Der erbitterte ukrainische Widerstand gegen den russischen Angriffskrieg lässt sich auch anhand der jahrzehntelangen ukrainischen Protestgeschichte erklären, schreibt Susann Worschech. Anfangend in der frühen Sowjetzeit zeichnet sie diese Geschichte nach: vom ukrainischen Dissidententum über die erkämpfte Unabhängigkeit 1991 bis hin zur Revolution der Würde, wie der Euromaidan in der Ukraine genannt wird. Immer wieder habe die ukrainische Gesellschaft innerhalb der letzten Jahrzehnte gegen Fremdbestimmung, Autokratie und Unterdrückung gekämpft.
https://specials.dekoder.org/freiheit-protest/ukraine/
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Tausende Menschen in der gesamten DDR strömten heute vor 70 Jahren auf die Straßen und Plätze ihrer Städte. „Aus Unzufriedenheit wurde Protest“, schreibt Robert Kindler. Sowjetische Panzer schlugen die Demonstrationen gemeinsam mit Einheiten der ostdeutschen Volkspolizei brutal nieder. Was trieb die Menschen auf die Straße? Und welche Nachwirkungen hatte der Volksaufstand des 17. Juni in der DDR?
https://www.dekoder.org/de/gnose/volksaufstand-juni-1953-hintergruende
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Alexander Lukaschenko will nach eigenen Angaben die ersten taktischen Atomwaffen aus Russland erhalten haben. Im russischen Staatsfernsehen drohte er dem Westen, diese bei einer Aggression gegen Belarus einzusetzen. Ende März dieses Jahres hatte Putin beschlossen, Nuklearwaffen in das Nachbarland verlegen zu wollen. Die Beweggründe des russischen Präsidenten erörtert Artyom Shraibman in seiner Analyse (Archivtext).
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-atomwaffen-stationierung-shraibman
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Spiel mit der Atomangst
Russische Atomraketen in Belarus: Die Ankündigung Putins, taktische Kernwaffen in das Nachbarland zu verlegen, sorgt für Empörung, Angst und Fragen. Warum dieser Schritt durch den Kreml? Was bedeutet
Diktatur ohne Diktator — das politische System in Belarus hat Alexander Lukaschenko auf sich und seine Macht ausgerichtet. Was passiert, wenn der Machthaber stirbt? Würde das System implodieren, wäre die Machtelite paralysiert? Hätte die Opposition dann eine Chance auf den Machtwechsel oder würde ihr der Kreml in die Quere kommen? Der Politanalyst Artyom Shraibman spielt für das Online-Medium Zerkalo Szenarien für einen plötzlichen Abgang Lukaschenkos durch.
https://www.dekoder.org/de/article/lukaschenko-gesundheitszustand-zukunft-belarus
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Geschlechtsangleichende Operationen sollen künftig in Russland verboten werden. Dafür stimmte die Staatsduma am 14. Juni in erster Lesung einstimmig. Um zu dokumentieren, mit welcher Rhetorik solche Gesetze in Abkehr von den Normen der WHO in Russland beschlossen werden, haben wir den Eröffnungsbeitrag von Pjotr Tolstoi übersetzt. Er ist der erste stellvertretende Vorsitzende der Staatsduma. Und er sagt: „Die Jungs, die heute mit der Waffe in der Hand unser Land verteidigen, die sollen danach in ein anderes Land zurückkehren, nicht in jenes, was es vor Beginn der militärischen Spezialoperation war.“
https://www.dekoder.org/de/article/transgender-gesetz-verbot-geschlechtsangleichung-russland
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In den frühen Morgenstunden des 22. Juni 1941 überfiel NS-Deutschland die Sowjetunion.
