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dekoder.org bringt russischen und belarusischen Journalismus und wissenschaftliche Kompetenz aus europäischen Universitäten auf eine gemeinsame Plattform. Hier finden Sie die neusten Beiträge!
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„Ein Evangelium nach Anatolii würde folgendermaßen beginnen: Am Anfang war der Befehl. Und der Befehl war einfach: Wache schieben.“

Doch dann passierte dem ukrainischen Soldaten Anatolii „London“ Ossuchowsky in nur 48 Stunden alles in einem Fronteinsatz Mögliche: Angriff, Rückzug, Gefangenschaft, Flucht, Krankenhaus.

Die Ukrajinska Prawda hat Ossuchsowskys schicksalhafte Geschichte dokumentiert, dekoder veröffentlicht sie auf Deutsch:

👉 https://www.dekoder.org/de/artcle/ukraine-krieg-reportage-fronteinsatz
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Seit seiner Freilassung und Abschiebung aus Belarus im Juni stürzt sich Sergej Tichanowski in unterschiedliche Aktivitäten, die immer wieder Diskussionen auslösen. Welche Perspektiven hat der einstige Unternehmer und Blogger nach jahrelanger politischer Haft in der neuen Realität der belarussischen Opposition?

🗣️ Das Onlineportal Meduza hat mit Intellektuellen und Wegbegleitern gesprochen, die versuchen, Tichanowskis neuen Lebensweg einzuordnen:
👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-tichanowski-exil-opposition-orientierung
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Seit genau fünf Jahren entschlüsseln wir auch Belarus. Mit unserem Quiz kannst du herausfinden, ob das dekoder-Wissen dich bereits zum Belarus-Nerd gemacht hat.
Zhadajem pospechau i nowych wedau! Wir wünschen viel Erfolg und neue Erkenntnisse!

https://specials.dekoder.org/belarus-quiz/
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Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine gibt es an vielen russischen Hochschulen (oft kostenfreie) Kurse und Fächer rund um „Kriegsjournalismus“:
Laut Studienbeschreibungen sollen Studierende lernen, wie Journalismus unter den Bedingungen eines bewaffneten Konflikts funktioniert, welche rechtlichen und ethischen Besonderheiten auf sie warten und wie sie sich im Krisengebiet sicher verhalten.

Der Journalistenverband der Russischen Föderation führt außerdem seit einigen Jahren Kurse durch, bei denen angehende Kriegsreporter·innen zu Übungszwecken „gefangengenommen“ und dann gefesselt und mit einem Sack über dem Kopf zum Verhör geführt werden.
Auch für Minderjährige gibt es einschlägige Ausbildungsangebote.

Das Medium Ljudi Baikala hat die Erfahrungen einer 19-jährigen „Kriegsjournalismus“-Studentin aufgeschrieben:
Ich bin nicht mit allem einverstanden, das an der Uni und im Land passiert, aber ich finde mich damit ab. Ich schweige lieber, bis ich meinen Abschluss habe.

– die 19-jährige „Kriegsjournalismus“-Studentin Maria

Den ganzen Artikel jetzt auf Deutsch auf dekoder.org.
Und hier geht`s zum Original auf Russisch.
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Lukaschenko will im neuen Historischen Nationalmuseum in Minsk seine „Helden der Geschichte“ verewigen – sorgfältig ausgewählt nach dem Motto: „Man muss wissen, wer Held und wer Feind ist.“

Der belarussische Journalist und Propaganda-Experte Pavlyuk Bykovsky analysiert, wen Lukaschenko neuerdings zum Helden erhebt, welche etablierten Persönlichkeiten er vom Sockel stößt und was das mit Russland und einem Lukaschenko-Kult zu tun hat:
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Seit zehn Jahren ist dekoder online – und genauso lange begleitet uns schon unsere aktuelle Website in Rot und Blau.
Nach einem Jahrzehnt darf’s nun mal was Neues sein: übersichtlicher, sortierter, praktischer und schicker.

In den letzten Monaten haben wir also nicht nur Geburtstag gefeiert, sondern dekoder auch ein frisches Design verpasst.

Heute gibt’s eine kleine Preview, nächste Woche den großen Relaunch:
dekoder in Neonmintgrün und Dunkellila – gewohnt fundiert, aber moderner und nutzerfreundlicher als je zuvor.

Wir freuen uns riesig drauf – und hoffen, euch gefällt’s genauso, wie uns!



Euch gefällt auch inhaltlich, was dekoder macht?
Dann
unterstützt uns jetzt, damit auf unserer Seite weiter regelmäßig unabhängiger Journalismus erscheint, der anders kaum seinen Weg in die deutschsprachige Debattenlandschaft findet!
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ENDLICH IST ES SOWEIT!

Nach Monaten voller Ideen, Diskussionen, mit Rückschlägen, Fortschritten und unzähligen „Schaut mal, was wir noch verbessern könnten“ ist die neue dekoder-Website da!


Warum die Neugestaltung nötig war und wie sie hinter den Kulissen abgelaufen ist, erfahrt ihr in unserem Editorial zum Thema – unserer ersten Veröffentlichung im neuen Look!

Zu finden, wie gewohnt auf dekoder.org.
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Seit 2020 unterdrückt das Lukaschenko-Regime die eigene Bevölkerung immer mehr. Wie lässt sich das Ausmaß an Staatsgewalt einordnen? Ist ein Vergleich mit den Stalinschen Säuberungen gerechtfertigt?

Wie stark Lukaschenkos Repressionen wirken:
Das bespricht das belarussische Online-Medium Salidarnasc/GazetaBY mit Zivilgesellschaft, Menschenrechtsaktivist·innen und ehemaligen politischen Gefangenen.

