, les- und sichtbar gemacht:
https://specials.dekoder.org/de/streetart/zukunft-abgebrannt/
Auf den ersten Blick ein harmloses Plakat, irgendwo in Russland.
Doch wer die Zeichen deuten kann, weiß:
Der Verweis auf Schwanensee steht für Hoffnung auf das Ende des gegenwärtigen Regimes, die Anordnung der Tänzerinnen ist ein verschlüsseltes Statement gegen den russischen Krieg.
Die Kulturwissenschaftlerin Muriel Fischer hat für dekoder künstlerische Kritik am Krieg, stillen Streik und (fast) versteckte Proteste im öffentlichen Raum Russlands entschlüsselt, les- und sichtbar gemacht:
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„Bevor ich begann, den Elefanten zu bauen, malte ich lachende Sonnen an Hauswände, aber sie wurden nicht abgewaschen, deshalb musste ich jedes Mal eine neue Wand finden.“
Der belarussische Schriftsteller Adam Hlobus gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten der belarussischen Kultur, als experimentierfreudiger Künstler, als thematischer Wegbereiter der Erotik in der belarussischen Literatur.
In seiner autobiografischen Kurzgeschichte „Der Elefant“ aus dem Jahr 1985 erzählt Hlobus vom Hunger der sowjetischen Jugend nach Freiheit und Nonkonformismus.
In unserem Literatur-Special lest ihr die Kurzgeschichte erstmals auf Deutsch übersetzt:
https://specials.dekoder.org/de/belarus-literatur/hlobus-elefant/
Der belarussische Schriftsteller Adam Hlobus gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten der belarussischen Kultur, als experimentierfreudiger Künstler, als thematischer Wegbereiter der Erotik in der belarussischen Literatur.
In seiner autobiografischen Kurzgeschichte „Der Elefant“ aus dem Jahr 1985 erzählt Hlobus vom Hunger der sowjetischen Jugend nach Freiheit und Nonkonformismus.
In unserem Literatur-Special lest ihr die Kurzgeschichte erstmals auf Deutsch übersetzt:
https://specials.dekoder.org/de/belarus-literatur/hlobus-elefant/
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Egal ob auf der Demo ✊ oder beim Parkbesuch am freien Tag – zum 1. Mai haben wir euch einen Lesetipp aus dem Archiv gesucht:
Longread über einen Selbstversuch im russischen Männerkloster und Arbeit abseits von Lohnarbeit:
https://www.dekoder.org/de/article/kleine-auszeit
Longread über einen Selbstversuch im russischen Männerkloster und Arbeit abseits von Lohnarbeit:
https://www.dekoder.org/de/article/kleine-auszeit
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Kleine Auszeit
Heroin-Junkies und Klosterzellen für VIPs, aber auch selbstlose Arbeit, fromme Demut und ein Besuch von Patriarch Kirill: Der Journalist Anton Krawzow hat einen Monat in einem Männerkloster verbracht
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Wer ist schuld daran, dass in Russland alles so gekommen ist, wie es gekommen ist?
Hat Putin ein Land auf dem Weg zur Demokratie ruiniert? Oder war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von Demokratisierung nie die Rede?
Wer hat wann die Weichen in Richtung Korruption, Manipulation und Autoritarismus gestellt?
In seinem letzten programmatischen Essay aus dem Straflager hatte Nawalny im vergangenen Sommer Jelzin und die Oligarchen der 90er Jahre dafür verantwortlich gemacht.
Mit der Videoserie “Die Verräter” haben Nawalnys Anhänger sein Argument nun weitergeführt – und eine heftige Debatte unter Regimegegnern ausgelöst.
dekoder bringt eine Auswahl der Stimmen:
https://www.dekoder.org/de/article/debattenschau-jelzin-oligarchen-1990er-serie-fbk
Hat Putin ein Land auf dem Weg zur Demokratie ruiniert? Oder war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von Demokratisierung nie die Rede?
Wer hat wann die Weichen in Richtung Korruption, Manipulation und Autoritarismus gestellt?
In seinem letzten programmatischen Essay aus dem Straflager hatte Nawalny im vergangenen Sommer Jelzin und die Oligarchen der 90er Jahre dafür verantwortlich gemacht.
Mit der Videoserie “Die Verräter” haben Nawalnys Anhänger sein Argument nun weitergeführt – und eine heftige Debatte unter Regimegegnern ausgelöst.
dekoder bringt eine Auswahl der Stimmen:
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Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Rangliste der Pressefreiheit 2024 | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen die Pressefreiheit
Krisen, Kriege und zunehmender Autoritarismus:
Auch in Russland und Belarus hat die Pressefreiheit im vergangenen Jahr darunter gelitten
– das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.
Seit Beginn der vollumfänglichen Invasion in die Ukraine unterdrückt Russland noch härter die unabhängige Berichterstattung, auch in Belarus kämpft der Journalismus seit Jahren ums Überleben, viele Medien sind längst im Exil.
👉https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/rangliste-2024
Auch in Russland und Belarus hat die Pressefreiheit im vergangenen Jahr darunter gelitten
– das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.
