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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall

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Anfang 2025 sollen in Belarus Präsidentschaftswahlen stattfinden – und das, obwohl Lukaschenkos derzeitige Amtszeit nach den gefälschten Wahlen von 2020 offiziell erst im Juli 2025 endet.

Gegenkandidaten gibt es nicht, Protest ist de facto unmöglich, die Wahl wird mehr Inszenierung als Realität: Warum also hat es das Regime so eilig?

Der Journalist Alexander Klaskowski erläutert mögliche Motive.
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Als Wagner-Chef Prigoshin im Sommer 2022 damit begann, Häftlinge für den Krieg in der Ukraine anzuwerben, gab es dafür noch keinen rechtlichen Rahmen. Wladimir Putin musste jeden Verurteilten per Geheimdekret begnadigen.
Eine Gesetzesreform vom September vereinfacht das Verfahren: Jetzt ist es möglich, in jedem Stadium eines Strafprozesses den Ausweg an die Front zu wählen. Sogar noch bevor Anklage erhoben wurde.

Fast jeder Dritte entscheidet sich für den Krieg.
Die Novaya Gazeta Europe hat mit Häftlingen, Anwälten und Polizisten gesprochen. Wie die Rekrutierung abläuft und wer davon profitiert steht in ihrem Bericht:

https://www.dekoder.org/de/article/rekrutierung-gefangene-strafprozess
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Am Morgen des 24. April 1942 treiben bewaffnete SS-Leute die Bewohner·innen des westrussischen Alexandrowka bei Smolensk zum Dorfteich. ca. 200 von 300 behalten sie da – weil sie Roma sind.
Die Männer müssen Gruben ausheben. Die Frauen müssen sich ausziehen. Die deutschen Offiziere mustern die Körper der Frauen und entscheiden, wer leben darf und wer nicht. Lidija Krylowa soll sterben.
In der sechsten Folge von „Der Krieg und seine Opfer“ folgen wir der Kolchosbäuerin Lidija Krylowa durch ein nationalsozialistisches Massaker an Rom·nja in der Sowjetunion. Selten ist ein Fall so detailliert dokumentiert wie jener in Alexandrowka.

Sechste Folge: Nur weil sie Roma sind
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Viktor Schkurenko ist einer der reichsten Männer Sibiriens. Er sagt offen, dass er den Krieg für einen Fehler hält und lädt kritische Künstler zu seinen Firmenfeiern ein. Viele glauben, er habe mächtige Beschützer im Staatsapparat. Er sagt, er halte sich einfach an die Gesetze.
Das Journal Holod porträtiert den ungewöhnlichen Unternehmer aus Omsk.

https://www.dekoder.org/de/article/schkurenko-milliardaer-gegen-krieg
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Eine heroische Vergangenheit als Ersatz für eine strahlende Zukunft: Das Lukaschenko-Regime bastelt an einer ganz eigenen Erinnerungskultur für Belarus. Dazu gehören ein Personenkult um Alexander Lukaschenko und die Erzählung der gesamten Geschichte des Landes als die eines „Unionsstaates“ zusammen mit Russland.

Der Politikwissenschaftler Waleri Karbalewitsch analysiert die einzelnen Erzählstränge:

https://www.dekoder.org/de/article/belarus-geschichtspolitik-lukaschenko-regime
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In jedem Krieg gibt es Tod und Zerstörung. Aber dieser Krieg fühlt sich wirklich wie ein Angriff auf die ukrainische Identität und ihre Geschichte an.


Die Fotojournalistin Nicole Tung hat über den Arabischen Frühling berichtet und aus Syrien. Das Besondere am Krieg in der Ukraine sei auch, wie Artillerie aus dem Zweiten Weltkrieg und modernste Drohnen gleichzeitig im Einsatz seien, sagt sie. In einem Frontlazarett hat Tung miterlebt, wie ein Soldat sein Bein verlor, weil er nicht rechtzeitig aus dem Kampfgebiet geborgen werden konnte:

https://www.dekoder.org/de/article/nicole-tung-fotografie-krieg-ukraine


Fotografin: Nicole Tung
www.nicoletung.com
Bildredaktion Andy Heller
www.andy-heller.de
Heute vor vier Jahren starb der belarussische Künstler Roman Bondarenko.
Eine Gruppe maskierter Männer hatte ihn am Tag zuvor in einem Hinterhof in Minsk zusammengeschlagen.

Bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt, weil die Behörden – im Gegensatz zu belarussischen Medien – angeblich keine Tatverdächtigen ausfindig machen konnten.
Für die Protestbewegung von 2020 wurde er zu einem wichtigen Symbol:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/bondarenko-minsk-belarus-platz-des-wandels (aus unserem Archiv)
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Wir haben uns eingemischt. Wir mischen uns ein. Wir werden uns einmischen.

Das ist Margarita Simonjans provokante Antwort auf Vorwürfe, Russland verbreite über Staatsmedien auch im Westen Desinformation.

Die Chefin der staatlichen Medienholding Rossija Sewodnja und des Auslandssenders RT zelebriert bei jeder Gelegenheit ihre Verachtung für den Westen, den sie einst als Austauschschülerin in den USA kennenlernte.

Die steile Karriere der talentierten Nachwuchsjournalistin aus einfachem Hause begann vor 20 Jahren mit einer Lüge im staatlichen Auftrag.
Kein Einzelfall in Belarus:

Der Vater von Daniil, Marija und Wanja befindet sich in der belarussischen Strafkolonie IK-2 in Bobruisk. 15 Jahre hat er insgesamt vor sich. Weil er mit einer Gruppe in Verbindung gebracht wird, die regimekritische Street-Art-Proteste organisierte.

Doch nicht nur ihr Vater ist im Repressionssystem gefangen. Zusammen mit ihrer Mutter sind auch die drei Kinder ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten.
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In Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sind Waffen und Taktiken aus dem vergangenen Jahrhundert zeitgleich mit Technologien im Einsatz, die täglich weiter entwickelt werden.

Warum Artillerie und Schützengräben immer noch eine Rolle spielen, wie sich das Militär neueste Erfindungen zunutze machen kann und welche Lehren nach 1000 Tagen des russischen Angriffskrieges gezogen werden können, hat das ukrainische Portal Texty.org.ua zusammengefasst:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/ukraine-krieg-militaertechnik-bilanz
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600 Tage lang Stille und Angst um Maria Kolesnikowa:
Nach mehr als anderthalb Jahren gibt es ein Lebenszeichen von der inhaftierten belarussischen Oppositionellen. Alexander Kolesnikow konnte seine Tochter diese Woche im Gefängniskrankenhaus für anderthalb Stunden besuchen.

Nach einer Welle von Begnadigungen im Vorfeld der ersten sogenannten Präsidentschaftswahlen nach 2020 hat Lukaschenko angedeutet, eventuell auch Kolesnikowa freizulassen.

Maria Kolesnikowa war eine der Frauen an der Spitze der Proteste im Jahr 2020. Im Zuge der darauffolgenden Repressionen wurde sie verschleppt, festgenommen und schließlich zu elf Jahren Haft verurteilt. Porträt einer der wichtigsten Oppositionellen in Belarus (aus unserem Archiv).
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Dieses Buch zu lesen, fällt schwer. Unerträglich schwer.


„Feuerdörfer“ erzählt die Geschichte der „verbrannten Dörfer“ in Belarus im Zweiten Weltkrieg.
Die Veröffentlichung des Buches stieß in der Sowjetunion zunächst auf Widerstand, nicht zuletzt wegen der drastischen Darstellung von Gewalt und Leid.
Dann löste es in der Leserschaft eine Welle der Erschütterung aus, wurde schließlich zum Schlüsseltext über die Verbrechen der Wehrmacht in Belarus.

Obwohl das Buch bereits seit 1975 in mehreren Sprachen erschien, wird die deutsche Übersetzung erst ein halbes Jahrhundert später möglich – nachdem frühere Veröffentlichungsversuche scheiterten.

Die Geschichte des Buches, der Wehrmachts-Verbrechen und ein Kapitel auf Deutsch im dekoder-Special:

👉 https://specials.dekoder.org/de/feuerdoerfer

PS: Am Montag, den 18.11., veranstaltet das Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin eine Buchpräsentation des frisch übersetzten Werkes. Mit dabei dekoder-Autorin Nina Weller.
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Mehr als 9.000 zerstörte Dörfer, mehr als 200 zerstörte Städte, mehr als 2 Millionen ausgelöschte Menschenleben:

Das Ausmaß und die Gewaltstrategie, mit der die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg über das sowjetische Belarus herzogen, sind hierzulande kaum bekannt.