Eine dreieinhalb Millionen Mann starke Streitmacht marschierte auf einer Frontlinie von mehr als 2.000 Kilometern ein. Es folgte ein grausamer Vernichtungskrieg. Die Nazis ermordeten Millionen von Menschen, unterwarfen Städte und Dörfer ihrer Besatzungsherrschaft. Etwa drei Millionen Menschen aus den besetzten Gebieten mussten außerdem Zwangsarbeit für das Dritte Reich leisten. Eine davon: die 17-jährige Ljuba aus der Ukraine. Ihre Geschichte hat Ksenja Holzmann aufgeschrieben.
https://www.dekoder.org/de/gnose/ostarbeiter-zwangsarbeit-zeitzeugen
Eine dreieinhalb Millionen Mann starke Streitmacht marschierte auf einer Frontlinie von mehr als 2.000 Kilometern ein. Es folgte ein grausamer Vernichtungskrieg. Die Nazis ermordeten Millionen von Menschen, unterwarfen Städte und Dörfer ihrer Besatzungsherrschaft. Etwa drei Millionen Menschen aus den besetzten Gebieten mussten außerdem Zwangsarbeit für das Dritte Reich leisten. Eine davon: die 17-jährige Ljuba aus der Ukraine. Ihre Geschichte hat Ksenja Holzmann aufgeschrieben.
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Als kompromissloser Kämpfer für ein unabhängiges Belarus ging Sjanon Pasnjak in die Geschichte ein. Zuletzt wurde der Ruf wieder lauter nach dem seit 1996 im Exil lebenden Lukaschenko-Gegner: „Die Niederschlagung der Proteste und die Ausweitung der massenhaften Repressionen haben ein Interesse an Radikalisierung in der Gesellschaft wachgerufen.“ Wer ist der charismatische Politiker?
Zur Gnose von Waleri Karbalewitsch:
https://www.dekoder.org/de/gnose/sjanon-pasnjak
Zur Gnose von Waleri Karbalewitsch:
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Putins Koch, Kriegsverbrecher, Propagandist: Die Liste der Zuschreibungen für Prigoshin ist lang, schreibt dekoder-Redakteur Anton Himmelspach.
Auf seinen Kanälen brüstet er sich mit Wagner-Erfolgen, seit 2016 steht sein Name auf der US-Sanktionsliste. Lange waren Prigoshins Machenschaften undurchsichtig, schreibt Anton Himmelspach. Erst im Zuge des russischen Überfalls auf die Ukraine wurde er zum öffentlichen politischen Akteur. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass seine Söldnergruppe massive Kriegsverbrechen verübte.
Wie sah der Aufstieg von Prigoshin aus?
Zur Gnose (aus dem Archiv):
https://www.dekoder.org/de/gnose/jewgeni-prigoshin-putins-koch
Auf seinen Kanälen brüstet er sich mit Wagner-Erfolgen, seit 2016 steht sein Name auf der US-Sanktionsliste. Lange waren Prigoshins Machenschaften undurchsichtig, schreibt Anton Himmelspach. Erst im Zuge des russischen Überfalls auf die Ukraine wurde er zum öffentlichen politischen Akteur. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass seine Söldnergruppe massive Kriegsverbrechen verübte.
Wie sah der Aufstieg von Prigoshin aus?
Zur Gnose (aus dem Archiv):
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Jewgeni Prigoshin
Der als „Putins Koch“ bekannte Jewgeni Prigoshin (1961–2023) war der Chef der Söldnergruppe Wagner. Im Februar 2023 hat die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen
Leseempfehlung: Russland ist in einer tiefen Krise (The Spectator)
„Die bisher größte Herausforderung für Putins Herrschaft“, so nennt der Historiker Sergey Radchenko den von Wagner-Chef Prigoshin verkündeten Aufstand gegen die russische Militärführung. In The Spectator identifiziert er drei Schlüsselfaktoren und skizziert weitere Entwicklungspfade.
(1) Eine wichtige Rolle spiele sicher die ukrainische Gegenoffensive, die russische Truppen bindet. (2) Prigoshin hat womöglich geahnt, dass sich Putin im Konflikt Wagner vs. Verteidigungsministerium hinter seinen Verteidigungsminister stellen werde (seine Rolle war zuvor ambivalent). (3) Prigoshin kann womöglich auf Leute im Kreml zählen, die ihn unterstützen.
