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dekoder.org bringt russischen und belarusischen Journalismus und wissenschaftliche Kompetenz aus europäischen Universitäten auf eine gemeinsame Plattform. Hier finden Sie die neusten Beiträge!
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„Frauen in die Bergwerke“ heißt es in den Kohlegebieten der #Ukraine.

Der Fotograf Philippe de Poulpiquet porträtiert Lilia, die nach Russlands Überfall auf die Ukraine vom Nagelstudio ins Bergwerk wechselte, um mobilisierte Kumpels zu ersetzen. Nun gefährden näher rückende russische Truppen die Kohleförderung in der Region:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/philippe-de-poulpiquet-fotografie-krieg-ukraine
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Nach fast vier Jahren Haft ist der belarussische Journalist Ihar Karnei wieder frei.
Er gehört zu 14 politischen Gefangenen, die kurz nach dem Besuch des US-Sonderbeauftragten in Minsk freigelassen wurden.

Während einzelne politische Gefangene freikommen, bleibt die Lage für unabhängige Medien in Belarus angespannt.

Seit den Protesten von 2020 geht das Lukaschenko-Regime systematisch gegen Journalist·innen, Redaktionen – und selbst gegen Leser·innen – vor.

Wie steht es um die ins Exil geflohenen Medien, nachdem die US-Regierung Förderprogramme eingestellt hat?
Und was bedeutet das für die belarussische Gesellschaft?



dekoder hat mit Natalia Belikova vom Press Club Belarus gesprochen.
Zum Interview:
👉 https://www.dekoder.org/de/article/belarus-exilmedien-unabhaengiger-journalismus-interview
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Ja, wir sind der Abschaum unseres Landes und haben schlimme Dinge gemacht, aber wir sind keine Verräter!

Wie Olexii saßen Tausende Menschen in ukrainischen Haftanstalten jener Gebiete ein, die Russland im Frühjahr 2022 besetzte.

Das ukrainische Onlinemedium Graty verfolgt die Odyssee ukrainischer Gefängnisinsassen, die erst unter russische Besatzung und dort nach der Entlassung schnell wieder in Haft geraten.
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SAVE THE DATE:
🗓 09.10.2025
📍 Club der Polnischen Versager, Berlin

Weniger Kreml, mehr Kuchen – dekoder wird zehn Jahre alt!

Und das feiern wir mit euch am 9. Oktober in Berlin.
Freut euch auf gute Musik, spannende Einblicke hinter die Kulissen und natürlich: viel Kuchen.

Merkt euch den Termin – wir freuen uns schon auf Euch! ❤️
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Serhij Zhadan gibt dem Schrecken des Krieges und der unsichtbaren, allumfassenden Angst eine literarische Sprache.

Dafür erhält der ukrainische Schriftsteller nun den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2025.

„Zhadan ist einer der prägnantesten Schriftsteller der europäischen Gegenwartsliteratur, der zur literarischen Stimme der Ukrainer·innen geworden ist“, erklärte der österreichische Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) bei der Bekanntgabe.

Mehr über den ukrainischer Lyriker, Prosaschriftsteller, Musiker und Übersetzer, über sein Schaffen und seine aktive Rolle im Krieg erfahrt ihr in unserer Gnose:
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🔴 Doppelt hält besser: Zivilgesellschaft ist Sicherheitsstrategie!

📣 Gemeinsam mit renommierten deutschen NGOs fordern wir: Stärkt das ÖPR-Programm – jetzt!

In einem offenen Brief an Bundestagsabgeordnete machen wir deutlich:
Eine kluge Außen- und Sicherheitspolitik braucht mehr als Diplomatie und Verteidigung – sie braucht starke zivilgesellschaftliche Partnerschaften in Osteuropa, dem Südkaukasus und Zentral- und Nordasien.

🛡 Zivilgesellschaft schafft Resilienz, öffnet Dialogräume – selbst unter autoritären Bedingungen – stärkt demokratische Strukturen und ermöglicht gesellschaftliche Frühwarnsysteme. In Zeiten von Krieg und Repression ist sie systemrelevant für Stabilität und Sicherheit.

💡 Unser Aufruf: Verdoppelt das ÖPR-Budget! Als strategisches Signal für Verlässlichkeit, Partnerschaft und den Schutz demokratischer Werte – dort, wo sie täglich unter Druck stehen.