Seit Beginn der vollumfänglichen Invasion in die Ukraine unterdrückt Russland noch härter die unabhängige Berichterstattung, auch in Belarus kämpft der Journalismus seit Jahren ums Überleben, viele Medien sind längst im Exil.
👉https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/rangliste-2024
Um Debatten und Diskussionen aus autoritären Staaten hörbar zu machen, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Journalismus und Hintergründe aus Russland und Belarus zu übersetzen, einzuordnen und zu erklären.
Damit das so bleibt, brauchen wir auch eure Hilfe:
Werde jetzt Klubmitglied - und unterstütze unabhängigen Journalismus mit deiner regelmäßigen Spende!
👉https://www.dekoder.org/de/klub
Damit das so bleibt, brauchen wir auch eure Hilfe:
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Leseempfehlung zum Tag der Pressefreiheit:
Aus aktuellem Anlass beschäftigt sich das Online-Medium Pozirk mit der Lage des Zeitungsmarktes in Belarus, der gerade in der Region auch immer eine Stütze des unabhängigen Journalismus war.
👉https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
➡️Die Zahl der Zeitungen ist insgesamt deutlich zurückgegangen, zwischen 2019 und 2023 um 21 Prozent.
Aktuell sind also 199 staatliche und 168 nichtstaatliche Zeitungen registriert.
➡️Dass es fast so viele nichtstaatliche wie staatliche Zeitungen gibt, sei keine klare Bestätigung dafür, dass es in Belarus Meinungsfreiheit gebe:
„Der Punkt ist, dass unter den nichtstaatlichen Publikationen auf dem Markt nur noch die Unverfänglichen übriggeblieben sind.“
Denn: Seit den Protesten von 2020 gehen die Machthaber mit scharfen Repressionen gegen Journalisten und Medien vor, unabhängiger Journalismus in Belarus ist eigentlich nicht mehr möglich, viele Medien wurden ins Exil getrieben.
➡️Der Rückgang der unabhängigen Blätter sei dabei auch nicht allein mit der Überalterung der Leserschaft zu begründen, so Pozirk. Er sei auch politisch motiviert.
Weil die Unabhängigen einen guten Stand in der Provinz hatten versucht der Staat sie loszuwerden, für die eigene Propaganda.
Viktor Martschuk, Chefredakteur der Brestskaja Gaseta, bestätigt diese These:
Im Gegensatz zu vielen staatlichen Zeitungen sei seine Zeitung sehr profitabel gewesen, dennoch verweigerten die Druckereien die Zusammenarbeit.
❗️Fazit: Die Machthaber gehen gegen weiterhin so drastisch gegen Medien sowie gegen die digitale Weiterleitung von unabhängigen Informationen vor, um letztlich die Leser, die an guten Journalismus gewöhnt seien, zu bekämpfen und der Staatspropaganda die Dominanz zu sichern.
Aus aktuellem Anlass beschäftigt sich das Online-Medium Pozirk mit der Lage des Zeitungsmarktes in Belarus, der gerade in der Region auch immer eine Stütze des unabhängigen Journalismus war.
👉https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
➡️Die Zahl der Zeitungen ist insgesamt deutlich zurückgegangen, zwischen 2019 und 2023 um 21 Prozent.
Aktuell sind also 199 staatliche und 168 nichtstaatliche Zeitungen registriert.
➡️Dass es fast so viele nichtstaatliche wie staatliche Zeitungen gibt, sei keine klare Bestätigung dafür, dass es in Belarus Meinungsfreiheit gebe:
„Der Punkt ist, dass unter den nichtstaatlichen Publikationen auf dem Markt nur noch die Unverfänglichen übriggeblieben sind.“
Denn: Seit den Protesten von 2020 gehen die Machthaber mit scharfen Repressionen gegen Journalisten und Medien vor, unabhängiger Journalismus in Belarus ist eigentlich nicht mehr möglich, viele Medien wurden ins Exil getrieben.
➡️Der Rückgang der unabhängigen Blätter sei dabei auch nicht allein mit der Überalterung der Leserschaft zu begründen, so Pozirk. Er sei auch politisch motiviert.
Weil die Unabhängigen einen guten Stand in der Provinz hatten versucht der Staat sie loszuwerden, für die eigene Propaganda.
Viktor Martschuk, Chefredakteur der Brestskaja Gaseta, bestätigt diese These:
Im Gegensatz zu vielen staatlichen Zeitungen sei seine Zeitung sehr profitabel gewesen, dennoch verweigerten die Druckereien die Zusammenarbeit.
❗️Fazit: Die Machthaber gehen gegen weiterhin so drastisch gegen Medien sowie gegen die digitale Weiterleitung von unabhängigen Informationen vor, um letztlich die Leser, die an guten Journalismus gewöhnt seien, zu bekämpfen und der Staatspropaganda die Dominanz zu sichern.
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Kommunikationsguerilla: Mit Markern, Spraydosen und Aufklebern erobern Kriegsgegner in Russland die Straßen zurück.
Sie stellen die Symbolik der Regimepropaganda auf den Kopf, verfremden und verzerren sie.