In der gegenwärtigen unübersichtlichen Lage sieht Radchenko drei Richtungen der Entwicklung: (1) „Astreiner Putsch“: Prigoshin kommt nach Moskau, Putin wird abgesetzt oder stirbt. Unwahrscheinlich, aber nicht undenkbar. (2) „Bürgerkriegs-Szenario“: Prigoshin kann eine regionale Basis (wie aktuell Rostow) halten, was zu langwierigen Machtkämpfen führen kann. (3) „Kirow-Szenario“: Prigoshin wird gefangen genommen oder getötet. Womöglich folgen Erklärungen, Prigoshin sei ein CIA-Agent gewesen, sowie neue, brutale Repressionen.
„Russland hat eine reiche Geschichte gescheiterter Umsturzversuche“, schreibt Radchenko: Der Zusammenbruch der UdSSR folgte kurz nach dem fehlgeschlagenen Augustputsch 1991, auf den gescheiterten Marsch auf Petrograd von General Kornilow 1917 folgte später der Russische Bürgerkrieg.
englisches Original / Übersetzung aus Google Translate
„Die bisher größte Herausforderung für Putins Herrschaft“, so nennt der Historiker Sergey Radchenko den von Wagner-Chef Prigoshin verkündeten Aufstand gegen die russische Militärführung. In The Spectator identifiziert er drei Schlüsselfaktoren und skizziert weitere Entwicklungspfade.
(1) Eine wichtige Rolle spiele sicher die ukrainische Gegenoffensive, die russische Truppen bindet. (2) Prigoshin hat womöglich geahnt, dass sich Putin im Konflikt Wagner vs. Verteidigungsministerium hinter seinen Verteidigungsminister stellen werde (seine Rolle war zuvor ambivalent). (3) Prigoshin kann womöglich auf Leute im Kreml zählen, die ihn unterstützen.
In der gegenwärtigen unübersichtlichen Lage sieht Radchenko drei Richtungen der Entwicklung: (1) „Astreiner Putsch“: Prigoshin kommt nach Moskau, Putin wird abgesetzt oder stirbt. Unwahrscheinlich, aber nicht undenkbar. (2) „Bürgerkriegs-Szenario“: Prigoshin kann eine regionale Basis (wie aktuell Rostow) halten, was zu langwierigen Machtkämpfen führen kann. (3) „Kirow-Szenario“: Prigoshin wird gefangen genommen oder getötet. Womöglich folgen Erklärungen, Prigoshin sei ein CIA-Agent gewesen, sowie neue, brutale Repressionen.
„Russland hat eine reiche Geschichte gescheiterter Umsturzversuche“, schreibt Radchenko: Der Zusammenbruch der UdSSR folgte kurz nach dem fehlgeschlagenen Augustputsch 1991, auf den gescheiterten Marsch auf Petrograd von General Kornilow 1917 folgte später der Russische Bürgerkrieg.
englisches Original / Übersetzung aus Google Translate
Am Samstag, den 24. Juni, rollte die Militärkolonne von Prigoshin bereits in Richtung Moskau. Dann der plötzliche Wendepunkt: Der aufständische Wagner-Chef beorderte seine Söldner zurück zu ihren Stützpunkten. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Meduza-Journalist Andrej Perzew hat mit anonymen Informanten darüber gesprochen, wie der Kreml versucht hat, mit Prigoshin zu verhandeln und bietet einen Blick hinter die Kulissen.
Zur Leseempfehlung: https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Todeszone statt Frontlinie
In Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt es keine strenge Frontlinie mehr. Stattdessen schafft der zunehmende Einsatz ganz unterschiedlicher Drohnen eine chaotische, todgefährliche Grauzone. Das
Von einer unglaublichen Rolle des belarussischen Machthabers bei der Rettung Russlands vor dem Chaos, sprechen die Pressedienste Lukaschenkos und Putins, schreibt Artyom Shraibman: „Diese Dienste sind allerdings nicht die zuverlässigsten Informationsquellen für diesen Krieg."