📎 Zum offenen Brief:
https://austausch.org/2025/07/07/doppelt-haelt-besser-zivilgesellschaft-ist-sicherheitsstrategie/
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Aus den belagerten Krankenhäusern Mariupols in die Kliniken Lettlands:
Zahlreiche ukrainische Ärzt·innen setzen ihre Arbeit im Exil fort und retten weiterhin Leben.
Dabei stehen sie vor der zusätzlichen Herausforderung, den erlebten Schrecken zu verarbeiten und fern der Heimat neu anzufangen – immer in Angst, dass ihnen der Krieg nach Lettland folgt und in Sorge um zurückgebliebene Angehörige.
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Ob aus politischer Überzeugung oder Hoffnung auf eigene Marktchancen:
Irina Lukjanowa berichtet für die Novaya Gazeta, wie eine russische Kinderbuchautorin per Socialmedia ihre Kolleg:innen aus der Branche cancelt:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Die Zukunft des Menschen muss man in seiner Vergangenheit suchen.
Und die Vergangenheit der Menschheit ist eine Projektion ihrer Gegenwart.


Maryja Martysievič ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Lyrikerinnen in Belarus.
In ihren Arbeiten macht sich die selbsternannte „Vergangenheitsgräberin“ immer wieder auf die Suche nach den Ursprüngen ihrer Landsleute.

So auch in ihrem Gedankenspiel für unser Projekt mit der S. Fischer Stiftung Spurensuche in der Zukunft.

Alle, die wissen wollten, wie ich die Zukunft von Belarus sehe, haben vielleicht eine andere Perspektive von mir erwartet – mehr aktuelle Prognosen, frische News, ein Gemälde der Stimmungen im Land. Aber dafür bin ich wohl nicht die passende Autorin.


Illustration: „Knoten der Hoffnung“ © Antanina Slabodchykava
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An den Ufern des Amur im Fernen Osten Russlands leben indigene Gemeinschaften bis heute in enger Verbundenheit mit der Natur. Fischfang, Jagd und das Leben mit dem Fluss prägen ihren Alltag – doch ihre Lebensweise gerät zunehmend unter Druck.

Die französische Fotografin Claudine Doury hat einige Dörfer über 30 Jahre hinweg mehrmals besucht.
In poetischen, fast traumartigen Bildern erzählt ihre Serie A Siberian Odyssey (2018-2020) von Erinnerung und Identität, von der Schönheit des Alltags – und von leisen Veränderungen durch Klimawandel und Globalisierung.

Zur Fotostrecke:
👉https://www.dekoder.org/de/article/sibirien-odyssee-claudine-doury-fotografie

Fotos: Claudine Doury
Bildredaktion: Andy Heller
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Es ist die Belarus-Kernfrage schlechthin:
Wie könnte ein Machtwechsel nach Lukaschenko aussehen, wenn der belarussische Machthaber stirbt oder abtritt?
Welche Organe und Gruppierungen sind in einem hochzentralisierten System wie dem Lukaschenko-Regime am ehesten in der Lage, die politische Kontrolle zu übernehmen?
Wären die Söhne Lukaschenkos in der Lage, dabei ein Wörtchen mitzureden?

In einem Gespräch mit dem belarussischen Online-Portal GazetaBY liefert der Politikwissenschaftler Ryhor Astapenia Antworten:
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Hamburg, Juni 1967:

Auf dem „10. Internationalen Kongress der Gasindustrie“ verblüfft der sowjetische Delegierte Alexej Sorokin die Weltöffentlichkeit:
Die UdSSR, erklärt er, verfüge über 60.000 Milliarden Kubikmeter Gas.
Das ist fast achtmal mehr Gas auf Vorrat, als in den USA.
Wir haben Gas für die ganze Welt,

verkündet der Abgesandte der Gasindustrie der Sowjetunion und verteilt Werbebroschüren an die Vertreter westlicher Energiekonzerne.

Auch wenn es bis zu den ersten Verträgen noch eine Weile dauert:
Der Grundstein für den Siegeszug des sowjetischen Gases nach Westeuropa ist gelegt.

