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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall

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Leseempfehlung zum Tag der Pressefreiheit:

Aus aktuellem Anlass beschäftigt sich das Online-Medium Pozirk mit der Lage des Zeitungsmarktes in Belarus, der gerade in der Region auch immer eine Stütze des unabhängigen Journalismus war.
👉https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen

➡️Die Zahl der Zeitungen ist insgesamt deutlich zurückgegangen, zwischen 2019 und 2023 um 21 Prozent.
Aktuell sind also 199 staatliche und 168 nichtstaatliche Zeitungen registriert.

➡️Dass es fast so viele nichtstaatliche wie staatliche Zeitungen gibt, sei keine klare Bestätigung dafür, dass es in Belarus Meinungsfreiheit gebe:
„Der Punkt ist, dass unter den nichtstaatlichen Publikationen auf dem Markt nur noch die Unverfänglichen übriggeblieben sind.“

Denn: Seit den Protesten von 2020 gehen die Machthaber mit scharfen Repressionen gegen Journalisten und Medien vor, unabhängiger Journalismus in Belarus ist eigentlich nicht mehr möglich, viele Medien wurden ins Exil getrieben.

➡️Der Rückgang der unabhängigen Blätter sei dabei auch nicht allein mit der Überalterung der Leserschaft zu begründen, so Pozirk. Er sei auch politisch motiviert.
Weil die Unabhängigen einen guten Stand in der Provinz hatten versucht der Staat sie loszuwerden, für die eigene Propaganda.

Viktor Martschuk, Chefredakteur der Brestskaja Gaseta, bestätigt diese These:
Im Gegensatz zu vielen staatlichen Zeitungen sei seine Zeitung sehr profitabel gewesen, dennoch verweigerten die Druckereien die Zusammenarbeit.

❗️Fazit: Die Machthaber gehen gegen weiterhin so drastisch gegen Medien sowie gegen die digitale Weiterleitung von unabhängigen Informationen vor, um letztlich die Leser, die an guten Journalismus gewöhnt seien, zu bekämpfen und der Staatspropaganda die Dominanz zu sichern.
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Kommunikationsguerilla: Mit Markern, Spraydosen und Aufklebern erobern Kriegsgegner in Russland die Straßen zurück.
Sie stellen die Symbolik der Regimepropaganda auf den Kopf, verfremden und verzerren sie.

Über Russlands Partisanen der Zeichen und ihre Protestform, die sich zwar nicht ans Regime wendet, die Machthaber aber trotzdem als Gegenspieler auf der Straße herausfordert:

https://specials.dekoder.org/de/streetart/zeichenpartisanen/
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Belarussische Medien und Journalisten haben rund 40.000 geleakte Nachrichten an den KGB in Belarus gesichtet – und dabei tausende Denunziationen aufgedeckt:
Nachrichten, mit denen Menschen ihre Nachbarn, Kollegen oder sogar Ex-Partner an den KGB verraten.

Auch Menschen aus Russland und der EU wenden sich scheinbar mit Vorwürfen, Verdächtigungen und Handlungsaufforderungen an den belarussischen Geheimdienst.
Das Online-Medium Reform hat sich einige Denunziationen genauer angeschaut:

https://www.dekoder.org/de/article/kgb-papers-belarus-cyberpartisanen
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„Zivilreligion“ und Ankerpunkt offizieller Geschichtspolitik:

Der Tag des Sieges am 9. Mai dient längst der Legitimierung des politischen Regimes in Russland – und des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Warum und wie, das erklärt der Politologe Sergej Medwedew:

https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-9-mai-tag-sieges (aus unserem Archiv)

Außerdem:
In unserem Special könnt ihr die Inszenierungen auf dem Roten Platz von 2021 beinah hautnah verfolgen
– begleitet von Erklärungen und Einordnungen einzelner Paraden, Veranstaltungen und Elemente:

https://kremlin.dekoder.org/roter-platz (aus unserem Archiv)
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„Putin hält eine Rede über den end­losen Krieg [...] Von der Tribüne aus be­o­bach­ten es Staats­ober­häupter, deren ge­mein­sa­mer Nenner die völlige Gleich­gültig­keit gegen­über den eigenen Bürgern ist“

– Ein Resümee zum diesjährigen Tag des Sieges in Moskau in der Novaya Gazeta Europe.
Hier geht's zur Lese­empfeh­lung:

https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Kommenden Mittwoch geht es im Dokumentationszentrum Flucht Vertreibung Versöhnung in Berlin um Alltag, Gewalt und Widerstand von Frauen in Belarus, die aus politischen Gründen inhaftiert sind.