Lukaschenko habe zwar Verhandlungen mit dem aufständischen Wagner-Chef Prigoshin geführt. Seine Rolle sei jedoch eher eine technische gewesen. Warum er in der nahen Zukunft trotzdem als der Gewinner aus dem Wochenende hervorgehen wird, analysiert Shraibman für das Online-Medium Zerkalo.
https://www.dekoder.org/de/article/lukaschenko-der-lachende-dritte
Lukaschenko habe zwar Verhandlungen mit dem aufständischen Wagner-Chef Prigoshin geführt. Seine Rolle sei jedoch eher eine technische gewesen. Warum er in der nahen Zukunft trotzdem als der Gewinner aus dem Wochenende hervorgehen wird, analysiert Shraibman für das Online-Medium Zerkalo.
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Prigoshins „Marsch der Gerechtigkeit“ war kein Versuch, den Kreml zu übernehmen, schreibt Tatjana Stanowaja. Viel eher habe es sich um einen Akt der Verzweiflung gehandelt. Putin und dem Staat sei durch den Aufstand ein schwerer Schlag verpasst worden. Aber: Das Image sei für Putin immer zweitrangig gewesen.
dekoder hat die englischsprachige Einschätzung der Politikwissenschaftlerin von ihrem Twitter-Kanal übersetzt.
https://www.dekoder.org/de/article/prigoshin-aufstand-wagner-kreml
dekoder hat die englischsprachige Einschätzung der Politikwissenschaftlerin von ihrem Twitter-Kanal übersetzt.
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Als der Wagner-Chef Prigoshin am Morgen des 24. Juni das Militärhauptquartier in Rostow am Don unter seine Kontrolle brachte und im weiteren Verlauf des Tages mehrere hundert Kilometer gen Moskau vorrückte, hielten sich die russische Armee und die Geheimdienste im Land zurück.
Die Journalisten Andrej Soldatow und Irina Borogan analysieren für Meduza, woran das liegt – und was das zukünftig für Putins Regime bedeuten könnte.
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
Die Journalisten Andrej Soldatow und Irina Borogan analysieren für Meduza, woran das liegt – und was das zukünftig für Putins Regime bedeuten könnte.
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Am 24. Juni brach Panik in der politischen Eliten Russlands aus. Wagner-Söldner besetzten die Millionenstadt Rostow am Don, Truppen setzten sich
gen Moskau in Bewegung. Prigoshins Aufstand war nur von kurzer Dauer, umso weitreichender scheinen seine Folgen zu sein. In einer Chronologie zeichnen wir die sich überschlagenden Ereignisse vom „Marsch der Gerechtigkeit“ nach – mit einem Blick auf die langfristigen Folgen des Wagner-Aufstands. 👇
https://specials.dekoder.org/prigoshin-aufstand-wagner-chronologie/
gen Moskau in Bewegung. Prigoshins Aufstand war nur von kurzer Dauer, umso weitreichender scheinen seine Folgen zu sein. In einer Chronologie zeichnen wir die sich überschlagenden Ereignisse vom „Marsch der Gerechtigkeit“ nach – mit einem Blick auf die langfristigen Folgen des Wagner-Aufstands. 👇
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„Mich berührte die Flagge der EU zwischen all den ukrainischen Flaggen, was klar die Haltung der Ukrainer zeigt – und worüber Russland offensichtlich nicht froh ist. Deswegen setzen sie ihre Kriegsverbrechen in der Ukraine fort“, erzählt der ukrainische Fotograf Lesha Berezovskiy. Das Foto zeigt das Dom Kultury (Kulturhaus) in Derhatschi in der Oblast Charkiw. Wie hat sich die Fotografie von Lesha Berezovskiy im Laufe des Krieges verändert? Auf welche Weise versucht er, die Geschehnisse abzubilden? 👇
https://www.dekoder.org/de/article/lesha-berezovskiy-krieg-ukraine-bilder
