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dekoder.org bringt russischen und belarusischen Journalismus und wissenschaftliche Kompetenz aus europäischen Universitäten auf eine gemeinsame Plattform. Hier finden Sie die neusten Beiträge!
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Aus den belagerten Krankenhäusern Mariupols in die Kliniken Lettlands:
Zahlreiche ukrainische Ärzt·innen setzen ihre Arbeit im Exil fort und retten weiterhin Leben.
Dabei stehen sie vor der zusätzlichen Herausforderung, den erlebten Schrecken zu verarbeiten und fern der Heimat neu anzufangen – immer in Angst, dass ihnen der Krieg nach Lettland folgt und in Sorge um zurückgebliebene Angehörige.
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Ob aus politischer Überzeugung oder Hoffnung auf eigene Marktchancen:
Irina Lukjanowa berichtet für die Novaya Gazeta, wie eine russische Kinderbuchautorin per Socialmedia ihre Kolleg:innen aus der Branche cancelt:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Die Zukunft des Menschen muss man in seiner Vergangenheit suchen.
Und die Vergangenheit der Menschheit ist eine Projektion ihrer Gegenwart.


Maryja Martysievič ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Lyrikerinnen in Belarus.
In ihren Arbeiten macht sich die selbsternannte „Vergangenheitsgräberin“ immer wieder auf die Suche nach den Ursprüngen ihrer Landsleute.

So auch in ihrem Gedankenspiel für unser Projekt mit der S. Fischer Stiftung Spurensuche in der Zukunft.

Alle, die wissen wollten, wie ich die Zukunft von Belarus sehe, haben vielleicht eine andere Perspektive von mir erwartet – mehr aktuelle Prognosen, frische News, ein Gemälde der Stimmungen im Land. Aber dafür bin ich wohl nicht die passende Autorin.


Illustration: „Knoten der Hoffnung“ © Antanina Slabodchykava
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An den Ufern des Amur im Fernen Osten Russlands leben indigene Gemeinschaften bis heute in enger Verbundenheit mit der Natur. Fischfang, Jagd und das Leben mit dem Fluss prägen ihren Alltag – doch ihre Lebensweise gerät zunehmend unter Druck.

Die französische Fotografin Claudine Doury hat einige Dörfer über 30 Jahre hinweg mehrmals besucht.
In poetischen, fast traumartigen Bildern erzählt ihre Serie A Siberian Odyssey (2018-2020) von Erinnerung und Identität, von der Schönheit des Alltags – und von leisen Veränderungen durch Klimawandel und Globalisierung.

Zur Fotostrecke:
👉https://www.dekoder.org/de/article/sibirien-odyssee-claudine-doury-fotografie

Fotos: Claudine Doury
Bildredaktion: Andy Heller
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Es ist die Belarus-Kernfrage schlechthin:
Wie könnte ein Machtwechsel nach Lukaschenko aussehen, wenn der belarussische Machthaber stirbt oder abtritt?
Welche Organe und Gruppierungen sind in einem hochzentralisierten System wie dem Lukaschenko-Regime am ehesten in der Lage, die politische Kontrolle zu übernehmen?
Wären die Söhne Lukaschenkos in der Lage, dabei ein Wörtchen mitzureden?

In einem Gespräch mit dem belarussischen Online-Portal GazetaBY liefert der Politikwissenschaftler Ryhor Astapenia Antworten:
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Hamburg, Juni 1967:

Auf dem „10. Internationalen Kongress der Gasindustrie“ verblüfft der sowjetische Delegierte Alexej Sorokin die Weltöffentlichkeit:
Die UdSSR, erklärt er, verfüge über 60.000 Milliarden Kubikmeter Gas.
Das ist fast achtmal mehr Gas auf Vorrat, als in den USA.
Wir haben Gas für die ganze Welt,

verkündet der Abgesandte der Gasindustrie der Sowjetunion und verteilt Werbebroschüren an die Vertreter westlicher Energiekonzerne.

Auch wenn es bis zu den ersten Verträgen noch eine Weile dauert:
Der Grundstein für den Siegeszug des sowjetischen Gases nach Westeuropa ist gelegt.