Mit dabei: Unser Belarus-Experte Ingo Petz.
Kommt vorbei!

https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/veranstaltung/gespraech-mit-lesung-wenn-du-durch-die-hoelle-gehst-zeugnisse-inhaftierter-frauen
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„Immer dann, wenn das politische System in Gefahr war, versuchte die Regierung, den Zorn und die Unzufriedenheit der Massen auf die jüdische Gemeinschaft zu lenken“.

Eine Gnose von Jakob Stürmann über Judenfeindlichkeit, Antisemitismus und antijüdische Propaganda in der Sowjetunion.

https://www.dekoder.org/de/gnose/antisemitismus-sowjetunion
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Sprache ist sowohl in der Ukraine als auch in Belarus eines der meistdiskutierten Themen:
Denn das Belarussische steht nach wie vor im Schatten des Russischen, in der Ukraine wenden sich mit dem russischen Angriffskrieg viele verstärkt dem Ukrainischen zu.

Ein belarussischer Linguist und eine ukrainische Linguistin im Interview über ihre jeweiligen Muttersprachen, die Dominanz des Russischen und die Unterschiede im Sprachgebrauch:

https://www.dekoder.org/de/article/ukrainisch-belarussisch-staatssprache-entwicklung
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Zum langen Pfingstwochenende laden wir dich ein, gemeinsam mit uns unabhängigen Stimmen aus und über Russland und Belarus eine Plattform zu bieten, ihnen Gehör zu verschaffen und damit freien Zugang zu unabhängigem Journalismus zu fördern.

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Putin will einen optimierten Krieg:

Eine seiner ersten Amtshandlungen in der mittlerweile fünften Amtszeit als Präsident ist ein Personalwechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums.

Die Politikwissenschaftlerin Tatjana Stanowaja analysiert: Putin beruhigt damit nicht nur Streitigkeiten zwischen dem Ministerium und der Rüstungsindustrie – er startet auch ein Experiment, in dessen Mittelpunkt Andrej Beloussow als neuer Verteidigungsminister und die Effizienzsteigerung im Krieg stehen.

Eine Leseempfehlung aus der dekoder-Redaktion:

https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Kino, Netflix, dekoder: Von den Verbrechen der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg gibt es auch 79 Jahre nach Kriegsende immer noch mehr als genug zu erzählen.
Unsere Doku-Reihe „Der Krieg und seine Opfer“ widmet sich deshalb lange vernachlässigten Geschichten sowjetischer Menschen im Nationalsozialismus.

Wer über die einzelnen Folgen hinaus mehr über die Themen und Protagonist*innen erfahren möchte, findet weitere Informationen in Mini-Stories und Kontextbeiträgen auf Instagram @derkriegundseineopfer.

Jetzt folgen und nichts verpassen!

https://www.instagram.com/derkriegundseineopfer/
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Die 1994 in Ulm geborene Fotografin Nanna Heitmann arbeitet seit 2018 in Russland – auch nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Denn:

„Russland ist für die zeitgenössische Geschichte zu zentral, um es zu ignorieren und ich empfinde es als sehr wichtig, weiter die Stimmung und Ereignisse im Land zu dokumentieren, gerade weil so wenige Fotojournalisten noch weiter vor Ort sind.“

Ab dem 23. Mai 2024 zeigt das LWL-Museum Heinrichshütte in Hattingen die Ausstellung «Krieg und Frieden».
dekoder veröffentlicht eine Auswahl der Bilder schon jetzt:

https://www.dekoder.org/de/article/nanna-heitmann-krieg-frieden

Fotos: Nanna Heitmann
Bildredaktion: Andy Heller
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Heute vor 103 Jahren wurde Andrej Sacharow geboren.
Unter Stalin war er maßgeblich an der Entwicklung der Wasserstoffbombe beteiligt, später setzte er sich aber unermüdlich für Abrüstung und Menschenrechte ein.