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Vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Sonja, so lautet sein Kampfname, im Kindergarten gearbeitet. Am Abend des 24. Februar entschied er sich, als einer von etwa 1.500 Belarussen an die Front zu gehen. Warum? „Na ja, warum wohl? Hier sterben Menschen, unter anderem auch durch unsere Schuld, und ich soll zu Hause sitzen?“. Als Kämpfer des Kalinouski-Regiments war er auch bei Bachmut im Einsatz. Im Interview mit Zerkalo spricht er über das Überleben an der Front, über Angst und Schicksal – und über seine Pläne für das Leben danach. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/sonja-kalinouski-regiment-bachmut-interview
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Auf seinem Youtube-Kanal hatte der russische Oppositionspolitiker Ilja Jaschin über die Verbrechen der russischen Armee in Butscha gesprochen. Im Dezember 2022 wurde er für angebliche „Fake-Nachrichten“ über die russische Armee zu einer Haftstrafe verurteilt. Seinen heutigen 40. Geburtstag verbringt er im Gefängnis. Morvan Lallouet schreibt in einer Gnose über die politischen Anfänge Ilja Jaschins, seine Prinzipien und den Gerichtsprozess. „Als der Krieg begann, wusste ich sofort, was ich tun muss“, sagte Ilja Jaschin in seinem Schlusswort. Zur Gnose (aus dem Archiv) 👇
https://www.dekoder.org/de/gnose/ilja-jaschin
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Momentan tagt ein Moskauer Gericht bezüglich einer Verlängerung der Untersuchungshaft von der Autorin Swetlana Petriichuk und der Regisseurin Jewgenija Berkowitsch. Sie wurden im Mai für ihr preisgekröntes Theaterstück wegen angeblicher „Rechtfertigung von Terrorismus“ angeklagt.
Ein Präzedenzfall im postsowjetischen Russland: Noch nie zuvor wurde Strafanzeige wegen einer Theaterproduktion erhoben. Bei früheren Anklagen im, zum Beispiel gegen Kirill Serebrennikow, wurden Wirtschaftsverbrechen o. ä. ins Feld geführt. Auf Open Democracy berichtet Mikhail Kaluzhsky über den Fall.
Worum geht es in dem Stück, das als eines der einflussreichsten feministischen Statements des russischen Theaters gilt – und dessen Inhalte von Experten der russischen Polizei und Staatsanwaltschaft als „Widerspruch zu Russlands männlicher Lebensweise” bezeichnet wurden?
Aus unseren aktuellen Leseempfehlungen 👇
https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
Ein Präzedenzfall im postsowjetischen Russland: Noch nie zuvor wurde Strafanzeige wegen einer Theaterproduktion erhoben. Bei früheren Anklagen im, zum Beispiel gegen Kirill Serebrennikow, wurden Wirtschaftsverbrechen o. ä. ins Feld geführt. Auf Open Democracy berichtet Mikhail Kaluzhsky über den Fall.
Worum geht es in dem Stück, das als eines der einflussreichsten feministischen Statements des russischen Theaters gilt – und dessen Inhalte von Experten der russischen Polizei und Staatsanwaltschaft als „Widerspruch zu Russlands männlicher Lebensweise” bezeichnet wurden?
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Todeszone statt Frontlinie
In Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt es keine strenge Frontlinie mehr. Stattdessen schafft der zunehmende Einsatz ganz unterschiedlicher Drohnen eine chaotische, todgefährliche Grauzone. Das
Als „Anzeichen für zunehmende Spannungen im Umfeld des Kreml“ bezeichnete im April 2023 das amerikanische Institute for the Study of War die Gründung des „Klubs der zornigen Patrioten“. Wer steckt hinter der Vereinigung?
Igor Strelkow ist ehemaliger Geheimdienstler und Anführer der Separatisten im Osten der Ukraine. Als ein „professioneller Desinformationsspezialist“ hat er in den 1990er Jahren für den russischen Militärnachrichtendienst in Tschetschenien, Bosnien und Transnistrien gearbeitet, schreiben Clemens Günther und Konstantin Kaminskij.
