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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall

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Ein Angstmacher, der zur Realität geworden ist: Ein Wahlwerbespot von 2018, der zur Teilnahme an der Präsidentschaftswahl animieren sollte, zeigte einen Nicht-Wähler, der in einem Alptraum erwacht, wo er plötzlich in die Armee eingezogen wird – trotz seines Alters von 52 Jahren. Mit Putins Mobilmachung sind solche Fälle Realität, wie Menschenrechtler berichten. https://www.dekoder.org/de/article/video-wahlen-werbung-schwul
Novaya Gazeta Europe: Rus-200. Mit der Mobilmachung erklärte Putin dem eigenen Land den Krieg

Kirill Martynow, der Chefredakteur des Exil-Mediums Novaya Gazeta Europa, analysiert in einem Kommentar Putins Rede vom 21. September 2022 und den präsidialen Erlass zur sogenannten „Teilmobilmachung” in Russland. Er merkt an, dass diese Entscheidung Putins für mehr Aufruhr in Russland gesorgt hat als in der Ukraine. Ob die Mobilmachung für den Verlauf des Krieges von Bedeutung sein wird, werde sich erst in einigen Monaten zeigen. Die Schlüsselfrage werde jedoch sein, wie die russische Gesellschaft auf die Mobilmachung reagiert: Rebellion sei nicht zu erwarten, die Sabotage habe jedoch schon angefangen.

📝Original (vom 21. September 2022)

📝Übersetzung aus Google Translate

🔗 Diesen und weitere Texte findet ihr in unseren aktuellen Leseempfehlungen.
Was geht eigentlich in den Köpfen von Übersetzern vor, wenn sie Texte für Medien übersetzen? dekoder hat seine Übersetzerinnen gefragt und die haben, statt zu übersetzen, ausnahmsweise geschrieben.
https://specials.dekoder.org/journalismus-uebersetzen
Zerkalo: „Nuklearangriffe sind nicht länger etwas aus dem Reich der Fantasie.“

Der belarussische Politanalytiker Artyom Shraibman seziert in einem Beitrag für das belarussische Online-Medium Zerkalo.io die aktuelle Lage im Angriffskrieg, den Russland gegen die Ukraine führt. Putin würde alle Möglichkeiten der Deeskalation abbrennen, so Shraibman, und im Gegenteil weiter auf Eskalation setzen, wofür die „Teilmobilisierung“ und die eilig einberufenen Referenden in den besetzten Gebieten sprechen. Was könnte in der Logik Putins, der kaum von seinem Plan, die Ukraine besiegen zu wollen, ablassen werde, noch folgen? Shraibman hält drei Szenarien für möglich: weitere Angriffe auf die zivile Infrastruktur der Ukraine. Zudem könnte der Kreml versuchen, durch den direkten Einsatz der neu rekrutierten Soldaten die ukrainische Offensive zu verlangsamen. Zudem hält Shraibman auch einen taktischen Nuklearschlag für durchaus realistisch: „Irgendwo auf dem Territorium der Ukraine oder zuerst über dem Schwarzen Meer zur Machtdemonstration.“ In dem Artikel stellt Shraibman auch die Frage, ob Lukaschenko doch noch gezwungen sein könnte, eigene Truppen in dem Krieg zu schicken. Seine Prognose: Das werde nicht passieren, weil eine große Mehrheit der Belarussen gegen den Krieg seien.


🟠Original (vom 26. September 2022)

🟠Übersetzung aus Google Translate

❗️Aktuell auf dekoder: Welche Rolle spielt eigentlich Belarus im Krieg gegen die Ukraine?
„Die Zinksärge, die aus der Ukraine zurückkommen, könnten selbst jene zu Protesten motivieren, die solchen stets ferngeblieben waren.” Könnte Russlands Mobilmachung auch Alexander Lukaschenko dazu zwingen, eigene Truppen in den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu schicken? Eine Analyse des belarussischen Journalisten Alexander Klaskowski. https://www.dekoder.org/de/article/belarus-ukraine-krieg-mobilmachung-analyse
New York Times: ‘Putin Is a Fool’: Intercepted Calls Reveal Russian Army in Disarray

In einer aufwendigen Recherche hat die New York Times abgefangene Telefonanrufe russischer Soldaten aus dem Kriege gegen die Ukraine aufbereitet – und vorher verifiziert. Sie geben Einblick in Gespräche von Männern, die gemordet und gestohlen haben. In den Gesprächen gibt es auch Stimmen, die gegenüber ihren Verwandten offen aussprechen, für wie sinnlos sie den Krieg halten. Eingespielt hat die New York Times die Originalausschnitte aus den Telefonaten, schriftlich bietet sie die englische Übersetzung.

