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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall

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„Ich ging raus auf den Platz, um mich nicht vor meinem Kind schämen zu müssen …“
Am 25. August 1968 demonstriert die Dichterin Natalja Gorbanewskaja mit sieben weiteren jungen Menschen auf dem Roten Platz – gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings. Wer war sie? Was trieb sie an? Und wie ging es für sie weiter nach der Aktion? Ein Porträt von Susanne Schattenberg mit bewegten Bildern von Anna Che. https://dissident.dekoder.org/natalja-gorbanewskaja
„Leningrad 1957. Ein Mitschüler bringt dem 13-jährigen Kolja Wassin, der am Stadtrand in der Familie eines Militäringenieurs aufwächst, eine selbstgemachte ‚Schallplatte‘ mit. Durch das Rauschen und Kratzen des Plattenspielers dringt Little Richards Hit Tutti Frutti. Diese neue Musik stellt Koljas Welt komplett auf den Kopf. Alles Sowjetische erscheint ihm von nun an wie ein plump bemalter Vorhang, der die echte Welt vor ihm verhüllt.“

Die Platte von Little Richards weckt in Kolja Wassin die lebenslange Leidenschaft für Rockmusik. Von dem prägenden Erlebnis an organisiert er illegale Underground-Sessions, Beatles-Feste, trägt zum selbstverlegten Musik-Magazin „Roxi“ bei – und formt so die Leningrader Rockszene mit.

Das #dekoderspecial „Anders sein – Dissens in der Sowjetunion“ geht einem der spannendsten Kapitel der sowjetischen Geschichte nach und erzählt die Geschichten von Andersdenkenden wie Kolja Wassin, Joseph Brodsky oder Natalja Gorbanewskaja

https://dissident.dekoder.org/kolja-wassin
Die russische Journalistin Katerina Gordejewa wurde mit dem diesjährigen Kammerton-Preis ausgezeichnet. Der Preis erinnert an die Journalistin der Novaya Gazeta Anna Politkowskaja, die 2006 ermordet wurde. Heute wäre Politkowskaja 64 Jahre alt geworden. Bei der Preisverleihung am Freitag sagte Gordejewa: „Ich habe immer geträumt, irgendwann einmal den Politkowskaja-Preis zu bekommen, denn sie ist von unvergleichlicher Größe, sie setzte den Kammerton … und nun bin ich bereit, den Preis umgehend zurückzugeben, wenn es das, was mit uns geschehen ist, ungeschehen machen würde.“
Mehr über die Arbeit Gordejewas, ihr aktuelles Youtube-Format „Skashi Gordejewoi“ und ins Deutsche übersetzte Beiträge in unserem Medienporträt: https://www.dekoder.org/de/source/skashi-gordejewoi
Gestern ist Michail Gorbatschow im Alter von 91 Jahren in Moskau verstorben. In diesem Dossier sammelt dekoder die wichtigsten Texte über den letzten sowjetischen Staatschef und Friedensnobelpreisträger, der mit Perestroika und Glasnost das Ende des Kalten Krieges eingeleitet hatte. https://www.dekoder.org/de/dossier/michail-gorbatschow-perestroika-sowjetunion
„Es ist unmöglich, in einer Stadt leben zu wollen, in der Parks zu Massengräbern und Spielplätze zu Gedenkstätten werden.“ In ihrem Essay für unser Projekt „Spurensuche in der Zukunft“ mit der S. Fischer Stiftung fragt sich die belarussische Autorin Julia Artjomowa, welche Konsequenzen all die Gewalt im Zuge der Proteste 2020 und des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine für ihr Land Belarus hat. https://www.dekoder.org/de/article/artjomowa-gewalt-repressionen-erinnerung
Die Liste der sogenannten „ausländischen Agenten“ in Russland wächst beständig. Am Freitag traf es neben dem Rock-Musiker Andrej Makarewitsch erneut Journalisten wie Kirill Martynow, Katerina Gordejewa und Sergej Medwedew – alles Personen, deren Materialien auch auf dekoder mehrfach erschienen sind. ​​https://www.dekoder.org/de/article/auslaendische-agenten-liste-medien-ngos-aktivisten-journalisten
Zwei junge Männer besuchten zur Zeit der Sowjetunion denselben Jahrgang der Suworow-Militärschule in Minsk. Sie lebten mit 100 Mann auf 150 Quadratmetern, saßen im selben Hörsaal, übten nachts Gitarre und schrubbten gemeinsam den Kasernenboden. Nun fielen beide im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine – auf verschiedenen Seiten der Front. Die belarussische Journalistin Irina Chalip erzählt die Geschichte zweier Oberste, die auf verschiedenen Seiten der Front ums Leben kamen.
https://www.dekoder.org/de/article/suworow-militaerschulen-krieg-ukraine-soldaten
Am 24. Februar um 4:40 Uhr bekam Boris Johnson einen Anruf aus Kyjiw – es war Selensky. Die Ukrajinska Prawda hat das Handeln der ukrainischen Staatsführung in den Tagen bis zum russischen Großangriff detailliert rekonstruiert. Aus unseren Leseempfehlungen: https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
Eine Wutrede: Immer noch verfolgen die belarussischen Machthaber Dissidenten, Aktivisten und normale Bürger, lassen sie festnehmen und verhängen langjährige Haftstrafen. In einem Facebook-Post lässt der belarussische Schriftsteller Alhierd Bacharevič seinem Schmerz freien Lauf. https://www.dekoder.org/de/article/bacharevic-belarus-repressionen
Wer schießt auf wen? Wie ist das Kraftwerk gesichert? Und warum Tschernobyl und Fukushima als Worst-Case-Szenarien hier nicht der beste Vergleich sind: Unsere neue FAQ-Folge zum russischen Krieg gegen die Ukraine. https://specials.dekoder.org/atomkraftwerk-saporishshja-gefahr
Putin versucht ein Spagat zwischen der entpolitisierten Mehrheit (die „Laien“) und einer radikalen Minderheit, die seit der militärischen Niederlage im Gebiet Charkiw immer lauter eine Mobilisierung gefordert hatte – doch wie lange das noch gut geht, ist ungewiss, schreibt der Moskauer Soziologe Grigori Judin auf Twitter: https://www.dekoder.org/de/article/teilmobilisierung-krieg-judin
„In welche vef*ckte Zeit sind wir hineingeraten! Die Lüge vergiftet und zermalmt den Menschen doch förmlich das Hirn.“ Journalistin Olga Beschlej macht ihrem Ärger über Putins Rede zur „Teilmobilmachung“ Luft: dekoder.org/de/article/beschlej-mobilmachung-verdrehung-luege
In den russisch besetzten Regionen der Ukraine sind vermeintliche „Referenden“ über einen Beitritt zu Russland angekündigt. Warum das keine echten Referenden sind – das erklären die Wissenschaftlerinnen Cindy Wittke und Gwendolyn Sasse in unserem neuen dekoder-FAQ. Eine Kooperation mit dem ZOiS - Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien.
https://specials.dekoder.org/faq-schein-referendum-donezk-luhansk-cherson-saporishshja
Ein Angstmacher, der zur Realität geworden ist: Ein Wahlwerbespot von 2018, der zur Teilnahme an der Präsidentschaftswahl animieren sollte, zeigte einen Nicht-Wähler, der in einem Alptraum erwacht, wo er plötzlich in die Armee eingezogen wird – trotz seines Alters von 52 Jahren. Mit Putins Mobilmachung sind solche Fälle Realität, wie Menschenrechtler berichten. https://www.dekoder.org/de/article/video-wahlen-werbung-schwul