Welche Ziele verfolgt er mit dem „Klub der zornigen Patrioten”? Und wie positioniert sich die Vereinigung zum Kreml?
https://www.dekoder.org/de/gnose/klub-der-zornigen-patrioten-girkin-strelkow
Igor Strelkow ist ehemaliger Geheimdienstler und Anführer der Separatisten im Osten der Ukraine. Als ein „professioneller Desinformationsspezialist“ hat er in den 1990er Jahren für den russischen Militärnachrichtendienst in Tschetschenien, Bosnien und Transnistrien gearbeitet, schreiben Clemens Günther und Konstantin Kaminskij.
Welche Ziele verfolgt er mit dem „Klub der zornigen Patrioten”? Und wie positioniert sich die Vereinigung zum Kreml?
https://www.dekoder.org/de/gnose/klub-der-zornigen-patrioten-girkin-strelkow
„Ihr wurdet gewarnt. Haut ab und schreibt nichts.“ Das riefen Angaben von Meduza zufolge die Angreifer, die die Journalistin Jelena Milaschina und den Anwalt Alexander Nemow krankenhausreif prügelten. Die Organisationen Memorial und das Team gegen Folter berichteten, der Journalistin und dem Anwalt seien Pistolen an den Kopf gehalten worden. Die Angreifer übergossen Jelena Milaschina mit einer grünen Farblösung – schon in der Vergangenheit wurden russische Oppositionelle zum Opfer solcher Farbattacken. Der Übergriff ereignete sich kurz nach Ankunft der Reporterin in Tschetschenien.
Dort sollte Milaschina über den Prozess gegen Sarema Mussajewa berichten: Die wurde 2022 von tschetschenischen Polizisten gewaltsam nach Grosny gebracht, nachdem ihre Söhne sich kritisch über Ramsan Kadyrow geäußert hatten. Das Gericht verurteilte sie zu fünfeinhalb Jahren Haft. Ihr Anwalt, Alexander Nemow, konnte laut Mediazona aufgrund des Überfalls nicht zur Urteilsverkündung kommen.
Jelena Milaschina ist eine renommierte Investigativ-Journalistin und Expertin für Tschetschenien, die regelmäßig Menschenrechtsverletzungen in der russischen Teilrepublik aufdeckte – etwa die Folter von Homosexuellen. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/lgbt-homosexuelle-tschetschenien-verhaftungen-folter
Dort sollte Milaschina über den Prozess gegen Sarema Mussajewa berichten: Die wurde 2022 von tschetschenischen Polizisten gewaltsam nach Grosny gebracht, nachdem ihre Söhne sich kritisch über Ramsan Kadyrow geäußert hatten. Das Gericht verurteilte sie zu fünfeinhalb Jahren Haft. Ihr Anwalt, Alexander Nemow, konnte laut Mediazona aufgrund des Überfalls nicht zur Urteilsverkündung kommen.
Jelena Milaschina ist eine renommierte Investigativ-Journalistin und Expertin für Tschetschenien, die regelmäßig Menschenrechtsverletzungen in der russischen Teilrepublik aufdeckte – etwa die Folter von Homosexuellen. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/lgbt-homosexuelle-tschetschenien-verhaftungen-folter
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„So eine Hetzjagd auf Schwule gab es noch nie“
Die Novaya Gazeta berichtet im Januar 2019 von erneuten Übergriffen gegen LGBT in Tschetschenien. Bereits im April 2017 hatte die Zeitung auf Massenfestnahmen Homosexueller hingewiesen und
„In den Zellen brennt immer Licht. Aus den Lautsprechern ertönt regelmäßig die russische Hymne.“
Russland hat zahlreiche ukrainische Zivilisten festgenommen und in ein Gefängnis auf der Krim verschleppt. Auf Meduza berichten ehemalige Häftlinge von ihren Erfahrungen. Sie erzählen von Folter, Morddrohungen, Demütigungen – und von verzweifelten Akten des Widerstands. 👇
https://www.dekoder.org/de/article/verschleppung-ukraine-zivilisten-folter
Russland hat zahlreiche ukrainische Zivilisten festgenommen und in ein Gefängnis auf der Krim verschleppt. Auf Meduza berichten ehemalige Häftlinge von ihren Erfahrungen. Sie erzählen von Folter, Morddrohungen, Demütigungen – und von verzweifelten Akten des Widerstands. 👇
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