Im ersten Teil spricht Aleh Aheeu, Leiter der Rechtsabteilung des Belarussischen Journalistenverbandes.

Die Übersetzung veröffentlicht dekoder in Kooperation mit Voxeurop.
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Alexander Fedotow arbeitete jahrelang beim russischen Inlandsgeheimdienst: in jener Abteilung, die unter anderem für die Verfolgung von Andersdenkenden und für politische Morde verantwortlich ist.

Jetzt geht der ehemalige Geheimdienstoffizier mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit, um Schutz in der EU zu bekommen.

Das Investigativ-Medium The Insider hat mit dem Whistleblower gesprochen, seine Aussagen überprüft und seine Geschichte aufgeschrieben:

https://www.dekoder.org/de/article/fsb-geheimpolizei-vergiftungen-morde/
Viele Menschen in Belarus sind der Meinung, dass die heutige Lage mit dem stalinistischem Terror von 1937 vergleichbar sei.
Andere halten diesen Vergleich für übertrieben. Immerhin werde in Belarus heute niemand aus politischen Gründen erschossen.


Zwei Jurist:innen und Menschenrechtsaktivist:innen sehen sich die Repressionen und Gewalt von damals und heute genauer an:
Was ist dran an dem Vergleich?

Diese Übersetzung veröffentlicht dekoder in Kooperation mit Voxeurop.
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Ein Appell an die belarussische Demokratiebewegung

Anlässlich unserer gemeinsamen Veranstaltung zusammen mit der DGO und der bpb sowie der EKD und der taz unter dem Titel Freiheitsbewegung in Belarus richtet sich der Philosoph und Oppositionelle Uladsimir Matskewitsch in seiner Eröffnungsrede an alle Belarussinnen und Belarussen im Land und im Exil.
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Was für ein Abend!
Spannender und bewegender hätte unsere Veranstaltung mit der DGO, der bpb, der EKD und der taz zur Freiheitsbewegung für Belarus kaum sein können.

Ein großes Dankeschön an all unsere Gäste für ihre klugen und leidenschaftlichen Beiträge – und an alle, die vor Ort oder im Livestream dabei waren!

Unsere Idee war es, in dieser Collage aus Stimmen zu zeigen, womit sich Belarussinnen und Belarussen beschäftigen – und welche Kraft in der Zivilgesellschaft und Demokratiebewegung steckt. Ich hoffe, davon ist etwas angekommen. Und ich hoffe, es bleibt so präsent, dass man künftig wieder öfter auf Belarus schaut.

— dekoder-Redakteur Ingo Petz

Du möchtest die Collage aus Musik, Lyrik und Politik, alle Eindrücke, Geschichten, Einordnungen und Hoffnungen aus Belarus jetzt auch selbst sehen und hören?

Hier geht’s zur Aufzeichnung des taz-Talk: https://www.youtube.com/live/pZcY6MSHOmI

Fotos & Videos: dekoder-Redakteurin Peggy Lohse und Dmitry Brushko
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Janis ist in Russland aufgewachsen – heute kämpft er aufseiten der Ukraine.
Dem russischen Medium Holod erzählt er nicht nur von seinen eigenen Erlebnissen, sondern vor allem davon, wie die Soldat:innenkultur an der Front funktioniert: von ungeschriebenen Regeln über soziale Dynamiken bis hin zu Details, die über Leben und Tod entscheiden.

Wie er und seine Kamerad:innen den Krieg erleben und was sie antreibt:
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Eine „dörfliche Mentalität in ihrer schlimmsten Ausprägung“ – das sei allen Mächtigen in Belarus gemein.
Was hat die Gesellschaft dem entgegenzusetzen?

„Die Zukunft liegt in der Kultur, nicht im Kuhstall“, sagt der belarussische Autor Siarhiej Dubaviec.

Die ganze Kolumne des Autoren gibt es jetzt auf Deutsch:
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Russland 2022: Der als Rapper bekannte Musiker Mischa Mawaschi gründet in Russland die Bewegung Mensch des Nordens.
Die Bewegung wächst rasant. Viele Städte haben heute ihre eigene Ortsgruppe mit Mitgliederzahlen bis in die Zehntausenden. Das Profil der Gruppierung: Esoterisch-okkultistisch, rechtsextrem und kriegsbefürwortend.

Mensch des Nordens – Russlands esoterische Neonazi-Schmiede, staatlich gefördert.
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Außerdem: persönliche Einblicke in die dekoder-Redaktion und Tipps für einschlägige Veranstaltungen, Musik, Podcasts und vieles mehr!

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Ab jetzt auch auf Englisch: Teil 1 unseres Specials über Russlands Geschichtsmythen!
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Russian society locked itself into a toxic view of itself and the world, by stories and myths that the country has been telling itself for centuries.

In a series of letters, Russian historian Sergei Medvedev and journalist Andrei Arkhangelsky analyze these deadly myths, which are leading Russia down a path all too familiar to those aware of the history of Nazi Germany and the geopolitical consequences of a fascist national ideology based on blood, language and destiny.
Der 73-jährige Wassil Dsemidowitsch ist aktuell der älteste Mensch auf der „Terroristenliste“ des belarussischen KGB.

Die letzten drei Jahre hat er in diversen Untersuchungshaftanstalten, vor zahlreichen Gerichten und in verschiedenen Straflagern verbracht. Wegen Online-Kommentaren, die – so die Anklage – Lukaschenko und Beamten beleidigten oder zu Unruhen aufriefen.

Eine Dokumentation der kafkaesken Ohnmacht eines Rentners inmitten Lukaschenkos Repressionsmaschinerie.
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