Ein Beitrag über die „verbrannten Dörfer“ in Belarus im dekoder-Special „Feuerdörfer“:

👉 https://specials.dekoder.org/de/die-verbrannten-doerfer-von-belarus-1941-1944/

PS: Am Montag, den 18.11., veranstaltet das Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin eine Buchpräsentation des frisch übersetzten Werkes. Mit dabei dekoder-Autorin Nina Weller.
50 Jahre nach Veröffentlichung erscheint das belarussische Buch „Feuerdörfer“ über die NS-Verbrechen in Belarus erstmals auf Deutsch.
Für die belarussische Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch hatte das Buch einen großen Einfluss auf ihre eigenen Werke.

dekoder hat mit Alexijewitsch über ihre Erinnerungen an das Buch, den Autor Ales Adamowitsch – und über Leid und Schrecken in der Literatur gesprochen:

👉 https://specials.dekoder.org/de/wirst-du-versuchen-uber-das-leben-zu-sprechen-wie-es-ist/

PS: Am Montag, den 18.11., veranstaltet das Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin eine Buchpräsentation des frisch übersetzten Werkes. Mit dabei dekoder-Autorin Nina Weller.
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„Ich will nicht, dass aus Mama eine Kakerlake wird!”, sagte der Junge zu seiner kleinen Rennmaus.
Gemeinsam mit Kater Bandit und Plüschhahn Petro machen sich der Junge und seine Maus auf, den Riesen zu besiegen, der Nacht für Nacht mit metallenem Knirschen in der Stadt wütet.

1000 Tage führt Russland großen Krieg gegen die Ukraine. 1000 Tage und Nächte – Zerstörung, Verwundung, Tod. Und Angst.

Vom ständigen Kampf gegen diese Angst handelt das Märchen des Dramaturgen Oleg Michajlow und der Illustratorin Julja Piljulja aus Charkiw:

👉 https://specials.dekoder.org/de/maerchen-von-der-angst/
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Welchen Sinn hat Kunst, wenn sich ein Land im Krieg befindet?
Wie können Tänzerinnen tanzen und Designerinnen Mode entwerfen, während Soldaten ihr Leben opfern?

Die dänische Fotografin Pernille Sandberg ist in die Kyjiwer Künstlerszene eingetaucht und porträtiert ein Land, das große Kraft aus seiner Kultur schöpft.

Fotos: Pernille Sandberg, aus der Serie: A State of Uncertainty
https://www.pernillesandberg.com/
Bildredaktion: Andy Heller www.andy-heller.de
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Podlachien symbolisiert die Grenze zwischen den Belarussen, die ab 2020 ihr Land verlassen haben, und jenen, die geblieben sind – aber auch zwischen dem Westen und dem Osten.


Im Osten Polens ist eine belarussische Minderheit beheimatet Spätestens aufgrund der Repressionen nach der Protestwelle 2020 ist es auch die neue Heimat von geflohenen Belaruss*innen.

Während die einen dort für den Erhalt belarussischer Schulen und Kultur kämpfen, müssen sich die anderen ein Leben im erzwungenen Exil aufbauen.

Ein Fotoprojekt des belarussischen Fotografen Pavel Kritchko – über eine Grenzregion und die Suche nach Identität.

Fotos: Pasha Kritchko
https://kritchko.com/
Bildredaktion: Andy Heller
https://andy-heller.de/
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Im Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Russland grausame Kriegsverbrechen begangen.
Der Internationale Strafgerichtshof hat bereits Haftbefehle erlassen, etwa gegen Präsident Putin, einige Kommandeure oder Minister*innen. Doch noch ist die Liste der Angeklagten überschaubar.

Ist es realistisch, dass die Kriegsverbrechen in der Ukraine je gesühnt werden?
Und wenn ja: Wie könnte das aussehen?


Ein Experteninterview.
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Diesen Samstag, 23. November, stellt das russische Onlinemedium Meduza in Berlin sein neu veröffentlichtes Buch über den russischen Angriffskrieg vor.

Geschrieben hat (Ne) o woine [dt. (Nicht) über den Krieg] die ukrainische Autorin Shenja Bereshnaja.

Eine sehr persönliche und ehrliche Autofiktion darüber, was im Krieg Realität geworden ist:

👉Zur Veranstaltung (Veranstaltungssprache: Russisch)