Eine Reise in die Zeit, als mehrere tausend Kilometer lange Pipelines gebaut wurden, die bis heute so viel mehr sind, als reine Infrastruktur:
Der erste Teil des neuen dekoder-Specials über Gas, Macht und die Geschichte der Pipelines ist raus!
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Fake News, KI und Influencer im Auftrag der Kreml-Propaganda:

Unser dekoder-Redakteur Anton Himmelspach hat mit SR kultur über russische Desinformationskampanen gesprochen, die sich auch zunehmend gegen Deutschland richten.
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Vor fünf Jahren ließ sich Swetlana Tichanowskaja als Präsidentschaftskandidatin registrieren – der Auftakt zu historischen Massenprotesten.

Im Interview spricht sie über ihren unverhofften Lebenswandel zur Führungsfigur der Protestbewegung.
(Archivtext)
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Das neue dekoder-Special über Erdgas – und den Bau einer gigantischen Pipeline-Infrastruktur, der den Weg in die Abhängigkeit ebnete:

👉 https://specials.dekoder.org/de/russlands-unsichtbare-kriege/gas-pipelines-sowjetunion-deutschland/
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„Wir kämpfen um jedes Wort. Denn es geht um die Zukunft des ukrainischen Journalismus und um eine starke, tatsächlich informierte Gesellschaft“

Was Russlands Krieg langfristig für die – besonders lokalen und regionalen – ukrainischen Medien bedeutet, umreißt Wadym Pelech, Chefredakteur der Lokalzeitung Bukowyna in Tscherniwzi, in seinem Leitartikel zum ukrainischen Tag der Journalist:innen im Juni.

Ein Appell für unabhängigen Journalismus – wegen und trotz des Krieges:
👉 Zwischen Front und Fakes
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„Ich will dieses Regime brechen!” – Nach seiner überraschenden Freilassung gibt sich der belarussische Oppositionspolitiker Siarhej Zichanouski kämpferisch, so auch in einem aktuellen Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit.   
 
Welchen Einfluss aber hat dies auf die belarussische Gesellschaft und die Demokratiebewegung? Lassen sich die USA und die EU auf einen Dialog mit dem Lukaschenko-Regime ein, auch um die Befreiung der in Haft verbliebenen über 1200 politischen Gefangenen zu erwirken? 

Ein Interview des Online-Portals von Radio Svaboda mit dem Politologen Andrei Kasakewitsch. 

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https://www.dekoder.org/de/article/belarus-interview-kasakewitsch-opposition-freilassungen 
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Kurz bevor man ihn wohl verhaftet hätte, hat sich Russlands Verkehrsminister Roman Starowoit – zuvor 2019–2024 Gouverneur der umkämpften Oblast Kursk – Anfang Juli 2025 selbst getötet.

Ein bedrohliches Zeichen für Russlands politische Eliten, wie die zwei Analystinnen Tatjana Stanowaja und Alexandra Prokopenko für 'Carnegie Politika' erläutern.

Eine doppelte Leseempfehlung von dekoder-Redakteur Dmitry Kartsev:

👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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Ich denke, es wird besser werden, irgendwann muss der Krieg ja zu Ende gehen und sich alles normalisieren. Also ...


Einwandfreie soziologische Umfragen sind in Russland unmöglich.
Dennoch stellt sich die Frage: Was denken die Menschen in Russland eigentlich?

Das Sibirien-Portal Ljudi Baikala hat allen Schwierigkeiten zum Trotz Interviews und Gruppengespräche geführt, um herauszufinden, wie sich die Menschen im militarisierten Getriebe des Kreml-Regimes verorten, wie sie sich ein Kriegsende vorstellen – und wie eine Zukunft danach.
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Jahrzehntelang ist der Export von russischem Erdgas nach Europa kontinuierlich gestiegen.
Dabei war stets klar: Die genutzten Pipelines sind mehr als nur Transportwege, sie sind Politik.
Und es war bereits früh erkennbar, dass die Führung in Moskau ihre dadurch erlangte politische Macht einzusetzen gedachte.

Bis 2022, als Russland einen großen Teil seines Erdgas-Imperiums verlor. Infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine liegen einige Pipelines heute komplett brach.

👉 Eine detaillierte Timeline über die Einsatz- und Liefergeschichte der Pipelines aus Sibirien nach Europa.
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