Eine Reise in die Zeit, als mehrere tausend Kilometer lange Pipelines gebaut wurden, die bis heute so viel mehr sind, als reine Infrastruktur:
Der erste Teil des neuen dekoder-Specials über Gas, Macht und die Geschichte der Pipelines ist raus!
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Fake News, KI und Influencer im Auftrag der Kreml-Propaganda:

Unser dekoder-Redakteur Anton Himmelspach hat mit SR kultur über russische Desinformationskampanen gesprochen, die sich auch zunehmend gegen Deutschland richten.
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Vor fünf Jahren ließ sich Swetlana Tichanowskaja als Präsidentschaftskandidatin registrieren – der Auftakt zu historischen Massenprotesten.

Im Interview spricht sie über ihren unverhofften Lebenswandel zur Führungsfigur der Protestbewegung.
(Archivtext)
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Das neue dekoder-Special über Erdgas – und den Bau einer gigantischen Pipeline-Infrastruktur, der den Weg in die Abhängigkeit ebnete:

👉 https://specials.dekoder.org/de/russlands-unsichtbare-kriege/gas-pipelines-sowjetunion-deutschland/
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„Wir kämpfen um jedes Wort. Denn es geht um die Zukunft des ukrainischen Journalismus und um eine starke, tatsächlich informierte Gesellschaft“

Was Russlands Krieg langfristig für die – besonders lokalen und regionalen – ukrainischen Medien bedeutet, umreißt Wadym Pelech, Chefredakteur der Lokalzeitung Bukowyna in Tscherniwzi, in seinem Leitartikel zum ukrainischen Tag der Journalist:innen im Juni.

Ein Appell für unabhängigen Journalismus – wegen und trotz des Krieges:
👉 Zwischen Front und Fakes
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„Ich will dieses Regime brechen!” – Nach seiner überraschenden Freilassung gibt sich der belarussische Oppositionspolitiker Siarhej Zichanouski kämpferisch, so auch in einem aktuellen Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit.   
 
Welchen Einfluss aber hat dies auf die belarussische Gesellschaft und die Demokratiebewegung? Lassen sich die USA und die EU auf einen Dialog mit dem Lukaschenko-Regime ein, auch um die Befreiung der in Haft verbliebenen über 1200 politischen Gefangenen zu erwirken? 

Ein Interview des Online-Portals von Radio Svaboda mit dem Politologen Andrei Kasakewitsch. 

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https://www.dekoder.org/de/article/belarus-interview-kasakewitsch-opposition-freilassungen 
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Kurz bevor man ihn wohl verhaftet hätte, hat sich Russlands Verkehrsminister Roman Starowoit – zuvor 2019–2024 Gouverneur der umkämpften Oblast Kursk – Anfang Juli 2025 selbst getötet.

Ein bedrohliches Zeichen für Russlands politische Eliten, wie die zwei Analystinnen Tatjana Stanowaja und Alexandra Prokopenko für 'Carnegie Politika' erläutern.

Eine doppelte Leseempfehlung von dekoder-Redakteur Dmitry Kartsev:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Ich denke, es wird besser werden, irgendwann muss der Krieg ja zu Ende gehen und sich alles normalisieren. Also ...


Einwandfreie soziologische Umfragen sind in Russland unmöglich.
Dennoch stellt sich die Frage: Was denken die Menschen in Russland eigentlich?

Das Sibirien-Portal Ljudi Baikala hat allen Schwierigkeiten zum Trotz Interviews und Gruppengespräche geführt, um herauszufinden, wie sich die Menschen im militarisierten Getriebe des Kreml-Regimes verorten, wie sie sich ein Kriegsende vorstellen – und wie eine Zukunft danach.
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Jahrzehntelang ist der Export von russischem Erdgas nach Europa kontinuierlich gestiegen.
Dabei war stets klar: Die genutzten Pipelines sind mehr als nur Transportwege, sie sind Politik.
Und es war bereits früh erkennbar, dass die Führung in Moskau ihre dadurch erlangte politische Macht einzusetzen gedachte.

Bis 2022, als Russland einen großen Teil seines Erdgas-Imperiums verlor. Infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine liegen einige Pipelines heute komplett brach.

👉 Eine detaillierte Timeline über die Einsatz- und Liefergeschichte der Pipelines aus Sibirien nach Europa.
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In ländlichen Regionen in Belarus gehörten Webteppiche und Bettüberwürfe lange zu den wertvollsten Besitztümern eines Haushalts. Frauen fertigten sie in mühevoller Handarbeit an – als Gebrauchsgegenstände, aber auch als Ausdruck von Kreativität und der Sehnsucht nach Schönheit und Geborgenheit.