Über Russlands Partisanen der Zeichen und ihre Protestform, die sich zwar nicht ans Regime wendet, die Machthaber aber trotzdem als Gegenspieler auf der Straße herausfordert:
https://specials.dekoder.org/de/streetart/zeichenpartisanen/
Sie stellen die Symbolik der Regimepropaganda auf den Kopf, verfremden und verzerren sie.
Über Russlands Partisanen der Zeichen und ihre Protestform, die sich zwar nicht ans Regime wendet, die Machthaber aber trotzdem als Gegenspieler auf der Straße herausfordert:
https://specials.dekoder.org/de/streetart/zeichenpartisanen/
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Belarussische Medien und Journalisten haben rund 40.000 geleakte Nachrichten an den KGB in Belarus gesichtet – und dabei tausende Denunziationen aufgedeckt:
Nachrichten, mit denen Menschen ihre Nachbarn, Kollegen oder sogar Ex-Partner an den KGB verraten.
Auch Menschen aus Russland und der EU wenden sich scheinbar mit Vorwürfen, Verdächtigungen und Handlungsaufforderungen an den belarussischen Geheimdienst.
Das Online-Medium Reform hat sich einige Denunziationen genauer angeschaut:
https://www.dekoder.org/de/article/kgb-papers-belarus-cyberpartisanen
Nachrichten, mit denen Menschen ihre Nachbarn, Kollegen oder sogar Ex-Partner an den KGB verraten.
Auch Menschen aus Russland und der EU wenden sich scheinbar mit Vorwürfen, Verdächtigungen und Handlungsaufforderungen an den belarussischen Geheimdienst.
Das Online-Medium Reform hat sich einige Denunziationen genauer angeschaut:
https://www.dekoder.org/de/article/kgb-papers-belarus-cyberpartisanen
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„Zivilreligion“ und Ankerpunkt offizieller Geschichtspolitik:
Der Tag des Sieges am 9. Mai dient längst der Legitimierung des politischen Regimes in Russland – und des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Warum und wie, das erklärt der Politologe Sergej Medwedew:
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-9-mai-tag-sieges (aus unserem Archiv)
Außerdem:
In unserem Special könnt ihr die Inszenierungen auf dem Roten Platz von 2021 beinah hautnah verfolgen
– begleitet von Erklärungen und Einordnungen einzelner Paraden, Veranstaltungen und Elemente:
https://kremlin.dekoder.org/roter-platz (aus unserem Archiv)
Der Tag des Sieges am 9. Mai dient längst der Legitimierung des politischen Regimes in Russland – und des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Warum und wie, das erklärt der Politologe Sergej Medwedew:
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-9-mai-tag-sieges (aus unserem Archiv)
Außerdem:
In unserem Special könnt ihr die Inszenierungen auf dem Roten Platz von 2021 beinah hautnah verfolgen
– begleitet von Erklärungen und Einordnungen einzelner Paraden, Veranstaltungen und Elemente:
https://kremlin.dekoder.org/roter-platz (aus unserem Archiv)
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„Putin hält eine Rede über den endlosen Krieg [...] Von der Tribüne aus beobachten es Staatsoberhäupter, deren gemeinsamer Nenner die völlige Gleichgültigkeit gegenüber den eigenen Bürgern ist“
– Ein Resümee zum diesjährigen Tag des Sieges in Moskau in der Novaya Gazeta Europe.
Hier geht's zur Leseempfehlung:
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
– Ein Resümee zum diesjährigen Tag des Sieges in Moskau in der Novaya Gazeta Europe.
Hier geht's zur Leseempfehlung:
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Todeszone statt Frontlinie
In Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt es keine strenge Frontlinie mehr. Stattdessen schafft der zunehmende Einsatz ganz unterschiedlicher Drohnen eine chaotische, todgefährliche Grauzone. Das
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Kommenden Mittwoch geht es im Dokumentationszentrum Flucht Vertreibung Versöhnung in Berlin um Alltag, Gewalt und Widerstand von Frauen in Belarus, die aus politischen Gründen inhaftiert sind.
Mit dabei: Unser Belarus-Experte Ingo Petz.
Kommt vorbei!
https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/veranstaltung/gespraech-mit-lesung-wenn-du-durch-die-hoelle-gehst-zeugnisse-inhaftierter-frauen
Mit dabei: Unser Belarus-Experte Ingo Petz.
Kommt vorbei!
https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/veranstaltung/gespraech-mit-lesung-wenn-du-durch-die-hoelle-gehst-zeugnisse-inhaftierter-frauen
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„Immer dann, wenn das politische System in Gefahr war, versuchte die Regierung, den Zorn und die Unzufriedenheit der Massen auf die jüdische Gemeinschaft zu lenken“.
Eine Gnose von Jakob Stürmann über Judenfeindlichkeit, Antisemitismus und antijüdische Propaganda in der Sowjetunion.
https://www.dekoder.org/de/gnose/antisemitismus-sowjetunion
Eine Gnose von Jakob Stürmann über Judenfeindlichkeit, Antisemitismus und antijüdische Propaganda in der Sowjetunion.
https://www.dekoder.org/de/gnose/antisemitismus-sowjetunion
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