🟠Original (vom 28.09.2022)

🟠Übersetzung aus Google Translate
Der Friedensnobelpreis geht dieses Jahr an Memorial, den belarussischen Menschenrechtler Ales Bjaljazki und das ukrainische Zentrum für zivile Freiheiten. Wir gratulieren!
Und: Manuela Putz stellt die russische Menschenrechtsorganisation Memorial in einer Gnose vor: https://www.dekoder.org/de/gnose/memorial
Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch gratuliert dem Menschenrechtler Ales Bjaljazki zum Friedensnobelpreis: https://www.dekoder.org/de/article/bjaljazki-alexijewitsch-friedensnobelpreis-kommentar
Meduza: „Ehrlich gesagt werden sie alle dort sterben“

Mit der „Teilmobilmachung“ will Russland tausende weitere Menschen in den Krieg gegen die Ukraine schicken. Doch was denken darüber die, die bereits an der Front waren? Meduza lässt russische Berufssoldaten und Söldner zu Wort kommen, deren Ansichten zum Krieg sich inzwischen teils radikal gewandelt haben. So sagt etwa der ehemalige Frontsoldat Kirill (Name geändert), dass er in den Neueinberufenen sich selbst vor drei Monaten wiedererkenne – und empfiehlt ihnen, sich „für das Leben“ zu entscheiden: „Wir sind die Faschisten. Anders kann man das nicht sagen. In der Ukraine gibt es gerade tatsächlich eine Entnazifizierung und Entmilitarisierung – doch nicht für die Ukraine, sondern für uns.“

🟠 Russisches Original (vom vom 28.09.2022)

🟠 gekürzte englische Version

🟠 deutsche Übersetzung aus Google Translate

🔗 Diesen und weitere Texte findet ihr in unseren aktuellen Leseempfehlungen.
Am vergangenen Freitag hat ein Minsker Gericht mehrjährige Haftstrafen gegen Journalisten und ehemalige Mitarbeiter der belarussischen Nachrichtenagentur BelaPAN verhängt. Chefredakteurin Irina Lewschina wurde zu vier Jahren verurteilt, der ehemalige Direktor, Dimitri Nowoshilow, muss sechs Jahre in Haft. Andrej Alexandrow, ehemaliger stellvertretender Direktor, sogar 14 Jahre. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Urteile sowie der Prozess wurden international vielfach als „politisch motiviert“ kritisiert. Mehr in unserem Medienporträt.

https://www.dekoder.org/de/source/belapan-navinyby
Lukaschenko sorgt mit seiner Ankündigung, einen gemeinsamen Truppenverband mit Russland aufstellen zu wollen, abermals für Befürchtungen, er könne doch noch mit eigenen Truppen in den Krieg in der Ukraine eingreifen. Welche Taktik verfolgt der belarussische Machthaber? Eine Analyse von Wadim Mosheiko.
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-krieg-ukraine-truppen-lukaschenko
„Noch heute liegen dort zehntausende namenlose Körper unter der Erde.” In ihrem Essay für unser Projekt „Spurensuche in der Zukunft” zusammen mit der S. Fischer Stiftung geht die Autorin Wolha Waloschkina der Gewalterfahrung in Belarus auf den Grund, die das Land und seine Gesellschaft bis heute prägen. https://www.dekoder.org/de/article/waloschkina-zukunft-gegenwart-belarus
Er ist Lyriker, Schriftsteller, Musiker und Aktivist. Serhij Zhadan ist einer der wichtigsten Schriftsteller der Ukraine, am Sonntag wird er mit dem Friedenspreis der Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. In einer Gnose erklärt Kateryna Stetsevych Zhadans Werk und dessen Bedeutung. https://www.dekoder.org/de/gnose/serhij-zhadan
Ereignisse, Themen und Gefühle nach Vorgabe: Staatstreue Medien bekommen fast täglich Schreib-Empfehlungen aus der russischen Präsidialadministration. Andrej Perzew hat diese Leitfäden studiert und erklärt, wie die Manipulation der Berichterstattung über den Krieg funktioniert. https://www.dekoder.org/de/article/staatsmedien-leitfaden-propaganda-praesidialadministration