Zwischen den Weltkriegen und in der Nachkriegszeit dienten die wertvollen und oft über Generationen weitergegebenen Textilien auch als schicker Hintergrund für Familienfotos: Fahrende Fotografen nutzten sie als mobile Kulisse, oft mitten im Dorf. So wurden Teppiche Teil einer besonderen Bildtradition.

Das Onlinearchiv VEHA beleuchtet die Geschichte der Wandteppiche durch Foto-Fundstücke aus privaten Familienarchiven – und öffnet den Blick auf die Alltags- und Erinnerungskultur in Belarus:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-fotografie-familienarchive-provinz-veha

Fotos: VEHA-Archiv, The Best Side
Bildredaktion: Andy Heller
Interview: Ingo Petz
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Wir haben den Drachen besiegt – und dann sahen wir, dass ringsum lauter Ratten waren.
Weder unsere Literatur noch unsere Kunst weiß, wie man Ratten bekämpft.
Diese Monster sitzen in jedem von uns.


Die belarussische Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch sprach bei einer Veranstaltung in Warschau über das Fortwirken sowjetischer Denkmuster – und warum der „rote Mensch“ noch immer lebt.

Sie reflektiert, wie tief das Erbe von Diktatur, Gewalt und wirtschaftlicher Entbehrung im Bewusstsein vieler Menschen verankert ist – und wie daraus heute neue Rechtfertigungen für Krieg, Gehorsam und Ungleichheit entstehen.

Eine Perspektive auf die Gegenwart in Russland und der Welt – von einer Schriftstellerin, die seit Jahrzehnten das postsowjetische Trauma in der Literatur begleitet.
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Das sind skrupellose Werkzeuge, die eingesetzt werden, diejenigen zu diskreditieren, zu diffamieren und zu schädigen, die die Russen als ihre Gegner betrachten, allen voran die Ukraine.


Ein Interview von Texty.org.ua mit US-Experte Todd Leventhal über sowjetische und russländische Desinformationskampagnen: Wie der KGB damals und der FSB heute weltweit „aktive Maßnahmen“ durchführte, wie die Vereinigten Staaten in den 1980er Jahren dagegen vorgingen und warum sie das heute so nicht mehr tun:

Eine neue dekoder-Leseempfehlung.
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Die Anerkennung von Schuld muss kein Akt der nationalen Erniedrigung sein – im Gegenteil, sie kann Ausdruck nationaler Würde und Reife sein.

Doch so weit ist die Aufarbeitung der Massaker von Wolhynien 1943 noch lange nicht.

Die Massaker von Wolhynien gehören zu den blutigsten Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung im von den Nationalsozialisten besetzten Europa: In der westukrainischen Region töteten sich Ukrainer und Polen gegenseitig, während die jüdische Bevölkerung dem Holocaust zum Opfer fiel.

Eine dekoder-Gnose vom Historiker Andrii Portnov:
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Vor fünf Jahren rebellierte die belarussische Gesellschaft gegen Machthaber Lukaschenko – friedlich und kreativ.
Sie protestierte für faire und freie Wahlen, gegen die ausufernde Gewalt, mit der Lukaschenkos Machtapparat versuchte, den Aufstand niederzuschlagen.

In unseren beiden Specials zu den Protesten und den Folgen aus dem Jahr 2021 lassen sich die Ereignisse von damals nachverfolgen und nachlesen:

👉Hier kommt Belarus! – dekoder lässt Vielfalt und Höhepunkte der Protestkultur in einem visuellen Rückblick Revue passieren.

👉Am Ende eines Sommers – über ein Jahr des Aufruhrs, des Aufbruchs, der Eskalation in Belarus.
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Wie (über)leben Menschen unter einem Regime, das jede Abweichung abstraft? Was denken und fühlen sie? Wie ist ihr Alltag?


Iwan (22) ist nach 2020 in Belarus geblieben, obwohl mindestens zehn seiner Freunde das Land verlassen haben.
Marina (42, Mutter von vier kleinen Kindern) führt ihren Protest für Belarus durch kleine-große Alltagsgesten weiter und versucht, ihre Kinder vor der Staatspropaganda zu schützen.

Beide erzählen in sehr persönlichen Interviews, wie sie trotz Angst und Gefahren weitermachen – und warum.

Seltene Einblicke direkt aus Belarus
– Teil 1 der Interviewreihe.


Morgen in Teil 2:
Pawel (38) und Janna (55) berichten, wie sie als „Persona non grata“ unter ständiger Beobachtung überleben, welche Schlupflöcher sie nutzen – und welche Sicherheitsvorkehrungen längst Alltag geworden sind.
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