Mehr über den Physiker und andere Dissident*innen in der Sowjetunion:

https://dissident.dekoder.org/andrej-sacharow/
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Alternative Wahlen für Belarus: Die belarussische Opposition im Exil will die Arbeit der demokratischen Bewegung weiter institutionalisieren. Ein wichtiger Schritt ist der geplante Umbau des Koordinationsrats in eine Art Proto-Parlament. Dazu finden vom 25. bis 27. Mai Wahlen statt, bei denen Belarussen aus dem Aus- und Inland per App abstimmen können. Alexander Klaskowski hat sich die Wahlprogramme angeschaut und analysiert die Herausforderungen, vor denen das Gremium steht.
https://www.dekoder.org/de/article/koordinationsrat-belarussische-opposition-wahlen-analyse
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Ab dem morgigen Freitag sind wir bei der zweitägigen Konferenz „Truths in Conflict“ in Berlin, die sich dem belarussischen Exil-Journalismus widmet und die darüber hinaus auch Musik, Kunst und Kultur aus Belarus bietet. Unser Belarus-Redakteur Ingo Petz wird dort an einer Diskussion zur Lage der belarussischen Medien teilnehmen. Der Eintritt ist frei. Kommt vorbei! 
➡️ https://artspaceinexile.org/truths-in-conflict
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Nach den Protesten im Jahr 2020 und mit der einsetzenden Repression werden Städte in Belarus, ihre Straßen und Häuser zum unsicheren Terrain. Viele Belarussen ziehen für Schutz und zum Durchatmen aufs Land: in die Nähe von Wäldern.

Welche Bedeutung hat der Wald in Belarus? Und warum ist es wichtig, darüber zu reden?

Eine Fotostrecke plus Interview mit der belarussischen Initiative VEHA über den Wald als identitätsstiftenden Rückzugsraum:

https://www.dekoder.org/de/article/belarus-menschen-des-waldes-veha
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Aus dem In- und Ausland per App für ein oppositionelles Proto-Parlament abstimmen:

Von dieser Möglichkeit haben am vergangenen Wochenende nur wenige Belarussen Gebrauch gemacht.
Die meisten der 6723 Stimmen erhielt die Liste von Pawel Latuschko und der Bewegung „Sa swabodu”, die nun mit 28 Abgeordneten im neuen Koordinationsrat der Opposition vertreten sein wird.

Was aber bringt eine solche Alternativwahl in einem Land, in dem die Bevölkerung mit massiven Repressionen zu kämpfen hat?
Was bringt ein Proto-Parlament, das nur von einem Bruchteil der Menschen gewählt ist?
Und ist es abgesehen davon nicht einfach bemerkenswert, dass Belarus überhaupt eine alternative Volksvertretung auf die Beine stellt?

Das sagen wichtige Stimmen aus Belarus dazu:

https://www.dekoder.org/de/article/was-haben-die-wahlen-zum-koordinationsrat-der-belarussischen-opposition-gebracht
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Wohin steuert Belarus?
Im Besonderen: Was machen Krieg und Repressionen mit der nationalen Identität?

Um diese Fragen geht es morgen Abend in Berlin bei unserer Veranstaltung „Quo vadis, Belarus?“ in Kooperation mit dem ZOiS Berlin.

Mit dabei sind die Historikerin Nelly Bekus, die Soziologin/ Kulturwissenschaftlerin Tania Arcimovich und der Historiker Aliaksei Bratachkin.

Los geht‘s um 18.30 Uhr, wir freuen uns auf Euch!

https://www.zois-berlin.de/veranstaltungen/nationale-identitaet-in-zeiten-von-krieg-und-repression
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„Ich sah zu, wie Medien geschlossen wurden, und es fühlte sich an, als würden Mauern fallen und Bollwerke einstürzen.”

Die Welle der Repression gegen unabhängige Medien bedeutete für viele Medien in Russland das Aus. Gleichzeitig entstanden vor allem im Exil eine Reihe neuer Online-Medien, die mit anonymen Korrespondenten im Inland arbeiten.

Wie gaben Schock und Empörung Journalisten die Kraft, aus dem Nichts etwas Neues zu schaffen? Darüber berichtet Lola Tagajewa, Chefredakteurin von Verstka @svobodnieslova – einem Medium, das auch für dekoder zu einer wichtigen Quelle geworden ist:

https://www.dekoder.org/de/article/verstka-gruendung-geschichte-tagajewa
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